Auch wenn es nicht immer leicht war, haben sich Anita und Manfred Barthel immer untertützt. Sie kennen sich seit ihrer Kindheit. Nun leben sie gemeinsam im St. Vitus in Seesen.
Wenn Anita und Manfred Barthel in ihrem Zimmer im Senioren- und Pflegezentrum St. Vitus in Seesen sitzen und bei einer Tasse Kaffee den Ausblick auf die Teiche vor ihrem Fenster genießen, strahlen sie eine tiefe Zufriedenheit aus. Auch wenn sie in ihrem Leben Rückschläge zu verkraften hatten, behielten sie sich immer ihre Zuversicht. Sie erinnern sie sich gerne an früher, an die vielen gemeinsamen Jahre, die zahlreichen Urlaube, ihre geteilte Zeit zurück. Und auch wenn sich vieles geändert hat, sie nicht mehr verreisen, ihr Haus gegen diese Wohnung eingetauscht haben, die Gesundheit manchmal angeschlagen ist, hat sich eines nicht geändert: Sie sind füreinander da. Jeden Tag.

Ihre Geschichte beginnt schon früh: Beide sind in Münchehof aufgewachsen, lernen sich schon als Kinder kennen – und irgendwann verlieben sich die beiden in einander. So sehr, dass sie schon bald heiraten und aus Anita und Manfred die Eheleute Barthel werden. Es ist eine Verbindung, die nun schon seit über 65 Jahren hält.
Bald nach der Hochzeit ziehen sie in eine Werkswohnung in Bad Grund von Manfred Barthels Arbeitgeber. „Unser Traum war aber immer schon unser eigenes Haus“, erzählt Manfred Barthel. Nachdem sie sieben Jahre lang in Bad Grund wohnen, erfüllen sie sich diesen Traum. „Wir haben ein kleines Einfamilienhaus in Münchehof gebaut. Das war für uns das größte“, erinnert sich Anita Barthel. Sie bekommen eine Tochter, ihr Glück ist perfekt.
„Unser Traum war aber immer schon unser eigenes Haus.“
Manfred Barthel
Neben dem Traum nach einem eigenen Haus und einer Familie teilt das Ehepaar eine weitere Leidenschaft: Sie lieben es, zu reisen. Sie reisen fünfmal in die Dominikanische Republik, an die Ostsee, 15-mal ins Rheinland in die Kur. Schwarzwald, Skifahren in Bayern, Österreich und Südtirol. Ihre Reisen sind zahlreich. „Wo es uns am besten gefallen hat, kann ich gar nicht sagen“, so Manfred Barthel. „Es war überall toll!“
Diese Zufriedenheit, diese positive Art, die Dinge zu sehen, ist etwas, das die beiden sich ihr Leben lang beibehalten haben. Dabei hatten auch sie es nicht immer leicht. Anita Barthel erlitt schon als Kind infolge eines schweren Unfalls einen Schädelbasisbruch und gilt seither als schwerbehindert. Manfred Barthel hatte vor einigen Jahren einen Schlaganfall, dessen Nachwirkungen er immer noch spürt. Anita Barthel sagt: „Doch egal, was passiert ist – wir sind immer zusammen gewesen und haben uns unterstützt.“
„Wir sind hier gut angekommen.“
Anita Barthel
Aus ihrem eigenen Haus auszuziehen, ist beiden schwergefallen. Doch schließlich überzeugt ihre Tochter sie mit guten Argumenten: die Pflege, die Nähe zum Arzt, die Infrastruktur. Zunächst ziehen die Eheleute Barthel in eine der Seniorenwohnungen des St. Vitus. Mittlerweile sind sie in ein Zimmer im Haupthaus gezogen. „Wir sind hier gut angekommen“, sagt Anita Barthel. Manfred Barthel fügt hinzu: „Außerdem machen die Aktivitäten hier Spaß – und das Essen ist sehr gut. Da können wir uns wirklich nicht beklagen.“
Heute ist Anita Barthel 85 Jahre alt, Manfred Barthel ist 89. Den Großteil ihres Lebens haben sie gemeinsam verbracht. „Es war nicht immer alles leicht“, sagt Manfred Barthel rückblickend. „Aber wir waren immer zufrieden.“ Dass sie gemeinsam ins St. Vitus ziehen konnten, empfinden beide als großes Glück. Anita Barthel sagt: „Dass wir zusammen hier sein können, ist das Beste, was passieren konnte.“
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