Beruf, Familie, Bestimmung
23.01.2026 Beruf - Familie - Bestimmung: Jonas Boos und seine Arbeit in der Wohngruppe Mühlenhof Jonas Boos hat im inklusiven Dorf in Neuerkerode seine Ausbildung als Heilerziehungspfleger absolviert - und er ist dem Dorf treu geblieben. Als Mitarbeiter in einer Wohngruppe schätzt er die Arbeit mit den Bewohner:innen, mit den Kolleg:innen, das familiäre Umfeld und die Freiheiten, seine Arbeit kreativ und abwechslungsreich zu gestalten. Er sagt: Mit den Menschen wird man zusammen älter, man entwickelt gegenseitiges Vertrauen und erlebt kleine und große Erfolge und sammelt Erfahrungen, die ihn als Mensch haben reifen lassen. Mitarbeiter Jonas Boos und Bewohner Tobias, der von allen nur Tobi genannt wird, stehen zusammen im Flur der Neuerkeröder Wohngruppe Mühlenhof. Es ist aktuell nicht viel los, die meisten Mitbewohner:innen sind noch auf der Arbeit. Tobias hat frei und die Stimmung kurz vor Feierabend ist gelöst. Beide lachen und scherzen zusammen, ziehen sich gegenseitig auf, gemeinsame Erinnerungen kommen auf. Es ist diese Art von Stimmung, in der ganz viele Sätze mit „Weißt du noch…!?“ anfangen und oft mit peinlichen, witzigen oder abenteuerlichen Anekdoten enden. Doch das „Weißt du noch…!?“, das Tobias dann anstimmt, ist eins von der Art, die zusammenschweißen. Manchmal chaotisch, aber immer lebens- und liebenswert Jonas weiß genau, was Tobias meint. Damals ging es um Leben oder Tod – und zum Glück ging es gut aus. „Wir haben schon eine Menge durchgemacht“, durchbricht Jonas das kurze Schweigen. Tobias nickt und fügt an: „Hier im Mühlenhof sind wir eine große Familie“. Seit zehn Jahren ist Jonas Teil der „Mühlenhof-Familie“, die 14 Bewohner:innen im Alter von 19 bis 82 Jahren zählt. Die Wohngruppe sei bunt und auch ein bisschen chaotisch. Insbesondere nach Feierabend, wenn die Bewohner aus der Tagesförderstätte oder der Werkstatt kämen, sei es erstmal trubelig, berichtet er. „Sie bringen Geschichten und Erlebnisse von der Arbeit mit nach Hause – und dann muss der Wohngruppen-Alltag bestritten werden und unsere Arbeit fängt an.“ Seine Kolleg:innen und er versuchen ihnen Orientierung zu geben – im Alltag wie auch bei persönlichen Vorhaben und auch in Krisen. „Eine geregelte Struktur ist wichtig, gleichzeitig ist es wichtig, dass Individualität gelebt wird und dafür ist der Mühlenhof prädestiniert.“ Das Credo im Mühlenhof und der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH – der Gesellschaft für die Behindertenhilfe im Unternehmensverbund der esn – lautet: Fördern und Fordern. „Wir animieren die Bewohner:innen dazu, selbständig zu sein“, merkt Jonas an. Fotos: Andreas Rodemann, esn Doch nicht nur die Bürger:innen erhalten Freiräume für eigenständige Ideen und Projekte. Gleiches gilt für die Mitarbeitenden: „Was mir an dem Job persönlich gefällt ist, dass ich die Möglichkeit habe, mich frei zu entfalten. Ich kann kreativ sein, Urlaube oder Ausflüge planen und eigene Projekte umsetzen“, erzählt Jonas. Eines dieser Projekte war die Begleitung von Tobias beim Auszug aus der Wohngruppe in sein eigenes Appartement. Gemeinsam wurde der Umzug geplant, die Räume eingerichtet und tagesstrukturierende Pläne erstellt, um Selbstständigkeit und Selbstsicherheit zu fördern und zu erhöhen. Ein weiteres Ereignis: der Helgoland-Trip mit Eberhard Grunwald, einem älteren Bürger der Wohngruppe. Als Geburtstagsgeschenk geplant, flogen sie mit einem Pilot im Kleinflugzeug von Salzgitter los und erlebten zwei ereignisreiche Tage, die beiden in Erinnerung geblieben sind [ Hier die ganze Geschichte ]. „Mit den Menschen wird man zusammen älter, man entwickelt gegenseitiges Vertrauen und erlebt kleine und große Erfolge. Über die Jahre habe ich viele persönliche Erfahrungen sammeln können, die mich als Mensch haben reifen lassen“, fasst er zusammen. So, wie das eine und viele andere Erlebnisse mit Tobias. Wertvolle Erfahrungen gesammelt Jonas und Tobias schauen sich noch einmal an. Wenn man bereits so lange gemeinsame Wege beschritten hat, braucht es manchmal nur kurze Blicke. „Wir lachen zusammen, wir weinen zusammen und wir streiten auch – aber am Ende des Tages merken wir doch, dass wir uns hier in der Wohngruppe über die Jahre sehr wichtig geworden sind“, bringt Jonas auf den Punkt, was die Arbeit in einer Wohngruppe wie dem Mühlenhof ausmacht. “Was mir an dem Job persönlich gefällt ist, dass ich die Möglichkeit habe, mich frei zu entfalten. Ich kann kreativ sein, Urlaube oder Ausflüge planen und eigene Projekte umsetzen.” Jonas Boos, Wohngruppenmitarbeiter im Mühlenhof im inklusiven Dorf Neuerkerode Interesse? Steig bei uns ein! Weitere Informationen zu Jobangeboten in der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen erhältst du hier . Möchtest du etwas über das spannende Themenfeld Eingliederungshilfe erfahren? Dann klick hier . Noch Fragen? Hier sind unsere FAQs zum Bewerbungsprozess hinterlegt. Jetzt bewerben!
Zu der SeiteEinzigartiger Ausbildungsverbund für Allgemeinmedizin
20.01.2026 Einzigartiger Ausbildungsverbund für Allgemeinmedizin Krankenhaus Marienstift und die Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Wenden haben Kooperation gestartet. Das Krankenhaus Marienstift und die Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Wenden bieten ab Januar 2026 einen für die Region Braunschweig bislang einzigartigen Ausbildungsverbund für angehende Allgemeinmediziner an. Universitätsabsolventen können direkt in ein klar strukturiertes Weiterbildungsprogramm einsteigen, das die Ausbildungsabschnitte im Krankenhaus und in der Praxis exakt aufeinander abstimmt. Damit entsteht erstmals in der Region ein durchgängiger, planbarer Weg für junge Ärzte in der Allgemeinmedizin – und damit eine strukturierte Weiterbildung aus einer Hand. Der Ausbildungsverbund richtet sich an Absolventen und Assistenzärzte, die ihre Weiterbildung in der Allgemeinmedizin beginnen möchten. Das Programm sieht vor, dass die Teilnehmenden die stationären Abschnitte der Weiterbildung im Krankenhaus Marienstift (z. B. in der Inneren Medizin und der Notaufnahme) durchlaufen. Die ambulante Weiterbildung findet in der Hausärztlichen Gemeinschaftspraxis Wenden statt, die unter der Leitung von Inhaber Dr. Stephan Scheffer und Dr. Klaus Glindemann an zwei Standorten mit rund 20 Ärzten arbeitet. So erhalten die angehenden Allgemeinmediziner einen strukturierten Weiterbildungsplan, bei dem von Anfang an klar geregelt ist, wann welche Lerninhalte vermittelt werden. Die Ärzte profitieren von einer kontinuierlichen Betreuung sowohl im klinischen als auch im ambulanten Bereich. Stimmen der Beteiligten: „Mit diesem Ausbildungsverbund schaffen wir eine hochwertige und durchgängige Weiterbildung in der Allgemeinmedizin. So sichern wir langfristig die hausärztliche Versorgung in unserer Region.“ Dr. Stefan Sürig, Chefarzt Klinik für Innere Medizin, Krankenhaus Marienstift „Die enge Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Marienstift ermöglicht unseren Nachwuchsärzten einen praxisnahen Einstieg und klare Lernpfade. Das kommt sowohl den Ärzten als auch den Patienten zugute.“ Dr. Klaus Glindemann, Inhaber Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Wenden „Der Verbund stärkt die medizinische Versorgung vor Ort und ist in der Region vorbildlich. Durch die abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Klinik und Praxis werden junge Ärzte langfristig auch in der Region gehalten und können einen direkten Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung leisten.“ Dr. Jan Wolff, Geschäftsführer Krankenhaus Marienstift Infos Krankenhaus Marienstift Infos Hausärztliche Gemeinschaftspraxis Wenden
Zu der SeiteFortbildung: Betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe
16.01.2026 Betriebliche Suchtprävention und Suchthilfe Fachambulanz Goslar bietet Seminar zum Umgang mit suchtmittelauffälligen Beschäftigten. Die Fachambulanz Goslar der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH bietet am 3. Juni 2026 ein Seminar zum Umgang mit suchtmittelauffälligen Beschäftigten an. Zwischen fünf und zehn Prozent der Erwerbstätigen sind von Suchtmitteln abhängig, insgesamt 25 Prozent konsumieren riskant, schädigend oder abhängig Alkohol oder andere Substanzen. Dies führt zu erhöhten Unfallgefahren, sinkender Produktivität und Beeinträchtigungen des Betriebsklimas. “In jedem Betrieb gibt es auffällige Mitarbeitende, doch das Ansprechen fällt oft schwer”, sagt Holger Baumann, Leiter der Fachambulanz Sucht in Goslar, der das Seminar führen wird. Die Teilnehmenden lernen, welches die wichtigsten Merkmale von Suchterkrankungen sind, Wie man bei Auffälligkeiten eingreifen sollte und wann ein Handeln erforderlich ist. Darüber hinaus geht es auch uim Fragen wie: Wie spricht man betroffene Mitarbeitende an? Welche Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung? Wie kann man motivieren? Stimmen von Teilnehmenden Inhalte und Ziele des Seminars Suchtmittel in der Gesellschaft und ihre Auswirkungen Rechtliche Rahmenbedingungen, Pflichten von Führungskräften und Mitarbeitenden gemäß DGUV und ArbSchG Verantwortung in verschiedenen Rollen: als Betriebs-/Personalrätin, Suchtbeauftragte oder Führungskraft vs. Verantwortung von Betroffenen Interventionsleitfaden mit Fürsorge-, Klärungs- und Stufengesprächen Anlassbezogene Unterweisung nach ArbSchG Grundhaltung in Gesprächen mit auffälligen Beschäftigten, Gesprächsführung und Einüben von Gesprächssituationen in Kleingruppen Medien und pathologisches Glücksspiel, was verändert sich durch die Cannabis-Teillegalisierung? Praxisbezogene Fallbeispiele, die auch von den Teilnehmenden eingebracht werden können Das Seminar findet am 3. Juni 2026 von 9 bis 16.30 Uhr im Paul-Gerhard-Haus des Hauses Abendfrieden in Goslar statt. Die Seminarkosten betragen 310 € pro Teilnehmer inklusive Tagungsgetränken und Mittagsverpflegung. Anmeldung Interessierte können sich bis zum 15. Mai 2026 per E-Mail an fa-goslar@lukas-werk.de oder telefonisch unter 05321.358 85 00 anmelden. Unsere Angebote zur betrieblichen Suchthilfe
Zu der SeiteNeubau TGF Natur & Umwelt wird eröffnet
15.01.2026 Mehr Möglichkeiten in modernen Räumlichkeiten Mit der Fertigstellung des Gebäudes am Wabeweg bietet sich für Bürger:innen ein noch breiteres Spektrum an Arbeitsangeboten im Bereich Tagesförderung sowie personenzentrierten Fördermöglichkeiten. Die Eröffnung findet am 23. Januar 2026 von 13 bis 16 Uhr statt. Eine Aufnahme aus der Bauphase. Jetzt kann die TGF Natur & Umwelt ihr neues Gebäude beziehen. Foto: Bernhard Janitschke Auf 664 m² Grundfläche sind unter anderem vier Gruppenräume mit Pantryküche, ein Werk-, ein Aufenthalts- und ein Ruheraum sowie ein Bereich für Arbeitsvorbereitungen entstanden, der Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für 40 Bürger bietet. Mit der Fertigstellung bietet sich ein noch breiteres Spektrum an Arbeitsangeboten im Bereich Tagesförderung sowie personenzentrierten Fördermöglichkeiten in nun optimal dafür gestalteten und eingerichteten Räumen Die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH lädt herzlich zur Eröffnung des neuen Gebäudes der Tagesförderstätte Natur & Umwelt ein: Datum: Freitag, 23. Januar 2026 Uhrzeit: 13 bis 16 Uhr Adresse: Wabeweg 14, 38173 Neuerkerode Zur Eröffnung werden Marcus Eckhoff (Geschäftsführer Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH) und Claudia Deichmann (Gesamtleitung Arbeit und Beschäftigung) einleitende Worte sprechen. Im Rahmen der Eröffnung werden Führungen durch die neuen Räumlichkeiten der Tagesförderstätte Natur & Umwelt angeboten. Zudem stehen Mitarbeitende für Fragen zur Verfügung. Weitere Informationen zur Wohnen und Betreuen: Bei Rückfragen zu Beschäftigungs- und/oder Wohnangeboten erhalten Sie unter den folgenden Kontaktdaten weitere Informationen: Zu Fragen rund ums Wohnen: Telefon: 05305 201 301 willkommen@neuerkerode.de Zu Fragen rund um Arbeit und Beschäftigung: 0531.120 43844 | m 0151.195 27 848 saskia.schwarze@neuerkerode.de Mehr Infos
Zu der SeiteMehr als 25.000 Minuten Nächstenliebe
14.01.2026 Mehr als 25.000 Minuten Nächstenliebe Zeit:Stiften spendet erneut 10.000 Euro an die Diakoniestation Gifhorn. Die Stiftung Zeit:Stiften setzt ihr Engagement für mehr Zwischenmenschlichkeit in der Pflege fort und unterstützt die Diakoniestation Gifhorn auch in diesem Jahr mit einer Spende in Höhe von 10.000 Euro. „Mit dem Betrag wird das Projekt ,Mehr Zeit‘ finanziert“, erläutert Detlef Tanke, Vorsitzender der Stiftung. „Es erlaubt Pflegekräften, Senior:innen zusätzliche Zuwendung zu schenken – für Gespräche, Beistand in schweren Momenten oder einfach ein paar Minuten gemeinsamer Zeit, die nicht von den Pflegekassen gedeckt sind.“ Allein von Januar bis Oktober 2025 konnten durch die letzte Spende bereits über 25.000 Minuten für besondere Zuwendung ermöglicht werden. Momente, die für ältere Menschen oft unbezahlbar sind. „Jede zusätzliche Minute ist kostbar. Es ist Zeit, um einfach mal zuzuhören. Das ist gerade in dieser schnellen, herausfordernden Zeit enorm wichtig“, sagt Bianca Pütsch, Prokuristin der Diakoniestationen Harz-Heide, zu denen auch die Diakoniestation Gifhorn zählt. „Wir sind sehr dankbar, dass Zeit:Stiften uns erneut die Möglichkeit gibt, unseren Senior:innen diese wertvollen Momente zu schenken.“ „Wir sind sehr dankbar, dass Zeit:Stiften uns erneut die Möglichkeit gibt, unseren Senior:innen diese wertvollen Momente zu schenken.“ Bianca Pütsch, Prokuristin der DHH Viele ältere Menschen leben heute allein, ihre Familien sind weit entfernt oder selbst stark eingebunden, Freund:innen werden immer weniger. Für manche ist der Besuch der Pflegekraft der einzige persönliche Kontakt des Tages. Die zusätzlichen Minuten schaffen Raum für Nähe, Trost und Gespräche, die über die reine Pflege hinausgehen. Möglich sind sie jedoch nur durch Spenden wie die der Stiftung Zeit:Stiften. „,Mehr Zeit‘ für die Betreuung in der Pflege ist eines unserer langjährigsten Projekte, die wir über unsere Stiftung finanziell unterstützen“, sagt Gerd Meyerdieks von Zeit:Stiften. „Und es wird auch in den nächsten Jahren eines unserer Kernmarken sein.“ Rund 180 Mitarbeitende sind in der Hauswirtschaft und Pflege der Diakoniestation Gifhorn versorgen 1000 Menschen. Für die Senior:innen können die Mitarbeitenden diese besondere Form der Zuwendung flexibel einsetzen – dort, wo sie gerade besonders gebraucht wird. Finanziert wird die Spende unter anderem durch das Entenrennen der Zeit:Stiften. Dieses soll 2026 wieder stattfinden. Erstmals können die Lose dafür auch in den Standorten der Diakoniestation Gifhorn erworben werden. Weitere Informationen Alle Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteNeue Impulse für die Auszubildenden
07.01.2026 Neue Impulse für die Auszubildenden Magdalene Vasterling und Patricia Koch sind die Neuen in der Elise. Sie begleiten die Auszubildenden der DHH. Seit ein paar Monaten weht ein frischer Wind in der Elise in Braunschweig: Patricia Koch und Magdalene Vasterling sind seit einigen Monaten von hier aus für die Auszubildenden der Diakoniestationen Harz-Heide (DHH) zuständig – und bringen genau das mit, was es braucht, um sie gut in die Zukunft zu begleiten. Doch was genau braucht es eigentlich? Neue Wege nach vielen Jahren Berufserfahrung Einmal ist das der große Schatz an eigener Erfahrung, auf den sie zurückgreifen können. Beide bezeichnen sich aufgrund ihrer vielen Jahre im Beruf selbst als „Pflegedinos“. Patricia Koch, die im Juli in der Elise startete, absolvierte ihre Ausbildung 1998 im Krankenhaus Marienstift, das mittlerweile wie die DHH zur esn (Evangelische Stiftung Neuerkerode) gehört. Hier war die 44-Jährige bis 2019 in verschiedenen Bereichen tätig. „Irgendwann war der Wunsch nach Veränderung da“, berichtet sie. Seit 2005 begleitete sie schon im Marienstift Auszubildende. „Das hat mir immer viel Spaß gemacht. In diesem Bereich wollte ich bleiben, aber auch Neues kennenlernen“, sagt Koch. „Für ein paar Jahre bin ich in eine Langzeitpflegeeinrichtung gewechselt und freue mich, nun die Arbeit mit Auszubildenden in der esn weiterführen zu können.“ „Als besonders positiv empfinde ich die vielen Möglichkeiten, die man in einem so großen Verbund hat. Hier wird vieles möglich gemacht – sei es Fortbildungen, Benefits oder Wechsel innerhalb des Unternehmens. Das ist ein großer Unterschied zu privaten Trägern." Magdalene Vasterling Magdalene Vasterling wechselte nach fast 23 Jahren Tätigkeit in stationären Langzeitpflegeeinrichtungen – unter anderem in der esn im Zentralen Qualitätsmanagement und im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien – zum 1. September 2025 in die Elise. Die 42-Jährige entschied sich bewusst für einen beruflichen Neustart. „Nach so vielen Jahren wollte ich noch einmal etwas ganz anderes machen. Ein Wechsel lohnt sich, auch wenn man lange in einem Bereich gearbeitet hat“, erklärt sie. Nachdem sie zuletzt bei einem privaten Träger tätig war, wechselte sie zurück zur esn, die sie als moderne, mitarbeiterorientierte Arbeitgeberin erlebt. „Als besonders positiv empfinde ich die vielen Möglichkeiten, die man in einem so großen Verbund hat. Hier wird vieles möglich gemacht – sei es Fortbildungen, Benefits oder Wechsel innerhalb des Unternehmens. Das ist ein großer Unterschied zu privaten Trägern“, sagt Vasterling. Von der tariflichen Vergütung und von Angeboten wie Jobticket, Hansefit oder Corporate Benefits profitieren auch die Auszubildenden. Verlässlichkeit und Flexibilität Neben der Erfahrung, die die Grundlage für ihre tägliche Arbeit bildet, sind Flexibilität und Verlässlichkeit wichtige Bausteine ihrer täglichen Arbeit. Zu den Aufgaben der beiden Praxisanleiterinnen gehören die Einsatzplanung interner und externer Auszubildender, Gruppenanleitungen, Probezeitgespräche und Konfliktgespräche. Insgesamt betreuen Vasterling und Koch derzeit 23 Auszubildende in der generalistischen Ausbildung sowie drei in der Assistenzausbildung in der DHH. Im gesamten Verbund sind rund 160 Auszubildende in der Pflege tätig. Die Größe der DHH, die sich von Nordharz bis Südheide erstreckt, mache die Situation nicht einfacher. „Wir sind viel unterwegs und gerne vor Ort“, sagt Koch. „Die DHH ist weit gestreut, aber gerade der direkte Kontakt zu den Teams und den Auszubildenden ist uns wichtig.“ Dadurch kennen sie die Nachwuchskräfte gut und können auf individuelle Bedürfnisse eingehen, beispielsweise bei Dienstplänen oder Einsatzort. Ausbildung im Wandel Dies sei auch notwendig, da beide deutliche Veränderungen in der Pflegeausbildung beobachten. „Damals, in unserer Ausbildungszeit, waren die formalen Anforderungen sehr strikt“, erinnert sich Vasterling. „Heute steht die individuelle Begleitung im Mittelpunkt.“ Dies liege nicht zuletzt an einer Veränderung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes. „Früher mussten die Bewerbenden um Ausbildungsplätze kämpfen. Heute kämpfen wir um die Auszubildenden“, sagt Koch. „Früher mussten die Bewerbenden um Ausbildungsplätze kämpfen. Heute kämpfen wir um die Auszubildenden.“ Patricia Koch Familienfreundliche Arbeitszeiten, eine verlässliche Struktur und Unterstützung bei persönlichen Anliegen seien heute somit zentrale Bestandteile einer guten Ausbildung. Vasterling sagt: „Wir schaffen die Voraussetzungen, damit die Ausbildung erfolgreich absolviert werden kann.“ Dazu gehöre auch, internationale Auszubildende eng zu begleiten – nicht nur fachlich, sondern beispielsweise auch durch die Vermittlung von Sprachförderung oder anderen Hilfestellungen im Alltag. Empathie für die Auszubildenden ist unerlässlich in der Praxisanleitung. Hört man Koch und Vasterling dabei zu, wie sie über „ihre“ Azubis sprechen, wird schnell klar, dass es ihnen an Einfühlungsvermögen nicht mangelt. Neustart als Chance Dass beide relativ neu in der Elise sind, bedeutet, dass sie sich in ihrer täglichen Arbeit nicht an jemandem orientieren können, der schon lange hier arbeitet. Das sehen sie aber nicht als Problem, sondern als Chance. Prozesse sind noch nicht festgefahren, es ergeben sich große Gestaltungsspielräume. Vasterling und Koch nutzen diese bewusst. „Wir bringen frischen Wind mit“, sagt Koch. „Wir sind sehr frei in der Ausgestaltung unserer Arbeit, können Neues probieren und auch wieder verwerfen – und haben dabei die Rückendeckung der Geschäftsführung.“ Koch und Vasterling verstehen ihre Arbeit als gemeinschaftliche Aufgabe, zwischen den beiden genauso wie mit anderen Mitarbeitenden und den Azubis: „Wir arbeiten zusammen, um für die Auszubildenden das beste Ergebnis zu erreichen. Nur so kommen wir alle weiter.“ Und das tun sie – mit Engagement, Erfahrung, und Empathie. Weitere Informationen Alle Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der Seite„Hier blühen alle auf“
08.01.2026 „Hier blühen alle auf“ Wie Maren Spanger-Langer ihr Talent fürs Dekorieren in der Eingliederungshilfe lebt. Wenn Maren Spanger-Langer in ein Zimmer der Wohngruppe Gänsewiese 2 in Neuerkerode tritt, hat sie oft schon eine Idee im Kopf. Heute steht sie in einem der frisch gestalteten Bewohnerzimmer. Auf dem Bett liegt eine flauschige, moosgrüne Strickdecke, dazu passende Kissen in warmem Gelbgrün. Ein kleiner Teddybär lehnt an der aufgeschlagenen Kissenlehne – sorgfältig arrangiert. „Das habe ich hier gemeinsam mit einem Bewohner eingerichtet“, sagt Spanger-Langer und lächelt. Für sie ist es mehr als Dekoration. Es ist ein Stück Lebensqualität. „Besonders schön ist, wie die Menschen hier aufblühen, wenn wir gemeinsam ihr Wohnumfeld verändern. Seit 38 Jahren arbeitet Maren in der Eingliederungshilfe, seit zweieinhalb Jahren in der Wohngruppe Gänsewiese 2 der Wohnen und Betreuen im inklusiven Dorf Neuerkerode. Die Menschen mit Behinderungen, die Maren Spanger-Langer in der Gänsewiese betreut, leben hier weitgehend selbstständig. Marens Job ist es, sie zu unterstützen bei alltäglichen Dingen wie der Planung von Ausflügen, beim Einkaufen oder bei Arzt- und Behördengängen. Und: sie hilft, dass Menschen ihr Zuhause so gestalten, wie sie es brauchen und wünschen. Dekorieren ist eigentlich ihr privates Hobby. Doch in der Wohngruppe kann Spanger-Langer diese Leidenschaft einbringen – und damit etwas bewirken. „Ich werkel und dekoriere auch privat total gern. Dass ich das hier mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zusammen machen kann, freut mich besonders.“ Gemeinsam gestalten – von Zimmern bis zum Garten Die Liste der Projekte ist lang: Neue Bewohnerzimmer, neu eingerichtete Küche, frisch dekorierte Flure, eine völlig umgestaltete Terrasse. Gemeinsam fahren sie in Baumärkte, stöbern nach Möbeln, Farben und Stoffen. Maren begleitet – aber die Entscheidungen treffen die Menschen selbst. „Was ich besonders schön fand, war die Zimmergestaltung mit den Bürgern. Alles nach ihren Wünschen gestaltet.“ Manchmal bewirkt so eine Veränderung mehr, als man zunächst sieht. Ein Zimmer wurde komplett neu gemacht. Danach, erzählt die 57-Jährige, „hatte der Bewohner ein ganz anderes Auftreten. Er war selbstbewusster, ordentlicher, viel fröhlicher.“ Ein Garten, der verbindet Auch draußen hat sich viel getan.Auf der Terrasse der Wohngruppe steht heute ein großer, massiver Holztisch – dekoriert mit kleinen Blumen- und Muschelarrangements, die Maren gemeinsam mit den Bürger:innen liebevoll zusammengestellt hat. Daneben ein gemütlicher Strandkorb, überall Gartenkräuter, Pflanzen und eine Gießkannenpyramide, aus der leise Wasser plätschert. „Hier sah es vor wenigen Wochen noch ganz anders aus“, sagt sie und schaut über den Garten. „Jetzt ist es ein Ort, an dem alle gerne zusammenkommen.“ Für Maren Spanger-Langer ist das Schönste an ihrer Arbeit, wie sehr sich die Menschen einbringen. „Alle haben mitgemacht. Und jetzt haben wir eine wundervolle Wohngruppe.“ Die Veränderungen sind spürbar: mehr Ordnung, mehr Eigeninitiative, mehr Freude am eigenen Zuhause und mehr Teilhabe. Und die Ideen gehen nicht aus. „Bald kaufen wir noch ein Fahrrad für einen Bewohner, damit er mobiler ist. Das macht die Menschen hier glücklich – und uns als Team auch.“ Interesse? Steig bei uns ein! Weitere Informationen zu Jobangeboten in der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen erhältst du hier . Möchtest du etwas über das spannende Themenfeld Eingliederungshilfe erfahren? Dann klick hier . Noch Fragen? Hier sind unsere FAQs zum Bewerbungsprozess hinterlegt. Jetzt bewerben!
Zu der SeiteNeue Sucht-Sprechstunde im Krankenhaus Marienstift
27.12.2025 Neue Sucht-Sprechstunde im Marienstift Lukas-Werk unterstützt Patient:innen direkt vor Ort nach der Entgiftung. Seit Dezember bietet die Fachambulanz Sucht des Lukas-Werks in Braunschweig eine regelmäßige Sprechstunde im Krankenhaus Marienstift an. Das neue Angebot richtet sich gezielt an Patient:innen, die sich dort aufgrund von Alkoholkonsum in stationärer Entgiftungsbehandlung befinden. Die Sprechstunde findet wöchentlich von 13:30 bis 14:30 Uhr im Marienstift statt. Es handelt sich nicht um eine offene Beratung, sondern um ein speziell auf die Patientinnen und Patienten der Entgiftungsstation zugeschnittenes Angebot. Die Anmeldung erfolgt über das Entlass-Management der Station. Beratungsinteressierte außerhalb des Marienstifts können sich weiterhin direkt an die Fachambulanzen Sucht des Lukas-Werks wenden und dort einen Termin vereinbaren. Frühzeitig Perspektiven aufzeigen Durchgeführt wird die Sprechstunde von Ann-Katrin Bambenek, systemische Beraterin der Fachambulanz Sucht Braunschweig. Im Mittelpunkt stehen Informationen zu weiterführenden Behandlungs- und Unterstützungsangeboten sowie die gemeinsame Planung der nächsten Schritte nach dem Krankenhausaufenthalt. Ziel ist es, frühzeitig Perspektiven aufzuzeigen und einen stabilen Übergang in weiterführende Hilfen zu ermöglichen. „Für viele Patientinnen und Patienten beginnt der schwierigste Teil der Behandlung erst nach der Entgiftung. Mit der neuen Sprechstunde schaffen wir einen sicheren Übergang und stellen sicher, dass niemand alleine gelassen wird“, sagt Zinete Tairi-Kaba, Leitung für Entlassmanagement und Case Managerin im Marienstift. Auch Ann-Katrin Bambenek betont den Mehrwert des Angebots: „Unser Ziel ist es, Betroffene frühzeitig und direkt vor Ort zu erreichen. Die Sprechstunde im Marienstift ermöglicht uns, Behandlungsperspektiven unmittelbar im Anschluss an den stationären Aufenthalt aufzuzeigen und gemeinsam einen stabilen Weg in die Zukunft zu planen.“ Mit der neuen Zusammenarbeit zwischen klinischer Versorgung und ambulanter Suchthilfe im Unternehmensverbund der evangelischen Stiftung Neuerkerode wird damit ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Unterstützung suchtkranker Menschen geleistet. Mehr zum Krankenhaus Marienstift Mehr zum Lukas-Werk
Zu der Seiteesn-Verbund ist erneut zertifizierter ZUKUNFTGEBER
18.12.2025 esn-Verbund ist erneut ZUKUNFTGEBER Die esn und ihre Tochtergesellschaften wurden erneut mit dem AGV-Siegel ausgezeichnet. Der Unternehmensverbund esn sowie ihre Tochtergesellschaften Bethanien, Diakoniestationen Harz-Heide, Haus der helfenden Hände, Krankenhaus Marienstift, Lukas-Werk Gesundheitsdienste, Mehrwerk, Neuerkeröder Wohnen und Betreuen und der Theresienhof sind gerade mit dem AGV-Siegel ZUKUNFTGEBER ausgezeichnet wurden. Das Siegel wurde vom Arbeitgeberverband Region Braunschweig e. V. (AGV) initiiert und bestätigt den überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen der Region, dass sie über besonders ansprechende Arbeitsbedingungen verfügen. Bereits 2021 wurden die esn und ihre Tochtergesellschaften als ZUKUNFTGEBER zertifiziert. Mit dem ZUKUNFTGEBER hat der AGV in der Region ein Arbeitgebersiegel etabliert, das transparent darstellt, welche Alleinstellungsmerkmale hinter der ausgezeichneten Arbeitgeberattraktivität stehen. „Unser schlankes, mittelstandsfreundliches Zertifizierungsverfahren legt nicht nur offen, welche Benefits und Alleinstellungsmerkmale für Mitarbeitende angeboten werden, sondern zeigt den Unternehmen auch Potenziale für die Zukunft auf“, erklärte Dominique Moré-Jones, Auditorin Siegel ZUKUNFTGEBER, während der Urkundenübergabe an die insgesamt 67 Ausgezeichneten mit rund 130 geladenen Gästen im Planetarium Wolfsburg. „Es ist großartig, dass sich die Arbeitgeber dem anspruchsvollen Zertifizierungsverfahren stellen und damit belegen, dass wir ein starker Wirtschaftsstandort mit einer großen Anzahl an starken, erfolgreichen und ambitionierten Unternehmen sind.“ Gemeinsam mit Marian Franz, Geschäftsführer AGV-Service GmbH und Cordula Miosga, Geschäftsführerin AGV, überreichte sie Vertreterinnen und Vertretern der zertifizierten Unternehmen eine Urkunde. Das Planetarium Wolfsburg bot eine besondere Atmosphäre: „Wir freuen uns sehr die attraktiven Arbeitgeber in Niedersachsens größtem Planetarium begrüßen zu dürfen. Für uns ist es eine Ehre die vielfältigen Siegelträger mithilfe modernster digitaler Projektionstechnik in unserer Sternenkuppel sichtbar zu machen und der Wirtschaft an einem zentralen Wissenschaftsstandort der Region Raum für Austausch und Netzwerk zu bieten“, führte Eileen Pollex, Geschäftsführerin des Planetariums Wolfsburg, aus. Gespür für Unternehmenskultur Die Siegelträger haben im Zertifizierungsprozess ihre Wettbewerbsvorteile identifiziert und können damit ihre Alleinstellungsmerkmale als Arbeitgeber noch zielführender kommunizieren. Führung, Personalentwicklung und Betriebliches Gesundheitsmanagement sowie Gestaltungsmöglichkeiten für eigenverantwortliches und selbstständiges Arbeiten sind nur einige wichtige Themen, mit denen sich die ausgezeichneten Arbeitgeber befassen. Die Arbeitgeberportraits der zertifizierten Arbeitgeber erscheinen auf www.zukunftgeber.de, wo sie für Bewerber einsehbar sind. In seiner Keynote „ZUKUNFTGEBER = ZUKUNFTGESTALTER. Wie kann das auf Dauer gelingen?" machte der Keynote-Speaker Dr. Andreas Selck, Geschäftsführer von PE Solution, deutlich, dass sich Zukunftsgestalter mit guten eignungsdiagnostischen Verfahren entdecken lassen und wie es gelingt, in Organisationen Veränderungen in Bewegung zu bringen und Ihre Resilienz zu stärken. Weiterhin betont er, dass auch seine psychologische Unternehmensberatung sich der Zertifizierung gestellt hat: „Auch bei PE Solution läuft nicht alles rund. Dank des Fragebogens konnten wir unseren Status Quo als Arbeitgeber erfassen und hinterfragen. Zudem erhalten wir im Siegelverfahren Feedback und Anregungen, um noch besser zu werden. Wir haben das ein oder andere auf unserem Wunschzettel für 2026.“, erklärt Dr. Andreas Selck. "Unsere Mitgliedsunternehmen bewegen sich am Puls der Zeit." Cordula Miosga, Geschäftsführerin AGV „Der Austausch mit weiteren Zukunftgebern, die in anderen Branchen tätig sind, aber durchaus ähnliche Herausforderungen im aktuell sehr geteilten Arbeitgebermarkt haben, ist für die ZUKUNFTGEBER sehr wertvoll.“ ergänzt Cordula Miosga. „Unsere Mitgliedsunternehmen bewegen sich am Puls der Zeit – sie haben nicht nur ein Gespür für moderne Unternehmenskultur und Employer Branding, sondern setzen bereits aktiv vielfältige Maßnahmen um “, führt Dominique Moré-Jones weiter aus. „Im Rahmen der Zertifizierung als ZUKUNFTGEBER erörtern wir in einem Managementgespräch die Alleinstellungsmerkmale der Unternehmen. Darüber hinaus zeigen wir den Arbeitgebern Potenziale auf, geben konkrete Anregungen in neun Kategorien der Arbeitgeberattraktivität und starten eine nachhaltige, langfristige Begleitung der ZUKUNFTGEBER. Unser Ziel ist es, dass die Unternehmen ihre Arbeitgeberattraktivität bis zur Rezertifizierung in 24 Monaten kontinuierlich steigern können.“ Bildnachweis: AGV Service GmbH/Janina Snatzke
Zu der SeiteKrankenhaus Marienstift gründet Medizinisches Versorgungszentrum
16.12.2025 Krankenhaus Marienstift gründet Medizinisches Versorgungszentrum Die Hausarztpraxis Dr. Kleinschmidt sowie die Chirurgische Praxis im Schlosscarree von Dr. Moldenhauer sind ab 2026 Teil des MVZ des Marienstifts. Es ist ein weiterer Schritt für die zukünftige medizinische Versorgungssicherheit in Braunschweig: Das Krankenhaus Marienstift gründet zum 1. Januar 2026 ein eigenes Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ). Teil des MVZ sind Dr. Thorsten Kleinschmidt, der nach 36 Jahren Selbstständigkeit mit seiner Praxis in Braunschweig-Lehndorf sowie der angestellten Ärztin Petra Barteldt unter das Dach des MVZ wechselt. Außerdem wird Dr. Ingolf Moldenhauer mit seinem Team der Chirurgie im Schlosscarree ab dem 1. Januar Teil des MVZ sein. Dr. Jan Wolff, Geschäftsführer des Marienstifts und des MVZ, stellt fest: „Die beiden Standorte in Lehndorf und im Schlosscarree werden weiterhin in gleicher Form für Ihre Patienten zur Verfügung stehen“. Nun werde das Versorgungsangebot aus einer Hand nach und nach um weitere Fachgruppen erweitert. Das bestätigt auch Dr. Stefan Sürig, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie mit Palliativmedizin am Krankenhaus Marienstift: „Durch das MVZ schaffen wir einen Baustein, der unsere Versorgung vervollständigt. Es wird einen intensiven Austausch von Fachwissen geben, der gerade im Zuge der fortschreitenden Ambulantisierung enorm wichtig ist.“ Ein MVZ vereint mehrere Ärzte verschiedener Fachrichtungen unter einem Dach. Die Gründung des MVZ soll eine intensive intersektorale Zusammenarbeit ermöglichen und zu Synergien und Verbesserungen in der Patientenversorgung führen. Die Praxen, die Teil dieses MVZ werden, behalten ihre Standorte, sind jedoch unter dem Dach der esn (Evangelische Stiftung Neuerkerode), zu der auch das Marienstift zählt, verbunden. Zukunftssicherung und Weiterentwicklung Aus seiner Selbstverwaltungstätigkeit als Bezirksvorsitzender wisse Dr. Kleinschmidt, dass sich die Lebens- und Arbeitsmodelle der jüngeren Ärztinnen und Ärzte verändert haben. „Viele möchten nicht in die Selbstständigkeit, sondern angestellt tätig sein, oft auch gerne in Teilzeit. Ein MVZ ist eine Möglichkeit, diese Kolleginnen und Kollegen in der Patientenversorgung zu halten. Zukunftssicherung und Weiterentwicklung in der ambulanten Versorgung lässt sich so vereinbaren“, so Dr. Kleinschmidt. Auch Dr. Ingolf Moldenhauer aus der Chirurgie im Schlosscarree kennt das Nachwuchsproblem: „Durch das MVZ wird in ein paar Jahren eine geordnete Praxisübernahme sichergestellt. Ich bin froh, dass wir durch die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Marienstift eine sehr gute Kooperation auf den Weg bringen konnten.“ Mit der fortführenden Übernahme der beiden Praxen trage man zur Sicherstellung einer ausreichenden ambulanten Versorgung in der Region bei, so Geschäftsführer Wolff. „Wir sehen die Zukunft der Medizin in einer wohnortnahen, dezentralen Versorgungsstruktur, die eng zwischen ambulanten und stationären Leistungserbringern abgestimmt ist“, sagt Wolff. „Dabei setzen wir insbesondere auf die fachliche Expertise und bereits hervorragende Organisation der beiden Praxen. Wir wollen das Rad nicht neu erfinden, sondern setzen auf Strukturen, die sich bewährt haben.“ Alle Informationen und Angebote des Marienstifts finden Sie hier. Mehr dazu Zum MVZ
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