Senioren- und Pflegezentrum Theresienhof bietet Infektionssensible Pflege an

Mit 14-tägiger Quarantäne ist Aufnahme von Senioren auch in Corona-Zeiten möglich.

Einen zukunftsweisenden Weg geht das Senioren- und Pflegezentrum Theresienhof mit der Einrichtung eines Pflegefachbereichs für Infektionssensible Pflege (ISP). Diese besondere Form der Pflege in einem Quarantänebereich ermöglicht Senioren:innen künftig die Aufnahme in das Pflegezentrum, unter anderem auch wenn eine Infektionskrankheit vorliegt. Der neu geschaffene Pflegefachbereich verfügt zunächst über drei Plätze und ist von anderen Bereichen getrennt. Perspektivisch sollen zwölf Plätze dieser Art im Neubau des Pflegezentrums, der im Herbst eröffnet wird, eingerichtet werden.

Seit Anfang März werden die drei zur Verfügung stehenden Betten von Senioren:innen belegt, die neu in die Einrichtung aufgenommen wurden. Durch die Umsetzung der Regelungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) zur Neuaufnahme von Bewohnern:innen wird eine für alle Seiten sichere Aufnahme während der Corona-Pandemie wieder möglich. So empfiehlt das RKI eine 14-tägige, mindestens jedoch eine 7-tägige Quarantäne bei Neuaufnahme sowie vorzugsweise eine PCR-Testung. Nach Beendigung der Isolationszeit ziehen die Bewohner:innen auf die regulären Wohnbereiche.

„Mit der Einrichtung des ISP-Bereichs ermöglichen wir Senioren:innen während der Corona-Pandemie eine Aufnahme in unsere Einrichtung. Denn alle Menschen haben ein Recht auf qualitativ hochwertige Pflege zur Vermeidung von sozialer Isolation und Stigmatisierung. Wir erhöhen durch die infektionssensible Pflege die Lebensqualität und fördern aktiv Mitgestaltung und Teilhabe dieser Menschen.“


Geschäftsführer Ulrich Zerreßen und Einrichtungsleiterin Uschi Ballin

Hintergrund-Informationen zur ISP

Perspektivisch können Menschen mit folgenden Infektionskrankheiten aufgenommen werden:
Zustand nach Covid-19*, MRGN, MRSA, VRE, Hepatitis, HIV (AIDS). Das Personal des ISP-Bereichs verfügt über erweiterte Fachkenntnisse im Bereich Hygiene und im Umgang mit Infektionskrankheiten.

*Dies betrifft pflegebedürftige Menschen, bei denen der PCR-Test (Polymerase Chain Reaction) immer noch positiv ausfällt, obwohl durch den Ct-Wert (Cycle-threshold-Wert) nachweislich keine Infektiosität mehr besteht. Der Ct-Wert wird parallel zum PCR-Test ermittelt und drückt aus, wie oft der PCR-Test sich selbst durchlaufen muss, um Genmaterial des Covid-19-Virus aufzuspüren. Ist der Ct-Wert größer als 35, besteht keine Infektionsgefahr mehr. Ist der Wert hingegen kleiner als 20, besteht erhöhte Infektionsgefahr. Nach zwei aufeinanderfolgenden negativen PCR-Tests werden die Bewohner des ISP-Bereichs in die reguläre stationäre Pflege übergeleitet.

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