Soziale Arbeit, gutes Klima! Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Diakonie

Mit sozialer Arbeit auch für ein gutes Erdklima sorgen: Bei seiner diesjährigen Sommerreise vom 16. bis 20. August hat Diakonie-Präsident Ulrich Lilie acht diakonische Unternehmen besucht, die engagierte Vorreiter auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit sind. Dabei wurden zahlreiche Aspekte von Nachhaltigkeit beleuchtet, die in der Freien Wohlfahrtspflege eine wichtige Rolle spielen – zum Beispiel klimaeffizientes Bauen, Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, nachhaltige Berufskleidung in der Pflege, Gemeinwohlökonomie oder der Erhalt der Artenvielfalt auf den Grünflächen. Mit Blick auf die UN-Nachhaltigkeitsziele setzt sich die Diakonie in ihren rund 31.600 Einrichtungen für eine umfassende sozial-ökologische Transformation ein.

Im Rahmen dieser Sommerreise war Ulrich Lilie, der von Hans-Joachim Lenke (Vorstand Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen) und Dr. Rolf Schmachtenberg (Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales) begleitet wurde, am vergangenen Freitag zu Gast in der Klostergärtnerei in Riddagshausen sowie im inklusiven Dorf Neuerkerode.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie füttert eine Ziege im inklusiven Dorf Neuerkerode

esn-Direktor Rüdiger Becker erläuterte den intensiven Weg der Klostergärtnerei in Richtung Bio-Zertifizierung und gab im Rahmen eines Rundgangs einen Überblick über die Nachhaltigkeitsprojekte in der Stiftung. So wurde unter anderem die Bio-Gemüsebox der Tagesförderung vorgestellt, deren Inhalt von Menschen mit Behinderung gepflanzt, geerntet und gepackt wird. Auch das Projekt „Hühnerbande“ wurde thematisiert: Menschen mit Behinderung unterstützen dabei, dass Privatpersonen, Kitas oder Altenheime für einen bestimmten Zeitraum Hühner ausleihen können. Abschließend gab es einen Austausch mit der Bürgervertretung Neuerkerode, die die Interessen der über 800 in Neuerkerode lebenden Bürger vertritt, unter anderem auch bei nachhaltigen Anliegen.

„Uns liegt besonders am Herzen, diese Erde in einem besseren Zustand zu hinterlassen als es aktuell der Fall ist“, verdeutlichte Becker. „Gerade in Neuerkerode haben wir räumlich optimale Bedingungen dafür, um mit der Hühnerbande‘, unserem Second-Hand Laden ‚Zweite Liebe‘, dem Möbelkontor, unserer eigenen Biogasanlage, dem Schulwald und den Streuobstwiesen, aber auch mit der Renaturierung der Wabe eine Vorreiterrolle einzunehmen.“

 

von links nach rechts: Olaf Redlin (Standortleitung Grünes Zentrum), Dr. Rolf Schmachtenberg (Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales), Ulrich Lilie (Präsident Diakonie Deutschland), Kamil Loeper (Beschäftigter der Klostergärtnerei), Rüdiger Becker (Direktor esn, Hans-Joachim Lenke (Vorstand Diakonisches Werk evangelischer Kirchen in Niedersachsen), Jenny Grünberg (Referentin Nachhaltigkeit esn), Florian Patzenhauer (Beschäftigter der Klostergärtnerei)

"Das beispielhafte nachhaltige Engagement der esn zeigt, wie sinnvoll es ist sozial, ökonomisch und ökologisch mit einer langfristigen Perspektive zusammen zu denken."


Ulrich Lilie, Diakonie-Präsident

„Nur, wenn wir lernen, neu zu rechnen und kohärent zu handeln, werden wir diese zeitkritische Transformation bewältigen. Und das macht – wie z.B. die Hühnerbande und der Bio-Anbau in der Klostergärtnerei zeigen – auch noch Spaß und vermehrt die Lebensfreude von Vielen. Aber wir brauchen dazu auch eine neue kohärente Politik, ein Ende des alten Denkens in Ressort- und Spartenzuständigkeit und eine nachhaltige Befähigung der gemeinwohlorientierten Unternehmen, die aus Überzeugung engagiert an diesen Veränderungen mitwirken wollen“, so Ulrich Lilie weiter.

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und ein Projektteilnehmer
Diakonie-Präsident Ulrich Lilie und esn-Dirrektor Rüdiger Becker
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