Neue Räume, kurze Wege, starke Versorgung in Langelsheim
17.09.2026 Neue Räume, kurze Wege, starke Versorgung in Langelsheim Die SAPV im Nordharz bezieht Räume in Langelsheim. Das bringt Vorteile für die gesamte Diakoniestation Nordharz und ihre Kund:innen mit sich. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) der Diakoniestation Nordharz, Teil der Diakoniestationen Harz-Heide (DHH) und somit der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn), ist umgezogen: Nach mehreren Jahren in Goslar hat das Team neue Räumlichkeiten in der Astfelder Straße 5 in Langelsheim bezogen. In direkter Nachbarschaft zur Tagespflege Langelsheim, die ebenfalls zur Diakoniestation Nordharz gehört, und eine geplante Schlüsselstelle des ambulanten Dienstes der Filiale Liebenburg-Lutter, entstehen kurze Wege, enge Abstimmungen und wertvolle Synergien. Für die DHH ist der Umzug ein weiterer Schritt, um die Versorgung im Nordharz nachhaltig zu stärken. „Wir sind in den vergangenen Jahren gewachsen und die Rahmenbedingungen haben sich verändert. Unsere bisherigen Räumlichkeiten entsprachen da nicht mehr unseren Anforderungen“, sagt Nicole Lübbecke, Leitung der SAPV und Regionalleitung Nordharz. Die SAPV versorgt im Landkreis Goslar seit 2019 schwerkranke und sterbende Menschen in ihrer häuslichen Umgebung und betreut derzeit rund 40 Patient:innen. Von dem Umzug profitiert auch die Tagespflege Langelsheim. „Für unsere Tagespflege ist das eine echte Bereicherung. Jetzt haben wir die Kolleg:innen direkt nebenan“, freut sich Bianca Pütsch, Prokuristin und Leitung der DHH-Tagespflegen. Nun bekomme die DHH – die Tagespflege liegt ruhig, aber etwas versteckt im Marienhüttenweg 3 – endlich auch einen Standort, der für alle gut sichtbar ist und die Präsenz im Ort steigert. Die neue Schlüsselstelle des ambulanten Pflegedienstes der Filiale Liebenburg-Lutter hat ebenfalls einige Vorteile. „Durch sie verkürzen sich die Fahrtwege zu den Menschen, die in und um Langelsheim versorgt werden“, berichtet Patricia Göricke, Pflegedienstleitung des ambulanten Dienstes der Filiale Liebenburg-Lutter. „Das kommt natürlich auch den Mitarbeitenden zugute, die ihren Wohnort in der Nähe haben und hilft uns, unsere Tourenplanung zu optimieren.“ Schon heute arbeiten der ambulante Pflegedienst und die SAPV eng zusammen. Die der DHH anvertrauten Menschen werden teilweise von beiden Diensten versorgt. Meike Kiegeland, stellvertretende Koordinatorin der SAPV im Nordharz, sagt: „Durch die örtliche und personelle Nähe entstehen wertvolle Synergieeffekte. Wir sind stets auf dem aktuellen Stand, wie es den Kund:innen geht, und können sich verändernde Bedarfe schnell erkennen.“ Das ist sinnvoll: Der Bedarf an palliativer Versorgung hat in den vergangenen Jahren zugenommen – und die ambulante Versorgung entspricht genau dem, was die meisten sich wünschen. „Viele Menschen wissen gar nicht, dass eine palliative Betreuung zuhause möglich ist“, sagt SAPV-Palliativärztin Anngret Bernhardt. „Dabei wünschen sich fast alle Menschen, in den eigenen vier Wänden sterben zu können. Genau hierbei begleiten wir sie.“ Annegret Bernhard, Palliativärztin bei der SAPV Dabei gehe es nicht nur um die letzte Lebensphase kurz vor dem Tod, betont Kiegeland: „Wir unterstützen Menschen dabei, möglichst lange eine hohe Lebensqualität zu erhalten. Davon profitieren auch die Angehörigen, die entlastet werden.“ Diese Haltung verbindet die verschiedenen Angebote der DHH. „Ob Tagespflege, ambulanter Dienst oder SAPV: Unser gemeinsamer Auftrag ist es, Menschen zu ermöglichen, so lange wie möglich zuhause zu bleiben“, sagt Pütsch. „Und als freigemeinnütziger Träger und dank Projekten wie ,Mehr Zeit‘ haben wir auch mal die Minute mehr.“ Das Projekt ermöglicht es, sich über die refinanzierten Leistungen hinaus Zeit für Gespräche und Zuwendung zu nehmen, wenn dies nötig ist – ohne das mehr Kosten für die Kund:innen entstehen. Besonders bildlich zeigt sich das bei der Palliativversorgung. „Mit dem Tod endet der Versorgungsvertrag“, sagt Lübbecke. „Wir haben bei der SAPV aber die Möglichkeit, danach noch einen Abschlussbesuch zu machen sowie die Beerdigung zu besuchen. Das kommt nicht nur den Angehörigen zugute, sondern ist auch für unsere Mitarbeitenden wertvoll.“ Ergänzt werden diese Angebote durch die Tagespflege Langelsheim, die derzeit täglich Platz für 16 Gäste bietet. „Menschen treffen sich hier wieder, bleiben in Gemeinschaft aktiv und werden individuell gefördert“, sagt Leiterin Sandra Mochmann. Aktuell sind noch Plätze frei. „Interessierte können gerne einen kostenlosen Schnuppertag vereinbaren.“ Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteDie Tagespflege Meinersen lädt zum bunten Herbstfest
Zu einem bunten Herbstfest lädt die Tagespflege in Meinersen ein. Gemeinsam werden herbstliche Lieder gesungen und Gemeinschaft und Austauscht erlebt. Auch für Kinder wird es ein Programm geben. Für das leibliche Wohl ist mit Bratwürstchen, Kaffee und Kuchen ebenfalls gesorgt. Wann: 25. September 2026, 13.30 bis 16 Uhr Wo: Tagespflege Meinersen, Uetzer Straße 4, 38536 Meinersen Um Anmeldung wird bis zum 18. September 2026 gebeten unter t (05372) 9719866 oder per Mail an tagespflege.meinersen@diakoniestation38.de
Zu der SeiteDie Tagespflege Meinersen lädt zum bunten Herbstfest
09.09.2026 Die Tagespflege Meinersen lädt zum bunten Herbstfest Das Fest findet am 25. September ab 13.30 Uhr in den Räumlichkeiten der Tagespflege Meinersen statt. Zu einem bunten Herbstfest lädt die Tagespflege in Meinersen ein. Gemeinsam werden herbstliche Lieder gesungen und Gemeinschaft und Austauscht erlebt. Auch für Kinder wird es ein Programm geben. Für das leibliche Wohl ist mit Bratwürstchen, Kaffee und Kuchen ebenfalls gesorgt. Wann: 25. September 2026, 13.30 bis 16 Uhr Wo: Tagespflege Meinersen, Uetzer Straße 4, 38536 Meinersen Um Anmeldung wird bis zum 18. September 2026 gebeten unter t (05372) 9719866 oder per Mail an tagespflege.meinersen@diakoniestation38.de Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der Seite„Wir dürfen unsere Vergangenheit nicht vergessen“
10.09.2026 „Wir dürfen unsere Vergangenheit nicht vergessen“ In dieser Reihe sprechen wir mit Menschen über Demokratie. Hier berichtet Holger Denecke, warum demokratische Mitbestimmung für ihn unverzichtbar ist und warum jede Stimme bei Wahlen zählt – gerade jetzt. Demokratie bedeutet für Holger Denecke, aktiv am politischen Leben teilhaben und mitentscheiden zu können. Deshalb setzt er sich als Sprecher der Neuerkeröder Bürgervertretung dafür ein, dass alle Menschen gehört werden – auch Menschen mit Beeinträchtigungen. Mit Sorge blickt Denecke auf den zunehmenden Einfluss rechtsradikaler Strömungen. Für ihn ist es deshalb besonders wichtig, das Wahlrecht zu nutzen. „Wer nicht wählen geht, stärkt die extremen Ränder“, sagt er. Wahlen seien eine Möglichkeit, die demokratische Mitte zu stärken und Einfluss auf die Zukunft des Landes zu nehmen. Dabei beschäftigt ihn auch ein Blick in die Geschichte. Deutschland habe bereits erlebt, wie eine Diktatur Freiheit und Mitbestimmung zerstören könne. Viele Menschen, die diese Zeit selbst erlebt haben, seien inzwischen verstorben. „Wir dürfen unsere Vergangenheit nicht vergessen“, betont Denecke. Er sorge sich davor, dass demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten. Für die Zukunft wünscht er sich klare politische Schwerpunkte. Es müsse mehr in Bildung, Gesundheit und die Rente investiert werden. Gleichzeitig sei es wichtig, Menschen mit Beeinträchtigungen ernst zu nehmen, ihre Anliegen anzuhören und sie besser zu unterstützen. Demokratie bedeute schließlich, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, sich einzubringen und gehört zu werden. Besonders wichtig ist ihm auch die Kunstfreiheit. Als Künstler in der Villa Luise und Schauspieler im Theater Endlich schätzt er die Möglichkeit, Gedanken und Perspektiven auszudrücken, die nicht zwangsläufig der Meinung anderer entsprechen müssen. „Man muss sagen, schreiben und darstellen dürfen, was man denkt“, erklärt er. Diese Freiheit sei ein wichtiger Bestandteil einer demokratischen Gesellschaft. Kritisch sieht Denecke politische Kräfte, die große Versprechen machen, gleichzeitig aber Freiheitsrechte einschränken wollen. „Manche Parteien versprechen das Blaue vom Himmel und wollen eigentlich unsere Freiheiten beschneiden." Holger Denecke, Sprecher der Neuerkeröder Bürgervertretung Deshalb sei es wichtig, genau hinzuschauen und demokratische Werte zu verteidigen. Auch in seiner Rolle als Sprecher der Bürgervertretung setzt er sich aktiv für politische Bildung und demokratischen Austausch ein. Regelmäßig lädt die Bürgervertretung Kandidat:innen demokratischer Parteien zu politischen Nachmittagen nach Neuerkerode ein. Parteien, die gegen Menschen mit Behinderung, ältere Menschen oder Kranke hetzen, hätten dort jedoch keinen Platz. „Mit denen sprechen wir nicht“, stellt Denecke klar. Warum man sich für Demokratie engagieren muss und was demokratische Werte für ihn bedeuten, erzählt Holger Denecke im Video:
Zu der SeiteBürgervertretung im Gespräch mit den Landratskandidaten
04.09.2026 Bürgervertretung im Gespräch mit den Landratskandidaten Die Neuerkeröder Bürgervertretung diskutierte mit den Landratskandidaten über Teilhabe, Mobilität, Wohnen und Klimaschutz im Landkreis Wolfenbüttel. Wie sieht die Zukunft des Landkreises Wolfenbüttel aus? Welche Themen bewegen die Menschen im Landkreis Wolfenbüttel? Und wie wollen die Kandidaten für das Amt des Landrats die Zukunft der Region gestalten? Darüber diskutierte die Neuerkeröder Bürgervertretung mit den vier Landratskandidaten im Dorfgemeinschaftshaus „Biermanski’s“. Mehr als 50 Bürger:innen und Mitarbeitende nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an die Kandidaten zu richten. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Holger Denecke, Sprecher der Bürgervertretung. Nach der Begrüßung durch Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Wohnen und Betreuen, stellten sich Martin Albinus (SPD), Björn Försterling (FDP), Leo Pröttel (Bündnis 90/Die Grünen) und Tobias Thurau (parteilos, nominiert von der CDU) vor und berichteten über ihre beruflichen und politischen Erfahrungen und Ideen. Teilhabe und Unterstützung sichern Ein zentrales Thema des Abends war die Teilhabe von Menschen mit Behinderung. Schnell wurde deutlich, dass die Kandidaten in vielen Fragen ähnliche Positionen vertreten. Bei der Eingliederungshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe sprachen sie sich gegen Einschnitte aus. Stattdessen müsse die Finanzierung durch Bund und Länder verbessert werden. Auch die Entlohnung von Menschen in Werkstätten und Tagesförderstätten wurde diskutiert. Einigkeit bestand darin, dass Veränderungen notwendig sind. Martin Albinus betonte zudem, dass Leistungen gerechter gestaltet und bürokratische Hürden in der Eingliederungshilfe abgebaut werden müssten. Mehr Chancen auf Arbeit und bezahlbares Wohnen Bei der Frage nach Arbeit und Beschäftigung stand die Teilhabe am allgemeinen Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Leo Pröttel machte deutlich, dass Unternehmen stärker in die Verantwortung genommen werden sollten, Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Gleichzeitig könne auch der Landkreis als Arbeitgeber mit gutem Beispiel vorangehen. Björn Försterling hob hervor, dass Teilhabe nur gelingen könne, wenn konkrete Möglichkeiten geschaffen werden. Dazu gehörten aus seiner Sicht auch Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung innerhalb der Kreisverwaltung. Darüber hinaus verwies er auf die Bedeutung von bezahlbarem Wohnraum und die Verantwortung des Landkreises in diesem Bereich. Mobilität als Voraussetzung für Teilhabe Ein weiterer Schwerpunkt war die Mobilität im Landkreis Wolfenbüttel. Tobias Thurau sprach sich dafür aus, die Region insbesondere für junge Menschen und Studierende attraktiver zu machen. Dazu gehörten eine bessere Anbindung durch den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und ausreichend bezahlbarer Wohnraum. Auch beim weiteren Ausbau des ÖPNV gab es keine grundsätzlichen Unterschiede. Die Kandidaten waren sich einig, dass gute Mobilitätsangebote eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und Lebensqualität sind. Klimaschutz und Hitzeschutz mitdenken Neben Mobilität und Wohnen standen auch Klimaschutz und Hitzeschutz auf der Agenda. Diskutiert wurden unter anderem zusätzliche Busverbindungen, der Ausbau erneuerbarer Energien sowie mehr Beschattung und Grünflächen. Besonders im Fokus stand die Frage, wie Menschen geschützt werden können, die sich bei großer Hitze nicht selbst ausreichend helfen können. Als möglicher Ansatz wurden gemeinsam mit Einrichtungen entwickelte Hitzeschutzkonzepte genannt. Austausch auf Augenhöhe Zum Abschluss warben alle Kandidaten dafür, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. Dabei betonten sie die Bedeutung von demokratischer Beteiligung, Teilhabe und einem respektvollen Miteinander. Für die Bürgervertretung war der Abend vor allem eine Gelegenheit, eigene Themen und Anliegen direkt in die politische Diskussion einzubringen. Der Austausch zeigte, dass trotz unterschiedlicher politischer Schwerpunkte bei vielen Fragen rund um Teilhabe, Unterstützung und ein gutes Zusammenleben im Landkreis Wolfenbüttel gemeinsame Ziele bestehen. Teilhabe Mitbestimmung, Mitwirkung und Teilhabe an der Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes kennzeichnen das Leben der Neuerkeröder Bürger:innen und die Arbeit der Wohnen und Betreuen GmbH seit vielen Jahren. Mehr Infos
Zu der SeiteIm Wald wieder bei sich ankommen
07.09.2026 Im Wald wieder bei sich ankommen Neben den Einzelbegleitungen bietet Brigitte Hube auch Waldbaden für die DIAPP-Klient:innen an. Es ist ein Angebot voll Ruhe und Achtsamkeit - und gerade deshalb für einige Klient:innen herausfordernd. Der Wald ist friedlich still. Nur das Rascheln der Blätter unter den Füßen und vereinzeltes Vogelzwitschern begleiten die kleine Gruppe auf ihrem Weg. Gespräche gibt es zunächst keine. Schweigend gehen die Teilnehmenden nebeneinander her und richten ihre Aufmerksamkeit auf ihre Umgebung. Das ist für sie keine Selbstverständlichkeit. Für die Klient:innen der DIAPP, des diakonischen ambulanten psychiatrischen Pflegedienstes der Diakoniestationen Harz-Heide, kann bereits dieser stille Spaziergang eine Herausforderung sein. Die DIAPP unterstützt Menschen mit seelischen Erkrankungen dabei, psychische Krisen zu überwinden und ihren Alltag wieder selbstständiger zu gestalten. Gemeinsam mit den Klient:innen bauen die Mitarbeitenden ein stabiles Gerüst auf, das Halt gibt und neue Perspektiven eröffnet. Im vertrauten Umfeld werden individuelle Fähigkeiten entdeckt, gestärkt und weiterentwickelt. Ziel ist es, Ressourcen sichtbar zu machen und die eigene Handlungsfähigkeit wiederzugewinnen. Ein neueres Gruppenangebot ist das Waldbaden, das DIAPP-Mitarbeiterin Brigitte Hube regelmäßig begleitet. Dabei geht es nicht um lange Wanderungen oder irgendeine Leistung. Im Mittelpunkt stehen Achtsamkeit, Wahrnehmung und das bewusste Erleben der Natur. Nach dem gemeinsamen Spaziergang kommt die Gruppe ins Gespräch. Anschließend folgen Atem- und Achtsamkeitsübungen. Die Teilnehmenden richten ihre Aufmerksamkeit gezielt auf ihre Sinne: Was rieche ich? Was höre ich? Was fühle ich? Kleine Aufgaben unterstützen dabei, die Natur bewusst wahrzunehmen. Manchmal geht es darum, die unterschiedlichen Strukturen von Baumrinden zu ertasten, ein anderes Mal darum, barfuß über weiches Laub zu laufen oder einen Gegenstand in der Umgebung genauer zu betrachten. Dabei gibt es kein richtig oder falsch. Jede Wahrnehmung ist willkommen. Nach den Übungen tauscht sich die Gruppe über ihre Erfahrungen aus, bevor es gemeinsam zurückgeht. So friedlich es zunächst wirkt: Für manche Klient:innen ist das Angebot herausfordernd. Je nach Krankheitsbild können Konzentrationsschwierigkeiten oder eine veränderte Wahrnehmung das Einlassen auf die Übungen erschweren. Auch unangenehme Gefühle können während der Achtsamkeitsübungen auftauchen. Doch genau darin liegt ein wichtiger Teil des Angebots. Es geht nicht darum, ausschließlich positive Empfindungen zu erleben, sondern die eigenen Gedanken und Gefühle wahrzunehmen und anzuerkennen. „Es geht um Achtsamkeit und Wahrnehmung“, sagt Brigitte Hube. Wer lernt, sich selbst und seine Umgebung bewusst wahrzunehmen, kann oftmals auch im Alltag besser zur Ruhe kommen mit belastenden Situationen umgehen. Der Wald bietet dafür einen geschützten Rahmen: fern von Ablenkungen, ruhig und zugleich voller Eindrücke. So wird das Waldbaden für viele Teilnehmende zu einer Gelegenheit, für einen Moment innezuhalten, den Blick nach innen zu richten und wieder ein Stück näher zu sich selbst zu finden. Weitere Informationen Weitere Informationen und alle Angebote der Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteWenn die Leber leise krank wird
18.09.2026 Lebererkrankungen früh erkennen: Warum Diagnostik entscheidend ist Interview und Einblicke in die neue Leberambulanz des Krankenhauses Marienstift Braunschweig. „Ich denke, es besteht der dringende Verdacht auf eine primär biliäre Cholangitis” – ein Satz, wie er in der Leberambulanz des Marienstifts durchaus fällt. Solche Diagnosen sind für medizinische Laien zunächst kaum greifbar. Sie zeigen aber, wie vielfältig Lebererkrankungen sein können – und warum eine genaue Diagnostik so wichtig ist. Denn die Leber kann krank sein, ohne dass Betroffene lange etwas davon merken. Seit Anfang 2026 gibt es am Marienstift Braunschweig eine eigene Leberambulanz. Im Interview erklärt Farid Alexander Jamai, leitender Oberarzt in der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie sowie Leiter der neuen Ambulanz, welche Patient:innen hierherkommen, warum erhöhte Leberwerte genauer abgeklärt werden sollten und welche modernen Untersuchungsverfahren zum Einsatz kommen. Die Leber kann krank sein, ohne dass man es merkt Hinter auffälligen Leberwerten kann eine konkrete Erkrankung stecken. Dr. Jamai, warum ist die Diagnose manchmal so schwierig? „Das Problem ist, dass eine Lebererkrankung lange Zeit unbemerkt bestehen kann. Viele Menschen haben zunächst überhaupt keine Beschwerden. Und wenn Symptome auftreten, sind sie häufig sehr unspezifisch – zum Beispiel Abgeschlagenheit oder eine nachlassende Leistungsfähigkeit. Man geht schließlich nicht jeden Tag zum Hausarzt und lässt die Leberwerte kontrollieren. Und auch bei einer hausärztlichen Untersuchung wird nicht automatisch ein umfangreiches Labor gemacht. Dadurch können leichte Veränderungen zunächst unentdeckt bleiben. Häufig beginnt die Diagnostik deshalb mit einem Zufallsbefund: Bei einer Blutuntersuchung werden erhöhte Leberwerte festgestellt oder im Ultraschall zeigt sich eine auffällige Leber.“ Was passiert dann? „Wenn die Ursache zunächst unklar bleibt, können Patient:innen über eine gastroenterologische Praxis zu uns überwiesen werden. Wir führen die bereits begonnene Diagnostik weiter und versuchen, die Ursache möglichst genau zu bestimmen. Das ist wichtig, weil hinter erhöhten Leberwerten ganz unterschiedliche Erkrankungen stecken können.“ Von Virusinfektionen bis zu Autoimmunerkrankungen Welche Ursachen kommen infrage? „Das Spektrum ist sehr breit. Möglich sind beispielsweise Viruserkrankungen, immunologische Erkrankungen wie eine Autoimmunhepatitis oder Erkrankungen der Gallenwege in der Leber. Auch eine Leberzirrhose kann unterschiedliche Ursachen haben. Sie ist keineswegs automatisch eine Folge von Alkohol. Daneben gibt es Stoffwechselerkrankungen wie die Hämochromatose, bei der sich zu viel Eisen im Körper ansammelt, oder Morbus Wilson, eine Störung des Kupferstoffwechsels. Ein Beispiel zeigt, wie differenziert die Diagnostik sein muss: Bei einer primär biliären Cholangitis, kurz PBC, handelt es sich um eine chronische Erkrankung der kleinen Gallenwege in der Leber. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob möglicherweise ein sogenanntes Overlap-Syndrom mit einer Autoimmunhepatitis vorliegt. Das ist für die weitere Behandlung wichtig.“ Die Fachbegriffe klingen kompliziert. Was ist aus Ihrer Sicht die wichtigste Botschaft für Patient:innen? „Dass ein auffälliger Leberwert nicht automatisch bedeutet, dass etwas Schwerwiegendes vorliegt – aber dass man der Ursache auf den Grund gehen sollte. Und dafür braucht es manchmal eine spezialisierte Diagnostik.“ Eine Versorgungslücke in der Region Genau hier setzt die neue Leberambulanz an. Was ist das Besondere an Ihrem Angebot? „Wir bieten eine ambulante hepatologische Versorgung für Patient:innen, bei denen eine spezialisierte Abklärung notwendig ist, ohne dass sie dafür zwingend stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Die enge Zusammenarbeit mit Hausärzt:innen und Fachärzt:innen ist dabei besonders wichtig. Häufig beginnt die medizinische Reise beim Hausarzt: Dort fallen erhöhte Leberwerte oder ein auffälliger Ultraschallbefund auf. Über die gastroenterologische Versorgung kommen die Patient:innen dann zu uns. In dieser Form gab es zuvor keine vergleichbare ambulante Leberversorgung in der Region. Hepatologische Angebote gibt es natürlich auch in anderen Einrichtungen. Dort stehen jedoch häufig Patient:innen im Fokus, die bereits stationär behandelt wurden.“ Wie wird das Angebot angenommen? „Sehr gut. Wir erleben einen deutlich zunehmenden Zulauf. Die Hausärzt:innen sind froh, dass es nun eine Anlaufstelle gibt, an die sie Patient:innen mit auffälligen Befunden gezielt schicken können.“ Gibt es den typischen Leberpatienten? „Nicht wirklich. Unsere Patient:innen sind häufig im mittleren Alter, eine deutliche Tendenz zu einem bestimmten Geschlecht gibt es nicht. Auch die Krankheitsbilder sind sehr unterschiedlich. Genau das macht die Hepatologie so spannend: Hinter einem zunächst ähnlichen Befund können ganz verschiedene Erkrankungen stecken.“ Drei Mythen über die Leber Wenn die Leber hart wie ein eingetrockneter Schwamm wird Welche Untersuchungen führen Sie durch? „Die wichtigsten Untersuchungen sind Labor und Ultraschall. Je nach Erkrankung und Fragestellung können wir aber auch spezielle Untersuchungsverfahren einsetzen Dazu gehört beispielsweise die Lebervenendruckmessung. Sie kommt bei bestimmten Patient:innen mit chronischen Lebererkrankungen zum Einsatz.“ Was lässt sich damit feststellen? „Bei einer chronischen Lebererkrankung kann sich das Lebergewebe zunehmend verändern. Aus einer Leberfibrose, also einer zunehmenden Verhärtung des Gewebes, kann im weiteren Verlauf eine Leberzirrhose entstehen. Man kann sich das vereinfacht wie einen eingetrockneten Schwamm vorstellen: Das Gewebe wird hart und das Blut kann nicht mehr so gut durch die Leber fließen. Dadurch steigt der Druck in den Gefäßen vor der Leber. Der Körper versucht, den gestörten Blutfluss auszugleichen. Dabei bilden sich Umgehungskreisläufe, sogenannte Kollateralen. Diese können beispielsweise in der Speiseröhre entstehen. Dort können sich Krampfadern bilden, die im schlimmsten Fall bluten. Bei einer fortgeschrittenen Leberzirrhose kann sich außerdem Wasser im Bauchraum ansammeln. Auch bakterielle Infektionen des Bauchraums können auftreten.“ Und was bringt die Druckmessung konkret? „Wir können damit feststellen, wie hoch der Druck ist und wie sich die Situation im Verlauf verändert. Bei bestimmten chronischen Lebererkrankungen kann es sinnvoll sein, die Messung regelmäßig zu wiederholen, beispielsweise alle ein bis zwei Jahre. Wenn sich die Druckverhältnisse deutlich verschlechtern, gibt es wiederum spezielle Behandlungsmöglichkeiten. In bestimmten Fällen kann ein Bypass, ein künstlicher Umgehungskreislauf, durch die Leber angelegt werden, Damit das Blut den erhöhten Druck umgehen kann..Die Lebervenendruckmessung selbst erfolgt über einen speziellen Katheter und ist eine spezialisierte Untersuchung.“ Früh hinschauen lohnt sich Welchen Rat geben Sie Menschen mit Blick auf potentielle Lebererkrankungen? „Die wichtigste Botschaft ist: Auffällige Leberwerte sollten ernst genommen und ärztlich abgeklärt werden. Viele Lebererkrankungen verursachen über lange Zeit keine Beschwerden und bleiben deshalb häufig unentdeckt. Gleichzeitig sind heute viele Ursachen gut behandelbar, wenn sie früh erkannt werden. Unsere Leberambulanz möchte dazu beitragen, Erkrankungen frühzeitig zu diagnostizieren, ihre Ursache zu klären und Patient:innen gemeinsam mit den niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen wohnortnah ambulant zu begleiten.“ So kommen Sie in die Leberambulanz Der Weg in die Leberambulanz im Krankenhaus Marienstift führt in der Regel über die Hausärztin oder den Hausarzt beziehungsweise eine gastroenterologische Praxis. Bei auffälligen Leberwerten oder einem unklaren Ultraschallbefund kann eine Überweisung ausgestellt werden.
Zu der Seite„Zuwanderung ist eine Bereicherung“
03.09.2026 „Zuwanderung ist eine Bereicherung“ In dieser Reihe sprechen wir mit Menschen über Demokratie. Hier berichtet Lehrerin Anna Mosch, warum ihr aktuelle Entwicklungen Sorgen machen – und was ihr in ihrer Heimat Sachsen-Anhalt trotz allem Hoffnung macht. Ihr Arbeitsplatz ist ein Ort voll Respekt und Toleranz: Seit vier Jahren arbeitet Anna Mosch als Lehrerin für Pflegeberufe am Bildungszentrum Marienstift – einer Schule, in der Menschen aus unterschiedlichen Nationen und Kulturen mit- und voneinander lernen. Diese grundlegenden Werte, die Anna Mosch alles bedeuten, sieht sie in Gefahr – in Deutschland und kurz vor den Wahlen besonders in ihrer Heimat Sachsen-Anhalt. Und dennoch gibt es auch hier auch Entwicklungen, die ihr Hoffnung machen. Demokratie hat für Anna Mosch in den vergangenen Jahren eine noch wichtigere Bedeutung bekommen. „Erst als politische Akteur:innen begonnen haben, Freiheit und Gleichberechtigung in Frage zu stellen, ist mir bewusst geworden, wie wertvoll diese Werte sind“, sagt sie. Viele Menschen auf der Welt hätten nicht die Möglichkeit, frei zu wählen oder ihre Meinung offen zu äußern. „Wir vergessen oft, wie gut es uns hier geht und welche Freiheiten wir haben“, betont Mosch. Für sie ist Demokratie die Grundlage dafür, dass Menschen unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensweise gleichberechtigt zusammenleben können. Wie Demokratie im Alltag gelebt werden kann, erlebt sie jeden Tag an ihrer Schule. Durch die Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretung erhalten die Schüler:innen eine Stimme und die Möglichkeit, ihre Interessen einzubringen. Gleichzeitig lernen die Auszubildenden, Verantwortung zu übernehmen und Mitbestimmung praktisch zu erfahren. Besonders prägend ist für Mosch die Vielfalt am Bildungszentrum. Die Schüler:innen kommen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven der Auszubildenden bereichern den Schulalltag und fördern das gegenseitige Verständnis. „Toleranz, Respekt und Miteinander werden bei uns intensiv gelebt. Zuwanderung ist eine Bereicherung. “ Anna Mosch, Lehrerin am Bildungszentrum Marienstift Umso mehr beobachtet sie die politischen Entwicklungen in ihrer Heimat Sachsen-Anhalt mit Sorge. „Eigentlich ist die Gesellschaft in der Vergangenheit immer bunter und toleranter geworden. Doch gerade spüre ich eine Kehrtwende. Das ist erschreckend“, sagt Mosch. Ausgrenzung und ablehnende Haltungen seien dort deutlich spürbarer geworden. Sie ist überzeugt, dass Bildung ein wichtiger Schlüssel für ein demokratisches Miteinander ist. „Mit Bildung kann man viel bewirken. Aufklären und sensibilisieren helfen dabei, eine Haltung zu entwickeln“, sagt die Lehrerin. Was Anna Mosch über Demokratie, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt denkt, und was ihr trotz allem Hoffnung macht, seht ihr im Video:
Zu der SeiteMusikalische Zeitrevue in der Tagespflege Schwülper
27.08.2026 Musikalische Zeitrevue in der Tagespflege Schwülper Das Ensemble Operamobile und die Tagespflege Schwülper laden zu einem Musiktheater zum Mitmachen ein. In Zusammenarbeit mit der Tagespflege Schwülper lädt das Ensemble Operamobile an drei Terminen zu einer musikalischen Zeitrevue zum Mitmachen ein. Angehörige Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen, zusammen mit den Musiker:innen des Ensembles und Gästen der Tagespflege Lieder, kleine Choreographien und Texte zu erarbeiten, welche durch 80 Jahre Zeitgeschichte Niedersachsens führen. Am dritten Termin folgt eine Aufführung. Es sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Das Projekt wird gefördert von der Klosterkammer Hannover, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg und den Diakoniestationen Harz-Heide. Termine Workshop 1 – 31. August, 10.15 Uhr Workshop 2 – 7. September, 10.15 Uhr Aufführung – 14. September, 14.30 Uhr Ort Tagespflege Schwülper, Meerweg 1, 38179 Schwülper Um eine Anmeldung unter (05303) 9569 810 wird gebeten. Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteGesundheitsminister Philippi zu Gast in Norddeich
27.08.2026 Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert Im Rahmen seiner Sommerreise besuchte Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi die zur Regenesa gGmbH gehörende Mutter-Kind-Vorsorgeklinik „Haus am Deich“ in Norddeich. Im Gespräch mit Klinikleiter Henning Olesen und Jeannette Siering, Prokuristin und Gesamtleitung der Regenesa gGmbH, standen die Bedeutung der Mutter-Kind-Vorsorge und die Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung im ländlichen und küstennahen Raum im Mittelpunkt. Verlässliche Rahmenbedingungen gefordert Olesen betonte die wichtige Rolle der Mutter-Kind-Vorsorge für Familien mit psychischen und körperlichen Belastungen. Gleichzeitig verwies er auf die Herausforderungen bei der Gewinnung von Fachkräften sowie auf die besonderen Rahmenbedingungen küstennaher Standorte. Regenesa sprach sich für verlässliche politische Rahmenbedingungen, den Abbau bürokratischer Hürden und eine stärkere Anerkennung der Mutter-Kind-Vorsorge als Präventionsleistung aus. Mit Sorge blickt Regenesa zudem auf die Auswirkungen des GKV-Finanzstabilisierungsgesetzes. Insbesondere die begrenzte Berücksichtigung von Tarifsteigerungen erschwere die Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte sowie die wirtschaftliche Planungssicherheit der Einrichtungen. Auf den zunehmenden finanziellen Druck im Bereich der stationären Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen hatte der Unternehmensverbund esn bereits in einem früheren Beitrag hingewiesen. Dialog wird fortgesetzt „Die Mutter-Kind-Rehabilitation Vorsorge ist ein wichtiger Baustein der Gesundheitsversorgung. Damit wir Familien auch künftig zuverlässig begleiten können, brauchen unsere Einrichtungen verlässliche Rahmenbedingungen, eine auskömmliche Refinanzierung und Unterstützung bei der Fachkräftegewinnung“, sagte Jeannette Siering. Als nächster Schritt wurden weitere Gespräche mit dem zuständigen Referat des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung vereinbart. Fotos: MS/ Hauke-Christian Dittrich
Zu der SeiteSuchbereich eingrenzen