Hier im Burschenhof, einem Wohnangebot der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH (WuB), ist immer etwas los. Und Jasmin Kynast ist meist mittendrin. Die gelernte Heilerziehungspflegerin unternimmt viel mit den Bürger:innen und bringt eigene Impulse in die Arbeit ein. Mit ihren Kolleg:innen und den 23 Bewohner:innen bereitet sie aktuell das hauseigene Sommerfest vor - und, weil sie in ihrem Hobby gerne Kostüme entwirft und näht, nimmt sie diesen Faden auch im Burschenhof auf.
Also heißt es heute mit Bürgerin Charla das passende Motiv auszusuchen und daraus ein Kostüm zu nähen. Wenn gerade kein eigenes Fest ist, begleitet sie die Bürger:innen zu verschiedenen Veranstaltungen. „Wir gehen mal zum Bowling oder auf Konzerte. Das ist für mich eine besondere Motivation, den Leuten etwas zu bieten, auch, wenn es denn mal über die Dienstzeit hinausgeht“, so Kynast.
"Hier ergänzen sich alle prima - jeder hat seine Rolle"
Seit 2019 arbeitet sie in Neuerkerode. „Ich habe Medieninformatik studiert, war damit aber nicht so zufrieden“, sagt Jasmin Kynast. Auf Anregung ihrer Mutter bewarb sie sich in Neuerkerode für einen Platz in der Fachschule für Heilerziehungspflege – und wurde genommen. Im dritten und letzten Ausbildungsjahr machte sie Station im Burschenhof und war auf Anhieb von dem Wohnbereich angetan. „Ich bin nach dem Abschluss direkt übernommen worden und arbeite nun seit vier Jahren fest in der Wohngruppe“, bestätigt Kynast. Es zeigt sich, dass es die richtige Entscheidung war – sowohl für Kynast selbst, als auch für die Kolleg:innen und Bewohner:innen in der Wohngruppe. „Wir ergänzen uns prima – jeder hat seine Rolle und auch seine Steckenpferde“, berichtet die 28-Jährige.
Natürlich bestehe das Wohngruppen-Leben nicht nur aus Events und Freizeit. Die alltäglichen Dinge müssen erledigt werden – und die Bewohner:innen, im Schnitt um die 50 Jahre alt, benötigen hier und da etwas mehr Unterstützung. Ob es Fahrten zum Arzt sind, Einkäufe oder weitere organisatorische Aufgaben – es kann auch mal stressig werden. „Insbesondere der Montag ist hier einer unserer Stoßtage – da findet viel statt. Aber so ist es eben auf der Wohngruppe. Es gibt immer wieder neue Herausforderungen, an denen man wachse und wachsen könne", findet Jasmin Kynast.



Damit man die alltäglichen Herausforderungen am besten meistern kann, braucht es Energie und Kraft. Die holt sich die 28-Jährige unter anderem beim Workout im Fitnessstudio. „Es ist super, dass es die Möglichkeit gibt, sich auch privat weiterzuentwickeln. Bei mir ist das zum Beispiel so mit Hansefit. Ich bewege mich mehr, habe mehr Energie und das stärkt auch mein Selbstwertgefühl. Das kann ich wiederum sehr gut in meine Arbeit einbringen“, erzählt sie.
“Es ist super, dass es hier die Möglichkeit gibt, sich privat weiterzuentwickeln - zum Beispiel mit Hansefit. Ich bewege mich mehr, habe mehr Energie und das stärkt auch mein Selbstwertgefühl. Das kann ich wiederum sehr gut in meine Arbeit einbringen”
Jasmin Kynast, Wohngruppenmitarbeiterin im Burschenhof der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen
