Schulgeldfreiheit für HEP's jetzt!

Annegret Jäkel, Schulleiterin unserer Fachschule Heilerziehungspflege Neuerkerode, nutzte - nach einer Einladung des SPD-Politikers Christoph Bratmann - gemeinsam mit Lars Günther, Vorsitzender der niedersächsischen Landesarbeitsgemeinschaft für Ausbildungsstätten der Heilerziehungspflege (LAG), am 11. November die Gelegenheit, um sich im Niedersächsischen Landtag für die Schulgeldfreiheit für Auszubildende in der Heilerziehungspflege stark zu machen.

Im Sommer hatte Schulleiterin Annegret Jäkel verschiedene Mitglieder des niedersächsischen Landtages aus der Region angeschrieben. Dunja Kreiser, MdL und Bundestagskandidatin der SPD aus Wolfenbüttel sowie Christoph Bratmann, MdL und Vorsitzender der Braunschweiger SPD-Ratsfraktion, zeigten Interesse am Thema und besuchten unsere Fachschule für Heilerziehungspflege im inklusiven Dorf Neuerkerode. Kreiser betonte damals, dass es sich zurzeit wegen der Corona-Situation um eine schwierige finanzielle Situation handele, soziale und pädagogisch-pflegerische Berufe aber eine Aufwertung erfahren müssten. Sie versprach: „Ich werde das Thema Schulgeldfreiheit für die Heilerziehungspflege im Rahmen der Haushaltsklausur ansprechen.“  Im Rahmen des Treffes wurde Annegret Jäkel auch in den niedersächsischen Landtag eingeladen. Vergangene Woche war unsere Schuleiterin dort und berichtete auch von vor Ort für uns:

„Schulen in freier Trägerschaft wie unsere in Neuerkerode bekommen vom Land nicht die gleichen Finanzhilfen wie staatliche Schulen, so dass sie auf Schulgeld durch die Auszubildenden angewiesen sind“, erläutert Annegret Jäkel. Für Auszubildende in der Altenpflege hingegen wurde die Schulgeldzahlung schon seit 2013 vom Land Niedersachsen übernommen. „Hier kämpfen wir um Gleichberechtigung für Heilerziehungspfleger:innen, denn eine politisches Versprechen dafür gab es schon in den 1990er Jahren.“ Nach der Bundestagswahl ging die Politik Anfang Oktober in die Haushaltsplanung. „Leider werden wir in dem aktuellen Finanzentwurf wieder nicht berücksichtigt", zeigte sich Annegret Jäkel enttäuscht.

Annegret Jäkel besuchte den niedersächsischen Landtag auch stellvertretend für das Bündnis HEP, in dem sie tätig ist und welches unter anderem aus Vertreter:innen der Diakonie, Caritas und Lebenshilfe besteht.

Das Bündnis HEP

Ziel des Bündnisses ist es, dass die Heilerziehungspflege als pädagogisch-pflegerischer Beruf die gleiche politische Aufmerksamkeit erfährt wie die generalistische Pflegeausbildung (ehemals Gesundheits- und Krankenpflege sowie Altenpflege). „Der Fachkraftmangel ist in all diesen Bereichen stark spürbar. Eine Schulgeldfreiheit in der Heilerziehungspflege würde die Ausbildung wesentlich attraktiver machen und diesem Mangel entgegenwirken. Besonders wichtig ist dieses, da es immer noch keine Ausbildungsvergütung in diesem Bereich gibt! Die Evangelische Stiftung Neuerkerode hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und bietet freiwillig mehrere Schulplätze mit einer solchen Vergütung an."

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