Neues Beratungsangebot in Salzgitter-Lebenstedt
13.03.2026 Neues Beratungsangebot in Salzgitter-Lebenstedt Ab dem 19. März 2026 startet das Lukas-Werk eine Sprechstunde für Menschen mit Substanzkonsumstörung sowie für suchtmittelgefährdete Personen. Die Lukas-Werk Gesundheitsdienste erweitern ihr Unterstützungsangebot: Ab dem 19. März 2026 bieten wir eine neue Sprechstunde in Salzgitter-Lebenstedt (Berliner Straße) für Menschen mit Substanzkonsumstörung sowie für suchtmittelgefährdete Personen an. Die Beratung richtet sich an Betroffene von legalen und illegalen Substanzen, an Menschen mit problematischem Medienkonsum sowie an Personen mit pathologischem Glücksspielverhalten. Ziel ist es, individuell zu begleiten und gemeinsam passende Hilfsangebote zu entwickeln – in einem sicheren, wertschätzenden Rahmen. Die neuen Beratungen übernimmt Stefanie Bischoff, Sozialtherapeutin und langjährig erfahrene Fachkraft im Bereich Suchtberatung. Terminvereinbarung Lukas-Werk Fachambulanz Sucht Wolfenbüttel Tel: 05331-85860 E-Mail: fa-wolfenbuettel@lukas-werk.de Beratung in unseren Fachambulanzen Sucht in Südostniedersachsen Unser Beratungsangebot richtet sich an alle Menschen, die Fragen zum Konsum von Suchtmitteln haben. Dies kann sich sowohl auf Alkohol, Medikamente, Nikotin, illegale Drogen, aber auch auf Glücksspiel und Medienabhängigkeit beziehen. Mehr Infos
Zu der SeiteNostalgie und schöne Erinnerungen im St. Vinzenz
Nostalgie und Erinnerungen Im Braunschweiger Senioren- und Pflegezentrum St. Vinzenz wurde es vor kurzem besonders nostalgisch: Beim „ Tag der alten Dinge“ tauchten die Bewohnerinnen und Bewohner gemeinsam in vergangene Zeiten ein – in Erinnerungen an früher, an vertraute Gegenstände und an Geschichten, die man sonst nur selten erzählt. Zum Einstieg kamen die Bewohnenden miteinander ins Gespräch. Die einfache Frage „Was vermissen Sie, wenn Sie an früher denken?“ sorgte für vielfältige Antworten aus. „Da war ich viel jünger“, merkte eine Bewohnerin an und brachten die Runde zum Lachen. Andere vermissten vor allem die Ruhe und das Miteinander: „Heute wird nur am Handy gehangen. Wir haben damals zusammen auf der Straße gespielt.“ und „Früher war alles ruhiger. Heute ist viel Hektik.“, war zu hören. Doch manche Dinge kommen auch wieder zurück. „Wir hatten stapelweise Schallplatten. Die sind ja heute auch wieder in.“ Bewohner des St. Vinzenz Schon diese ersten Minuten zeigten, wie lebendig die Erinnerungen der Teilnehmenden sind – und wie gerne sie sich an frühere Zeiten erinnern. Anschließend wurden Gegenstände aus früheren Jahrzehnten präsentiert – Dinge, die heute kaum noch jemand im Alltag benutzt, die aber bei den Senior:innen viele Erinnerungen auslösten. Ein eisernes Bügeleisen sorgte für staunende Blicke. Viele wussten sofort, wie es funktioniert hat: Manche füllten heiße Kohlen ein, andere wärmten es auf der Herdplatte. Ein Bewohner erinnerte sich daraufhin: „Wir haben früher heiße Ziegelsteine in Decken gewickelt und unter die Bettdecke gelegt, damit das Bett warm wurde.“ Solche kleinen Anekdoten gaben Einblicke in eine Zeit, die heute weit weg erscheint, die in der Erinnerung jedoch noch lebendig ist. Begeisterung löste auch ein Telefon mit Wählscheibe aus. Eine Bewohnerin erzählte strahlend, wie sie mit einer Freundin früher Telefonstreiche gemacht hat. Eine andere berichtete, wie sie sich mit ihrem damaligen Freund zum Telefonieren verabredet hat: „Wir hatten zu Hause kein Telefon. Ich bin dann immer zum vereinbarten Zeitpunkt zu meiner Tante gelaufen, um dort zu telefonieren.“ Ein weiches Kuscheltier wurde nicht von allen erkannt, sorgte jedoch bei anderen für große Freude: Pittiplatsch, eine bekannte Figur aus dem DDR-Fernsehen. Sie war berühmt für den Satz „Ach du meine Nase!“ – den die Puppe auch sagen kann. „Die will ich unbedingt mal halten“, sagte eine Bewohnerin und hielt Pittiplatsch strahlend im Arm. Viele weitere Gegenstände wurden präsentiert und fast jeder von ihnen löste neue Geschichten aus. Manche Erinnerungen waren lustig, andere nachdenklich – aber alle sind wertvoll. Der „Tag der alten Dinge“ zeigte wieder einmal, wie sehr Erinnerungen verbinden können. Und wie wichtig es ist, ihnen Raum zu geben, auch mal zurückzuschauen, statt immer nur der Zukunft entgegenzufieber. Weitere Informationen Die Angebote sowie weitere Informationen des Senioren- und Pflegezentrums St. Vinzenz finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der Seite“Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft”
10.03.2026 “Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft” Startschuss für den neuen Pflegeassistentenkurs am Bildungszentrum Marienstift. Mit einem feierlichen Willkommensgottesdienst wurden 11 neue Auszubildende in der Theodor-Fliedner-Kirche begrüßt. „Sie haben sich für einen besonderen und verantwortungsvollen Beruf entschieden“, sagte Schulleiterin Katja Watzl. Sie betonte den großen Wert der Pflegeassistenz für das gesamte Gesundheitssystem: „Ein Beruf, der nicht nur eine ganze Menge Fachwissen verlangt, sondern auch Geduld, Empathie und die Fähigkeit, mit Menschen in schwierigen Lebensphasen umzugehen.“ Watzl erinnerte daran, dass Pflege weit mehr sei als eine Dienstleistung: „Pflege ist nicht nur ein Service, sondern eine Verantwortung, die wir als Gesellschaft gemeinsam tragen, um sicherzustellen, dass niemand aufgrund von Krankheit, Alter oder Einschränkungen zurückgelassen wird.“ Gerade Pflegeassistenzen seien ein zentrales Element dieses Systems. Sie seien diejenigen, die täglich den engsten Kontakt zu den Menschen hätten, ihre Bedürfnisse wahrnähmen und ihnen im Alltag zur Seite stünden. Ein Gottesdienst voller Vielfalt und guten Wünschen Der Gottesdienst wurde gemeinsam mit Schüler:innen aus dem höheren Jahrgang gestaltet. Sie übermittelten den neuen Kursteilnehmenden gute Wünsche, Texte und Glaubenssprüche – in mehreren Sprachen und aus unterschiedlichen religiösen Traditionen. So wurde die Vielfalt der Schülerschaft ebenso sichtbar wie die Gemeinschaft, in die die neuen Auszubildenden nun hineinwachsen. Ein Großteil der angehenden Pflegeassistent:innen ist derzeit bei externen Trägern sowei einige in Einrichtungen des Unternehmensverbundes esn als Hilfskraft im Einsatz. Mit Blick auf die bevorstehende Ausbildungszeit am Bildungszentrum – zwei Jahre regulär oder ein Jahr in der verkürzten Variante – machte Katja Watzl Mut: „Der Weg mag herausfordernd sein, aber auch unglaublich erfüllend. Nutzen Sie die Zeit, um Fragen zu stellen, sich auszutauschen und von den Erfahrungen unserer Fachkräfte zu lernen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft.“ Ein besonderer Moment entstand auch, als Elke Rathert, Krankenhausseelsorgerin am Marienstift, die Gäste einlud, sich an den Händen zu nehmen, – als Zeichen für Zusammenhalt, Unterstützung und den gemeinsamen Weg, der vor allen liegt. Ein persönliches Willkommen für jeden Einzelnen Am Ende des Gottesdienstes wurden alle neuen Auszubildenden einzeln nach vorne gebeten. Dort erhielten sie ein kleines Willkommensgeschenk – verbunden mit guten Wünschen für ihren Start am Bildungszentrum. Katja Watzl: „Herzlich willkommen im Bildungszentrum Marienstift. Schön, dass Sie sich für uns entschieden haben!“ Ausbildung am Bildungszentrum Die Ausbildung zum Pflegeassistenten (m/w/d) dauert zwei Jahre. Es ist ein vielseitiger Beruf, in dem man Menschen unterstützt, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit Hilfe im Alltag benötigen. Mehr Infos
Zu der SeiteGedenken an Neuerkeröder Opfer des NS-Regimes
09.03.2026 Gedenkgottesdienst für Opfer des NS-Regimes Mit einem Gottesdienst wurde den 180 Bürger:innen gedacht, die zwischen 1940 und 1945 vom NS-Regime zwangsweise in Tötungseinrichtungen verlegt wurden. Pastorin Marita Bleich, esn-Vorstandsvorsitzender Tobias Henkel und die Neuerkeröder Bürger:innenvertretung gestalteten den Gottesdienst gemeinsam. In leichter Sprache und mit Unterstützung der Erwachsenenbildung wurde über die Zeit der NS-Diktatur und die schlimmen Auswirkungen für Neuerkerode berichtet. In der Predigt nahmen Marita Bleich und Tobias Henkel Bezug auf die Gedenkskulptur, insbesondere auf die Bedeutung der Figur des kleinen Jungen mit Kuscheltier. Sie stehe dafür, dass Neuerkerode heute ein Ort der Geborgenheit ist, in dem alle Menschen gleich sind und ihr Leben in Frieden und Freiheit leben können. In seiner Ansprache blickte BV-Sprecher Holger Denecke 90 Jahre zurück – in das Jahr 1936. Er sprach unter anderem über das Ereignis der Olympischen Spiele und wie diese zu Propaganda- und Täuschungszwecken vom NS-Regime genutzt wurden, um Weltoffenheit, Frieden und Freiheit zu demonstrieren. Zur Erinnerung an die 180 Bürger:innen wurden symbolisch Blumen in einen Kranz gesteckt, der im Anschluss an den Gottesdienst an der Gedenkskulptur auf dem Dorfplatz niedergelegt wurde.
Zu der Seite„Für uns ist das ganze Jahr Weltfrauentag“
08.03.2026 „Für uns ist das ganze Jahr Weltfrauentag“ Janneke Lübsen-Gentsch arbeitet in der Mutter-Kind-Vorsorgeklinik “Haus am Deich”. Zum Weltfrauentag spricht sie im Interview über die Herausforderungen, denen Frauen heute oft begegnen - und welche gesellschaftlichen Veränderungen sie sich wünscht. Wenn Mütter zur Kur kommen, bringen sie oft mehr mit als nur Koffer: Erschöpfung, hohe Erwartungen an sich selbst und die täglichen und gesellschaftlichen Ansprüche. In der Regenesa-Vorsorgeklinik „Haus am Deich“ in Norddeich begleiten die vier Mitarbeiter:innen des psychosozialen Teams die jeweils 46 Frauen individuell während ihrer dreiwöchigen Mutter-Kind-Kur. Teamleiterin Janneke Lübsen-Gentsch kennt die Sorgen und Belastungen der Mütter aus erster Hand. Zum Weltfrauentag spricht sie im Interview darüber, warum psychosoziale Unterstützung so wichtig ist, welche Herausforderungen Frauen heute besonders prägen und welche gesellschaftlichen Veränderungen sie sich wünscht. Der Internationale Frauentag steht für die Rechte und die Gleichstellung von Frauen. Was bedeutet der Tag für Sie persönlich? Ich bin selbst Mutter von drei Kindern, berufstätig mit einem langen Arbeitsweg und sehe mich vor ähnliche Herausforderungen wie viele Frauen gestellt. In meinem Alltag erlebe ich mich als Vorbild und Gestalterin dessen, was Gleichstellung, Solidarität untereinander und ein selbstbestimmtes Leben ausmachen – einerseits in meiner Rolle als Mutter, aber auch hier als Teamleiterin. Trotz vieler positiver Tendenzen in Richtung Gleichstellung sind auch weiterhin vielfältige strukturelle Hindernisse vorhanden: der immer noch vorhandene Gender- Pay-Gap, Frauen, die nach wie vor den überwiegenden Anteil von Care-Arbeit übernehmen, unzureichende Kinderbetreuung. Hier ist noch viel Luft nach oben – dies wird auch in meiner täglichen Arbeit sichtbar. Ein einzelner Tag mag die Aufmerksamkeit und Bewusstheit auf dieses Thema punktuell richten. Das ist wichtig und richtig! Wir setzen in unserer Arbeit genau an diesen Herausforderungen an, um Frauen das ganze Jahr über in ihrer Position, Selbstbestimmung und Intuition zu stärken, für sich einzustehen, Selbstverantwortung zu leben und Netzwerke in ihrem Alltag schaffen zu können. Für uns ist das ganze Jahr Weltfrauentag. Durch Ihre Arbeit haben Sie einen tiefen Einblick in die unterschiedlichsten Situationen von Frauen. Was sind aus Ihrer Sicht die größten Belastungen, denen Frauen heute ausgesetzt sind – sei es im Berufsleben, in der Familie oder in der Gesellschaft? Die Belastungen der Frauen, die zu uns kommen sind sehr vielfältig. Der überwiegende Teil beschreibt eine ausgeprägte Erschöpfung durch eine Vielzahl von parallellaufenden Aufgaben wie beispielsweise Berufstätigkeit, Kinder, Haushalt, gegebenenfalls Pflege der eigenen Eltern. Diese zeigt sich dann in unterschiedlichen körperlichen oder psychischen Symptomen. Die gesellschaftlichen Belastungen reichen von Unsicherheit durch die Abkehr von starren, traditionellen Geschlechts- und Rollenzuschreibungen über Arbeitsverdichtung und erhöhte Anforderungen im beruflichen Kontext zu weniger ausgeprägten familiären Netzwerken, die eine verlässliche Unterstützung bieten. Ein weiteres Thema sind oft auch Partnerschaftskonflikte sowie sozialmedialer Druck. Auch die Begleitung der Kinder mit immer häufiger auftretenden Verhaltensauffälligkeiten und Neurodivergenz wird zunehmend als Herausforderung erlebt und Mütter fühlen sich dann nicht mehr handlungsfähig. Wie begegnen Sie diesen Frauen in der Kur? Wie bearbeiten Sie diese Herausforderungen gemeinsam? Mit der zu Beginn dieses Jahres vorgenommenen Neuausrichtung der Konzeption in unserer Klinik legen wir bewusst einen Schwerpunkt auf die Unterstützung einer ganzheitlich ausgerichteten Vorsorge und Gesundheitsförderung. Neben einem Fokus auf medizinischen/sporttherapeutischen Angeboten, sollen vor allem die vielfältigen Workshops im psychosozialen Bereich eine individuelle Auseinandersetzung der Frauen mit verschiedenen Themen ermöglichen. Die Themen sind beispielsweise Identitätsfragen, innere Antreiber und Glaubenssätze, Kommunikation, Stress, Konflikte und Bedarfe in Erziehungsverantwortung. Dabei möchten wir den Müttern zunächst einen sicheren und geschützten Rahmen durch verlässliche Tagesstruktur geben und Selbstverantwortung stärken. Durch eine individuelle Therapieplanung können dann idealerweise ein Prozess der Entwicklung mit intensivem Kontakt zu sich selbst, zu den Kindern, Sicherheit in der Begleitung der Kinder und Strategien für die Gestaltung des Alltags begonnen werden. Darüber hinaus liegt der Fokus auf Mutter-Kind-Interaktionen und dem Erleben bewusster Momente von gemeinsamer Nähe im Abstand vom Alltag. Mit unseren Angeboten schaffen wir einen Rahmen, in dem die Mütter selbst und gemeinsam mit ihren Kindern Abstand vom Alltag Zeit zur bewussten Reflexion ihrer Lebenswelt haben, nützliche und wertvolle gemeinsame Momente schaffen und einen Perspektivwechsel vornehmen können. Im Idealfall reisen sie gestärkt und mit neuen Ideen für Veränderungen in ihrem Alltag, im Berufskontext sowie in der Partnerschaft und Familie ab. Hat sich das Bewusstsein für Frauengesundheit in den letzten Jahren verändert? Gibt es positive Entwicklungen? Der Bewusstheit für Frauengesundheit und den Rechten von Frauen wird beispielsweise dadurch Rechnung getragen, dass es weiterhin die Möglichkeit für die Teilnahme an Vorsorgemaßnahmen gibt. Dies sollte in jedem Fall fortgeführt werden. Positiv finde ich auch, dass Forschung und Medizin sich zunehmend auf eine frauenspezifische Sichtweise ausrichten und hier passgenauere Angebote gemacht werden können. Welche gesellschaftlichen oder politischen Veränderungen wünschen Sie sich zur langfristigen Verbesserung der Gesundheit von Frauen? Gesellschaftlich bräuchte es eine Entwicklung zu mehr Akzeptanz für Pluralität und unterschiedliche Lebensweisen, die Etablierung von Netzwerken auch über traditionelle Familienstrukturen hinaus und dass Unterstützung in der Rolle als Eltern mehr Bedeutung und Anerkennung findet. Gerade in der Art und Weise der Kommunikation könnten politische Entscheidungsträger ansetzen – welcher Blick wird auf Frauen gelegt, was wurde bereits umgesetzt, wo gibt es noch unvollendete Ziele. Der oftmals genannte Ausbau von Betreuungsangeboten reicht sicherlich nicht aus! Gibt es eine Geschichte oder Erfahrung aus Ihrer Arbeit, die für Sie besonders zeigt, wie wichtig psychosoziale Unterstützung für Frauen und Mütter ist – vielleicht auch in Hinblick auf Selbstwert und Resilienz? Eine Mutter kam mit ihrem achtjährigen Sohn für drei Wochen in unsere Mutter-Kind-Klinik „Haus am Deich“. Nach einer langen Phase der Überforderung und Selbstzweifel war sie sehr erschöpft. Im Aufnahmegespräch sagte sie: „Ich habe das Gefühl, als Mutter zu versagen.“ In den ersten Tagen war sie sehr zurückhaltend. Durch die psychosozialen Einzelgespräche, die Gruppenangebote mit anderen Müttern und die behutsame Einbindung ihres Sohnes in pädagogische und Mutter-Kind-Aktivitäten begann sie jedoch, ihre eigenen Bedürfnisse wieder wahrzunehmen. Besonders berührend war ein Moment in einem Eltern-Kind-Angebot: Ihr Sohn sagte vor der Gruppe, wie stolz er auf seine Mama sei, „weil sie sich Hilfe holt“. Dieser Satz veränderte etwas in ihr. Sie begann, sich nicht mehr als „schwach“, sondern als verantwortungsvoll zu sehen. Gegen Ende des Aufenthalts trat sie deutlich selbstbewusster auf, setzte klare Grenzen und formulierte konkrete Schritte für ihren Alltag zu Hause. Für mich zeigt diese Erfahrung sehr deutlich, wie wichtig psychosoziale Unterstützung ist: Sie stärkt nicht nur die psychische Stabilität, sondern auch den Selbstwert – und damit die Resilienz von Müttern und ihren Kindern gleichermaßen. Gibt es eine Botschaft, die Sie Frauen gerade an einem Tag wie dem Frauentag mitgeben möchten? Ich finde wichtig, den Zusammenhalt der Frauen untereinander, Solidarität zu betonen. Selbstwert und Individualität zu leben, ohne sich dabei an einem tradierten, oft „männlich“ orientieren Ideal zu orientieren, sondern wirkliche Gleichwertigkeit zu leben wäre ein wichtiger Schritt. Eine große Herausforderung dabei ist sicherlich, Zugang zu dem inneren Selbst zu finden und daraus Kraft zu schöpfen. Weitere Informationen Alle Informationen und Angebote der Regenesa finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteBis zum 20. April für „Neuerkerode bewegt“ 2026 anmelden
13.04.2026 Gemeinsam bewegen und Spenden sammeln Inklusiver Spendenlauf „Neuerkerode bewegt“ für Menschen mit und ohne Beeinträchtigung findet am 26. April 2026 statt. Auf die Plätze, fertig… los! Am Sonntag, 26. April, verwandelt sich das inklusive Dorf Neuerkerode von 10 bis 13 Uhr wieder in eine Laufstrecke: Hunderte Menschen mit und ohne Behinderung kommen zusammen, um in familiärer Atmosphäre gemeinsam beim inklusiven Spendenlauf „Neuerkerode bewegt“ an den Start zu gehen. Was sie verbindet? Freude an Bewegung, Begegnungen auf Augenhöhe und gelebte Teilhabe. Interessierte können wählen zwischen Lauf-, Walking-, Rad- oder Rollstuhlstrecken rund um das inklusive Dorf Neuerkerode (1, 3, 6 oder 10 Kilometer). Bis auf die 6-Kilometer-Strecke sind alle Routen barrierefrei. Die 6 Kilometer sind aufgrund der landschaftlichen Gegebenheiten nur für Läufer:innen geeignet. Die Anmeldung für Sportler:innen ist ab sofort und bis zum 20. April 2026 unter www.netzwerk-esn.de/neuerkerode-bewegt-2026 möglich. Auch die Teilnahme als Team ist möglich. Die Teilnahme ist kostenlos, ein Laufshirt wird ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellt (so lange der Vorrat reicht). Sponsor:innen und Partner:innen gesucht Ein besonderer Dank geht an Volkswagen Financial Services (VWFS): Wie schon im vergangenen Jahr sind sie der Hauptsponsor des Spendenlaufs. Arne Puls, Generalbevollmächtigter für Personal und Organisation bei VWFS, übernimmt zudem die Schirmherrschaft. „Inklusion bedeutet, dass alle mitmachen können – unabhängig von individuellen Voraussetzungen. Genau das macht diesen Lauf so besonders: Es geht nicht um Geschwindigkeit, sondern um das Miteinander. Ich freue mich, Teil dieser Veranstaltung zu sein“, sagt Arne Puls, der auch selbst begeisterter Läufer ist. Ohne die großzügige Unterstützung von VWFS wäre der Spendenlauf „Neuerkerode bewegt“ in dieser Form nicht möglich. Besonders bedanken möchten wir uns auch bei unseren weiteren Sponsor:innen Elektrotechnik Franz v. Czapiewski, Friedrichs Galabau, Tiefbau GmbH, Lions Club Helmstedt, MKN Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co. KG, Nolte Ausbau GmbH, rpb-ingenieure GmbH, Tischlerei Stövesandt GmbH, apetito catering B.V. & Co. KG, Deerstone GmbH, Mandala Internet, EDV-Service GmbH, Undercover Gmbh und Arjo Deutschlang GmbH. Doch was ist eigentlich ein Spendenlauf? Die Besonderheit ist, dass Teilnehmende sich Partner:innen suchen, die sie für ihr sportliches Engagement belohnen. Im Gegensatz zu vielen anderen Spendenläufen wird nicht die Anzahl von Runden, sondern allgemein die Teilnahme gefördert. Für alle Personen oder Unternehmen, die die Läufer:innen als Sponsor:innen unterstützen möchten sowie für Unternehmen, die als Partner:innen dabei sein möchten, find alle Informationen unter www.netzwerk-esn.de/neuerkerode-bewegt-2026 zu finden. Während die Förder- und Partnergelder für die Organisation des Laufs eingesetzt werden, fließen sämtliche Spendeneinnahmen der Laufsponsor:innen in die Neugestaltung der Außenanlage der Neuerkeröder Kegelbahn. Programm Die Laufshirts können ab 9.30 Uhr abgeholt werden. Das Programm beginnt um 10 Uhr mit einer kurzen Open-Air-Andacht auf dem Dorfplatz, bevor die Gruppenstaffeln starten. Im Anschluss können sich alle Teilnehmenden und Besucher:innen unter anderem mit kühlen Getränken und Bratwurst vom Grill stärken. Außerdem wird es ein buntes Programm für Kinder geben. Anmeldung & Informationen Alle Informationen zum Spendenlauf für Teilnehmende, Partner und Sponsoren haben wir hier zusammengefasst. Die Anmeldung ist ab sofort bis zum 20. April 2026 möglich. Nachmeldungen können am Veranstaltungstag erfolgen. Alle Infos finden Sie hier!
Zu der SeiteZeichen der Solidarität und Wertschätzung
06.03.2026 Zeichen der Solidarität und Wertschätzung Das Café Clara freut sich über eine besondere Unterstützung: Im Gemeindezentrum der Christus-Gemeinde Wolfenbüttel wurde im Rahmen des Gottesdienstes eine Spende in Höhe von 1.070 Euro übergeben. Die Gemeinde hatte beschlossen, die Kollekte ihres Weihnachtsgottesdienstes in Höhe von 700 Euro unserem Tagestreffpunkt für drogenabhängige Menschen zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus kam auch die Kollekte eines Sonntagsgottesdienstes noch hinzu. So entstand eine Gesamtsumme von 1070 Euro, die nun gezielt dort eingesetzt wird, wo Unterstützung dringend gebraucht wird. „Mit dem Geld können Drogenkranke, Substitutionspatient:innen sowie Klient:innen im Streetwork bedarfsgerecht begleitet werden – sei es in alltäglichen Herausforderungen oder in akuten Krisensituationen“, erläutert Elmar Grüneich, Sozialarbeiter im Café Clara. Oft seien es praktische Hilfen, die einen entscheidenden Unterschied machen: Unterstützung bei der Grundversorgung, Überbrückung in Notlagen oder unbürokratische Hilfe in besonders schwierigen Lebensmomenten. Die Initiative ging von einem Gemeindemitglied aus, das im eigenen familiären Umfeld mit den Auswirkungen von Drogenkonsum konfrontiert war. „Aus dieser persönlichen Erfahrung heraus machte die Person auf die Arbeit der Substitutionsambulanz und des Café Clara aufmerksam und regte die Unterstützung an“, so Grüneich. Im Gottesdienst bestand zudem die Gelegenheit, die versammelte Gemeinde über die Hintergründe von Drogenabhängigkeit zu informieren sowie die Ziele und Arbeitsweise der Substitutionsambulanz und des Tagestreffs vorzustellen. Auch Ilka Schindler, Regionalleiterin der Fachambulanzen Sucht in Braunschweig und Wolfenbüttel, zu der das Café Clara gehört, freut sich sehr über die Initiative: „Wir danken der Christus-Gemeinde Wolfenbüttel herzlich für diese großzügige Spende und das damit verbundene Zeichen der Solidarität. Sie macht deutlich: Unsere Arbeit wird gesehen – und sie wird getragen von Menschen, die Verantwortung übernehmen.“ Über das Café Clara Der Tagestreffpunkt Café Clara ist als ergänzendes niedrigschwelliges Hilfe- und Kontaktangebot für substituierte Opiatabhänge konzipiert, um Betroffenen einen Schutz- und Aufenthaltsraum zur Verfügung zu stellen. Mehr Infos
Zu der SeiteMit Segen und Applaus in die Zukunft der Pflege
04.03.2026 “Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft” Startschuss für den neuen Pflegeassistentenkurs am Bildungszentrum Marienstift. Mit einem feierlichen Willkommensgottesdienst wurden 11 neue Auszubildende in der Theodor-Fliedner-Kirche begrüßt. „Sie haben sich für einen besonderen und verantwortungsvollen Beruf entschieden“, sagte Schulleiterin Katja Watzl. Sie betonte den großen Wert der Pflegeassistenz für das gesamte Gesundheitssystem: „Ein Beruf, der nicht nur eine ganze Menge Fachwissen verlangt, sondern auch Geduld, Empathie und die Fähigkeit, mit Menschen in schwierigen Lebensphasen umzugehen.“ Die neuen Azubis waren oder sind bei verschiedenen externen sowie Trägern sowie auch Einrichtungen aus dem Unternehmensverbund esn als Hilfskärfte im Einsatz und haben sich nun für die Ausbidlung am Bildungszentrum entschieden. Watzl erinnerte daran, dass Pflege weit mehr sei als eine Dienstleistung: „Pflege ist nicht nur ein Service, sondern eine Verantwortung, die wir als Gesellschaft gemeinsam tragen, um sicherzustellen, dass niemand aufgrund von Krankheit, Alter oder Einschränkungen zurückgelassen wird.“ Gerade Pflegeassistenzen seien ein zentrales Element dieses Systems. Sie seien diejenigen, die täglich den engsten Kontakt zu den Menschen hätten, ihre Bedürfnisse wahrnähmen und ihnen im Alltag zur Seite stünden. Ein besonderer Moment entstand auch, als Elke Rathert, Krankenhausseelsorgerin am Marienstift, die Gäste einlud, sich an den Händen zu nehmen, – als Zeichen für Zusammenhalt, Unterstützung und den gemeinsamen Weg, der vor allen liegt. Ein Gottesdienst voller Vielfalt und guten Wünschen Der Gottesdienst wurde gemeinsam mit Schüler:innen aus dem höheren Jahrgang gestaltet. Sie übermittelten den neuen Kursteilnehmenden gute Wünsche, Texte und Glaubenssprüche – in mehreren Sprachen und aus unterschiedlichen religiösen Traditionen. So wurde die Vielfalt der Schülerschaft ebenso sichtbar wie die Gemeinschaft, in die die neuen Auszubildenden nun hineinwachsen. Mit Blick auf die bevorstehende Ausbildungszeit – zwei Jahre regulär oder ein Jahr in der verkürzten Variante – machte Katja Watzl Mut: „Der Weg mag herausfordernd sein, aber auch unglaublich erfüllend. Nutzen Sie die Zeit, um Fragen zu stellen, sich auszutauschen und von den Erfahrungen unserer Fachkräfte zu lernen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft.“ Ein persönliches Willkommen für jeden Einzelnen Am Ende des Gottesdienstes wurden alle neuen Auszubildenden einzeln nach vorne gebeten. Dort erhielten sie ein kleines Willkommensgeschenk – verbunden mit guten Wünschen für ihren Start am Bildungszentrum. Katja Watzl: „Herzlich willkommen im Bildungszentrum Marienstift. Schön, dass Sie sich für uns entschieden haben!“ Ausbildung am Bildungszentrum Die Ausbildung zum Pflegeassistenten (m/w/d) dauert zwei Jahre. Es ist ein vielseitiger Beruf, in dem man Menschen unterstützt, die aufgrund ihres Alters, einer Behinderung oder Krankheit Hilfe im Alltag benötigen. Mehr Infos
Zu der SeiteDiagnostik und Therapie von Bauchwandbrüchen
27.02.2026 Diagnostik und Therapie von Bauchwandbrüchen Anmeldungen für Infoabend am 19. März 2026 im Braunschweiger Krankenhaus Marienstift sind ab sofort möglich. Leisten- oder Narbenbruch – was tun? Bauchwandbrüche, medizinisch Hernien genannt, zählen zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. In Deutschland werden jährlich rund 300.000 Bauchwandbrüche operiert – darunter etwa 220.000 Leisten- und 50.000 Nabelhernien. Um Betroffenen und Interessierten einen verständlichen Überblick über Ursachen, Diagnostik und moderne Therapieverfahren zu geben, lädt das Ärzteteam des Krankenhauses Marienstift am Donnerstag, 19. März 2026, von 18 bis 20 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein. Dr. med. Ekkehard Möbius, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, sowie die Oberärzte Dr. Feras Salem, Oleksii Bondarenko und Jareer Ahmad stellen die unterschiedlichen Formen von Bauchwandbrüchen und die heutigen Behandlungsmöglichkeiten vor. Im Anschluss stehen sie für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Operative Versorgung „Man unterscheidet zwischen äußeren Hernien wie Leisten-, Nabel- oder Narbenbrüchen und inneren Hernien, etwa Zwerchfellbrüchen“, erläutert Dr. Möbius. „Äußere Hernien machen sich meist durch eine sicht- oder tastbare Vorwölbung bemerkbar. Innere Hernien können hingegen Brust- oder Oberbauchschmerzen sowie Sodbrennen verursachen.“ Bei plötzlich einsetzenden starken Beschwerden könne eine rasche ärztliche Abklärung notwendig sein. In der operativen Versorgung hat sich in vielen Fällen das minimalinvasive Vorgehen – auch Schlüssellochtechnik genannt – etabliert. „Patientinnen und Patienten profitieren häufig von geringeren Schmerzen nach dem Eingriff und einer schnelleren Erholung“, so Möbius. „Entscheidend ist jedoch immer eine sorgfältige Untersuchung und die individuell passende Wahl des Operationsverfahrens.“ Spezialisierung am Marienstift Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Krankenhauses Marienstift ist auf die operative Behandlung von Hernien spezialisiert. Seit 2015 beteiligt sich die Klinik an der Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“ und ist als Einrichtung für qualitätsgesicherte Hernienchirurgie ein durch die Deutsche Herniegesellschaft (DHG) zertifiziertes Kompetenzzentrum. Am 6. November 2025 wurde die Klinik erfolgreich als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie rezertifiziert. Organisatorische Hinweise für die Infoveranstaltung Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung bis zum 18. März 2026 gebeten: Telefon: 0531 7011-245 | E-Mail: chirurgie@marienstift-braunschweig.de Der Zugang zum Großen Saal erfolgt über den alten Haupteingang in der Helmstedter Straße (gegenüber der Shell-Tankstelle), nicht über den neuen Haupteingang. Infos zur Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie
Zu der SeiteMit Virtual Reality die Lebensqualität steigern
24.02.2026 Mit Virtual Reality die Lebensqualität steigern In Bethanien in Braunschweig tauchen Senior:innen in neue Welten ein – und fördern dabei ganz nebenbei Körper und Geist. Das Projekt zeigt, wie digitale Spiele die Lebensqualität im Alter nachhaltig verbessern könnten. Mit über 80 Jahren wieder Federball spielen, Objekte mit einem Schwert zerschlagen und kurz darauf im Meer Fische fotografieren – und all das innerhalb weniger Minuten, ohne die gewohnte Umgebung zu verlassen? Kein Problem – zumindest nicht, wenn man digital unterwegs ist. Für Brigitte Wirth und Regina Hermudt aus dem Braunschweiger Senioren- und Pflegezentrum Bethanien ist es das erste Mal, dass sie mit VR-Brillen und Controllern ausgestattet in virtuelle Welten reisen. „So tolle Farben! Das ist mal was ganz anderes und macht richtig Spaß“, beschreibt Brigitte Wirth ihre Erfahrung. Dabei steht der Spaß an diesem Tag nicht im Vordergrund. Das Team von VRalive, dass die beiden 85-Jährigen in die VR-Spiele einweist, ist in erster Linie zu Forschungszwecken hier. Das Ziel: Die Lebensqualität von Senior:innen mithilfe von Virtual Reality spürbar erhöhen. Schon vor rund drei Jahren waren die VirtuaLounge und Psycholog:innen der TU Braunschweig mit dem Projekt VRalive in Bethanien und im Haus St. Vinzenz sowie anderen Einrichtungen der Region unterwegs, um die Software in der Praxis zu testen. Die Ergebnisse waren so vielversprechend, dass die VRalive als Gesellschaft gegründet wurde. Das Start-Up wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt. Ziel ist es, ein System zu entwickeln, dass sich ohne viel Aufwand in den Pflegealltag integrieren lässt und Mehrwert für alle bringt. „Die Spiele sind so aufgebaut, dass körperliche und kognitive Fähigkeiten gefördert und erhalten bleiben“, erklärt Co-Founder Matthias Hüttmann, der die Senior:innen an diesem Tag mit seinen Kolleg:innen Frederik Wockenfuß und Jennifer Brylka in die Programme einweist. So geht es bei einem Spiel, in dem Gegenstände in einem Haus gefunden werden müssen, um die Schärfung des Gedächtnisses. Beim Federball steht die körperliche Bewegung im Vordergrund. Spiele wie die Schwertkunst, in denen Gegenstände erkannt und dann zerschlagen werden müssen, kombinieren beide Elemente. Außerdem gibt es mit virtuellen Reisen die Möglichkeit, Ausflüge zu unternehmen, zu denen viele körperlich nicht mehr in der Lage wären. Hüttmann erklärt: „So können die Teilnehmenden möglichst lange aktiv bleiben und ihre Selbstständigkeit wird gefördert. Davon profitieren nicht nur sie selbst und ihre Pflegekräfte, sondern letztendlich die ganze Gesellschaft.“ „Die Spiele sind so aufgebaut, dass körperliche und kognitive Fähigkeiten gefördert und erhalten bleiben.“ Matthias Hüttmann, Co-Founder VRalive Damit das Tool später auch viel und oft genutzt wird, soll es sich ideal in den Pflegealltag integrieren lassen. Ambulante Pflegedienste könnten es beispielsweise nutzen, um die Senior:innen fit zu halten, während sie anderen Tätigkeiten nachgehen, und so Zeit sparen, die am Ende dem Zwischenmenschlichen zugutekommt. Um das zu erreichen, verbessern die Programmierer:innen die Software stetig. Während die Senior:innen spielen, verfolgen sie das virtuelle Geschehen über einen Bildschirm. Hüttmann sagt: „Im Anschluss führen wir Gespräche mit den Teilnehmenden. Wie hat ihnen das Spiel gefallen? War es verständlich? Wurde es als zu schwer empfunden? Auf Grundlage der Ergebnisse passen wir die Spiele an.“ Den Senior:innen soll der Umgang leichtfallen. Sie, die nicht mit digitaler Technik aufgewachsen sind, sollen sich intuitiv mit der Bedienung zurechtfinden. Das ist dem VRalive-Team bisher offensichtlich gelungen: Die beiden Bewohnerinnen des Bethanien haben sichtlich Spaß, versinken regelrecht in den virtuellen Welten. Dass sie dabei ihrem Geist und Körper etwas Gutes tun, ist für sie ein schöner Nebeneffekt. „Ein bisschen anstrengend war das Federballspielen schon, auch sich alles zu merken, war nicht immer einfach“, sagt Brigitte Wirth. „Aber alles ist so neu, die Farben so intensiv – ich würde gerne sofort weitermachen.“ Weitere Infos Weitere Informationen über das Senioren- und Pflegezentrum Bethanien finden Sie hier: Mehr Infos
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