Zu einem Rundgang durch das inklusive Dorf Neuerkerode begrüßte Wohnen und Betreuen-Geschäftsführer Marcus Eckhoff den CDU-Bundestagsabgeordneten Prof. Dr. Reza Asghari.

In Begleitung von Samtgemeindebürgermeister Marco Kelb machte die Gruppe Halt an Wohn- und Beschäftigungsangeboten der Wohnen und Betreuen (WuB). In Gesprächen mit Mitarbeitenden und Bürgern ging es unter anderem um die Umsetzung und Weiterentwicklung des Bundesteilhabegesetztes, den Fachkräftemangel und seine Auswirkungen sowie die Sorge um Einsparmaßnahmen in der Eingliederungshilfe. „Wir freuen uns, dass Sie nach Neuerkerode gekommen sind und möchten Ihnen zeigen, wie wichtig, notwendig und wertvoll die Arbeit in der Eingliederungshilfe ist“, so Marcus Eckhoff.
Im Bereich der Intensivwohngruppe für Menschen mit Behinderung und herausforderndem Verhalten berichtete Wohnbereichsleitung Stefanie Breford-Argenton aus ihrem Alltag. Sie erklärte, warum ein gegenfinanzierter Personalschlüssel ein wichtiger Pfeiler in dieser Wohngruppe darstellt. Ferner waren die Erfahrungen mit den Kostenträgern ein Thema: So benötige die Einstufung und Anerkennung des Hilfebedarfsgruppen in den Kommunen zum Teil sehr viel Zeit, erläuterte Breford-Argenton. „Bis zur finalen Anerkennung müssen wir als Einrichtung in finanzielle Vorleistung gehen, um die Versorgung zu gewährleisten. Hier gibt es Verbesserungsbedarf“, schloss Eckhoff an.
Ein in vielerlei Hinsicht erfrischender Abstecher war der Stopp an der Tagesförderstätte „Einfach Wasser“. In diesem noch recht neuen Beschäftigungsangebot übernehmen die Bürger verschiedene, niedrigschwellige Aufgaben – vom Aufsprudeln des Leitungswassers über das Reinigen der Flaschen bis hin zur Lieferung in die Wohnbereiche. Neben tagesstrukturierenden Maßnahmen gebe es ebenfalls Optionen weiterführende Förderung zu ermöglichen. Das Ziel sei es, die Bürger im Idealfall in weitere Qualifizierungs- und Bildungsmaßnahmen, etwa in die Werkstatt zu bringen, oder – noch einen Schritt weiter zu gehen – und sie auf den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln.
Den Abschluss bildete eine kurze gemeinsame Austauschrunde, an der auch Holger Denecke, Sprecher der Bürgervertretung teilnahm. Er verwies ebenfalls noch einmal auf die Sorgen bei den Bürger:innen Neuerkerodes bezüglich der geplanten Einsparungen in der Eingliederungshilfe.
