Wandern, Netzwerken, spenden
11.06.2024 Wandern, Netzwerken, spenden esn freut sich über Spendenaktion beim 10. Themengipfel der Hummel Consulting & Invest GmbH. Unterwegs im Elm Die Braunschweiger Hummel Consulting & Invest GmbH veranstaltet regelmäßig sogenannte Themengipfel und bietet damit regionalen Akteuren aus den Bereichen Arbeit, Soziales und Politik spannende Gelegenheiten, sich im Rahmen einer Wanderung besser kennenzulernen, in Gespräche und intensives Netzwerken zu kommen. Beim 10. Themengipfel gab es nun eine besondere Premiere. Denn diesmal stand das Treffen in Verbindung mit einer Spendenaktion für unsere Stiftung. Unter strahlendem Sonnenschein und bei angenehmen 24 Grad trafen sich insgesamt 26 Entscheider:innen zu einer anspruchsvollen 16 Kilometer langen Wanderung durch den Elm, führten spannende Gespräche und genossen dabei die Natur. Die Teilnehmenden sammelten insgesamt 1.624,15 Euro für unser esn-Projekt "Herzenswünsche", mit dem wir immer wieder kleine und große Wünsche für die uns anvertrauten Menschen erfüllen. Nach der Wanderung wurde der Spendenscheck von einem Vertreter der Hummel Consulting & Invest GmbH an Tobias Henkel, Vorstandsvorsitzender esn, und Anja Kruse, Referentin Fundraising esn, übergeben. Wir bedanken uns sehr herzlich bei alle Spender:innen und Unterstützer:innen! Spannende Vorträge Im Anschluss an die Wanderung gab es darüber hinaus drei Vorträge, die sich unter anderen mit den wirtschaftlichen Herausforderungen im Pflegebereich, Chancen und Transformationen in der Region Wolfenbüttel sowie sozialem Engagement im Unternehmertum beschäftigten. Die Vorträge wurden von Tobias Henkel (Vorstandsvorsitzender esn), Michael Strätz (Wirtschaftsförderung im Landkreis Wolfenbüttel) und Sebastian Goebel (Deerstone GmbH) gehalten. Unser Projekt Herzenswünsche Fotos: Philipp Ziebart
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Zu der SeiteGroße Themenvielfalt beim Angehörigen- und Betreuertreffen
05.06.2024 Unterhaltsames Update und interessante Informationen: Wohnen und Betreuen lud zum Angehörigen- und Betreuertreffen Von Arbeit und Beschäftigung bis zur Zusammenarbeit mit den Basketball Löwen reichte das Themenspektrum der Wohnen und Betreuen (WuB) beim jüngsten Angehörigen- und Betreuertreffen. WuB-Geschäftsführer Marcus Eckhoff führte durch die Veranstaltung in den Werkstätten in Rautheim, die mit einem Kulturhäppchen begann: Christian Kreutner, Schauspieler des Theater Endlichs, gab eine Kostprobe seines Könnens. Das Theaterensemble besteht seit 26 Jahren und wird seitdem als Kulturprojekt seitdem von esn und der Wohnen und Betreuen unterstützt. Eine neue, stärkere Rolle spielt künftig das Thema Arbeit und Beschäftigung für Menschen mit Behinderung – damit einher geht eine engere Bindung zwischen WuB und der für Bildung- und Qualifizierung zuständigen esn-Tochter Mehrwerk gGmbH. Claudia Deichmann will dabei als Gesamtleitung Arbeit und Beschäftigung unter anderem eine engere Verzahnung der Beschäftigungs- und Berufsbildungsbereiche und eine Erhöhung der Durchlässigkeit zwischen den Systemen WfbM und TGF anstreben. Sie sprach vor den Angehörigen über die nächsten Ziele in dem Bereich. Dies beinhalte unter anderem eine Weiterentwicklung - sowohl beim personenzentrierten Beratungsangebot, als auch im Berufsbildungsbereich, bei den gastronomischen Angeboten sowie bei der Ausweitung der inklusiven Arbeitsplätze in der UG esn und der Inklusionsabteilung, so Deichmann. Eine Möglichkeit neue Arbeitsmöglichkeiten zu entdecken bietet unter anderem die seit April diesen Jahres bestehende Sozialpartnerschaft der esn mit den Basketball Löwen Braunschweig, an der auch die Wohnen und Betreuen beteiligt ist. Jane Rinne und Christian Vaterodt erläuterten die Chancen dieser Kooperation, die unter anderem Bürger:innen ermöglicht, Einblicke in Arbeitsbereiche zu erhalten, zum Beispiel im Verkaufsteam des Fanshops, bei der Einlasskontrolle oder als Platzanweiser. Ebenfalls wird das Thema Gesundheit und Pflege eine größere Rolle spielen. Das ist eng verknüpft mit einer Personalie: Jakob Richter steuert seit Mitte April die Gesamtleitung Pflege in der WuB und ist zudem Abteilungsleitung des Integrierten Gesundheitsdienstes in Neuerkerode, der zum Lukas-Werk gehört. Er versprach, die gesundheitliche Versorgung und den wachsenden pflegerischen Bedarf sicherzustellen und weiter zu stärken. Auch die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Marienstift, insbesondere im Bereich der Klinik für inklusive Medizin, soll intensiviert werden. Von einem intensiven Austausch berichtete der Angehörigenbeirat. Er hatte ein Treffen mit dem Straßenbauamt, der Polizei, der Bürgervertretung und der WuB-Geschäftsführung organisiert, um noch einmal die Verkehrs- und potentielle Gefahrensituation an der Schöppenstedter Straße zu besprechen. Hier werde eine Verkehrsberuhigung von Seiten des Angehörigenbeirats angestrebt. Der Austausch sei sehr konstruktiv und ergebnisorientiert gelaufen. Die Möglichkeit der Einrichtung eines Tempo 30-Streckenabschnitts sei in Erwägung gezogen worden, freute sich Michael Schöndube vom Angehörigenbeirat. Grund zur Freude hatte der Förderverein Neuerkerode: Mittlerweile habe man die Anschaffung von drei Tover-Tafeln unterstützen können, teilte die Vorsitzende Gunda Horsmans mit. Die Tafeln setzen sich zusammen aus einem Beamer, der die im System enthaltenen Denk- und Bewegungsspiele auf einen Tisch projizieren kann. Die Spiele lassen sich per Hand von Bürger:innen steuern und helfen bei der Aktivierung dementiell erkrankter Menschen. Das Thema Digitalisierung in der Behindertenhilfe sei ein sehr wichtiges, betonte Eckhoff. Er hatte Stofftier-Katze „Schnurri“ mitgebracht, die mithilfe technischer Unterstützung – sie schnurrt und miaut – dabei hilft, zu beruhigen und zu entspannen, gleichwohl durch ihre Aufmachung taktile Wahrnehmung fördert.
Zu der SeiteSo feierte die Tagespflege Isenbüttel ihr zehnjähriges Jubiläum
03.06.2024 So feierte die Tagespflege Isenbüttel ihr zehnjähriges Jubiläum Musik- und Tanzdarbietungen sowie viele Gäste sorgten für eine ausgelassene Stimmung. Mit einem bunten Fest hat die Tagespflege Isenbüttel ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Das Programm startete in der Isenbüttler Kirche mit einem wunderschönen Gottesdienst von Pastor Dirk Schliephake und dem Posaunenchor. Im Anschluss ging es mit dem offiziellen Teil mit geladenen Gästen in den Räumlichkeiten der Tagespflege weiter. Kollegen aus anderen Einrichtungen, ehemalige Mitarbeitende der Tagespflege, Vertreter der Samtgemeinde, die Nachbarschaftshilfe, der Probst aus Braunschweig und viele mehr waren anwesend und wurden von den Mitarbeitenden der Tagespflege mit einem tollen Buffet verwöhnt. Ab 14 Uhr fand der öffentliche Teil statt. Der Chanty Chor aus Gifhorn und die tanzenden Siedlersterne aus Calberlah haben rund 200 Gäste unterhalten. Außerdem fand eine Tombola mit tollen Gewinnen statt – gespendet von vielen Geschäften aus der Samtgemeinde. Es war eine rundum ausgelassene Stimmung. Für das leibliche Wohl haben die Mitarbeitenden mit selbstgebackenen Kuchen, Kaffee, Bratwurst und kalten Getränken gesorgt. „Ganz besonders hat mich gefreut, dass so viele unserer Tagespflegegäste mit ihren Angehörigen gekommen sind. Natürlich durften wir auch viele Interessierte aus der Samtgemeinde begrüßen“, sagt Andrea Grigoleit, Leitung der Tagespflege Isenbüttel. „Es war ein wunderschönes Fest, mit allem was dazu gehört. Und Grund zu feiern gab es allemal: In den zehn Jahren haben die Mitarbeitenden in der Tagespflege Isenbüttel 241 Menschen betreut. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte die Tagespflege nach zwei Jahren gefüllt werden. Anfangs hatten gab es nur Platz für 15 Gäste täglich – es stellte sich bald heraus, dass die Warteliste länger wurde und so haben wurde auf 17 Gäste erhöht. Auch dies war nach kurzer Zeit nicht mehr ausreichend und im Einvernehmen mit der Heimaufsicht wurde die Anzahl auf täglich 20 Gäste erhöht. „Wir leben mit unseren Gästen sehr familiär zusammen – Vertrauen, Sicherheit, Geborgenheit, Freude und auch Unterstützung in schweren Zeiten versuchen wir zu vermitteln“, so Andrea Grigoleit. „Dies alles ist nur mit einem starken Team möglich und das macht mich sehr glücklich und stolz. Die Kolleginnen geben sich jeden Tag so viel Mühe mit ihrer liebevollen, kreativen und manchmal etwas ,verrückten‘ Art, unseren Gästen einen schönen Tag zu gestalten. Nur so können wir Menschen in ihrer letzten Lebensphase das geben, was ihnen auch zusteht.“ Andrea Grigoleit bedankt sich herzlichst bei ihren Kollegen, die ganz viel auch in ihrer Freizeit für das Fest vorbereitet haben und ebenso für die tollen Kuchenspenden von Mitarbeiterinnen auch aus anderen Einrichtungen und natürlich den vielen Helfern die bei der Durchführung super unterstützt haben. Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteDas Haus St. Vinzenz feiert Sommerfest im Stil der 50er- und 60er-Jahre
31.05.2024 Das Haus St. Vinzenz feiert Sommerfest im Stil der 50er- und 60er-Jahre Das Motto am 14. Juni ist „Die 50er & 60er – eine Reise nach Italien“. Dolce Vita in Braunschweig: Mit einem bunten Sommerfest läutet das Braunschweiger Senioren- und Pflegezentrum St. Vinzenz den Sommer ein. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Die 50er & 60er – eine Reise nach Italien“ und entführt die Besuchenden mit einem abwechslungsreichen Programm in einen nostalgischen Urlaub Richtung Süden. Wann: Freitag, 14. Juni 2023, 15 bis 18 Uhr Wo: Haus St. Vinzenz, Bismarckstraße 10, 38102 Braunschweig Für gute Stimmung sorgt die Live-Band „Die Honolulus“. Außerdem werden kostenfreie Rikschafahrten angeboten und es gibt Hausführungen. Kinder kommen bei den verschiedenen Spiele- und Bastelangeboten auf ihre Kosten. Und auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Neben Kaffee, Kuchen und Bowle wird allerlei Kulinarisches aus Italien geboten. Kommen Sie vorbei und reisen Sie mit den Bewohnenden und Mitarbeitenden in den Süden. Das Haus St. Vinzenz Weitere Informationen über das Haus St. Vinzenz finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteWenn der Pflegeberuf von der Enttäuschung zur Erfüllung wird
10.06.2024 Wenn der Pflegeberuf von der Enttäuschung zur Erfüllung wird Marvin Schäfer arbeitet wöchentlich 30 Stunden ehrenamtlich in der Tagespflege Goslar. Es ist ein Gewinn auf allen Seiten. Der alte Mann umarmt Marvin Schäfer fest und schmiegt sich an seine Schulter, während dieser ihm über den Kopf streicht. Der Senior schließt die Augen, fühlt sich sichtbar geborgen. Die Gäste der Tagespflege Goslar sind gerne in Marvin Schäfers Gegenwart. Er liest ihnen morgens aus der Zeitung vor, spielt mit ihnen, spricht mit ihnen und schenkt ihnen Aufmerksamkeit – alles ehrenamtlich und fünf Tage in der Woche für jeweils sechs Stunden. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Man merkt, dass da jemand ist, der diese Tätigkeit liebt. Dabei hätte es auch ganz anders kommen können. Denn dass die Pflege und Betreuung ihn so erfüllt, stellt sich für ihn erst spät heraus. Fast wäre er für die Pflege verloren gewesen. Denn seine ersten Erfahrungen sind enttäuschend. Über das Job-Center belegt er einen Kurs des Bildungswerks der Niedersächsischen Wirtschaft im Bereich Pflege und Betreuung. In diesem Zusammenhang macht er mehrere Praktika in Pflegeeinrichtungen. „Die ersten beiden haben mir überhaupt nicht gefallen“, erinnert er sich. „Die Arbeit war statisch und eintönig.“ Das dritte Praktikum führt ihn in die Tagespflege Goslar, Teil der Diakoniestation Nordharz. Hier ist auf einmal alles anders. „Die Leute hier haben mir bewiesen, wie es auch gehen kann“, sagt Marvin Schäfer. „Die Arbeit ist abwechslungsreich und macht Freude. Das Lachen der Gäste zu sehen, ist einfach schön.“ Es liege dabei nicht nur an den Gästen, sondern auch an den Mitarbeitenden. „Sie sind unfassbar offen und freundlich, kommen mit einem Lächeln zur Arbeit. Das macht einen großen Unterschied“, so der 29-Jährige. Die Zuneigung beruht dabei auf Gegenseitigkeit. Als „unseren Sonnenschein“, immer freundlich und hilfsbereit bezeichnet ihn beispielsweise die 80-jährige Renate Faber. Einfach „ein prima Typ“ eben. Doch irgendwann ist das Praktikum vorbei und die Wege der Tagespflege und des Praktikanten trennen sich wieder – doch nur für kurze Zeit. Nach ein paar Tagen ruft Marvin Schäfer in der Tagespflege an. Er vermisst die Menschen und die Arbeit dort. Mit dem Job-Center bespricht er, zu welchen Konditionen er ehrenamtlich weiterarbeiten könnte. Seither ist er rund 30 Stunden in der Woche hier tätig. „So viel ehrenamtlich zu machen, ist wirklich etwas Besonderes. Wir sind einfach nur begeistert von Marvin“, berichtet Birgit Fuhrmann, Leitung der Tagespflege Goslar. Und der Einsatz hat sich für Marvin Schäfer gelohnt: Im September wird eine Stelle frei, dann kann er als Betreuungskraft eingestellt werden. Dass seine Leidenschaft dann zum Beruf wird, freut nicht nur ihn. Birgit Fuhrmann sagt: „Wir kennen ihn mittlerweile gut – und wir wissen, was für einen Schatz wir ins Team holen.“ Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteWenn Musik Erinnerungen weckt
30.05.2024 Konzert im Rittergut Beienrode verschoben Klang und Leben tritt im Haus der helfenden Hände im Rittergut Beienrode mit einem Programm speziell für an Demenz erkrankte Menschen auf. Das Senioren- und Pflegezentrum Haus der helfenden Hände im Rittergut Beienrode lädt Bewohnende, Angehörige und Interessierte zu einem ganz besonderen Konzert der Band Klang und Leben ein. Nachdem der erste Termin krankheitsbedingt abgesagt werden musste, findet es nun Ende Juli statt. Wann: Dienstag, 31. Juli 2024, 16 bis 17 Uhr Wo: Innenhof des Rittergutes, Beienroder Hauptstraße 1, 38154 Königslutter Das Besondere an diesem Konzert wird nicht nur die zauberhafte Atmosphäre im traumhaften Innenhof des Rittergutes sein, sondern auch das Programm von Klang und Leben. Die Band nimmt die Zuhörenden unter dem Motto „music for the moment“ mit auf eine Zeitreise. Konzipiert wurde das Programm speziell für an Demenz erkrankte Menschen, bei denen die Musik emotionale Erinnerungen wachrufen soll. Doch auch alle weiteren Gäste werden an dem Konzert ihre Freude haben. Die Mitarbeitenden des Rittergutes freuen sich auf viele Besucher für eine gemeinsame Zeitreise.
Zu der SeiteHier hat sich mein Leben verändert
30.05.2024 Hier hat sich mein Leben verändert Mehr als 200 Gäste beim Ehemaligentreffen der Fachklinik Erlengrund in Salzgitter-Ringelheim. Die Reha-Fachklinik Erlengrund des Lukas-Werks öffnete Ende Mai ihre Türen für das traditionelle Treffen ehemaliger Patient:innen. Unter strahlendem Sonnenschein versammelten sich rund 200 ehemalige Patient:innen auf dem Gelände der Fachklinik, um gemeinsam Erinnerungen auszutauschen und sich über ihre Fortschritte nach der Therapie auszutauschen. In der Fachklinik „habe ich viel Unterstützung erfahren. Hier hat sich mein Leben verändert“, so sagte es ein Gast in einer der Gesprächsgruppen, die am Tag des Ehemaligentreffens angeboten wurden. Der Ärztliche Direktor des Lukas-Werks und Leiter der Fachklinik Erlengrund, Dr. Jürgen Seifert, betonte die Bedeutung solcher Treffen für die Betroffenen in der Suchthilfe: "Für viele ist dieses Treffen ein wichtiger Termin, um sich mit ihrer Suchtproblematik auseinanderzusetzen und sich gegenseitig zu unterstützen. Auch für uns als Klinik ist es bereichernd, die weiteren Lebensläufe unserer ehemaligen Patienten zu verfolgen." Trocken, zufrieden und glücklich. Die Atmosphäre war geprägt von Dankbarkeit. Eine ehemalige Patientin drückte ihre Gefühle aus: "Ich habe im 'Erlengrund' meinen Weg für die Zukunft gefunden. Hier wurde ich als Mensch gesehen und nicht als Nummer." Ein anderer Gast fügte hinzu: "Die Therapie war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich bin trocken, zufrieden und glücklich." Das Ehemaligentreffen bot den Teilnehmenden nicht nur die Möglichkeit zum Austausch, sondern auch zu einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee, Kuchen, kalten Getränken, Speisen vom Grill und Musik. Die Veranstaltung wurde von vielen als "wie nach Hause kommen" beschrieben. Positive Veränderungen Seit 1986 findet das Ehemaligentreffen regelmäßig in der Reha-Fachklinik Erlengrund statt und erfreut sich jedes Jahr großer Beliebtheit. Der nächste Termin ist bereits festgelegt: Im kommenden Jahr wird das Treffen wieder am ersten Samstag nach Pfingsten stattfinden. Insgesamt war das Ehemaligentreffen in der Reha-Fachklinik Erlengrund ein Tag, an dem die positive Veränderung im Leben vieler Menschen spürbar war. Über die Fachklinik
Zu der SeiteUnterwegs mit...Pia-Marie Bülte
06.08.2024 Alles im Team, alles im Takt Wenn Pia Marie Bülte und ihre Kolleg:innen von der Wohngruppe Gartenweg 10 die dort lebenden Menschen betreuen, ist das intensiv und anspruchsvoll. Um ihnen eine umfassende Versorgung zu ermöglichen, müssen sie fachlich qualifiziert sein. Eine ganz wichtige Rolle spielen neben der Pflege auch pädagogische Aspekte. „Teamwork und Vielseitigkeit sind hier, bei dem großen Querschnitt pflegerischer Tätigkeiten, besonders gefragt. Das gefällt mir!“, berichtet Pia Marie Bülte. Sie ist 22 Jahre alt und seit 2023 in Neuerkerode tätig. Trotz ihres noch vergleichbar jungen beruflichen Alters verfügt sie bereits über einige pflegerische Erfahrung. „Ich habe mit 17 Jahren als Pflegefachkraft angefangen und bereits unterschiedliche Pflegebereiche kennengelernt, darunter etwa die Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie die klassische stationäre Altenhilfe.“ Seitdem sie im inklusiven Dorf Neuerkerode tätig ist, freut sie sich darüber, aktiver arbeiten zu können – in der Behindertenhilfe. Bei ihren bisherigen beruflichen Stationen sei es vornehmlich darum gegangen, die Patient:innen und Bewohner:innen gut zu versorgen. Im Gartenweg dagegen kämen nicht nur rein pflegerische Aspekte zum Tragen, vielmehr sei ein hohes Maß an pädagogischem Grundverständnis und medizinischem Hintergrundwissen gefragt, erklärt sie. Bedürfnisse und Wünsche erkennen Das ist im Umgang mit den Bürger:innen und ihren Behinderungen, gesundheitlichen und psychologischen Einschränkungen zwingend erforderlich. „Jeder ist speziell und einzigartig. Daraus entstehen selbstverständlich Bedürfnisse und Wünsche, die wir hier täglich berücksichtigen müssen“, sagt Bülte. Da sich von den zwölf Bürger:innen nur wenige verbal verständlich machen können, ist es wichtig, eine Verständigung über Gestik und Mimik aufzubauen. "Damit überwinden wir zum Teil einfache Kommunikationsbarrieren. Gepaart mit täglichen Begegnungen und Erfahrungen entwickle sich ein Grundverständnis. All das helfe dabei, Bedürfnisse zu erkennen, eine Bindung aufzubauen und damit auch Vertrauen zu gewinnen. „Mit einer Bürgerin habe ich eine besondere Strategie entwickelt, um mit ihr die Tagesabläufe durchzugehen. Dafür gebe ich ihr einen Ball in die Hand, den sie drücken kann und der ihr hilft, sich zu konzentrieren“, erklärt die 22-Jährige. Unterstützung bei der Erkennung der Bedürfnisse geben auch die Angehörigen. Sie stehen oft im sehr engen Austausch mit den Mitarbeitenden, die das Bindeglied zwischen Familie und Bürger:innen sind. „Wir arbeiten gut zusammen, teilen mit Ihnen Freude und manchmal auch Leid oder informieren über gesundheitliche Probleme und Ausnahmesituationen“, so Bülte. Vorbereitungen am Morgen: Pia-Marie Bülte bereitet das Pflegebad vor. Auch über die Arbeit hinaus als Team miteinander verbunden: Pia-Marie Bülte und ihre Kolleg:innen aus dem Wohnbereich Gartenweg 10 mit Wohnbereichsleiter Matthias Liborius (rechts). Teamabeit ist wichtig Aufgrund der hohen pflegerischen Anforderungen muss die Arbeit im Gartenweg 10 eng getaktet und strukturiert sein – vor allem zu Beginn der Frühschicht: Übergabe, Medikamentenverteilung, Hygiene (waschen, baden, anziehen), Lagerung oder die TGF-Teilnehmenden für ihren Tag in der Beschäftigungsgruppe vorbereiten. Das geht nur mit einem funktionierenden Team. „Jeder unterstützt den anderen und das erzeugt einen großen Zusammenhalt und Verlässlichkeit“, betont die gelernte Pflegefachkraft. So bleiben unter anderem Zeitpuffer erhalten, um auf Ungeplantes (z.B. medizinische Notfälle) vorbereitet zu sein. Natürlich gibt es auch außerhalb der Taktung Zeitspots für Freizeitaktivitäten. „Wir unternehmen zum Beispiel Spaziergänge im Dorf oder kleine Ausfahrten oder die Musikpädagogik kommt vorbei und macht Musik. Wir achten darauf, dass jeder glücklich und zufrieden ist und können uns neben der Pflege eben auch Zeit für die Menschen nehmen – das hatte ich so im Vergleich mit meinen früheren Arbeitsplätzen nicht“, so Bülte. Jeder unterstützt den anderen und das erzeugt einen großen Zusammenhalt und Verlässlichkeit Pia-Marie Bülte, Pflegefachkraft im Gartenweg 10
Zu der SeiteRikscha-Rätseln in Riddagshausen
29.05.2024 Rikscha-Rätseln in Riddagshausen Auf der Tour durch Riddagshausen müssen die Senior:innen zwar nicht ihre Beine, aber ihr Köpfchen anstrengen. Mit Zettel und Stift bewaffnet werden die zwei Seniorinnen auf der Rikscha im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien abgeholt um die Teiche in Riddagshausen gefahren. Immer wieder hält Rikscha-Pilot Karl-Peter Ahrens an. Das Weiterfahren müssen sich die Damen erst verdienen, und zwar mit einer richtigen Antwort. Denn es ist keine Spazierfahrt, die die beiden machen. Es ist eine Rätsel-Rikscha-Tour. Die Tour hat sich Anke Rosemann, Leitung des Begleitenden und Sozialen Dienstes Bethanien, mit ihrem Team überlegt. Rikscha-Touren gibt es in einigen Pflegeheimen in Braunschweig, angeboten über das Projekt „Radeln ohne Alter“ der Bürgerstiftung Braunschweig. Die Rätseltouren – neben der nach Riddagshausen gibt es noch weitere – sind eine Besonderheit des Bethanien. „Sie funktionieren wie eine Schnitzeljagd. Die Senior:innen bekommen zehn Fragen und können jeweils aus drei Antworten wählen. Vor Ort müssen sie dann die Hinweise finden“, erklärt Ahrens. Lösen sie alle Fragen richtig, bekommen sie eine kleine Urkunde. Die Senior:innen genießen die Fahrt, die frische Luft und das Rätseln. „Das ist eine tolle Kombination. Mal etwas anderes“, sagt eine Seniorin. Einige Eindrücke von der Tour gibt es im Video:
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