Wenn Max Blümel über Aufgaben und Möglichkeiten in der Eingliederungshilfe spricht, merkt man, wie sehr er die Arbeit dort schätzt. Als gelernte Pflegefachkraft wechselte er im vergangenen Jahr aus einem Braunschweiger Krankenhaus in die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH. „Ich habe vorher auf einer Intensivstation gearbeitet, aber als frischgebackener Vater war das dortige Schichtmodell eine Herausforderung“, so Blümel. Und, weil er mit seiner Familie in den Nachbarort Sickte gezogen war, kam er regelmäßig bei den Joggingrunden durch das inklusive Dorf Neuerkerode.
„Ich bin neugierig geworden und habe im Internet recherchiert – und bin auf die Stellenausschreibungen gestoßen“, berichtet Blümel. Noch am selben Abend habe er seine Bewerbung samt Unterlagen ganz bequem mit dem Handy hinterlegt – und dann ging alles seinen Lauf. Er habe für einen Tag auf einer Wohngruppe hospitiert, sich alles angesehen und am Ende für sich befunden, „dass ich das machen will“, so Blümel.
Er sei sehr froh gewesen, dass es mit Anstellung bei der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen die Möglichkeit gegeben habe, die Arbeit flexibler zu gestalten – sowohl in punkto Arbeitszeit, mit Früh- oder Spätschicht, als auch im Umgang mit den Bewohner:innen. „Ich kann viel enger an und mit den Menschen arbeiten und habe mehr Zeit für jeden einzelnen“, sagt Blümel.
Arbeit mit und nah an den Menschen
Zeit für alle geht natürlich auch – und das war ganz nach dem Geschmack der Bürger:innen. „Gemeinsam mit meinen Kolleg:innen und den Bürger:innen haben wir eine riesige Pommes-Party veranstaltet mit verschiedenen Kreationen und Toppings, wie etwa einer Käse- oder Guacamole-Soße. Jede Gruppe hat etwas besorgt. Das ist richtig gut angekommen“, erinnert er sich. So gut sogar, dass – zumindest im Kreis seiner Wohngruppe in Sundern – ein regelmäßiges Event daraus geworden ist.
Bindeglied zwischen Leitung und Wohngruppe
Und wenn er mal keine Pommes-Party plant, dann kümmert er sich als Fachkraft mit organisatorischer Verantwortung (FOV) um reibungslose Abläufe und Aufgaben in der Wohngruppe: so etwa bei der Terminplanung, Grundversorgung und Pflegeunterstützung sowie bei den Dienstplänen. Seit Oktober 2025 hat er diese Rolle als Bindeglied zwischen den Leitungskräften und den Wohngruppen nun inne. Reingewachsen ist er nach und nach und mit Unterstützung anderer FOVs. „Ich bin sehr freundlich aufgenommen worden, konnte mich schnell integrieren und habe mich auch nie alleingelassen gefühlt. Die Kolleginnen und Kollegen haben mich in meiner Anfangszeit einfach wunderbar unterstützt“, erklärt Blümel. Der Schritt aus der Pflege im Krankenhaus hin zur Arbeit in der Eingliederungshilfe sei für ihn genau richtig gewesen. Bestärkt wurde er dabei auch aus der Familie, denn seine Tante arbeite selbst auch in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. „Ich kann nur sagen, dass es für mich der richtige Schritt war nach Neuerkerode zu gehen und sich meine Sicht auf die Pflege noch einmal zum Positiven verändert hat.“


“Ich kann nur sagen, dass es für mich der richtige Schritt war nach Neuerkerode zu gehen und sich meine Sicht auf die Pflege noch einmal zum Positiven verändert hat.”
Max Blümel, Fachkraft mit organisatorischer Verantwortung in der Wohngruppe Sundern
