Aufwertung für soziale und pflegerisch-pädagogische Berufe

Dunja Kreiser und Christoph Bratmann zu Gast in der Fachschule Heilerziehungspflege Neuerkerode.

Unsere Fachschule Heilerziehungspflege macht sich stark dafür, dass auch in der Heilerziehungspflege das Schulgeld vom Land Niedersachsen übernommen wird. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen schrieb Schulleiterin Annegret Jäkel verschiedene Mitglieder des Niedersächsischen Landtages aus der Region an. Dunja Kreiser, MdL und Bundestagskandidatin der SPD aus Wolfenbüttel sowie Christoph Bratmann, MdL und Vorsitzender der Braunschweiger SPD-Ratsfraktion, zeigten Interesse am Thema und an einem Besuch in der Schule im inklusiven Dorf Neuerkerode.

„Schulen in freier Trägerschaft wie unsere in Neuerkerode bekommen vom Land nicht die gleichen Finanzhilfen wie staatliche Schulen, so dass sie auf Schulgeld durch die Auszubildenden angewiesen sind“, so Annegret Jäkel beim Besuch der Lokalpolitiker:in. Für Auszubildende in der Altenpflege hingegen würde die Schulgeldzahlung schon seit 2013vom Land Niedersachsen übernommen. „Hier kämpfen wir um Gleichberechtigung für Heilerziehungspfleger:innen, denn eine politisches Versprechen dafür gab es schon in den 1990er Jahren.“

Dunja Kreiser betonte, dass es sich zurzeit wegen der Corona-Situation um eine schwierige finanzielle Situation handele, soziale und pädagogisch-pflegerische Berufe aber eine Aufwertung erfahren müssten. Sie versprach: „Ich werde das Thema Schulgeldfreiheit für die Heilerziehungspflege im Rahmen der Haushaltsklausur ansprechen.“ Die Politik geht Anfang Oktober, nach der Bundestagswahl, in die Haushaltsplanung.

Annegret Jäkel lud die beiden Mitglieder des niedersächsischen Landtages auch stellvertretend für das Bündnis HEP ein, in dem sie tätig ist und welches unter anderem aus Vertreter:innen der Diakonie, Caritas und Lebenshilfe besteht. Ziel des Bündnisses ist es, dass die Heilerziehungspflege als pädagogisch-pflegerischer Beruf die gleiche politische Aufmerksamkeit erfährt wie die generalistische Pflegeausbildung (ehemals Gesundheits- und Krankenpflege sowie Altenpflege). „Der Fachkraftmangel ist in all diesen Bereichen stark spürbar. Eine Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege würde die Ausbildung wesentlich attraktiver machen und diesem Mangel entgegenwirken. Besonders wichtig ist dieses, da es immer noch keine Ausbildungsvergütung in diesem Bereich gibt! Die Evangelische Stiftung Neuerkerode hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und bietet freiwillig mehrere Schulplätze mit einer solchen Vergütung an."

Besuchten die Fachschule heilerziehungspflege Neuerkerode: Dunja Kreiser und Christoph Bratmann
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