Mit einem Gottesdienst wurde den 180 Bürger:innen gedacht, die zwischen 1940 und 1945 vom NS-Regime zwangsweise in Tötungseinrichtungen verlegt wurden. Pastorin Marita Bleich, esn-Vorstandsvorsitzender Tobias Henkel und die Neuerkeröder Bürger:innenvertretung gestalteten den Gottesdienst gemeinsam.



In leichter Sprache und mit Unterstützung der Erwachsenenbildung wurde über die Zeit der NS-Diktatur und die schlimmen Auswirkungen für Neuerkerode berichtet.
In der Predigt nahmen Marita Bleich und Tobias Henkel Bezug auf die Gedenkskulptur, insbesondere auf die Bedeutung der Figur des kleinen Jungen mit Kuscheltier. Sie stehe dafür, dass Neuerkerode heute ein Ort der Geborgenheit ist, in dem alle Menschen gleich sind und ihr Leben in Frieden und Freiheit leben können. In seiner Ansprache blickte BV-Sprecher Holger Denecke 90 Jahre zurück – in das Jahr 1936. Er sprach unter anderem über das Ereignis der Olympischen Spiele und wie diese zu Propaganda- und Täuschungszwecken vom NS-Regime genutzt wurden, um Weltoffenheit, Frieden und Freiheit zu demonstrieren.
Zur Erinnerung an die 180 Bürger:innen wurden symbolisch Blumen in einen Kranz gesteckt, der im Anschluss an den Gottesdienst an der Gedenkskulptur auf dem Dorfplatz niedergelegt wurde.