Symbolbild bunte Punkte

Mit Segen und Applaus in die Zukunft der Pflege

Erster Jahrgang Pflegeassistenz am Bildungszentrum Marienstift feierlich verabschiedet. 

Tosender Applaus in der Theodor-Fliedner-Kirche am Marienstift in Braunschweig: Neben Katja Watzl, Schulleiterin des Bildungszentrums Marienstift, stehen 12 frisch gebackene Pflegeassistentinnen und -assistenten. Es ist ein besonderer Moment – denn es ist der erste Jahrgang, der seit Einführung der Ausbildung am Bildungszentrum Marienstift seinen Abschluss feiert. Mit einem feierlichen Gottesdienst wurden die Absolvent:innen nun verabschiedet.

Im Kreis versammelt empfangen sie den Segen – ein sichtbares Zeichen für Gemeinschaft, Dankbarkeit und Aufbruch. In ihren Taschen: das bestandene Abschlussexamen. In den Händen: Rosen und die wohlverdienten Abschlusszeugnisse. Hinter ihnen liegen intensive Monate voller Lernen, Praxiseinsätze und Prüfungen. Vor ihnen ein Beruf mit großer Verantwortung – und großer Bedeutung.

Sie werden dringend gebraucht!

Pastorin und Krankenhaus-Seelsorgerin Elke Rathert findet persönliche Worte: „Sie sind nicht mehr Schülerinnen und Lernende. Mit dem Abschluss in der Tasche beginnt ein neuer Abschnitt. Das ist ein Wendepunkt – ein Moment, in dem es sich lohnt, innezuhalten.“ Was die Absolvent:innen erreicht hätten, sei großartig – für sie persönlich, aber auch für den Beruf, für den sie sich entschieden haben. „Sie werden dringend gebraucht.“ Für viele von ihnen führt der Weg innerhalb der Evangelischen Stiftung Neuerkerode weiter. Auch Schulleiterin Katja Watzl betont die besondere Bedeutung des Tages: „Heute ist ein Tag des Erfolgs, des Stolzes und der Freude. Machen Sie etwas daraus – Sie haben einen ganz tollen Berufsabschluss erworben.“ Pflegeassistenz sei weit mehr als eine berufliche Tätigkeit. 

„Es ist eine Aufgabe, die von Empathie, Fürsorge und Verantwortung getragen wird."

Die Absolvent:innen hätten gelernt, Menschen in verletzlichen Momenten zu begleiten, in herausfordernden Situationen Ruhe zu bewahren und mit Menschlichkeit und Respekt auf Bedürfnisse einzugehen. „Das ist unbezahlbar und von unschätzbarem Wert.“ Theoretisches Wissen und praktische Erfahrung bildeten gemeinsam das Fundament für einen Beruf, der unverzichtbar sei.

Mit Blick auf die Zukunft ermutigt Watzl: „Der Weg in der Pflege wird Sie immer wieder vor neue Herausforderungen stellen. Ich bin überzeugt, dass Sie mit den Fähigkeiten und dem Wissen, das Sie erworben haben, bestens gerüstet sind.“ Ihr Dank gilt neben den Absolvent:innen auch den Praxisanleitenden, Praxisträgern und Lehrkräften des Bildungszentrums – Wegbegleiter:innen, die unterstützt, Sicherheit gegeben und in schwierigen Zeiten aufgefangen haben.

Stimmen der frischgebackenen Pflegeassistenten

Eileen arbeitet seit fünf Jahren als Pflegehelferin im Theresienhof und hat sich mit der Ausbildung zur Pflegeassistenz fachlich weiterentwickelt. „Die Ausbildung war gut, um mein Wissen aufzufrischen und mich zu spezialisieren. Ich habe mich an der Schule extrem gut aufgehoben und aufgenommen gefühlt – ich werde sie sehr vermissen.“

Kirsten war zuvor als Hilfskraft in der Eingliederungshilfe in Neuerkerode tätig. „Die Ausbildung hat mir eine ganz andere Sichtweise gegeben“, sagt sie. Während in der Eingliederungshilfe viele pädagogische Aspekte im Vordergrund stünden, habe sich nun ihr pflegerischer Blick geschärft.

Ulrike arbeitet auf der Palliativstation im Krankenhaus Marienstift. „Man bekommt viel Hintergrundwissen und versteht besser, warum man etwas tut“, beschreibt sie ihre Erfahrung. Viele Prozesse seien in ihr angestoßen worden, die ihr persönlich weitergeholfen hätten. Die Schule habe sie hervorragend auf die Prüfung vorbereitet.

Nach dem Gottesdienst kamen Absolventinnen und Absolventen, Lehrkräfte, Praxisanleitende, Familien und Freunde im Bildungszentrum zu einem gemütlichen Beisammensein zusammen. 

Ausbildung am Bildungszentrum

Die Ausbildung zum Pflegeassistenten (m/w/d) dauert zwei Jahre. Es ist ein vielseitiger Beruf, in dem man Menschen unterstützt, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit Hilfe im Alltag benötigen. 

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