Oberbürgermeister Ulrich Markurth besucht das Quartier St. Leonhard

Am Mittwochvormittag hießen die Quartiers-Partner auf dem St. Leonhard Gelände den Oberbürgermeister Ulrich Markurth zum Rundgang willkommen. Ziel war es gemeinschaftlich einen Einblick in das bisherige Quartiersleben zu gewinnen und zu erleben, was „Zusammen Teilhabe leben“ bedeutet.

Dabei wurden die sozialen Stationen des CJD sowie der Evangelischen Stiftung (esn) besucht sowie ein Ausblick zur Entwicklung der denkmalgeschützten Scheunen für die verbindende Kultur gegeben. Auch Vertreter des LOT-Theaters und Borek (Immobilien und Stiftung) waren beim Treffen vertreten. Markurth betonte:

„Es ist wichtig, einen geschützten Ort zu haben, der sich gleichzeitig der Stadt öffnet. Ich freue mich über das Zusammenwirken aller Quartierspartner und darüber, dass die Quartiersidee nach langer Planungszeit zum Leben erweckt und so eindrucksvoll mit Leben gefüllt wurde“.

Gründer und Grundpfeiler des 15.000 Quadratmeter umfassenden Quartiers St. Leonhard sind das CJD Braunschweig gemeinsam mit Familie Borek und der esn. Das Konzept mit inklusivem und intergenerativem Wohnen, Leben und Arbeiten in Verbindung mit sozialen Angeboten gilt mit seiner vielfältigen Vernetzung heute als Leuchtturmprojekt zeitgemäßer Stadtteilentwicklung. Bewegen und Bewahren sind im Quartier St. Leonhard ganz im Sinne der Richard Borek Stiftung eine Symbiose eingegangen. Einerseits ist es gelungen, ein in dieser Form bundesweit einmaliges Sozial-Stadtviertel zu realisieren, anderseits wurde ein lange brach und an einer exponierten Stelle der Stadt liegendes Areal unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes wiederbelebt.

CJD -  das Zusammen wirkt
Auf dem Gelände betreibt das CJD ein Internat und einen Wohnbereich, der im Fachbereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Unternehmens angesiedelt ist. Zudem sitzt dort die internationale und bi-linguale Kita St. Leonhard International, für Kinder und Eltern aus über 25 Nationen ein Ort des Lernens und der Begegnung.

esn – Ein Teil von uns
Rüdiger Becker, Direktor der esn, stellte die der Stiftung zugehörigen Einrichtungen vor. Die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen bietet 50 Wohnplätze sowie eine Tagesförderung für Menschen mit Behinderung an. Die Diakoniestation Braunschweig betreibt eine Tagespflege mit 20 Plätzen und steuert aus dem Quartier heraus die SAPV-Betreuung, eine spezialisierte ambulante palliative Versorgung für Menschen an ihrem Lebensende. Zum Rehabilitationszentrum St. Leonhard, das von den Lukas-Werk Gesundheitsdiensten betrieben wird, gehören weiterhin die Reha-Tagesklinik für Psychosomatik mit 36 Plätzen, die Reha-Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen mit 24 Plätzen sowie eine Fachambulanz. Becker dankte im Namen aller Quartierspartner dem Ehepaar Borek für die Ermöglichung der baulichen Umsetzung und damit einhergehend der Realisierung des Quartiers und die Begegnung von Menschen.

LOT – Kultur kommt ins Spiel
Zwischen den bereits eingerichteten und lebendigen Räumlichkeiten wurden die ehemaligen Scheunen besucht, die derzeit aufwändig saniert und umgebaut werden, damit im kommenden Jahr das LOT Theater mit Proberäumen, Gastronomie, einem Theatersaal und einer Wohnung für Künstler:innen einziehen kann.

Die Quartierspartner blicken voller Zuversicht in die Zukunft der Scheunen als neuen, attraktiven Verknüpfungspunkt für alle Ansässigen sowie Besucher:innen. Das LOT sowie das Theaterpädagogische Zentrum schaffen mit ihren Plänen, die das Miteinander-Leben und -Agieren noch weiter unterstützen, einen Zugang für Kultur und Begegnung.