Das inklusive Theater Endlich aus Neuerkerode feiert am 12. Juni um 19 Uhr die Premiere seines neuesten Stücks mit dem Titel „Die Gesellschaft der Unverzichtbaren“. Das Ensemble, bestehend aus neun Schauspielern, hat dafür einen ganz besonderen Ort gewählt: das Planetarium Wolfsburg.

„Das Planetarium eröffnet Räume für neue Perspektiven – nicht nur auf das Universum, sondern auch auf unser gesellschaftliches Zusammenleben. Deshalb passt dieses Stück auf besondere Weise zu diesem Ort“, verrät Eileen Pollex, Geschäftsführerin des Planetariums. Im Kuppelsaal führt das Ensemble die Zuschauer auf einer Tour durch das unendliche Universum und wandelt dabei durch (Welt-)Raum und Zeit. Zusammen reisen sie zu fernen, fantasievollen Planeten und in das Jahr 2126, in dem die Gesellschaft der Unverzichtbaren eine Welt erschaffen hat, in der alle dazugehören.
Das Kooperationsprojekt zwischen Planetarium Wolfsburg, dem Spielraum Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) e.V. und der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH steht exemplarisch für die Haltung, kulturelle Teilhabe aktiv zu gestalten. Spielraum TPZ-Geschäftsführerin Sarit Streicher sagt dazu: „Theater bedeutet für uns nicht nur Bühne, sondern auch Mitgestaltung, Teilhabe und die Möglichkeit, gemeinsam neue gesellschaftliche Bilder zu entwerfen.“
Den Ideen und Werten der „Gesellschaft der Unverzichtbaren“ begegnen die Zuschauer in vielfältigen Gedanken, Bildern und Erzählungen der Schauspieler. Gleichwohl sehen sie sich mit der Frage konfrontiert, was im Jetzt – im Jahr 2026 – für das Erreichen der Gesellschaft der Unverzichtbaren noch fehlt. „Im Probenprozess haben wir eine Zukunft entworfen, in der Unterschiedlichkeit nicht trennt, sondern selbstverständlich dazugehört“, schildert Kathrin Simshäuser, Kulturbeauftragte der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH.
„Dieses Stück zeigt eindrucksvoll, wie Kultur Räume öffnen kann – für Begegnung, Perspektivwechsel und die Frage, wie eine wirklich inklusive Gesellschaft aussehen kann. Es lädt nicht nur zum Zuschauen ein, sondern auch zum Nachdenken darüber, wie wir Zusammenleben gestalten wollen – und wen wir dabei vielleicht noch immer übersehen“, so Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH.
Gefördert wird das Stück von der Heidehof Stiftung, der Richard Borek Stiftung, der Dr. Kurt und Ruth Gahnz Stiftung sowie der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH.
Das Theater Endlich besteht aus Jelena Bernhofen, Antonio Carrozzo, Holger Denecke, Christian Kreutner, Helge Schubert, Marcel Seitz, Ole Sossna, Maik Utesch, Jenny Wachowsky. Die Regie führt Mirja Lendt.
Informationen und Tickets
Die Premiere findet am Freitag, den 12. Juni, um 19 Uhr im Planetarium Wolfsburg statt. Weitere Aufführungen für Schulen sind am Montag, 15. Juni, sowie am Mittwoch, 17. Juni – jeweils um 11 Uhr.
Weitere Informationen gibt es auf www.neuerkerode.de sowie auf www.planetarium-wolfsburg.de. Eintrittskarten für die Vorstellung sind nur über das Planetarium Wolfsburg erhältlich und kosten 15 Euro – ermäßigte Tickets stehen für 9 Euro zur Verfügung. Wer die Arbeit des Theater Endlichs unterstützen möchte, hat die Möglichkeit, einen Solidaritätsbeitrag in Höhe von 30 Euro zu entrichten.