Symbolbild bunte Punkte

Ein Tag voller Freude, Rückblicke und neuer Wege

Die 15 Schüler:innen der Klasse HEP 48 haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und schauen auf drei sehr prägende Jahre zurück, in denen sie gelernt, reflektiert, ausprobiert und sich fachlich wie persönlich weiterentwickelt haben.

Bei hochsommerlichen Temperaturen und in familärer Atmosphäre feierte die Klasse HEP 48 ihren Abschluss. Gemeinsam mit Lehrkräften, Kolleg:innen und Mitschüler:innen wurde nicht nur das Erreichte gefeiert, sondern auch all das, was auf dem Weg dorthin erlebt wurde. Besonders war in diesem Jahr, dass erstmals auch die Angehörigen mit dabei waren.

 

Früchte ernten und Zukunft gestalten

Schulleiterin Annegret Jäkel machte gleich zu Beginn deutlich, was dieser Moment für sie bedeutet: „Für uns ist das immer so ein bisschen die Früchte ernten, die wir gesät haben.“ 
Nach drei Jahren Ausbildung sei es etwas Besonderes, das Ergebnis dieser gemeinsamen Zeit zu sehen.

Sie erinnerte daran, dass der Weg dorthin nicht immer einfach war. Neben Unterricht, Klausuren und Präsentationen habe es auch viele persönliche Herausforderungen gegeben. Dass am Ende alle zur Prüfung angetreten sind und den Abschluss gemeistert haben, freue sie daher umso mehr. Gleichzeitig lud sie die Absolvent:innen dazu ein, diesen Moment auch als Chance zu sehen, das eigene Leben noch einmal neu zu betrachten: Was passt, was soll bleiben, was darf sich verändern?

„Für all die, die die Stiftung verlassen und erstmal andere Wege gehen: Sie sind hier jederzeit wieder herzlich willkommen – alle, die bleiben, darüber freuen wir uns natürlich ganz besonders.“


Annegret Jäkel, Schulleiterin

Auch Markus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen (WuB), gratulierte den Absolvent:innen herzlich und betonte, dass sie an diesem Tag einen wichtigen Meilenstein erreicht haben. Besonders freue er sich, einige von ihnen nun als Fachkräfte in der WuB begrüßen zu dürfen. 

In seiner Rede ging er auch auf die aktuellen politischen Diskussionen über steigende Kosten und mögliche Einsparungen in der Eingliederungs- und Jugendhilfe ein und fand dabei deutliche Worte: „Dabei wird in erster Linie daran gedacht, auf der Leistungsebene zu sparen, was offensichtlich mangels zu erwartenden Widerstandes der einfachste Weg scheint. Aber es ist definitiv der falsche Weg. Er schränkt die Würde des Menschen ein.“ Am 10. Juni war die Fachschule HEP in dem Zusammenhang bei der Großdemo gegen die Reform im Gesundheitswesen in Hannover präsent. Für dieses Engagement bedankte er sich noch einmal persönlich.

„Ihre zukünftige Arbeit bedeutet, Menschen im Alltag zu unterstützen, Selbstbestimmung zu ermöglichen und Teilhabe zu erleichtern – keine romantisierte, sondern eine sehr konkrete und notwendige Aufgabe.“ Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, wie viel die Absolvent:innen in den vergangenen Jahren geleistet haben. Sie hätten reflektiert, ausprobiert, korrigiert und neu gedacht und dabei erfahren, dass pädagogische Arbeit nicht immer planbar ist.

„Wir brauchen Menschen, die nicht nur helfen, sondern professionell begleiten. Menschen, die wissen, wann Unterstützung notwendig ist, aber auch, wann Selbstständigkeit Vorrang hat.“


Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH.

Auch die Klasse HEP 48 nutzte die Gelegenheit, um noch einmal Danke zu sagen. In persönlichen Worten richteten die Absolvent:innen ihren Dank an die Lehrkräfte sowie alle Wegbegleiter:innen, die sie in den vergangenen Jahren unterstützt, motiviert und begleitet haben.

Ein bunter Tag bis in den Abend

Neben der Zeugnisübergabe gab es noch ein kreatives Rahmenprogramm, organisiert und durchgeführt von den Klassen HEP 49 und HEP 50. Zum Auftakt wurde es musikalisch: Der Song „Komet“ von Udo Lindenberg wurde von den Schüler:innen live performt und erhielt eine eigens umgetextete Version, die die vergangenen Jahre und die Absolvent:innen in den Mittelpunkt stellte.

Im Anschluss sorgten mehrere Spiele für Unterhaltung. Bei „Ruckzuck“, angelehnt an die bekannte TV-Show, stellten sich die Schüler:innen in einer Reihe auf, trugen Kopfhörer und gaben Begriffe aus ihrer Ausbildung weiter, die möglichst treffend beschrieben werden mussten. Auch im zweiten Spiel war Teamarbeit gefragt: Auf kleinen Matten bewegten sich die Gruppen gemeinsam nach vorne, ohne den Boden zu berühren. Schritt für Schritt arbeiteten sie sich so bis ins Ziel vor. Zum Abschluss wurden dann auch die Lehrkräfte gefordert: Sie sollten allein anhand der Stimme erkennen, welche Schüler:innen zu ihnen sprachen.

Bei Buffet, kühlen Getränken und vielen Gesprächen ließ man den Tag gemeinsam ausklingen, bevor man sich am Abend beim Mitarbeitendenfest der esn gleich wieder traf und gemeinsam weiterfeierte.

Das könnte Sie auch interessieren