Gruppe von Mitarbeitenden bei ihrem Auslandsaustausch

Kooperationen & Projekte

Gute soziale Arbeit setzt voraus, dass sich eine Institution ständig weiterentwickelt. Teil unseres Qualitätsversprechens ist es deshalb, regelmäßig über den Tellerrand zu schauen und die Zusammenarbeit mit Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur- und Bildungseinrichtungen zu fördern.

Zwei kleine Flaschen Wasser

Aktuelle Projekte

Smartphones und Tablets sind aus unserem Alltag inzwischen nicht mehr wegzudenken, mobile Endgeräte können das Leben teilweise in erheblichem Maße bereichern – auch das Leben von Menschen mit geistiger Behinderung? Zweifellos sind auch Menschen mit Unterstützungsbedarf Nutznießer des digitalen Fortschritts, vorausgesetzt die Technik passt sich ihren Bedürfnissen an.

Die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH hat in Zusammenarbeit mit einer Agentur eine weitestgehend barrierefreie App entwickelt, mit der sich Menschen mit Behinderung, aber auch Angehörige und die interessierte Öffentlichkeit, über kulturelle und pädagogische Angebote informieren können.

Nutzen für Menschen mit Behinderung – Beeinflussung der Lebensqualität

Gemäß UN-BRK soll die Digitalisierung auch für Menschen mit Behinderung erlebbar sein. Die Neuerkerode-App schließt in dieser Hinsicht eine Versorgungslücke, da sie in ihrer Konzeption bisher einmalig ist. Der digitale Zugang zu relevanten Informationen wird für die Zielgruppe durch die Anwendung einfacher Sprache, die reizarme Gestaltung und die einfache Infrastruktur deutlich erleichtert. Eine in ihrer Geschwindigkeit einstellbare Vorlesefunktion leistet zusätzliche Unterstützung im Umgang mit den Inhalten.

Mithilfe automatisierter Kalender- und Navigationsfunktionen nach dem "One-Touch-Prinzip" werden auch Nutzer:innen ohne besondere technische und kulturelle Kompetenzen etwa an einen Termin erinnert oder zum Veranstaltungsort geführt.

Gemeinwesen- und Beteiligungsorientierung, Sicherstellung von Teilhabe für Menschen mit Behinderung

Das Projekt ist unter Mitwirkung der Bürgervertretung Neuerkerodes (Heimbeirat, Bewohnervertretung) und des Angehörigenbeirates der WuB konzipiert worden. Durch die öffentliche Verfügbarkeit der App wird eine Beteiligung externer Personenkreise begünstigt und somit das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung gefördert.

Die App entspricht den gesetzmäßigen datenschutzrechtlichen Bestimmungen, informiert in dieser Hinsicht einfach und transparent. Eine Speicherung persönlicher Daten erfolgt nicht, eine Auswertung oder Weitergabe an Dritte unterbleibt. Für Erstanwender werden Schulungskurse im Rahmen der Neuerkeröder Erwachsenenbildung für Menschen mit Behinderung angeboten, in denen im Übrigen auch die allgemeine Kompetenz im Umgang mit digitalen Medien gefördert wird.

Langfristig besteht das Ziel, mithilfe der App ein effizientes Netzwerk zu schaffen, das sogar von der Zielgruppe selbst gepflegt werden könnte.

Die Begegnungsstätte in der Langen Straße in Braunschweig bietet als etablierter Sozialtreff Raum für Teilhabe und ist unter anderem bekannt durch die „Schatzkiste“, die sich in den vergangenen Jahren als Kontakt-und Partnervermittlung für Menschen mit Behinderung einen Namen gemacht hat. Mit einem neuen Projekt, welches im Rahmen des Programms „Stärkung der Teilhabe Älterer“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds ESF gefördert wird, möchte die Begegnungsstätte zusätzlich ein breites Teilhabeangebot für ältere Menschen mit und ohne Behinderung in der Phase des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand schaffen. Kernziel ist es, der in dieser einschneidenden Lebensphase häufig drohenden sozialen Vereinsamung zu begegnen, die durch den Wegfall gewohnter Strukturen entstehen kann, etwa, weil die liebgewonnenen Kolleg:innen fehlen und das Knüpfen neuer Kontakte nicht immer einfach ist.

Das Projekt setzt von Beginn an auf Beteiligung. So werden im Rahmen einer Bedarfserhebung die Wünsche und Interessen der Zielgruppe abgefragt und in die folgende Programmplanung einbezogen. Die lebenspraktisch orientierten und auf die Förderung digitaler Kompetenzen abzielenden Lern- und Kulturaktivitäten sollen dank inklusiver Ansprache einer breiten Zielgruppe zur Verfügung stehen und zudem wünschenswerte soziale Effekte bewirken: Ältere Menschen erfahren soziale Teilhabe und ermöglichen ebensolche, indem sie andere Teilnehmende mit Assistenzbedarf begleiten. Das so generierte freiwillige Engagement beruht letztlich auf einer persönlichen Beziehung, die Mehrwerte für alle Beteiligten birgt. Ergänzt wird das Projekt durch die Zugriffsmöglichkeiten auf die intersektoralen Unterstützungsangebote der esn sowie durch passgenaue Sozialberatung seitens der Projektpartnerin Diakonie im Braunschweiger Land.

Ansprechpartner – Christian Vaterodt – christian.vaterodt@neuerkerode.de

Rund 250 glückliche Hühner leben auf dem Burschenhof in Sickte, sozusagen im dörflichen Paradies, und werden von Menschen mit und ohne Behinderung gepflegt, gefüttert und insgesamt liebevoll versorgt.

Jeweils fünf dieser Hennen – gewissermaßen eine „Hühnerbande“ – gehen regelmäßig auf Reisen zu Privatpersonen, in Kitas oder in Senioren- und Pflegeheime. Menschen mit Behinderung bereiten den Transport mit vor und liefern Stall, Futter, Zäune sowie wertvolle Tipps aus und holen die „Hühnerbande" auch wieder ab. In der Zwischenzeit zaubern die Hennen für eine, zwei oder auch vier Wochen den zeitweiligen Besitzern ein Lächeln ins Gesicht und sorgen dafür, dass diese täglich Zugriff auf frische Eier haben.

Hier geht es zu den Informationen, wie die „Hühnerbande“ gebucht werden kann.

Die Tagesförderung (TGF) der Wohnen und Betreuen hat mit dem Projekt „Einfach Wasser“ ein neues, nachhaltiges Beschäftigungsprojekt gestartet. Kern des Projekts ist eine Wasserabfüllanlage. Bis zu sechs Bürger:innen arbeiten hier in den Tätigkeitsfeldern Flaschenreinigung, Abfüllung, Versiegelung, Kontrolle und Auslieferung, etwa 150 Flaschen werden täglich produziert. Das aufbereitete Leitungswasser wird in den Standorten der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH verteilt. Durch die Produktion und Lieferung vor Ort werden unter anderem Transportkosten sowie der dadurch entstehende CO2-Ausstoß eingespart.

Bereits mehrfach sind Fach- und Führungskräfte der Evangelischen Stiftung Neuerkerode für jeweils drei Wochen über den großen Teich geflogen. Sie besuchten die Partnerorganisation TILL (Organisation Toward Independent Living and Learning) in Boston (USA), um neue Impulse und Konzepte für ihre Arbeit zu sammeln und sich mit den Kollegen:innen vor Ort auszutauschen.

Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines digitalen wissenschaftlichen Weiterbildungsangebots für Heilerziehungspfleger:innen.

Menschen mit geistigen und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen weisen vielschichtige Bedarfslagen auf. Zunehmend treten gesundheitliche und pflegerische Bedarfe hinzu, die aus verschiedenen Gründen in stationären sowie ambulanten Einrichtungen der Behindertenhilfe nicht ausreichend abgedeckt werden können. Dies stellt die Mitglieder der Kernberufsgruppen in der Behindertenhilfe vor schweren Herausforderungen. Im Projekt EEEwiss – Entwicklung, Erprobung und Evaluation eines digitalen wissenschaftlichen Weiterbildungsangebots für Heilerziehungspfleger:innen – soll der sich daraus ergebende Weiterbildungsbedarf abgedeckt werden.

Mehr Infos

Ehemalige Leuchtturmprojekte

  • TimeSlips
  • Energie- und Umweltexperten
  • Forschungsprojekt „Leben mit geistiger Behinderung und Demenz“ (Ostfalia Hochschule) gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Aktionsjahre zu den Themen Fitness und Gesundheit (2015), Inklusive Bildung (2016) und Mobilität (2017)
  • Der Umfall - Grafic Novel über Neuerkerode
  • EIBeMeB (Ostfalia Hochschule) 
    („Einschätzung gesundheitlicher und pflegerischer Bedarfe von Menschen mit geistigen und/oder mehrfachen Beeinträchtigungen in stationären und ambulanten Wohneinrichtungen in der Region Braunschweig – Entwicklung und Testung eines Einschätzungsinstrumentes“)

Kontakt

Geschäftsführung
Marcus Eckhoff

Assistent der Geschäftsführung
Jochen Pohl
Telefon 05305 201 226
Fax 05305 201 214


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