Wer derzeit am Krankenhaus Marienstift an der Helmstedter Straße vorbeikommt, kann es selbst sehen: Die Arbeiten am Dach der denkmalgeschützten Kapelle schreiten weiter voran. Im Verlauf der Bauarbeiten zeigte sich, dass das Dach stärker geschädigt war als zunächst angenommen.

Dachdeckungs- und Klempnerarbeiten wurden notwendig, um weitere Feuchtigkeitsschäden am Bauwerk zu verhindern. Im Zuge der Arbeiten werden und wurden schadhafte Bauteile erneuert, die Dachkonstruktion instandgesetzt und das Dach unter Verwendung historischer Ziegel teilweise neu eingedeckt.
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) fördert die Instandsetzung der Friedenskapelle im Marienstift in Braunschweig. Der Fördervertrag über 35.000 Euro wurden nun von Walter Dröge, Ortskurator Braunschweig der DSD, symbolisch an Ingo Beese, Finanzvorstand der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und der Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift, überreicht. Möglich ist die Unterstützung dank zweckgebundener und privater Spenden sowie der Erträge der Lotterie GlücksSpirale. „Die Förderung war für den Erhalt des Zentrums Würde dringend notwendig. Wir freuen uns, dass wir dank der Deutschen Stiftung Denkmalschutz das Gebäude und die Angebote erhalten können – herzlichen Dank“, so Ingo Beese, esn-Finanzvorstand. Ebenfalls mit 35.000 Euro hat das Landesamt für Denkmalschutz das Zentrum Würde gefördert.

Über das Zentrum Würde
Das Marienstift selbst geht auf Die 1870 gegründete Ev.-luth. Diakonissenanstalt Marienstift zurück und entwickelte sich im späten 19. Jahrhundert zu einer bedeutenden Einrichtung der Krankenversorgung in Braunschweig. Die Kapelle ist Teil dieser historischen Gesamtanlage. Nach längerem Leerstand soll die Kapelle künftig als „Zentrum Würde“ genutzt und ein Ort der Begegnung werden. Durch die Umgestaltung zur Begegnungsstätte bewahrt sie nicht nur den diakonischen Geist der Gründung, sondern schafft einen Ort für Trauer, Dialog und kulturellen Austausch. Mit der geplanten Sanierung wird die Grundlage geschaffen, diesen Nutzungsansatz langfristig zu sichern und das denkmalgeschützte Bauwerk für die Öffentlichkeit zu bewahren.