Die neue Ausgabe unseres Stiftungsmagazins ist da!
Es sind die vielfältigen Herausforderungen, die wir zum Thema der aktuellen Ausgabe unserer Neuerkeröder Blätter gemacht haben. „Challenge accepted!“ In unserer Unternehmensgruppe stellen wir uns tagtäglich vielfältigen Herausforderungen. Davon lesen Sie in der neuen Ausgabe unsrers Stiftungsmagazins. So geht es etwa darum wie, sich unterschiedliche Generationen im Haus Lebensglück in Gamsen bereichern, wie Mitarbeitende im Haus Vinzenz sterbende Bewohner:innen und deren Angehörige begleiten und unterstützen, oder wie die Sozialpädagogische Familienhilfe der Wohnen und Betreuen bei Krisen, Konflikten und im Alltag berät. Wir erzählen auch die Geschichte einer sehbehinderten Lehrkraft an der Fachschule Heilerziehungspflege und geben Einblicke in den Alltag einer Klientin aus dem Café Clara. In dieser Ausgabe ist es außerdem gelungen, ein Interview zu veröffentlichen, bei dem unsere gesamte Mitarbeiterschaft die Möglichkeit hatte, Fragen direkt an die niedersächsische Staatssekretärin Dr. Christine Arbogast zu richten. Eine besondere Chance, mit der Politik über Herausforderungen zu diskutieren, die sich für uns als Unternehmensgruppe in der Sozial- und Gesundheitsbranche stellen. In der Online-Version unsere Neuerkeröder Blätter finden Sie außerdem viele zusätzliche Bilder und Videos. Zur aktuellen Ausgabe
Zu der SeiteFrühlingsmarkt rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig
12.05.2024 Frühlingsmarkt rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig Auch auf dem Platz hinter dem Haus St. Vinzenz wird einiges geboten. Nachdem der „Weihnachtsmarkt im Quartier“ sich ungemein großer Beliebtheit erfreute, veranstalten die Akteure rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig nun den „Frühlingsmarkt im Quartier“. Dieser findet am Freitag, 17. Mai, von 15 bis 18 Uhr statt. Dabei sind diesmal das Senioren- und Pflegezentrum St. Vinzenz, die Tagespflege St. Vinzenz, das Café Krokus, das Sozialpsychiatrische Zentrum der AWO Braunschweig und das medi terra Seniorenzentrum am Wasserturm sowie die medi terra Pflegeschule. Eröffnet wird die Veranstaltung um 15 Uhr mit einem Tanz der Tagespflege St. Vinzenz im Hof des Haus St. Vinzenz Ecke Parkstraße/Bismarckstraße. Hier findet ab 15.20 Uhr auch ein gemeinsames Singen mit Akkordeon statt. Ab 15.15 Uhr kann man sich auf dem Gelände der AWO in der Parkstraße spielerischen Herausforderungen stellen. Das Programm findet seinen Abschluss ab 17.30 Uhr mit einem musikalischen Act vor dem Café Krokus, das sich direkt am Platz befindet. Zudem kann man auf dem Markt allerlei Frühlingshaftes erwerben. Im Hof des St. Vinzenz werden beispielsweise kreatives Kunsthandwerk, Honig, Blumen, Waffeln, Bratwurst, und Vitalbrot angeboten. Außerdem gibt es hier einen Unverpackt-Stand. Und auch bei den anderen Teilnehmenden gibt es neben Verpflegung wie Kaffee, Kuchen und Cocktails einiges zu entdecken. Kommen Sie vorbei und feiern Sie gemeinsam mit den Akteur:innen des Quartiers den Frühling! Das Haus St. Vinzenz Weitere Informationen über das Haus St. Vinzenz finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteNeuer Chefarzt der Klinik für Innere Medizin
01.04.2024 Dr. Stefan Sürig neuer Chefarzt der Klinik für Innere Medizin Dr. Stefan Sürig ist neuer Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Krankenhaus Marienstift. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Rainer Prönneke an, der diese Position seit 2005 innehatte und sich bis November 2024 in den regulären Ruhestand verabschiedet. Ab sofort und bis November leitet Dr. Prönneke als Chefarzt die Palliativmedizin und treibt parallel die Ambulantisierung des Marienstifts voran. Der in Wolfenbüttel geborene Dr. Stefan Sürig hat seine Karriere nach dem Medizinstudium in Göttingen zunächst als Assistenzarzt begonnen und war im Folgenden seit Juni 2016 als Oberarzt in der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie und Stoffwechselkrankheiten des Städtischen Klinikums Braunschweig tätig. „Wir freuen uns sehr, mit Dr. Sürig einen fachlich und menschlich hervorragend passenden und in der Region bestens vernetzten neuen Chefarzt für unsere große Klinik für Innere Medizin gefunden zu haben. Er bildet eine entscheidende Säule, um speziell den Bereich der Endoskopie voranzutreiben“, so Dr. Jan Wolff, Geschäftsführer vom Krankenhaus Marienstift. „Gleichzeitig möchten wir uns bei Dr. Prönneke für seinen herausragenden medizinischen und persönlichen Einsatz als Chefarzt bedanken. Er hat wie kaum ein anderer das Gesicht des Marienstifts geprägt, tausende von Patienten begleitet und auch im Bereich der Palliativmedizin immer wieder besondere Standards gesetzt. Es ist hoch erfreulich, dass er sich dazu bereit erklärt hat, uns sein Know-how weiterhin zur Verfügung zu stellen. Eine offizielle Verabschiedung ist deshalb erst für einen späteren Zeitpunkt geplant.“ „Ich bedanke mich für das Vertrauen, das die Verantwortlichen des Marienstifts in mich setzen. Mein Ziel ist es, in diesem traditionellen Haus Altbewährtes zu erhalten und gleichzeitig Innovatives mit einzubringen“, erläutert Dr. Stefan Sürig. „Einer meiner Schwerpunkte liegt in der Gastroenterologie mit großer Leidenschaft zur Endoskopie, da mit sehr schonenden Methoden Leiden gelindert und Leben gerettet werden kann. Einen weiteren Schwerpunkt sehe ich in der Diabetologie. Ich kooperiere bereits sehr lange vertrauensvoll mit den niedergelassenen Kollegen, um die Patienten während ihres stationären Aufenthalts bestmöglich diabetologisch betreuen und die Therapie im Anschluss ambulant fortsetzen zu können.“ V. l. n. r.: Dr. med. Rainer Prönneke, Dr. med. Stefan Sürig, Dr. Jan Wolff (Geschäftsführer) Mehr zur Klinik für Innere Medizin
Zu der SeiteWunscherfüller:innen verleihen dem Garten der Tagespflege Riddagshausen neuen Glanz
07.05.2024 Wunscherfüller:innen verleihen dem Garten der Tagespflege Riddagshausen neuen Glanz Freiwillige haben sechs Hochbeete gebaut. Die Senior:innen lassen es sich nicht nehmen, alles ganz genau unter die Lupe zu nehmen. Bei schönstem Frühlingswetter stehen sie im Garten der Tagespflege Riddagshausen und begutachten die sechs riesigen Hochbeete, die hier vor wenigen Tagen aufgebaut wurden. Einen ganzen Nachmittag haben sich Helfer:innen dafür Zeit genommen. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir sind sehr dankbar, dass uns dieser Herzenswunsch erfüllt wurde“, sagt Nadine Heuer, Leitung der Tagespflege. Bei den Menschen, die diesen Wunsch in die Tat umsetzten, handelt es sich um 18 Arbeitskolleg:innen, die sich gemeinsam sozial engagieren wollten. Sie nahmen Kontakt zu Michael Bonsack auf, dem Leiter der „Herzenswünsche“, einem Spendenprojekt der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn). Über 600 Wünsche konnten den der esn anvertrauten Menschen durch Geld-, Sach- und Zeitspenden durch die „Herzenswünsche“ bereits erfüllt werden. Das Team der Arbeitskolleg:innen wollte gerne einen größeren Wunsch erfüllen. „Als Michael Bonsack uns den Herzenswunsch ,Neue Hochbeete‘ vorgestellt hat, waren wir sofort begeistert“, berichtet ein Mitglied des Teams. Die Hochbeete, die bisher den Garten zierten, waren so alt wie die Tagespflege selbst – nämlich schon stolze zehn Jahre. Das Holz war marode und es war höchste Zeit für Reparaturen und einen neuen Anstrich. Umso mehr freuen sich die Gäste der Tagespflege nun über die ganz neuen Hochbeete. Das Team spendete privat 1.213 Euro an die Herzenswünsche, elf von ihnen kamen Ende April persönlich mit ihrem Werkzeug im Garten in Riddagshausen vorbei und investierten neben dem gespendeten Geld auch ihre Freizeit. „Wir wollten einfach etwas Gutes tun“, betont eine der Freiwilligen. Das Holz lag schon bereit, zurechtgeschnitten von der Mehrwerk, die ebenfalls zur Evangelischen Stiftung Neuerkerode gehört. Die Wunscherfüllenden ließen sich nicht lange bitten, nahmen Balken und Bretter unter die Arme und stellten erst einmal grob, wo welches Beet hinkommen sollte. Dann wurde geschraubt und getackert – und wenige Stunden später waren die Hochbeete fertig. Ein gemeinsames Grillen rundete den Tag ab. Nun werden die Hochbeete von den Gästen bewundert. Sie sind überaus zufrieden. „Das ist wirklich gute Arbeit. Sehr stabil“, freut sich ein Gast. Doch es wird noch besser, denn noch fehlt etwas: Die Erde und die Pflanzen. Die Befüllung übernimmt in den nächsten Wochen das Team der Klostergärtnerei – passend zum guten Wetter können die Senior:innen dann pflanzen und bald vielleicht auch schon etwas ernten. Seit Februar 2024 gibt es ein neues Gesicht in der Elise, dem Beratungsbüro am Marienstift: Anuschka Günther ist hier nun neben Heike von Knobelsdorff als Praxiskoordinatorin der Diakoniestationen Harz-Heide (DHH) tätig. Gemeinsam geben die beiden Frauen alles, um als Planerinnen, Mentorinnen und Kümmerinnen die Praxiseinsätze der Azubis so reibungslos wie möglich zu gestalten. Sie wollen zeigen: Ein Beruf in der ambulanten Pflege ist attraktiv – und so dem Fachkräftemangel etwas entgegensetzen. Dabei ist der Neueinzug in das Büro nicht die einzige Veränderung in der Elise: Auch die Aufgaben der Mitarbeitenden haben sich geändert. Zuvor war von Knobelsdorffs Aufgabe vor allem die Beratung von Hilfesuchenden, die noch nicht wussten, wo im Netzwerk der Evangelischen Stiftung Neuerkerode sie die individuell passende Unterstützung bekommen konnten. Mittlerweile befasst sie sich zum Großteil ebenfalls mit der Praxiskoordination. Dennoch stehen die beiden Frauen nach wie vor für Beratungen zur Verfügung. „Hier hat sich der Fokus etwas gewandelt“, erklärt von Knobelsdorff. „Aber wir stehen Fragenden immer mit Rat und Tat zur Seite, haben hier das notwendige Informationsmaterial und wissen, wer in der esn der richtige Ansprechpartner ist.“ So hat die Elise immer noch eine Lotsenfunktion in der Beratung, das Hauptaugenmerk der Frauen liegt jedoch auf den Auszubildenden. Und für diese Stelle ist Anuschka Günther ein wahrer Glücksgriff: Seit 2018 ist sie in der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und der DHH tätig – zuletzt als stellvertretende Leitung des diakonischen ambulanten psychiatrischen Pflegedienstes (DIAPP). „Durch diese Funktion habe ich gemerkt, wie viel Spaß es mir macht, Schulungen zu leiten, Vorträge zu halten und Wissen zu vermitteln“, berichtet sie. Von ihren Erfahrungen inspiriert, studiert Günther Berufspädagogik – und wird als Praxiskoordinatorin der DHH eingesetzt. Günther bringt nicht nur Leidenschaft für Bildung und Liebe zu ihrem alten Beruf mit, sondern ist in ihren vielen Jahren als Fachkraft in der psychiatrischen Pflege Expertin sowohl in Sachen Menschenkenntnis als auch Empathie geworden. „Seelische Gesundheit ist ein großer Punkt für uns“, sagt Günther. „Die Ausbildung an sich ist schon herausfordernd – kommen dann noch schwierige Lebensumstände hinzu, kann das eine enorme Belastung sein. Diese Themen kommen bei uns oft zur Sprache und wir lassen Schulungselemente dazu einfließen.“ Heike von Knobelsdorff berichtet: „Im vergangenen Jahr haben wir ein Resilienzseminar angeboten. Die Referentin haben wir für dieses Jahr aufgrund des positiven Feedbacks wieder gebucht.“ Die beiden Frauen haben zudem eine ganze Reihe von administrativen Aufgaben, wie das Erbringen unterschiedlicher Nachweise, die Dokumentation von Fehlzeiten und die Dienstpläne im Blick zu behalten – allein hier kommt bei den vielen Azubis schon einiges an Arbeit zusammen. „400 Stunden Pflichteinsatz in der ambulanten Pflege müssen absolviert werden – auch dann, wenn schon der Praxisträger die ambulante Pflege ist“, sagt von Knobelsdorff. Hinzu kommt, dass die DHH sich von Harz bis Heide erstreckt. Um dem gerecht werden zu können, haben sie sich aufgeteilt: Günther betreut die Diakoniestation Nordharz und die Filiale Cremlingen, von Knobelsdorff die restlichen Filialen der Diakoniestation Braunschweig und Gifhorn. Doch egal, wie viel Bürokratie beide bewältigen müssen – für sie steht immer der Mensch im Mittelpunkt. „Unser Anspruch ist es, nah an den Auszubildenden zu sein. Deshalb übernehmen wir selbst auch die Gruppenanleitungen“, sagt Günther. „Wir wollen die Auszubildenden gut kennen und ihr Vertrauen gewinnen.“ Deshalb versuchen die Koordinatorinnen, ein offenes Verhältnis zu den Azubis aufzubauen, in dem alles angesprochen werden kann. „Nur so können wir sie effektiv unterstützen und auch Leichtigkeit in die Ausbildung bringen“, erklärt sie. Anuschka Günther und Heike von Knobelsdorff wissen, wie wertvoll jeder Auszubildende ist – schließlich sind sie die Zukunft der Pflege. „Fühlt sich da jemand schon in der Ausbildung nicht wohl, ist er oder sie womöglich ganz schnell weg“, erläutert von Knobelsdorff. Sie wissen, dass es in der Pflege nicht immer einfach ist. Aber sie wissen auch, wie toll diese Berufe sind. Und diese Leidenschaft möchten sie gerne auch in den Azubis entfachen – für eine strahlende Zukunft in der Pflege. Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteEhemaligentreffen in der Fachklinik Erlengrund
06.05.2024 Ehemaligentreffen in der Fachklinik Erlengrund Veranstaltung für ehemalige Patient:innen der Suchthilfe in Salzgitter-Ringelheim am 25. Mai 2024. Die Reha-Fachklinik Erlengrund der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH veranstaltet Ende Mai ihr traditionelles Treffen für ehemalige Patienten. „Wir freuen uns sehr auf diesen Tag“, sagt der Ärztliche Direktor des Lukas-Werks und Leiter der Fachklinik Erlengrund Dr. Jürgen Seifert. „Für viele Betroffene in der Suchthilfe sind solche Treffen ein wichtiger Termin, um sich auszutauschen und sich bewusst mit der eigenen Suchtproblematik auseinander zu setzen. Auch für uns ist es immer wieder bereichernd, durch das Jahrestreffen von den Klienten und deren weiteren Lebensläufen nach der Therapie zu erfahren.“ Das Ehemaligentreffen findet am 25. Mai 2024 vorwiegend im Freien auf dem Gelände der Fachklinik Erlengrund von 10 Uhr bis 15 Uhr statt. „Wir erwarten wieder etwa 200 ehemalige Patienten und halten für sie Kaffee, Kuchen, kalte Getränke, Speisen vom Grill und Musik bereit“, so Dr. Jürgen Seifert. „ Der Einlass erfolgt ab 9.30 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das Ehemaligentreffen findet seit 1986 regelmäßig in der Reha Erlengrund immer am ersten Sonnabend nach Pfingsten statt. Mehr Infos
Zu der SeiteSenior:innen aus Goslar bewegen sich für Inklusion
03.05.2024 Senior:innen aus Goslar bewegen sich für Inklusion Senior:innen und Mitarbeitende aus dem Senioren- und Pflegezentrum Theresienhof in Goslar nehmen am Inklusionslauf in Neuerkerode teil. Dieter Brandt stemmt sich aus seinem Rollstuhl heraus auf seine Beine. Schritt für Schritt bewegt sich der Goslarer durch das inklusive Dorf Neuerkerode. Langsam, aber beständig. Auf der einen Seite gestützt durch eine Krücke, auf der anderen durch Physiotherapeut Wladimir Mayer. Eigentlich ist der 83-Jährige auf einen Elektrorollstuhl angewiesen, doch beim Inklusionslauf der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) lässt er es sich nicht nehmen, ein paar Schritte zu laufen. Zu der esn gehört auch das Senioren- und Pflegezentrum Theresienhof in Goslar, in dem Brandt lebt. So ist er nicht zum ersten Mal beim Inklusionslauf am Start – und auch nicht allein. Neun weitere Theresienhof-Bewohnende und sieben Mitarbeitende haben sich auf den Weg aus dem Harz in den Landkreis Wolfenbüttel gemacht, um sich im Namen der Inklusion zu bewegen. „Vergangenes Jahr wussten wir noch nicht, was uns erwartet, und waren einfach nur begeistert“, erinnert sich Birthe Stäblein, Leitung des Begleitenden Dienstes des Theresienhofs. „Wir hatten so viel Spaß bei der Runde durchs Dorf und mit den Dorfbewohnern. Wir haben gelacht, gesungen und einfach eine schöne Zeit gehabt.“ Denn die Teilnehmenden sind bunt: Beim Neuerkeröder Inklusionslauf ist mit vier verschiedenen Streckenlängen zwischen einem und zehn Kilometern für jeden die passende Entfernung dabei – und egal ob zu Fuß, mit Rollstuhl, Rollator oder Fahrrad ist hier auch jeder willkommen. Gelebte Inklusion eben. Und damit die Theresienhof-Gruppe selbst unter den 400 Teilnehmenden auffällt, hatten sie sich und ihre Hilfsmittel mit bunten Blumenketten geschmückt. Dabei war der Inklusionslauf nur das Highlight einer ganzen Aktionswoche zum Thema Sport. „Während ihr haben wir unter anderem in unserem Multifunktionsraum mehrere Stationen wie Airhockey, Säckchen angeln und einen selbstgebauten Flipper aufgebaut“, berichtet Stäblein. Auch ein Rollatorparcour und ein Tanzcafé standen auf dem Programm. So waren alle gut auf das große Finale, den Lauf selbst, vorbereitet: Gemeinsam meisterten sie die 1-Kilometer-Strecke. Strahlend liefen und rollten die Goslarer:innen durchs Ziel – und genossen anschließend bei Musik und Bratwurst das Fest. „Das ist so eine schöne Aktion – und ein wirklich besonderer Ausflug“, freute sich eine Seniorin, die zum ersten Mal in Neuerkerode dabei war. „Im nächsten Jahr kommen wir wieder. Ganz bestimmt!“ Der Theresienhof in Goslar Weitere Informationen über den Theresienhof in Goslar erhalten Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteUnterwegs mit...Gesine Schwieger
03.05.2024 Von Tatkraft und geöffneten Türen 46 Jahre lang engagierte sich Gesine Schwieger für die Menschen in Neuerkerode: Die vergangenen Wochen vor ihrem offiziellen Abschied waren für Gesine Schwieger deshalb keine einfachen. Zu den dienstlichen Übergaben mit allerlei organisatorischen Abwicklungen, kam die emotionale Verarbeitung, die in Verabschiedungen, Gesprächen und dem Erinnerungenteilen mit Kolleg:innen, Bürger:innen und Angehörigen mündete. Fast ein halbes Jahrhundert stand sie im Dienst Neuerkerodes. Das hat Spuren hinterlassen – in ihrer Biographie, in der ihrer Wegbegleiter:innen, im Wirken ihrer Arbeit sowie in zahlreichen Projekten. Gesine Schwiegers großes Glück und gleichwohl das große Glück Neuerkerodes war es, dass sich beide in einer Zeit des Umbruchs, der Erneuerung und Tatkraft begegneten. Der erste Kontakt mit dem inklusiven Dorf entsteht im Februar 1978 bei einem Praktikum in Bethesda. Schon hier zeichnet sich ab, dass es eine Beziehung auf Dauer wird: das ursprünglich auf vier Monate angesetzte Praktikum weitet sich auf zwei Jahre aus. Nur das Studium lockt sie für einige Zeit aus Neuerkerode weg, die Rückkehr folgt schnell mit dem Ableisten des Anerkennungsjahres als Sozialpädagogin und der anschließenden Festanstellung. „Joachim Klieme (Direktor von 1972 bis 1990, Anm. d. Red.) holte viele Fachleute aus der Bundesrepublik ins Dorf, großartige Menschen, die Lust auf Veränderungen in Neuerkerode und der Eingliederungshilfe hatten und etwas bewirken wollten. Und ich war Teil davon“, erinnert sie sich gern zurück. Unter den vielen Fachleuten ist auch Dr. Christian Gaedt, der Anfang der 1980er-Jahre mit seinem Konzept „Orte zum Leben“ eine neue Tür aufstößt. Damit öffnet sich der Horizont in der Eingliederungshilfe und bietet Möglichkeiten neuer Ansätze und Projekte, die den Bürger:innen wiederum Perspektiven und Angebote eröffnen. Erfolgreiche Konzepte am WG-Tisch entwickelt Aus der Unterstützung für Aids-Projekte heraus entwickeln Schwieger und ihre Kolleg:innen unter dem Titel „Mein Körper und ich“ Seminare in der Erwachsenenbildung und sogar Volkshochschulkurse. „In unserer Wohngruppe waren Bürger verschiedenen Geschlechts, die zudem mit Anfang 20 noch sehr jung waren. Da haben wir gemerkt, wie wichtig es ist, an das Thema heranzugehen und Sexualitätskurse zu geben“, so Schwieger. Dabei war das Konzept so erfolgreich, dass sie sogar von Einrichtungen in der Bundesrepublik eingeladen wurden, um Seminare zu geben. Es entstehen weitere Ideen, begünstigt auch dadurch, dass Schwieger mit vier Kolleg:innen einer WG zusammenlebt. „Wir haben uns abends zusammengesetzt, gesprochen, diskutiert und neue Ideen und Konzepte entwickelt, zum Beispiel die Idee, Apartments für Bürger bereitzustellen, ein Reisebüro oder auch das Biermanski’s mit Mosaiken zu verschönern. Das war eine aufregende und erfolgreiche Zeit“, sagt sie mit einem zufriedenen Lächeln. Immer unterwegs: Gesine Schwieger und ihre Kolleg:innen etablierten ein "Reisebüro" und unternahmen mit den Bürger:innen verschiedene Reisen. Ihr zweites "Zuhause" wurde für viele Jahre der Kastanienhof 5, den sie ab 2010 mit dem Wohnbereich 01 (Kastanienhof 2,4,5, Kastanienweg 7a , Kastanienweg7/8 und Mühlenhof) als Wohnbereichsleitung übernimmt. Im Januar 2022 ändert sich ihr Verantwortungsbereich noch einmal und sie übernimmt nun den neu zusammengestellten Wohnbereich 10, bestehend aus Wabeweg3/3a, Wabehaus und Mühlenhof in ihre Organisationsverantwortung. Den Schwung und die Erfahrungen aus ihrer Anfangszeit überträgt sie auf das Team. „Ich habe das Glück gehabt, dass meine Leitungen mir Vertrauen geschenkt und mich einfach haben arbeiten lassen. Es ist ausgesprochen wichtig für Mitarbeitende, eigene Ideen einbringen und umsetzen zu können. Das habe ich in meiner Zeit als Führungskraft auch so gehandhabt, dafür habe ich sehr viel Rückhalt und Wertschätzung erfahren“, sagt die 66-Jährige Vertrauen schenken, Ideen einbringen Zudem habe sich die Wohngruppe über Jahrzehnte einen ganz besonderen Geist bewahrt, der Eigenverantwortung, Motivation und Innovation fördere und damit die Lebensräume der Bürger:innen weiter verbessere. Das sei ein wertvolles Gut. So wichtig wie ihr der Austausch mit den Kolleg:innen war, so wichtig war ihr der Austausch mit den Bürger:innen. „Wir haben ein Plenum in den Wohnbereichen eingeführt, in dem wir gemeinsam Ideen und Wünsche gesammelt haben, Themen besprochen und Arbeitsgruppen eingeführt haben. Uns war es wichtig, die Bürger:innen so viel wie möglich in die Prozesse einzubinden“, so Schwieger. Mit den Dienst- und Bereichsbesprechungen sowie den gewachsenen organisatorischen Aufgaben als Leitungskraft fehlte ihr zuletzt öfter die Zeit, um Themen zu entwickeln oder enger ins Gespräch zu gehen. Uns war es wichtig, die Bürger:innen so viel wie möglich in die Prozesse einzubinden Gesine Schwieger, ehemalige Wohnbereichsleitung in Neuerkerode Bürger:innen in die Entscheidungsprozesse einbezogen Mit dem Wechsel in einen neuen Verantwortungsbereich entsteht nochmal ein besonderes Momentum der Innovation und Motivation. „Die hohen Belastungen von Isolation, Anspannung, Ängsten sowie der Verlust von Alltagsroutinen in der Pandemie haben allen extrem viel abverlangt“, berichtet Schwieger. Unter dem Motto ‚Was wäre möglich, wenn..‘ hätten sie und ihre Teams Phantasie als Mittel dagegen angesetzt, so Schwieger und fügt an: „So sind wir aus dem Stimmungstief gekommen und es entstanden viele neue Ideen. Damit kamen Motivation und Freude am Gestalten zurück. Hier entstand auch die Idee, Tiny Häuser für Bürger: innen im Dorf zu installieren. Wir haben uns gemeinsam auf den Weg gemacht“, blickt sie zurück. Ende Dezember 2023 hat Gesine Schwieger ihre Übergabe abgeschlossen und ihre Dienstschlüssel übergeben. Die berufliche Tür mag sich geschlossen haben, mit dem Ruhestand aber warten neue Türen darauf, geöffnet zu werden. Und natürlich sind da noch die vielen „Türen“, die sie mit ihrem Team und den Kolleg:innen für Mitarbeitende und Bürger:innen in Neuerkerode geöffnet hat – bis heute.
Zu der SeiteAuf die Plätze ... fertig … los!
29.04.2024 Auf die Plätze ... fertig … los! Egal, ob Laufen, Walken, Radfahren oder im Rollstuhl – Jedes Jahr gehen im inklusiven Dorf Menschen mit und ohne Beeinträchtigung bei unserem Inklusionslauf "Neuerkerode bewegt" an den Start. Erstmals haben wir diesen nun als Spendenlauf organisiert und sagen allen Unterstützern und Sponsoren: DANKE! Am 28. April war es so weit. Gemeinsam mit Familienangehörigen, Freunden und Mitarbeitenden unserer Stiftung haben sich rund 400 Aktive auf die unterschiedlichen Lauf-, Walking-, Rad- oder Rollstuhlstrecken begeben, nahmen vorab ein T-Shirt und im Ziel voller Stolz ein Schweißband als kleines Geschenk entgegen und genossen im Anschluss die Zeit auf dem Dorfplatz. Dort gab es neben kühlen Getränken, Bratwurst vom Grill und Pommes ein buntes Programm mit Kinderschminken, Cheerleading aus Sickte, eine Hüpfburg und Begleitung durch die Musikpädagogik sowie die Akustikband KIELER SEXCS. "Besser kann ein Sonntag nicht starten", sagte Toni Guggemoos Mulfinger, Teilnehmer beim Inklusionslauf und Mitglied des Vorstands der Allianz für die Region. Für ihn besonders schön: "Es gingen Teilnehmer mit und ohne Beeinträchtigung mit einem bunten Mobilitätsmix an den Start und alle waren eingebunden." Die Braunschweigische Sparkassenstiftung trat als Hauptförderer auf und die Aktiven konnten sich Sponsoren suchen, die sie für ihr sportliches Engagement belohnten. Alle Spendeneinnahmen aus dem Lauf sind unserem Projekt „Herzenswünsche in Bewegung“ zugutegekommen, bei dem mehr gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht wird. Der Inklusionslauf fand im Rahmen des europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai 2024 statt. Unter dem Motto „Viel vor für Inklusion! Selbstbestimmt Leben – ohne Barrieren.“ wurde dieser Tag von „Aktion Mensch“ unterstützt. Wir danken den insgesamt 27 Sponsoren sowie weiteren Partnern und Helfern auf und neben den Strecken, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben. Am Ende des Tages kamen 10.500 Euro durch Förderer und rund 750 Euro Spenden zusammen. Die Teilnehmenden legten gemeinsam eine Strecke von mehr als 1.700 Kilometern zurück. Einer von Ihnen sagte zum Schluss: „Danke für die tolle Veranstaltung - war super organisiert mit richtig guter Stimmung.“ Bildergalerie zum Inklusionslauf "Neuerkerode bewegt" Vielen Dank an unsere Partner:
Zu der SeiteGeldregen beim Giving-Circle für Upcycling-Projekt
26.04.2024 Upcycling-Projekt ermöglicht sinnstiftende Arbeit für Menschen mit Behinderung Menschen mit Behinderung werden in sinnstiftende Arbeit gebracht, um neue Wohnungen von Personen, die lange keinen eigenen Wohnsitz und somit auch keine eigenen Möbel hatten, erst richtig lebenswert zu machen. In den Hallen des alten Bahnhofs warb Mark Napieralski, Bildungsbegleiter im Berufsbildungsbereich der Mehrwerk, für seine Idee und das Projekt mit viel Herzblut. Im Anschluss trat Michael Franke, Geschäftsführer der Tischlerei Stövesandt ans Mikro, um in seiner Funktion als Projektpate die weitere Spender und Geldbeträge einzuwerben. Er startete die wohltätige Versteigerung mit einer Summe in Höhe von 600 Euro. Am Ende kamen unfassbare 10.500 Euro zusammen, die das Team nun zur Realisierung des Projektes einsetzen kann. Ein großer Dank gilt der Bürgerstiftung Braunschweig, der Braunschweigischen Landessparkasse, der Tischlerei Stövesandt und allen Spender:innen.
Zu der SeiteDas St. Vitus feiert den Frühling
25.04.2024 Das St. Vitus feiert den Frühling Ein buntes Programm brachte die Senior:innen beim Frühlingsfest zum Strahlen. Einige hatten sogar einen kleinen Überraschungsauftritt. Auch wenn das Wetter noch aprilhaft unbeständig war, sich Regen mit zarten Sonnenstrahlen abwechselte, ließen die Bewohnenden, ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden des Senioren- und Pflegezentrums St. Vitus in Seesen es sich nicht nehmen, den Frühling zu feiern. Wenn schon nicht die Sonne es tat, so strahlten dafür die Senior:innen selbst umso mehr beim diesjährigen Frühlingsfest. „Lassen Sie uns diese Jahreszeit willkommen heißen, indem wir die kleinen Freuden des Lebens schätzen – das Zwitschern der Vögel, das sanfte Grün der Bäume und die bunten Blumen, die unsere Gärten und unsere Parks schmücken“, sagte Einrichtungsleitung Olaf Barthel bei seiner Rede, die das Fest eröffnete. Weiter ging es mit einer Kurzandacht von Pfarrer Tim-Florian Meyer aus der Seesener St.-Vitus-und-St.-Andreas-Gemeinde. Es wurde gemeinsam gebetet und gesungen. Während Kaffee und Kuchen ausgeteilt wurde, wurde auch schon eine kleine Bühne vorbereitet. Denn es gab eine Überraschung: Einige Senior:innen und Mitarbeitende führten drei Strophen der Vogelhochzeit auf. Ihre Körper nutzten sie hier als Instrumente. Einstudiert hatten sie das Ganze im Zuge einer Gemeinschaftsaktion mit den anderen stationären Pflege- und Senioreneinrichtungen der Evangelischen Stiftung Neuerkerode. Gute Stimmung kam auch auf, als Sabine Gerbrich mit ihrem Akkordeon im St. Vitus vorbeischaute. Hier wurde ordentlich mitgesungen und geschunkelt. Die Bewohnenden durften sich sogar ihre Lieblingslieder wünschen, die Sabine Gerbrich gerne spielte. Außerdem verkaufte im Foyer eine ehemalige Mitarbeiterin Selbstgenähtes. Das kam gut an. Zum Abschluss des Festes gab es für alle Bratwurst und Kartoffelsalat. Die Senior:innen, ihre Angehörigen und die Mitarbeitenden hatten viel Spaß und freuen sich schon auf das nächste Fest. Dann nur hoffentlich bei besserem Wetter. Und wenn das nichts wird, strahlen die Senioren eben wieder selbst um die Wette. Das St. Vitus in Seesen Weitere Informationen über das St. Vitus in Seesen erhalten Sie hier: Mehr Infos
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