Seit fast 150 Jahren gibt es den Posaunenchor Neuerkerode, der nicht nur im Dorf eine Institution ist, sondern auch der älteste seiner Art in der Landeskirche Braunschweig. Auch den Mitgliedern der Bläsergruppe kann man eine gewisse Verbundenheit und Leidenschaft nachsagen – bis zu 70 Jahre sind einige bereits dabei.

Bei der Musik allerdings geht es dann auch modern zu. „Angestaubt ist bei uns überhaupt nichts. Es gibt bei uns neben der Kirchenmusik auch Spirituals und Pop- oder Filmmusik. Auch swingenden Jazz haben wir schon in der Kirche gespielt“, erklärt Chorleiter Martin Brandes. Die Leitung des Neuerkeröder Posaunenchors übernahm er 1989.
Wöchentlich treffen sie sich in Kirchen im Umkreis, um für ihre Auftritte zu proben. Rund ein Dutzend Gottesdienste und Auftritte haben sie im Jahr allein in Neuerkerode, zusätzlich treten sie im Umland auf. Weitere Bezugsorte des Chors sind das Krankenhaus Marienstift und das Senioren- und Pflegezentrum Bethanien in Braunschweig. Hier wurden beispielsweise Beerdigungen der in den vergangenen Jahren verstorbenen Diakonissen musikalisch begleitet.
Ein fester Termin im Kalender ist das Neuerkeröder Sommerfest. Das besucht in diesem Jahr Sebastian Harras, Landesposaunenwart der Braunschweigischen Landeskirche, der die Bläsergruppe für ihre langjährigen Mitgliedschaften ehrte. „In einem Posaunenchor zu spielen macht Freude, den Spielenden und Zuhörer:innen“, befand Harras und legte nach: „Ein befreundeter Trompeter hat einmal gesagt, dass Blasen auf dem Blechblasinstrument ist wie ein ständiges Greifen nach einem Glas Wasser. Es geht immer nach vorne zu einem Ziel. Ich wünsche euch: Hört nie auf, nach diesem Glas zu greifen.“

Ehrungen des Neuerkeröder Posaunenchors
Geehrt wurden Christoph Vornweg mit dem Silbernen Bläserabzeichen, Martin Brandes (36 Jahre Mitglied), Stefan Denicke (36), Felix Rohlfs (36), Sabine Sauer (42), Jochen Lehnert (43), Paul Capelle (48), Susanne und Michael Bussieck (36) – jeweils mit dem Goldenen Bläserabzeichen. Das goldene Braunschweiger Bläserabzeichen erhielten Ekkehard Holzgraefe (70) und Herbert Erchinger (76).