Am Kreativtisch Kunst vermittelt

Nicht nur die eigene Kunst präsentieren, sondern auch ganz allgemein für Kunst interessieren. Unter diesem Motto war die Villa Luise auf der Sommerkunstzeit in Braunschweig vertreten.

Patrizia Papa De Costanzo wollte den Kreativtisch im Sommerkunst-Zelt am liebsten gar nicht mehr verlassen. Die Hobby-Künstlerin malt seit langem Bilder im Toskana-Stil, die sie anschließend verschenkt oder bei sich zu Hause aufhängt. Aber mit Linoldruck hatte sie vorher nie zu tun. „Das ist wirklich toll“, erklärte die Braunschweigerin. Mit Stempeln aus Kork und Moosgummi entwarf sie eigene Postkarten. Mit dabei: Tochter Paola, deren Faible sonst eher Mode ist. Aber im Sommerkunstzelt gemeinsam mit ihrer Mutter kreativ zu werden, machte ihr sichtlich Spaß. „Wir sind hier zufällig vorbeigekommen und haben die Aktion gesehen“, sagte die Studentin.

Ellen Se-Baradar gab den beiden Besucherinnen Tipps, wie die besten Ergebnisse gelingen würden. Die Mitarbeiterin aus dem Team der Villa Luise freute sich zudem darüber, dass einige der Unikate im Ausstellungsbereich Abnehmer fanden. An der Wand hingen mehrere Bilder der Neuerkeröder Künstler:innen, allesamt in der Corona-Zeit entstanden. „Seit dem ersten Lockdown haben viele neue Techniken ausprobiert und sich weiterentwickelt“, berichtete Se-Baradar. Neben den Malereien standen auch Zeichnungen, Skulpturen, bemalte Stühle, Kunstbücher und bedruckte Isolier-Flaschen zum Verkauf.

An einem Tisch vor dem Zelt luden Johanna Trillose und Daniela Albrecht Interessierte dazu ein, eigene Seifenstücke herzustellen. „Die Rohseife wird erhitzt und in eine Form gegossen. Dann werden Farben und Blüten hineingemischt“, erklärten die Mitarbeiter:innen aus der Gruppenleitung Tagesförderung. Düfte wie Lavendel, Grapefruit oder auch Maiglöckchen, Gurke oder dunkle Schokolade standen zur Verfügung. Nach dem rund zweistündigen Aushärtungsprozess durften die Kreativfreudigen ihr fertiges Seifenstück abholen. Bereits am Vortag hatten Johanna Trillose und Daniela Albrecht ein weiteres Angebot gemacht, das die Sinne ansprach: Aus duftenden Blumen steckten sie floralen Körperschmuck wie Armbänder, Haarreife und sogar ein prächtiges Blütenkleid.

 

Text und Fotos: Henning Thobaben

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