Nachhaltig, schön und mit besonderer Hilfe
27.10.2025 Nachhaltig, schön und mit besonderer Hilfe Dank neuer Einrichtung und engagierter Hilfe erstrahlt der Speiseraum der Vorsorgeklinik „Die Insel“ auf Juist in neuem Glanz. Alles sieht aus wie neu – ist aber noch viel besser: Die Vorsorgeklinik „Die Insel“ auf Juist freut sich über eine rundum gelungene Erneuerung ihres Speiseraums. Dank einer großartigen Zusammenarbeit auf der Insel konnte die Klinik ihre Einrichtung nachhaltig und kostengünstig modernisieren. Die hochwertigen Möbel stammen von der Juister Gastronomen-Familie Carmen und Jan-Eric Worch, die ihr Restaurant Forken Hannes aufgelöst haben. Sie boten der Klinik die hochwertigen Möbel zu einem ausgesprochen günstigen Preis zur Verfügung. Die Stühle, Tische und weitere Einrichtungselemente sind in einem hervorragenden Zustand und verleihen dem Speiseraum nun ein modernes, einladendes Ambiente. „Man sieht ihnen nicht an, dass sie gebraucht sind“, sagt Klinikleitung Susanne Gantenberg begeistert. „Wir freuen uns, dass wir auf diese Weise nachhaltig handeln und zugleich etwas Schönes für unsere Patientinnen schaffen konnten.“ Und damit noch nicht genug: Unterstützung kam auch von der Reederei Frisia. Sie hat der Vorsorgeklinik vier ihrer Mitarbeitenden vorbeigeschickt, die die Möbel getragen und eingebaut haben – ehrenamtlich. „Wir möchten uns bei allen für ihre Unterstützung bedanken“, betont Gantenberg. „Dieses Projekt zeigt, was möglich ist, wenn die Inselgemeinschaft zusammenhält.“ Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen von Regenesa finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteInnovative Entlastung für Pflegekräfte
23.10.2025 Innovative Entlastung für Pflegekräfte Das Exoskelett HAL Lumbar Type startet den Praxistest in der ambulanten Pflege der Diakoniestation Braunschweig. Es wirkt wie ein Gerät aus der Zukunft, soll Pflegekräfte aber effektiv körperlich entlasten: Das Exoskelett HAL Lumbar Type des Unternehmens Cyberdyne soll bei körperlich belastenden Tätigkeiten wie Heben oder Umlagern unterstützen. Nun wird es ein Jahr lang in der Filiale Nordost der Diakoniestation Braunschweig, Teil der Diakoniestationen Harz-Heide und somit der esn (Evangelische Stiftung Neuerkerode) getestet. Bei dem Modell handelt es sich um ein robotisches Exoskelett, das an Hüfte, dem unteren Rücken und den Oberschenkel getragen wird. Es soll die Bewegungsabsicht des Trägers erkennen und gezielt die Muskelbewegung unterstützen – und so die körperliche Belastung bei schweren Tätigkeiten erheblich reduzieren. Bisher wurde es vor allem in stationären Einrichtungen erprobt, nun wird er in der ambulanten Pflege getestet. „Wir sind über das Diakoniesche Werk in Niedersachsen auf das Projekt aufmerksam geworden“, berichtet Sabrina Franz, Regionalleitung der Braunschweiger Filialen der DHH. Das Unternehmen begleitet das Projekt. Über den Zeitraum von zwölf Monaten sollen Erfahrungen und Daten gesammelt werden, um die Praxistauglichkeit, Akzeptanz und ergonomischen Effekte im ambulanten Alltag zu bewerten. Das bisherige Feedback sei so unterschiedlich wie die Menschen selbst, so Marie Kloss von Cyberdyne. Muskulöse Menschen mit einem guten Körpergefühl profitierten weniger von der Unterstützung als Menschen, die eine weniger ausgeprägte Muskulatur besäßen. „Studien haben festgestellt, dass die Belastung des unteren Rückens deutlich abnimmt und es zu weniger Rückenschmerzen kommt“; sagt Kloss. Die Technologie entwickele sich dabei ständig weiter – auch dank der Erkenntnisse, die in Tests wie in der Filiale Nordost gesammelt werden. Inwiefern das Exoskelett in der ambulanten Pflege zum Einsatz unterstützen kann wird sich zeigen. „Mit den Exoskeletten kann nicht Autogefahren werden“, sagt Sabrina Franz. „Die Zukunftspläne sind davon abhängig, wie sich die Akzeptanz in der Mitarbeiterschaft gestaltet und wie die Integration in den Arbeitsalltag gelingt.“ Genau das gilt es nun herauszufinden. In zwölf Monaten kann dann das erste Fazit gezogen werden. Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteEinrichtungen der esn beim Markt der Möglichkeiten in Wolfenbüttel
17.10.2025 Einrichtungen der esn beim Markt der Möglichkeiten in Wolfenbüttel Lukas-Werk und Wohnen und Betreuen präsentierten ihr Angebot mit einem gemeinsamen Stand anlässlich der Woche der seelischen Gesundheit. Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit veranstaltete der Sozialpsychiatrische Verbund Wolfenbüttel den Markt der Möglichkeiten in der Wolfenbüttler Innenstadt. Die Lukas-Werk Gesundheitsdienste und die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen waren mit einem gemeinsamen Pavillon vor Ort und stellten ihre Angebote vor. Vor Ort informierten Anna-Lena Garz-Muschinsky (Qualifizierte Assistenz beim Wohnen / Suchtprävention), Saskia Schwarze (Leitung Berufsbildungsbereich), Alexander Pakalski (Leitung ambulante Dienste) und Ilka Schindler (Regionalleitung Braunschweig-Wolfenbüttel) über die vielfältigen Leistungen und Projekte. Die Aktion wurde von den Besucherinnen und Besuchern sehr gut angenommen und es ergaben sich zahlreiche Gespräche und wertvolle Kontakte. Die Aktionswoche 2025 steht unter dem Motto „Lass Zuversicht wachsen – Psychisch stark in die Zukunft“ und findet vom 10. bis 20. Oktober bundesweit statt. Auch künftig möchten die Beteiligten mit ihrer Arbeit dazu beitragen, das Bewusstsein für psychische Gesundheit weiter zu stärken und den Austausch zu fördern. Lukas-Werk Gesundheitsdienste Neuerkeröder Wohnen und Betreuen
Zu der SeiteGut abgesichert
19.10.2025 Vortrag zum Thema Behindertentestament Wie lässt sich sicherstellen, dass Menschen mit Behinderung auch nach dem Tod ihrer Eltern oder Angehörigen finanziell abgesichert sind? Diese wichtige Frage stand im Mittelpunkt eines gut besuchten Vortrags, zu dem der Angehörigenbeirat der Wohnen und Betreuen GmbH (WuB) eingeladen hatte. Rund 70 interessierte Gäste folgten der Einladung und informierten sich umfassend über zentrale erbrechtliche Themen. Als Referenten konnte der Angehörigenbeirat den Braunschweiger Rechtsanwalt Ferdinand Hirdes gewinnen, einen ausgewiesenen Experten im Erbrecht. In seinem Vortrag beleuchtete er nicht nur die rechtlichen Grundlagen für sogenannte Behindertentestamente, sondern zeigte auch praxisnahe Gestaltungsmöglichkeiten für Eltern und Angehörige auf. Ziel eines solchen Testaments sei es, Menschen mit Behinderung über den Tod der Eltern hinaus finanziell abzusichern, ohne dass dadurch etwaige Sozialleistungen gefährdet werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags lag auf der sinnvollen Nutzung von Vor- und Nacherbschaft, um rechtlich klar geregelte Vermögensnachfolgen zu schaffen, bei denen die betroffene Person zwar bedacht wird, aber nicht unmittelbar über das gesamte Erbe verfügt. Dadurch lässt sich verhindern, dass das Erbe mit Leistungen der Eingliederungshilfe oder Pflege verrechnet wird. Ebenso informierte Rechtsanwalt Hirdes über die Möglichkeit die Einsetzung Testamentsvollstreckung, um Erben zu beraten und etwa die vom Erblasser im Testament vorgegebenen Zwecke zum Einsatz des Nachlasses sicherzustellen. Auch der Erbverzicht – etwa durch Geschwister, um die Absicherung des behinderten Familienmitglieds nicht zu gefährden – wurde in dem thematisiert und mit Fallbeispielen erläutert. Deutlich wurde: Eine rechtzeitige, fachkundige Gestaltung des Testaments schafft nicht nur rechtliche Klarheit, sondern kann auch emotional entlastend für die gesamte Familie sein. Am 4. November lädt die Wohnen und Betreuen GmbH in Kooperation mit dem Angehörigenbeirat zum jährlichen Angehörigen- und Betreuertreffen ein. Neben Informationen über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen, geplante Projekte und neue Angebote bietet die Veranstaltung wie immer auch Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung. Zum Angehörigenbeirat Der Angehörigenbeirat, der den Vortrag organisiert hat, ist ein gewähltes Gremium von Eltern, Angehörigen und rechtlichen Betreuenden der bei der WuB lebenden Menschen mit Behinderung. Auf ehrenamtlicher Basis vertritt er die Interessen dieser Gruppe gegenüber dem Unternehmen. Er steht als Ansprechstelle bei Fragen, Kritik und Anregungen zur Verfügung und engagiert sich aktiv für Transparenz und Mitgestaltung. Mehr Infos
Zu der SeiteSuchthilfe hautnah erleben
16.10.2025 Suchthilfe hautnah erleben Die Fachambulanz Sucht Goslar der Lukas-Werk Gesundheitsdienste hat bei einem Tag der offenen Tür über ihre Angebote informiert. Zahlreiche Besucher:innen sind der Einladung der Fachambulanz Sucht Goslar der Lukas-Werk Gesundheitsdienste gefolgt: Am Tag der offenen Tür konnten Interessierte in den Räumen in der Martin-Luther-Straße 2 in Goslar lebendige Einblicke in die Arbeit der Einrichtung gewinnen und die Suchthilfe hautnah erleben. Die Besuchenden bekamen die Möglichkeit, sich mit Berater:innen und Therapeut:innen der Medizinischen Rehabilitation für Abhängigkeitskranke und der qualifizierten Assistenz auszutauschen und sich über die Arbeit zu informieren. Auch Kooperationspartner:innen und ehemalige Patient:innen waren vor Ort und teilten ihre Erfahrungen mit den Interessierten. Ein besonderes Highlight war das Angebot der Glücksspielprävention: Hier konnten die Gäste selbst erleben, wie es sich anfühlt, einen 500-Euro-Schein zu „schreddern“ – selbstverständlich kein echtes Geld, aber eine eindrucksvolle symbolische Erfahrung. Darüber hinaus informierte das Team über die Angebote der Prävention, MPU-Vorbereitung, betriebliche Gesundheitsförderung sowie Seminare für Führungskräfte. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse und die vielen offenen Gespräche“, sagt Einrichtungsleiter Holger Baumann. Auch Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner zeigte starkes Interesse und ließ sich, da sie am Tag selbst nicht vor Ort sein konnte, vorab über die Angebote informieren. „Der Tag der offenen Tür hat gezeigt, wie wichtig es ist, über Suchthilfeangebote ins Gespräch zu kommen und Hemmschwellen abzubauen.“ Beratung im Lukas-Werk Unser Beratungsangebot richtet sich an alle Menschen, die Fragen zum Konsum von Suchtmitteln haben. Dies kann sich sowohl auf Alkohol, Medikamente, Nikotin, illegale Drogen, aber auch auf Glücksspiel und Medienabhängigkeit beziehen. Nicht nur die direkt Betroffenen profitieren von einer fundierten Beratung, sondern auch Angehörige, Freund:innen oder Kolleg:innen. Mehr Infos
Zu der SeiteAngehörige treffen sich am 1. November
14.10.2025 Was ist eine Angehörigengruppe und wie sieht ihre Tätigkeit aus? Diese und weitere Fragestellungen greift Michael Schöndube (Vorsitzender des Angehörigenbeirats) auf und berichtet von den Tätigkeiten der Gruppe. Neben dem allgemeinen Austausch gibt es Möglichkeiten zur Beratung - von Terminen mit psychologischer Betreuung bis zu Vorträgen zu bestimmten Themen. Die Angehörigengruppe wird von Angehörigen für Angehörige organisiert und lädt zum nächsten Treffen am Samstag, 1. November 2025, um 14 Uhr in den Speisesaal, im 1. Stock des Verwaltungsgebäudes der Wohnen und Betreuen GmbH ein (s. Punkt 1 auf dem Dorfplan). Um Anmeldung bei Michael Schöndube bis zum 23. Oktober wird gebeten unter: Telefon 05351 539145 oder E-Mail Michael.Schoendube@t-online.de . Bitte geben Sie bei der Anmeldung Namen und Personenzahl an. Einladung Dorfplan Mehr zur Angehörigengruppe
Zu der SeiteAnmeldungen für den Neuerkeröder Weihnachtsmarkt ab sofort möglich
14.10.2025 Aussteller:innen können sich ab sofort für den Neuerkeröder Weihnachtsmarkt anmelden Der Weihnachtsmarkt findet am 14. Dezember statt. Anmeldungen sind bis zum 5. November möglich. Das Jahr verabschiedet sich ganz langsam wieder von uns. Die Tage werden merklich kürzer, Lebkuchen und Dominosteine lächeln uns im Supermarkt entgegen. Größer könnten die Zeichen kaum sein – es geht auf die Vorweihnachtszeit zu. Und das bedeutet, dass auch die Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt in Neuerkerode starten – am Sonntag, 14. Dezember 2025, ist es von 11 bis 17 Uhr soweit! Alle Beteiligten freuen sich schon jetzt auf die besondere Stimmung, viele herzliche Begegnungen, schöne Geschenke und kulinarische Köstlichkeiten. Ab sofort können Austeller:innen ihre leckeren, kreativen und ungewöhnlichen Angebote anmelden. Hier finden Sie alle Informationen auf einen Blick: Weihnachtsmarkt in Neuerkerode Am: 14. Dezember 2025 Von: 11 bis 17 Uhr Wo: Rund um den Dorfplatz Anmeldezeitraum: bis 5. November 2025 Alle Aussteller:innen werden gebeten, sich ausschließlich über das angehängte Formular anzumelden und es an oeffentlichkeitsarbeit@neuerkerode.de zu schicken. Alle Fragen werden Ihnen über diese Mail-Adresse beantwortet. Der Anmeldeschluss ist am 5. November 2025 . Anmeldeformular herunterladen Anzeige Gaststätte herunterladen
Zu der SeiteMit Herz im Dienst – die Sondersendung vom Krankenhaus Marienstift
07.01.2026 Mit Herz im Dienst – die Sondersendung vom Krankenhaus Marienstift Podcastreihe vom Krankenhaus Marienstift startet am 28. Oktober auf Radio38. In „Mit Herz im Dienst – die Sondersendung vom Marienstift“ erzählen Menschen, die jeden Tag mit Herz und Leidenschaft im Einsatz sind. Im Gespräch mit Moderatorin Denise Knnoche-Haarstrick geben die Chefärztinnen und Chefärzte aus dem Marienstift Einblicke in ihren medizinischen Alltag: Von der Geburtshilfe über die Anästhesie, Plastische und Ästhetische Chirurgie sowie Allgemeinchirurgie bis hin zur Inneren Medizin und Palliativversorgung im Unternehmensverbund der esn. Dabei geht es um moderne Medizin, Teamwork und die Frage, wie Menschlichkeit und Professionalität im Klinikalltag gelebt werden. Die Reihe startet am Dienstag, den 28. Oktober und wird anschließend alle zwei Wochen dienstags von 13 bis 14 Uhr im Rahmen der Expertenstunde auf Radio38 (UKW 100,3) ausgestrahlt. Zum Auftakt spricht Ursula Nitsche-Gloy, Chefärztin der Geburtshilfe am Marienstift, unter anderem über selbstbestimmte Geburt, schmerzreduzierende Verfahren wie die PDA oder das Entspannungsbad sowie die individuelle Begleitung durch ihr Team. In den weiteren Folgen: Dr. med. Burkhard Grein, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie & Intensivmedizin Evagelia Tsaknaki und Georgios Tamouridis, Chefärztin und Chefarzt der Klinik für Plastische, Ästhetische und Handchirurgie Dr. med. Stefan Sürig, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin & Gastroenterologie Dr. med. Ekkehard Möbius, Chefarzt der Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie Dr. med. Rainer Prönneke, ärztlicher Leiter in der Spezialisierten ambulanten palliativen Versorgung (SAPV) und ehemaliger Chefarzt der Inneren Medizin sowie des Palliativbereichs im Marienstift Sendetermine und Themen Jeweils von 13 - 14 Uhr auf Radio38 28. Oktober 2025: Geburtshilfe 11. November 2025: Anästhesiologie und Intensivmedizin 25. November 2025: Plastische und Ästhetische Chirurgie 09. Dezember 2025: Innere Medizin und Gastroenterologie 23. Dezember 2025: Allgemein- und Viszeralchirurgie 06. Januar 2026: Palliative Versorgung im Unternehmensverbund esn Sendung verpasst? Alle Folgen nach Ausstrahlung hier abrufbar! Ursula Nitsche-Gloy zum Thema Geburtshilfe Dr. Burkhard Grein zum Thema Anästhesie Georgios Tamouridis & Evagelia Tsaknaki zum Thema Plastische und Ästhetische Chirurgie Dr. Stefan Sürig zum Thema Innere Medizin & Gastroenterologie Dr. Ekkehard Möbius zum Thema Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. Rainer Prönneke zum Thema Palliativmedizin
Zu der SeiteVon Tadschikistan nach Braunschweig
15.10.2025 Von Tadschikistan nach Braunschweig Komplexe Handoperation bei 12-jährigem Mädchen erfolgreich im Krankenhaus Marienstift durchgeführt. Für ein Kind sind es oft die kleinen Dinge, die den Alltag lebenswert machen: ein Stift, der sicher in der Hand liegt, ein Ball, der beim Spielen festgehalten werden kann, oder das Besteck beim gemeinsamen Essen. Für die 12-jährige Benazir aus Tadschikistan waren diese scheinbar einfachen Momente lange eine Herausforderung: Ihr rechter Zeigefinger war von Geburt an stark verkrümmt. Als Benazir drei Jahre alt war, versuchten Ärzt:innen in Tadschikistan, den Finger in einer Operation zu begradigen. Doch das Ergebnis war nicht zufriedenstellend. In ihrer Heimat gab es keine Spezialist:innen, die sich mit der komplexen Fehlbildung auskannten. Neun Jahre später fand die Familie schließlich Hilfe in Deutschland. Ein Verwandter, der selbst Arzt ist und in Wolfsburg lebt, recherchierte, wo die Fehlbildung behandelt werden könnte. Zunächst erkundigte er sich in Hamburg und Magdeburg, bis schließlich der Kontakt zum Marienstift in Braunschweig entstand – und klar war: Hier kann Benazir geholfen werden. Damit die Familie nach Deutschland einreisen konnte, lud das Marienstift sie offiziell ein. Im dritten Anlauf wurde das Visum schließlich erteilt. Außergewöhnliche Operation „Diese Operation war auch für mich keine alltägliche Routine“, berichtet Dr. Silke Juras, die behandelnde Ärztin und Sektionsleitung für Handchirurgie und angeborene Hand- und Fußfehlbildungen am Marienstift. Krumm gewachsene Fehlbildungen sind am kleinen Finger häufiger – „in dieser Form am Zeigefinger jedoch eher ungewöhnlich.“ Dazu kommt, dass die Patientin eine enorm lange Reise auf sich genommen hat und die Erwartungen schon auch deshalb hoch seien. „Die wollte ich natürlich nicht enttäuschen.“ Bei Benazir zeigte sich die Fehlbildung in mehreren Ebenen. Die zweieinhalbstündige Operation war entsprechend herausfordernd: „Zwei Fingerglieder mussten korrigiert, kleine Knochenkeile entfernt und an anderer Stelle wieder eingesetzt werden“, erläutert Dr. Juras. Ziel war es, den Finger nicht nur zu begradigen, sondern auch seine Stabilität zu erhalten. Glückliche Momente nach der OP „Wir haben die Beeinträchtigung unserer Tochter jeden Tag gesehen“, erzählt der Vater Zaafer Safaron. Umso größer war die Freude nach der Operation. „Der Finger sieht sehr gut aus. Auch das Röntgenbild bestätigt den Erfolg“, sagt Dr. Juras bei der ersten Nachkontrolle. Zehn Tage nach der Operation tritt die Familie schließlich die Heimreise nach Tadschikistan an. In sechs Wochen wird Dr. Juras ein weiteres Röntgenbild begutachten, das die Familie ihr zuschicken wird. Noch ist unklar, ob die Beugung im Finger künftig möglich sein wird. Doch für Benazir war schon jetzt der schönste Moment in Deutschland, als der Verband nach der OP zum ersten Mal abgenommen wurde: „Da habe ich gesehen, dass der Finger ganz gerade ist.“ Ihre Mutter Guldasta Safarova ist dem Marienstift sehr dankbar: „Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.“ Das bestätigt auch die 12-jährige Patientin. Nun freue sie sich auf ihr Zuhause – „und darauf, meiner Oma und meinen Brüdern den geraden Finger zu zeigen“, sagt sie und lächelt. Handchirurgie am Marienstift In unserer Klinik versorgen wir große und kleine Patient:innen mit Handfehlbildungen und erworbenen Funktionsausfällen oder -defiziten der Hand. Dank unserer langjährigen Erfahrung, Routine und des eingespielten Teams von Ärzt:innen der Handchirurgie und Anästhesie, Pflegenden auf Station und OP-Personal begleiten wir unsere Patienten:innen professionell durch diese besondere Zeit. Mehr Infos
Zu der SeiteFeiern mit Verantwortung
08.10.2025 Alkohol auf Stadtfesten: Risiken und Prävention im Fokus Wenn im Herbst Stadtfeste wie das Altstadtfest in Bad Gandersheim oder das Einbecker Eulenfest tausende Besucher:innen anziehen, spielt Alkohol für viele eine Rolle. Doch ausgelassenes Feiern kann schnell gefährlich werden – vor allem, wenn Jugendliche beteiligt sind. Das Präventionsteam „Jugendschutz – Und Du?!“ im Landkreis Northeim – bestehend aus dem Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz, der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH und der Polizeiinspektion Northeim – nimmt das Thema deshalb in diesem Monat in den Blick. „Immer wieder treffen wir auf Besucher, die durch übermäßigen Konsum die Kontrolle verlieren. Das kann zu gefährlichen Situationen und Unfällen, aber auch zu aggressivem Verhalten führen, welches sich insbesondere bei Körperverletzungsdelikten widerspiegelt“, sagt Thomas Sindram von der Polizeiinspektion Northeim. Gerade Jugendliche beginnen oft schon mit dem sogenannten „Vorglühen“. Dabei wird unbeaufsichtigt und ohne Rücksicht auf Jugendschutzbestimmungen getrunken. „In der Praxis erleben wir leider immer wieder, dass diese Regeln umgangen oder bagatellisiert werden – manchmal auch von Eltern“, erklärt Antonia Wloch vom Landkreis Northeim. Gesundheitliche Risiken ernst nehmen Viele unterschätzen die gesundheitlichen Gefahren. „Ein Irrglaube ist, dass sich Alkohol durchs Erbrechen aus dem Körper entfernen lässt. Denn er befindet sich längst im Blutkreislauf“, warnt Kimberly Zajonz von der Fachambulanz Sucht des Lukas-Werks. „Erbrechen ist vielmehr ein Warnsignal für eine Alkoholvergiftung. Wird es ignoriert, drohen Bewusstlosigkeit oder lebensbedrohliche Zustände.“ In solchen Fällen gilt: Betroffene in die stabile Seitenlage bringen und umgehend den Rettungsdienst rufen. Prävention auf Stadtfesten Damit es gar nicht erst so weit kommt, engagieren sich Polizei, Landkreis und Fachstellen direkt vor Ort. Bei verschiedenen Altstadtfesten in der Region informieren sie gemeinsam mit den Stadtjugendpflegen und der AWO über den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol. Ein besonderes Highlight ist die Aktion „0,00 Promille für 1000 €“ : Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren können ihre Atemalkoholkonzentration messen lassen. Wer 0,00 Promille hat, nimmt an einer Verlosung mit Geld- und Sachpreisen teil. Auch ein Rauschbrillen-Parcours verdeutlicht spielerisch, wie stark Alkohol Wahrnehmung und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigt. Kimberly Zajonz betont: „Prävention funktioniert am besten, wenn sie interaktiv ist und junge Menschen direkt anspricht.“ Erwachsene in der Vorbildrolle Auch Eltern und Erwachsene tragen Verantwortung. „Das Verhalten der Erwachsenen hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie Kinder und Jugendliche mit Alkohol umgehen“, sagt Antonia Wloch. Die Polizei setzt dabei auf gemeinsames Handeln: „Wir wollen nicht nur kontrollieren, sondern die Menschen ermutigen, achtsam miteinander umzugehen. Wer feiert, sollte Verantwortung für sich und andere übernehmen“, ergänzt Thomas Sindram Über das Netzwerk „Jugendschutz – und Du?“ Das Netzwerk „Jugendschutz – und Du?“ basiert auf einer langjährigen Präventionsarbeit zu verschiedenen Themen des Jugendschutzes. Regelmäßig organisieren wir kostenfreie Online-Elternabende, um Eltern über aktuelle Herausforderungen und Chancen im Bereich Jugendschutz zu informieren. Für Fragen und Beratung – kostenlos, unverbindlich und unter Einhaltung der Schweigepflicht – stehen Ihnen die Präventionsfachkräfte der Lukas-Werks Gesundheitsdienste GmbH jederzeit zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme ist telefonisch unter 05551. 908 206 0 und per E-Mail an fa-northeim@lukas-werk.de möglich. Auch an den Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Landkreises Northeim können Sie sich unter der Telefonnummer 05551.708295 und per E-Mail an jugendpflege@landkreis-northeim.de wenden. Die Fachkräfte des polizeilichen Präventionsteams stehen Ihnen unter der 05551.70050 und per E-Mail praevention@pinom.polizei.niedersachsen.de zur Verfügung. Das Beratungsangebot des Lukas-Werks richtet sich an alle Menschen, die Fragen zum Konsum von Suchtmitteln haben. Dies kann sich sowohl auf Alkohol, Medikamente, Nikotin, illegale Drogen, aber auch auf Glücksspiel und Medienabhängigkeit beziehen. Nicht nur die direkt Betroffenen profitieren von einer fundierten Beratung, sondern auch Angehörige, Freund:innen oder Kolleg:innen. Beratung im Lukas-Werk
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