Schüler leiten eine Station

Angehende Gesundheits- und Krankenpfleger übernehmen im Rahmen eines Ausbildungsprojektes zwei Wochen lang die Station M2 im Krankenhaus Marienstift.

Blut abnehmen, Puls messen, Körperpflege, Dienstpläne schreiben, Essensverteilung – Auszubildende der Pflegeschule am Marienstift haben vom zwei Wochen lang – bis auf ganz wenige Ausnahmen – die komplette Patientenversorgung auf der Station M2 des Krankenhauses Marienstift übernommen. Nach dem Erfolg in den vergangenen zwei Jahr wurde das Projekt im Rahmen der Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger nun zum dritten Mal am Marienstift durchgeführt. Beteiligt sind Schüler:innen des dritten Ausbildungsjahres. Im Sommer stehen für die teilnehmenden Auszubildenden die Examensprüfungen an.
 

„Mit dem Projekt wollen wir die Auszubildenden an den Alltag als examinierte Kraft heranführen, Handlungskompetenz fördern und Selbst- und Verantwortungsbewusstsein stärken.“


Adrian Kuhnke, Gesundheits- und Krankenpfleger und Praxiskoordinator am Krankenhaus Marienstift

Die Leiterin der Pflegeschulen am Marienstift, Margrit Weithäuser, ergänzt: „Diese Praxiseinheit ist eine hervorragende Möglichkeit, in der Ausbildung erlernte Fähigkeiten explizit zu trainieren.“
Zwei Wochen lang haben die Schüler alle drei Dienste (Früh/Spät/Nacht) auf der Station M2 abgedeckt und die Rolle einer examinierten Pflegefachkraft übernommen. „Natürlich ist die Patientensicherheit unser größtes Anliegen, weshalb permanent eine Überwachung durch examinierte Pflegefachkräfte gewährleistet ist“, sagt Rosemarie Ölschlager, Pflegedirektorin am Krankenhaus Marienstift. Die teilnehmenden Auszubildenden erhielten umfassende Schulungen zur Vorbereitung.

Das Projekt „Schüler leiten eine Station“ endete am Sonnabend, den 6. Februar 2021 mit Ablauf der Nachtschicht. Auszubildende Marisa Junitz, im Rahmen des Projektes  übernahm sie die Rolle der stellvertretenden Stationsleitung, zog ein durchweg positives Fazit: "Ich habe dieses Projekt als große Chance empfunden, um den echten Alltag als Gesundheits- und Krankenpflegerin kennzulernen. Am Ende kann ich sagen, dass meine allgemeine Stessresistenz viel weiter nach oben gegangen ist. Ich kann mich besser selber organisieren, aber auch im Team. Wir haben alle gelernt, uns gut miteinander auszutauschen und uns gegenseitig zu helfen." Auszubildende Jessica Graumann, Stationsleitung im Rahmen des Ausbildungsprojektes, ergänzt: "Ich bin sehr froh, dass wir die Schülerstation machen durften. Ich nehme sehr viel mit für die Zukunft. Ganz persönlich hat sich für mich dadurch nochmal bestätigt, dass das mein Traumberuf ist und auch bleiben wird."

+++ Zur besseren Lesbarkeit wird auf die Verwendung der Sprachformen weiblich und divers (w/d) verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten gleichermaßen für alle Geschlechter. +++

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