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Neue Impulse für die Auszubildenden

Magdalene Vasterling und Patricia Koch sind die Neuen in der Elise. Sie begleiten die Auszubildenden der DHH.

Seit ein paar Monaten weht ein frischer Wind in der Elise in Braunschweig: Patricia Koch und Magdalene Vasterling sind seit einigen Monaten von hier aus für die Auszubildenden der Diakoniestationen Harz-Heide (DHH) zuständig – und bringen genau das mit, was es braucht, um sie gut in die Zukunft zu begleiten. Doch was genau braucht es eigentlich?

Das Bild zeigt Magdalene Vasterling und Patricia Koch in der Elise.

Neue Wege nach vielen Jahren Berufserfahrung

Einmal ist das der große Schatz an eigener Erfahrung, auf den sie zurückgreifen können. Beide bezeichnen sich aufgrund ihrer vielen Jahre im Beruf selbst als „Pflegedinos“. Patricia Koch, die im Juli in der Elise startete, absolvierte ihre Ausbildung 1998 im Krankenhaus Marienstift, das mittlerweile wie die DHH zur esn (Evangelische Stiftung Neuerkerode) gehört. Hier war die 44-Jährige bis 2019 in verschiedenen Bereichen tätig. „Irgendwann war der Wunsch nach Veränderung da“, berichtet sie. Seit 2005 begleitete sie schon im Marienstift Auszubildende. „Das hat mir immer viel Spaß gemacht. In diesem Bereich wollte ich bleiben, aber auch Neues kennenlernen“, sagt Koch. „Für ein paar Jahre bin ich in eine Langzeitpflegeeinrichtung gewechselt und freue mich, nun die Arbeit mit Auszubildenden in der esn weiterführen zu können.“

„Als besonders positiv empfinde ich die vielen Möglichkeiten, die man in einem so großen Verbund hat. Hier wird vieles möglich gemacht – sei es Fortbildungen, Benefits oder Wechsel innerhalb des Unternehmens. Das ist ein großer Unterschied zu privaten Trägern."


Magdalene Vasterling

Magdalene Vasterling wechselte nach fast 23 Jahren Tätigkeit in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen – unter anderem in der esn im Zentralen Qualitätsmanagement und im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien – zum 1. September 2025 in die Elise. Die 42-Jährige entschied sich bewusst für einen beruflichen Neustart. „Nach so vielen Jahren wollte ich noch einmal etwas ganz anderes machen. Ein Wechsel lohnt sich, auch wenn man lange in einem Bereich gearbeitet hat“, erklärt sie. Nachdem sie zuletzt bei einem privaten Träger tätig war, wechselte sie zurück zur esn, die sie als moderne, mitarbeiterorientierte Arbeitgeberin erlebt. „Als besonders positiv empfinde ich die vielen Möglichkeiten, die man in einem so großen Verbund hat. Hier wird vieles möglich gemacht – sei es Fortbildungen, Benefits oder Wechsel innerhalb des Unternehmens. Das ist ein großer Unterschied zu privaten Trägern“, sagt Vasterling. Von der tariflichen Vergütung und von Angeboten wie Jobticket, Hansefit oder Corporate Benefits profitieren auch die Auszubildenden.

Verlässlichkeit und Flexibilität

Neben der Erfahrung, die die Grundlage für ihre tägliche Arbeit bildet, sind Flexibilität und Verlässlichkeit wichtige Bausteine ihrer täglichen Arbeit. Zu den Aufgaben der beiden Praxisanleiterinnen gehören die Einsatzplanung interner und externer Auszubildender, Gruppenanleitungen, Probezeitgespräche und Konfliktgespräche. Insgesamt betreuen Vasterling und Koch derzeit 23 Auszubildende in der generalistischen Ausbildung sowie drei in der Assistenzausbildung in der DHH. Im gesamten Verbund sind rund 160 Auszubildende in der Pflege tätig.

Das Bild zeigt die Diakonissenstatur vor dem Krankenhaus Marienstift in Braunschweig.

Die Größe der DHH, die sich von Nordharz bis Südheide erstreckt, mache die Situation nicht einfacher. „Wir sind viel unterwegs und gerne vor Ort“, sagt Koch. „Die DHH ist weit gestreut, aber gerade der direkte Kontakt zu den Teams und den Auszubildenden ist uns wichtig.“ Dadurch kennen sie die Nachwuchskräfte gut und können auf individuelle Bedürfnisse eingehen, beispielsweise bei Dienstplänen oder Einsatzort.

Ausbildung im Wandel

Dies sei auch notwendig, da beide deutliche Veränderungen in der Pflegeausbildung beobachten. „Damals, in unserer Ausbildungszeit, waren die formalen Anforderungen sehr strikt“, erinnert sich Vasterling. „Heute steht die individuelle Begleitung im Mittelpunkt.“ Dies liege nicht zuletzt an einer Veränderung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. „Früher mussten die Bewerbenden um Ausbildungsplätze kämpfen. Heute kämpfen wir um die Auszubildenden“, sagt Koch.

„Früher mussten die Bewerbenden um Ausbildungsplätze kämpfen. Heute kämpfen wir um die Auszubildenden.“


Patricia Koch

Familienfreundliche Arbeitszeiten, eine verlässliche Struktur und Unterstützung bei persönlichen Anliegen seien heute somit zentrale Bestandteile einer guten Ausbildung. Vasterling sagt: „Wir schaffen die Voraussetzungen, damit die Ausbildung erfolgreich absolviert werden kann.“ Dazu gehöre auch, internationale Auszubildende eng zu begleiten – nicht nur fachlich, sondern beispielsweise auch durch die Vermittlung von Sprachförderung oder anderen Hilfestellungen im Alltag. Empathie für die Auszubildenden ist unerlässlich in der Praxisanleitung. Hört man Koch und Vasterling dabei zu, wie sie über „ihre“ Azubis sprechen, wird schnell klar, dass es ihnen an Einfühlungsvermögen nicht mangelt.

Neustart als Chance

Dass beide relativ neu in der Elise sind, bedeutet, dass sie sich in ihrer täglichen Arbeit nicht an jemandem orientieren können, der schon lange hier arbeitet. Das sehen sie aber nicht als Problem, sondern als Chance. Prozesse sind noch nicht festgefahren, es ergeben sich große Gestaltungsspielräume. Vasterling und Koch nutzen diese bewusst. „Wir bringen frischen Wind mit“, sagt Koch. „Wir sind sehr frei in der Ausgestaltung unserer Arbeit, können Neues probieren und auch wieder verwerfen – und haben dabei die Rückendeckung der Geschäftsführung.“

Koch und Vasterling verstehen ihre Arbeit als gemeinschaftliche Aufgabe, zwischen den beiden genauso wie mit anderen Mitarbeitenden und den Azubis: „Wir arbeiten zusammen, um für die Auszubildenden das beste Ergebnis zu erreichen. Nur so kommen wir alle weiter.“ Und das tun sie – mit Engagement, Erfahrung, und Empathie.

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