Erasmus-Abenteuer in Salzburg während der Ausbildung
03.07.2025 Pflege international erleben: Stine berichtet von ihrem Erasmus-Abenteuer in Salzburg Einmal raus, neue Perspektiven gewinnen und über sich hinauswachsen – genau das hat Stine Lauchstädt getan. Die 18-jährige ist Auszubildende im dritten Lehrjahr am Bildungszentrum des Marienstifts in Braunschweig und absolvierte ein vierwöchiges Erasmus-Praktikum am Universitätsklinikum Salzburg in Österreich. „Ich wollte schon immer ins Ausland“ Die Entscheidung für das Austauschprogramm traf Stine früh: Schon während ihrer Bewerbung für die Pflegeausbildung stieß sie auf das Erasmus Programm. Die Motivation war klar: „Ich wollte schon immer ins Ausland – durch Corona war das während der Schulzeit leider nicht möglich." Mit Neugier, Eigeninitiative und Organisationstalent stellte sich Stine der Herausforderung: Motivationsschreiben, Bewerbungsverfahren, Praktikumsplatz – sie kümmerte sich eigenständig um alles. Unterstützung gab es vom Bildungszentrum und der Koordinationsstelle der Medizinischen Hochschule Hannover. Ihr Tipp für alle, die über einen Auslandsaufenthalt nachdenken: „Traut euch – es lohnt sich total und ist machbar, wenn man wirklich motiviert ist.“ Pflege auf der Geburtenstation – mit Frühchen und Verantwortung In Salzburg arbeitete Stine im Schichtdienst auf der Geburtshilfe mit integriertem Neointensiv-Bereich. Ihr Arbeitsalltag war intensiv: Vitalzeichenkontrollen, Wundversorgung, Stillberatung, Blutwerte bei Neugeborenen messen, Assistenz beim Hüftultraschall – alles, was zu moderner, verantwortungsvoller Pflege dazugehört. Eine Situation ist ihr besonders im Gedächtnis geblieben: „Bei einer Routineuntersuchung fiel mir auf, dass ein Neugeborenes anders atmete – obwohl die Sauerstoffsättigung gut war. Wir haben Tests gemacht, und das Baby wurde später auf die Intensivstation verlegt. Ich war stolz, dass ich die Symptome erkannt habe und mit dem Team schnell handeln konnte.“ Pflege funktioniert überall – wenn Fachwissen da ist Der Austausch hat Stine nicht nur neue Fachkenntnisse vermittelt, sondern auch ihre Sicht auf Pflege international erweitert. Besonders spannend fand sie die Unterschiede zum deutschen System: In Österreich ist die Pflege meist akademisch – Pflegende mit Studium dürfen deutlich mehr medizinische Maßnahmen durchführen, z. B. Blasenkatheter legen. Pflegeassistent:innen übernehmen grundlegende Tätigkeiten und entlasten das Team. Auch das Versicherungssystem ist anders geregelt – etwa mit separaten Stationen für Privatversicherte oder Wahlleistungen wie Hebammenbetreuung. Trotz sprachlicher Ähnlichkeit und kultureller Nähe gab es Unterschiede im Stationsalltag, in der Versicherungsstruktur und im Umgang mit Hebammenleistungen. Doch was zählte, war der gemeinsame Kern: Gute Pflege ist überall möglich, wenn die Menschen gut ausgebildet sind. Oder wie Stine es ausdrückt: „Es war schön zu sehen, dass die Pflegequalität nicht an Ländergrenzen endet.“ „Ich kann es wirklich nur jeder und jedem empfehlen. Man wächst über sich hinaus und sieht, wie wichtig internationale Standards in der Pflege sind.“ Stine Lauchstädt Was bleibt vom Erasmus-Austausch? Stine ist durch den Auslandsaufenthalt selbstbewusster, sicherer und unabhängiger geworden. Besonders der Umgang mit kritischen Situationen und die Arbeit in der Kinderkrankenpflege haben sie gestärkt. Dialekte waren zwar eine kleine Herausforderung – doch das überwog bei weitem nicht die positiven Erfahrungen. Ein weiterer Erasmus-Austausch? Sehr gerne. Im Ausland arbeiten? Möglich – doch die Anerkennung deutscher Abschlüsse bleibt eine Hürde. Drei Worte für vier Wochen Erasmus? „Horizont erweitert. Erfahrungsreich. Beeindruckend.“ Ausbildung zur Pflegefachkraft am Bildungszentrum am Marienstift Die früheren Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege wurden zusammengeführt. Mit dem neuen Berufsabschluss Pflegefachfrau/ Pflegefachmann kann man in allen Pflegebereichen arbeiten. Mehr Infos Text: Birthe Schnatz // Fotos: Stine Lauchstädt
Zu der SeiteMit Herz, Mut und Gemeinschaft: Ein bewegender Abschied der HEP 47
25.06.2025 Mit Herz, Mut und Gemeinschaft: Ein bewegender Abschied der HEP 47 Ein Tag voller Emotionen, Stolz und Freudentränen: Alle 16 Schüler:innen der Klasse HEP 47 haben ihre Ausbildung in der Heilerziehungspflege bestanden. Sie blicken auf drei intensive, herausfordernde und prägende Ausbildungsjahre zurück – und verabschiedeten sich mit Weitblick in einen neuen Lebensabschnitt. Für die meisten geht dieser Weg nahtlos weiter – im Verbund der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn). Gemeinsam mit Lehrkräften, Wegbegleiter:innen und Kolleg:innen wurde nicht nur der erfolgreiche Abschluss gewürdigt, sondern auch der persönliche Wachstum, jedes einzelnen. Mit einer beeindruckenden Mischung aus Fachkompetenz, Empathie und gesellschaftlichem Engagement haben sich die Absolvent:innen ihren Abschluss – und diesen feierlichen Moment wirklich verdient. Wertschätzung in Zeiten des Wandels In ihrer Rede fand Schulleiterin Annegret Jäkel bewegende Worte: „Sie haben sich nicht nur Wissen angeeignet – Sie haben Haltung bewiesen. Sie verlassen diese Schule als starke Persönlichkeiten, die unsere Gesellschaft dringender denn je braucht.“ Gerade in Zeiten wachsender Digitalisierung durch KI, so Jäkel, sei es entscheidend, dass Menschen mit Herz und Haltung den Unterschied machten: „Wir möchten Ihnen als Team mitgeben: Bewahren Sie Ihre Werte. Denn dann bleiben Sie gut - zu den Menschen und zu sich selbst. Das ist Ihr größter Schatz. Schützen und hüten Sie ihn.“ Tobias Henkel, Vorstandsvorsitztender der esn fand klare Worte: „Künstliche Intelligenz kann vieles. Doch sie ersetzt nicht, was Sie mitbringen: Menschlichkeit, Haltung und Nähe. Trotz Pandemie, Krieg in Europa und Zeitenwende haben Sie sich entschieden, für Menschen da zu sein. Wir brauchen mehr wie Sie. Ihr Beruf war, ist und bleibt unverzichtbar." „Ohne Sie werden wir die Zukunft nicht meistern, deswegen sind Sie auch unsere Zukunft!“ Tobias Henkel, Vorstandsvorsitztender der esn Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH: „Ich freue mich sehr. Das ist für mich ein ganz tolles Gefühl, Sie nach drei Jahren Ausbildung heute hier als Absolventen stehen!“ In seiner Rede blickt er besonders auf das Jahr 2022 – dem ersten Ausbildungsjahr zurück und nannte tragische Ereignisse und erfreuliche Entwicklungen. „Die kommenden Jahre stellen uns vor große Herausforderungen. Umso wertvoller ist es, dass Sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.“ Fast alle frisch examinierten Fachkräfte bleiben der Neuerkeröder Gemeinschaft treu. Ob in der Tagespflege, in Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen oder in der Kinder- und Jugendhilfe – sie werden künftig das Team stärken und den inklusiven Geist Neuerkerodes in die Praxis tragen. Nur drei starten ihre berufliche Reise in anderen Einrichtungen. „Ich bin total happy, dass wir so viele neue Kolleginnen und Kollegen haben! Herzlichen Glückwunsch und Herzlichen Dank, dass Sie bei uns sind!“ Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH. Ein Abschied mit Gänsehautmomenten Die feierliche Übergabe der Zeugnisse wurde liebevoll und kreativ begleitet von den nachfolgenden Klassen HEP 48 und HEP 49 der Fachschule Heilerziehungspflege in Neuerkerode. Mit Musik, Theater und persönlichen Botschaften entstand eine dichte Atmosphäre – eine Mischung aus Lachen, Rührung und ehrlicher Dankbarkeit. Es war ein Abschied, der in Erinnerung bleibt: mit Herz, Humor und Hoffnung. Ein besonderes Highlight war die kreative Theaterperformance: Mit viel Witz und Augenzwinkern nahmen die Schüler:innen das Publikum mit auf eine Reise durch die Welt der TV-Serien, wie „Deutschland sucht den Super Lehrer“ oder Wer wird Millionär – Lehrer:innen gegen Schüler:innen“ – inklusive liebevoller Anspielungen auf das Lehrkräfteteam. Im Anschluss verwandelte sich der Schulhof in einen Ort lebendiger Begegnung. Bei kühlen Getränken und kleinen Snacks wurde gelacht, erzählt und gefeiert. Erinnerungen wurden geteilt, Zukunftspläne geschmiedet, neue Wege diskutiert – ein Fest der Gemeinschaft, das Ausbildung und Berufseinstieg nahtlos miteinander verband. Herzlichen Glückwunsch, HEP 47 – Ihr seid gekommen, um zu bleiben. Impressionen der Abschlussfeier
Zu der SeiteCannabisprävention im Klassenzimmer
25.06.2025 Cannabisprävention im Klassenzimmer Mit dem „Grünen Koffer“ bringt das Lukas-Werk Prävention in die Schulen. Ein Stuhlkreis in der achten Klasse der OBS Sickte. Fabienne Lohmann beginnt mit einer einfachen Aufwärmfrage an die Schüler:innen: „Wer von euch liest gerne Bücher?“ Einige wenige stehen auf. „Wer von euch isst gerne Pommes?“ Diesmal stehen viele Jugendliche selbstbewusst auf. „Wer von euch weiß, was THC bedeutet?“ Es folgt ein kurzes Zögern, vereinzelt erheben sich einige. Mit dieser Fragerunde schafft die Präventionsfachkraft des Lukas-Werks in Wolfenbüttel einen lockeren Einstieg in ihre Doppelstunde. Im Gepäck hat sie heute den „Grünen Koffer“ – ein Projekt zur Cannabisprävention. Ziel ist es, niedrigschwellig mit Jugendlichen ins Gespräch zu kommen. Lohmann erklärt: „Das Thema ist spätestens mit der Teillegalisierung sehr aktuell geworden. Viele Eltern wünschen sich, dass ihre Kinder gut informiert sind. Die Schulen fragen das Projekt so häufig an, dass wir genau schauen müssen, wie wir den Bedarf decken können.“ Nach dem Einstieg werden vier interaktive Stationen im Klassenraum aufgebaut, an denen die Jugendlichen in Kleingruppen arbeiten. Sie diskutieren zum Beispiel darüber, ob Cannabis die Kreativität fördert – und ordnen diese Aussage als richtig oder falsch ein. Sie überlegen, wie kleinste Glassplitter in einen Joint gelangen können, lernen Grundlagen des Safer Use kennen und erfahren, was sogenannte „Edibles“ sind. „Mein Ziel ist es, über Risiken aufzuklären und ein Bewusstsein dafür zu schaffen, welche negativen Folgen Cannabiskonsum haben kann“, betont Lohmann. „Viele Jugendliche kommen früher oder später mit Cannabis in Kontakt – verfügen aber oft nur über Halbwissen. Und das ist natürlich gefährlich.“ Videoeindrücke aus der 8. Klasse in der OBS Sickte Eine Mauer gegen die Sucht Nach 80 Minuten kommen die Achtklässler:innen erneut im Stuhlkreis zusammen. Was hat sie überrascht? Welche Station fanden sie besonders spannend? Wo fiel ihnen die Einordnung schwer – Missbrauch, Gewohnheitskonsum, Abhängigkeit? Und was nehmen sie für sich mit? „Wichtig ist auch die Frage, wie ihr mit Stress oder Momenten umgeht, in denen es euch nicht gut geht oder ihr traurig seid“, sensibilisiert Lohmann in der Abschlussrunde. Zum Ende der Doppelstunde erstellt sie gemeinsam mit den Schüler:innen häufig sogenannte Glücksmomente-Plakate . „Macht euch klar, wann ihr Glückshormone ausschüttet – und nutzt das für euch. Denn das ist eure Mauer gegen Sucht.“ Lohmann steht den Schüler:innen der achten Klasse der OBS Sickte auch über die Doppelstunde hinaus zur Verfügung: „Egal ob zu Cannabis, Medien, Zigaretten oder Alkohol – als Präventionsfachkraft bin ich für alle unter 21 im Landkreis ansprechbar. Die Beratungen sind vertraulich, kostenfrei und anonym.“ Prävention im Lukas-Werk Seit gut einem Jahr ist der von der ginko Stiftung für Prävention entwickelte „Grüne Koffer“ in der Fachambulanz Sucht des Lukas-Werks in Wolfenbüttel im Einsatz. Er wurde im Auftrag der BZgA vom IfT-Nord evaluiert und bundesweit verbreitet. Darüber hinaus bietet das Lukas-Werk an seinen sechs Standorten in Südostniedersachsen viele weitere Präventionsprojekte für Schulklassen an. Denn zielgerichtete Suchtprävention leistet einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Steigerung der Lebensqualität. Mehr Infos Text, Fotos, Video: Petra Neu
Zu der SeiteGroßes Interesse an Jugendwerkstatt
20.06.2025 SPD-Landtagsabgeordnete besuchen den Kuba Bildungscampus Welches Konzept verfolgt die Jugendwerkstatt der Mehrwerk gGmbH auf dem Kuba Campus in Wolfenbüttel? Das wollten sich Mitglieder des Arbeitskreises Soziales der SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen - Julia Retzlaff, Andrea Prell, Claudia Schüssler - zusammen mit dem Landtagsabgeordneten Jan Schröder beantworten und erklären lassen. Bei einem Rundgang durch die Hallen führten Marcus Eckhoff (Geschäftsführer Mehrwerk), Carmen Eggeling (Abteilungsleitung Arbeitsmarktdienstleistungen), Claudia Deichmann (Gesamtleitung Arbeit und Beschäftigung), Florian Schuhler (Teamleitung Werkstätten) und Torsten Falk (MAV-Vertreter) durch die Bereiche. Dazu zählen unter anderem eine Maler- und Tischlerwerkstatt sowie im Konzept des Kuba Bildungscampus integriert, weitere Arbeitsbereiche wie der E-Commerce oder ein Möbelkontor. In der Jugendwerkstatt werden Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 27 Jahren, die in ihrer persönlichen, schulischen oder beruflichen Entwicklung auf besondere Unterstützung angewiesen sind, beruflich qualifiziert, geschult und sozialpädagogisch an die Hand genommen. Ziel ist es, sie zu unterstützen, zu stabilisieren und gemeinsam neue Perspektiven zu entwickeln.
Zu der SeiteVereinbarkeit in jeder Lebensphase
18.06.2025 Vereinbarkeit in jeder Lebensphase Evangelische Stiftung Neuerkerode erneut mit Zertifikat mit Prädikat ausgezeichnet. Fotoquelle: Jens Schicke/ berufundfamilie Service GmbH Die esn (Evangelische Stiftung Neuerkerode) ist erneut für ihre nachhaltige, familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik ausgezeichnet worden. Im Rahmen der feierlichen 27. Zertifikatsverleihung der berufundfamilie Service GmbH in Berlin wurde der Unternehmensverbund zum fünften Mal mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet – erneut mit Prädikat. Die Auszeichnung nahmen Julia Benedde und Eva-Maria Klatt, Verantwortliche für den Bereich Beruf und Familie im Personalmanagement der esn, aus den Händen von Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, sowie der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium Mareike Wulf entgegen, die die Bundesfamilienministerin und audit-Schirmherrin Karin Prien vertrat. Die Parlamentarische Staatssekretärin Wulf betonte bei der Preisverleihung: "Damit unsere Wirtschaft auch im demografischen Wandel stark bleibt, müssen Unternehmen die Talente und Fähigkeiten ihrer Beschäftigten noch gezielter fördern. Eine verlässliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist dabei ein entscheidender Schlüssel. Die zertifizierten Unternehmen, Hochschulen und Institutionen zeigen eindrucksvoll, wie das gelingen kann – mit flexiblen, innovativen und alltagsnahen Lösungen statt starren Modellen. Sie setzen Maßstäbe und sind Vorbilder für Arbeitgeber in ganz Deutschland." Fotoquelle: Jens Schicke/ berufundfamilie Service GmbH Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH, unterstrich anlässlich der Feier: „Unsere Arbeitswelt kommt endlich dahin, Erwerbstätige jeden Alters sowohl im Recruiting als auch im Retention Management anzusprechen. Der Erfolg hängt vor allem auch von der Gestaltung alters- und alternsbewusster Vereinbarkeitsangebote ab, die sich von allgemeinen Zuschreibungen der Leistungsfähigkeit und der Arbeitsmoral der verschiedenen Generationen lösen. Wo viele Organisationen noch hadern, sind die nach dem audit berufundfamilie oder audit familiengerechte hochschule zertifizierten Unternehmen und Institutionen bzw. Hochschulen bereits aktiv: Sie nehmen den Faktor Alter bewusst in den Blick, um die individuellen Potenziale der Beschäftigten zu fördern und sich personell breit aufzustellen.“ esn seit 2013 zertifiziert „Dass wir als esn zum wiederholten Mal mit dem Zertifikat mit Prädikat ausgezeichnet wurden, ist eine große Bestätigung für unseren konsequent verfolgten Weg hin zu einer Arbeitswelt, in der die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Privatleben nicht nur möglich, sondern gelebte Realität ist“, sagt esn-Personalvorstand Jessica Gümmer-Postall. Die esn gehört damit zu insgesamt 306 Organisationen – darunter 125 Unternehmen, 147 Institutionen und 34 Hochschulen –, die 2025 für ihr Engagement mit dem Qualitätssiegel ausgezeichnet wurden. Das Zertifikat hat in der Regel eine Laufzeit von drei Jahren. Es basiert auf einem strukturierten Auditierungsprozess, der individuelle, auf die Organisation zugeschnittene Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben (weiter-)entwickelt und nachhaltig verankert. Die esn nimmt bereits seit 2013 am audit berufundfamilie teil. Nach drei erfolgreichen Auditierungsprozessen und zwei sogenannten Dialogverfahren – einem Format für besonders erfahrene Organisationen mit über neun Jahren Teilnahme – wurde nun das fünfte Zertifikat verliehen. In drei Jahren folgt ein weiteres Dialogverfahren, das zur Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung bestehender Angebote dient. Im Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Neuerkerode profitieren rund 3.700 Mitarbeitende von einer Vielzahl an vereinbarkeitsfördernden Maßnahmen. Dazu zählen aktuell unter anderem flexible Arbeitszeitmodelle, mobile Arbeitsmöglichkeiten, Angebote zur Pflege von Angehörigen sowie Beratungs- und Unterstützungsangebote in besonderen Lebensphasen. Mehr Infos
Zu der SeiteNeuerkerode feierte unbeschwertes Sommerfest
16.06.2025 Neuerkerode feierte unbeschwertes Sommerfest Das Wetter: stabil und die Stimmung: heiter. Unter besten Voraussetzungen lud die esn (Evangelischen Stiftung Neuerkerode) wieder zum traditionsreichen Sommerfest ein. Auf und rund um den Neuerkeröder Dorfplatz tummelten sich die Besucher:innen an den Ständen und Bühnen oder entspannten entlang des Wabe-Baches. Das große Donnern kam an diesem Tag mal nicht vom Wetter, sondern von der Trommelgruppe der Musikpädagogik. Die bezogen – mit Eimern und Trommelsticks ausgerüstet – am Dorfeingang Stellung und empfingen mit rhythmischen Klängen. Für viele „Hochs“ sorgten die Basketball-Löwen Braunschweig mit Maskottchen Henri beim Freiwurf-Contest, die Volkswagen FS AG mit dem XXL-Jumper oder die Stelzenläufer als Walking-Acts. Heiß begehrt, besonders beim Familienprogramm, waren die Kinder-Tattoos am Stand der Braunschweigischen Landessparkasse oder der Kinder- und Familienbereich mit Schminken, Karussell, Hüpfburg sowie jeder Menge Kreativ- und Spielstationen. Wer dagegen das mittägliche Tief überbrücken wollte, wurde schnell an einem der zahlreichen Gastro-Stände glücklich: Bratwurst, Pommes, Waffeln, Poffertjes und Co. ließen keine Wünsche offen – und natürlich durfte auch der bekannte WuB-Burger nicht fehlen. Das abkühlende Nass gab es in Form von Cocktails, Bowlen, Schorlen, Slush-Eis und vielen weiteren Getränkevariationen. In lockerer Atmosphäre strömten die Besucher:innen durch das inklusive Dorf, machten an den Bühnen Halt, um etwa Zauberkünstler Vossi, die Musik-Acts The Incredible Duo oder Marisa and Friends zu sehen, stöberten an den Ständen mit Kunsthandwerk, Upcycling-Produkten oder Blumen und Kräutern aus der Tagesförderung oder sicherten sich reduzierte Tickets samt Festival-Bauchtasche für das All in Beat-Festival am 30. August in Neuerkerode. „Es war wieder ein wunderbares Sommerfest und Glück mit dem Wetter hatten wir auch noch. Für viele ist der Weg nach Neuerkerode am Sonntag nach Pfingsten ein fester Bestandteil des Jahreskalenders geworden – das ist großartig. Und gemeinsam mit vielen Besuchern freue ich mich schon auf das nächste Sommerfest. Herzlichen Dank an alle, die das Sommerfest 2025 wieder einmal zu einem Erfolg gemacht haben!“, so esn-Vorstandsvorsitzender Tobias Henkel. Für viele ist der Weg nach Neuerkerode am Sonntag nach Pfingsten ein fester Bestandteil des Jahreskalenders geworden – das ist großartig. Und gemeinsam mit vielen Besuchern freue ich mich schon auf das nächste Sommerfest. Tobias Henkel, esn-Vorstandsvorsitzender Ganz viele weitere Eindrücke vom Sommerfest in unserer Bildergalerie:
Zu der SeiteVom Festgottesdienst bis zum Sommerfest
13.06.2025 Festgottesdienst und Sommerfest Die esn (Evangelische Stiftung Neuerkerode) freut sich mit Blick auf das Wochenende ganz besonders auf zwei bevorstehende Veranstaltungen in der Region. Am Sonntag, 15. Juni, von 11 bis 17 Uhr, laden wir wieder zum traditionellen Sommerfest für Jung und Alt in das inklusive Dorf Neuerkerode ein. In familiärer Atmosphäre dürfen sich Besuchende auf ein breitgefächertes Unterhaltungsprogramm sowie mehr als 80 Stände zum Stöbern freuen. Neben Kunsthandwerk, einem Flohmarkt, dem Verkauf von nachhaltigen und regionalen Bio-Produkten und einer vielfältigen Gastronomie wird ein abwechslungsreiches Programm geboten. Dazu zählen Auftritte von Musik-Acts wie The Incredible Duo oder Marisa and Friends, Zauberer Vossi und Gerd dem Gaukler. Zudem werden Walking Acts Besuchende auf dem Gelände verzaubern. 750-jähriges Jubiläum der Klosterkirche Ebenfalls am 15. Juni beteiligt sich der Unternehmensverbund esn mit dem inklusiven Standort Klostergärtnerei als Nachbar und Partner am Festgottesdienst mit anschließendem Empfang anlässlich des 750-jährigen Bestehens der Klosterkirche Riddagshausen. Die Kirchengemeinde Riddagshausen-Gliesmarode lädt hierzu gemeinsam mit der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz, der Richard Borek Stiftung und der esn ein – der Gottesdienst beginnt um 11 Uhr. Musikalisch wird der Gottesdienst gestaltet vom Kantor Hans-Dieter Karras und den verschiedenen Musikensembles der Klosterkirche, den Scholen und dem Kammerchor. Als Liturg:innen sind neben dem Landesbischof Dr. Christoph Meyns, der die Predigt hält, ehemalige Klosterkirchenpfarrer und Gemeindepfarrerin Sabine Wittekopf beteiligt. Weitere Informationen zu Gottesdienst und Empfang sowie weiteren Veranstaltungen rund um das Jubiläum gibt es hier: https://klosterkirche-riddagshausen.de Hinweis: Im Rahmen des Jubiläumsjahres findet am 30. und 31. August 2025 von 11 bis 18 Uhr rund um die Klosterkirche und den Klostergang - unter anderem auf dem Gelände der Klostergärtnerei Riddagshausen - der Riddagshäuser Dorfmarkt statt. Die von der Mehrwerk gGmbH betriebene Klostergärtnerei öffnet an diesem Tag ihre Pforten und bietet die Gelegenheit, Plfanzen, Kräuter und Co. einzukaufen.
Zu der SeiteGlücksspielsucht Braunschweig Goslar
Glücksspielsucht – Prävention und Beratung in Braunschweig und Goslar Wenn das Glück auf`s Spiel gesetzt wird! “Ich spiele bis ich den Verlust wiedergewonnen habe.” “Nur 20 €, dann gehe ich wieder … … und es wurden wesentlich mehr." “Ich fühle mich oft nach dem Spielen schlecht, … … weil ich schon einmal Geld verspielt habe, das ich für etwas Anderes eingeplant hatte." … weil ich mir schon wieder Geld zum Spielen geliehen habe." “Ich hatte einen Gewinn, der Euphorie ausgelöst hat und mein Spielverhalten ist seitdem intensiver.” Wenn Sie sich bei einem oder mehreren Punkten wiedererkannt haben, könnte es sein, dass Sie eine Glücksspielproblematik haben. Glücksspielsucht ist in Deutschland seit 2001 als Krankheit anerkannt. Haben Sie Fragen zur Glücksspielsucht? 🧐 Bin ich glücksspielgefährdet? 😓 Welche Glücksspiele können süchtig machen? 🤔 Was kann ich als Angehöriger tun? 🙂 Wie kann Sie das Lukas-Werk unterstützen? Wir beraten Sie vertraulich und kostenfrei. Wir finden gemeinsam Antworten auf Ihre Fragen, informieren über Hilfsangebote und vermitteln auf Wunsch in Selbsthilfe oder geeignete Behandlungsformen. Zur Terminvereinbarung Unsere Beratungsstellen zu Glücksspielsucht in Braunschweig und Goslar Leistungsangebot Glücksspielberatung (Einzel-, Paar- und Familiengespräche) Krisenintervention offene Vorbereitungs- und Informationsgruppen Angehörigenberatung, Gruppenangebote für Angehörige ambulante medizinische Rehabilitation bei Glücksspielabhängigkeit Vermittlung in medizinische Rehabilitationsbehandlungen (stationär, ganztags-ambulant, ambulant) Nachsorge im Anschluss an eine ganztägig ambulante und / oder stationäre Rehabilitation Vermittlung in Selbsthilfegruppen und Förderung von Selbsthilfe zusätzlich Beratung bei exzessivem Mediengebrauch Das Forum Glücksspielsucht ist eine Beratungsgruppe für Betroffene, die … den Entschluss getroffen haben etwas am Konsumverhalten zu verändern, jedoch noch nicht genau wissen wie, auf einen Therapieplatz warten. durch reflektierende Gespräche ihren gesunden Konsum bzw. Abstinenz beibehalten möchten. Die Themen werden von den Teilnehmenden selber bestimmt und sie beraten sich gegenseitig mit ihren Erfahrungen. Unterstützend geleitet wird die Gruppe durch einen Suchtberater:in. Forum Glücksspielsucht in Braunschweig Voneinander Lernen Jede/r ist freitags von 11.00 – 12.00 Uhr willkommen. (Eine Voranmeldung ist wünschenswert, jedoch nicht notwendig.) Jetzt Kontakt aufnehmen! Forum Glücksspielsucht in Goslar Voneinander lernen Jede/r ist mittwochs von 18.00 – 19.00 Uhr willkommen. (Eine Voranmeldung ist wünschenswert, jedoch nicht notwendig.) Jetzt Kontakt aufnehmen! Prävention von Glücksspielsucht – aufklären, sensibilisieren und vorbeugen Prävention ist ein wichtiger Schlüssel in der Arbeit gegen Glücksspielsucht. Studien zeigen: Je früher Menschen über Risiken, Mechanismen und Warnsignale informiert sind, desto besser können problematische Entwicklungen erkannt und vermieden werden. Prävention wirkt – sie stärkt Handlungskompetenz, schafft Bewusstsein und eröffnet neue Perspektiven. In den Fachambulanzen Sucht in Braunschweig und Goslar bieten wir seit vielen Jahren unterschiedlichste Präventionsangebote an, die sich an diverse Zielgruppen richten – ob Jugendliche, Erwachsene, Angehörige oder Fachkräfte. Unser Ziel ist es, ins Gespräch zu kommen, zu sensibilisieren und Orientierung zu geben. Unser Angebot umfasst unter anderem Information & Aufklärung zu Glücksspielverhalten, Suchtmechanismen und Schutzfaktoren Workshops und Vorträge für Schulen, Betriebe, Vereine oder andere Gruppen Entlastungstraining für Angehörige – ein zweitägiger Workshop mit Fokus auf Austausch, Selbstfürsorge und hilfreiche Strategien (bei ausreichender Teilnehmerzahl) „Abgezockt“-Parcours – ein interaktives Präventionsmodul für Schüler:innen ab Klasse 8, flexibel einsetzbar Hinweis: Alle Angebote werden bedarfsorientiert geplant und individuell angepasst. Wenn Sie Interesse haben oder mehr erfahren möchten, sprechen Sie uns gerne an – wir entwickeln gemeinsam mit Ihnen ein passendes Präventionsformat. Weiterführende Informationen und Angebote Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen (NLS) Spielersperrsystem OASIS - Selbstsperre Bündnis gegen Sportwetten-Werbung Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit Ihr Kontakt in Braunschweig und Goslar Zur Online-Beratung "DigiSucht" Zur Online-Beratung "DigiSucht"
Zu der SeiteEin Tag der Freude
12.06.2025 Ein Tag der Freude – Meilenstein für Pflege-Azubis am Bildungszentrum Marienstift Für die Auszubildenden der generalistischen Pflegeausbildung war es ein Tag voller Stolz, Anerkennung – und Zukunftsperspektiven. Gemeinsam wurde das Erreichte gefeiert, neue Wege erkundet und der Blick nach vorn gerichtet. Vertreter:innen aller Praxisstellen waren anwesend und überbrachten Glückwünsche, Blumen und kleine Geschenke. Zentraler Moment des Tages war die feierliche Übergabe der Zwischenprüfungsergebnisse – für viele Auszubildende ein emotionaler Höhepunkt. Stolz auf die eigene Leistung der letzten zwei Ausbildungsjahre und auch motiviert, den letzten Ausbildungsabschnitt mit voller Kraft zu bestreiten. Zwischenprüfung - der Moment zum Reflektieren Schulleiterin Katja Watzl richtete in ihrer Rede motivierende Worte an die Auszubildenden: „Die Zwischenprüfung ist ein bedeutender Abschnitt in Ihrer Ausbildung. Seien Sie stolz auf das, was Sie geschafft haben – und behalten Sie Ihr Ziel im Blick. Wir wünschen Ihnen Kraft, Freude und Zuversicht für die verbleibende Zeit und das kommende Examen.“ Zum Abschluss galt der Dank allen Praxisanleiter:innen und Lehrkräften: „Ohne Ihre Unterstützung, Ihre Erfahrung und Ihr Engagement wären diese Ergebnisse nicht möglich gewesen. Sie begleiten, stärken und führen die Fachkräfte von morgen – und dafür danken wir Ihnen von Herzen.“ Dirk Hein, Klassenlehrer, betonte: „Die Zwischenprüfung ist ein bedeutender Meilenstein. Jetzt ist der Moment, um Erreichtes zu reflektieren und eventuelle Schwächen gezielt aufzuarbeiten.“ Die Auszubildenden werden dabei nicht allein gelassen: Lehrkräfte und Praxisanleiter:innen begleiten sie engmaschig mit individueller Beratung, zusätzlichen Anleitungen und viel persönlichem Engagement. Auszubildende im Mittelpunkt Die Emotionen der Auszubildenden zeigten: Es war ein Tag, der nachwirkte. Viele sind erleichtert und happy, andere nehmen das Zeugnis zum Anlass, noch einmal Gas zu geben und mehr zu lernen. Britta Schröder, Lehrerin am Bildungszentrum Marienstift in Braunschweig, hob die Bedeutung des Prüfungssettings hervor: „Es ist wichtig, solche Situationen zu üben – auch, um mit Unsicherheit und Anspannung umgehen zu lernen. Die Schüler:innen sollen wissen: Gute Noten kommen nicht von allein – sie sind das Ergebnis harter Arbeit. Und der Erfolg gebührt ihnen selbst.“ Enya Lierath : „Ich bin zufrieden – aber weiß, dass ich mich noch verbessern will. Die Prüfungsphase war sehr stressig, und ich habe großen Respekt vor dem Examen. Es ist ein gutes Gefühl, diesen Schritt geschafft zu haben – und zugleich ein bisschen traurig, wie schnell die Zeit vergeht.“ Niclas Schumann ergänzt: „Es ist ein Tag der Freude! Ich finde es schön, wieder die Kollegen aus früheren Praxisstellen zu treffen, viele hat man länger nicht mehr gesehen. Mit meinem Ergebnis bin ich sehr zufrieden – und jetzt bin ich motiviert für das letzte Ausbildungsjahr.“ Persönliche Begegnungen mit Perspektive Neben der Ergebnisverkündung bot die Veranstaltung vor allem eines: Raum für Begegnung. Vertreter:innen verschiedenster Pflegeeinrichtungen nutzten die Gelegenheit, um mit den Auszubildenden ins Gespräch zu kommen – offen, herzlich und oft mit konkreten Angeboten für Gespräche über den Berufseinstieg nach dem Examen. Das Personalmanagement lud alle zu Pizza ein und stellte dabei die vielfältigen Karrierechancen im Unternehmensverbund der esn vor. Johanna Hermann fasste zusammen: „Heute geht es darum, Leistungen zu feiern. Alle können stolz auf sich sein.“ Und der Grundgedanke wurde klar formuliert: „Wir wollen nicht nur ausbilden – wir wollen begleiten, fördern und Talente langfristig im Verbund halten.“ Katja Seiler-Böttcher, Stellvertretende Pflegedirektorin Krankenhaus Marienstift unterstrich, wie wichtig der persönliche Kontakt zu den Auszubildenden ist: „Wir möchten Orientierung geben, Hemmschwellen abbauen und zeigen, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in der Pflege sind – gerade auch in Bereichen, die die Azubis bislang noch nicht kennengelernt haben.“ Stimmen aus der Praxis Die Praxispartner nutzten die Veranstaltung, um direkte Kontakte zu knüpfen und Wertschätzung zu zeigen:Die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen präsentierte sich erneut als attraktiver Arbeitgeber – eine besondere Chance, da die Einrichtung keine Praxisstelle ins der generalistischen Pflegeausbildung ist. Denn auch im Dorf Neuerkerode werden Pflegefachkräfte angestellt und finden spanende Berufsperspektiven, zum Beispiel in Wohngruppen für Menschen mit Behinderungen oder im Integrierten Gesundheitsdienst. Vertreterinnen der Senioren- und Pflegeheime feierten gemeinsam mit den 15 Auszubildenden den wichtigen Etappenerfolg – mit Geschenken und persönlichen Gesprächen. Auch die Mitarbeiterinnen der Diakoniestationen betonten: „Diese Schritte auf dem Weg zur Pflegefachkraft verdienen es, gefeiert zu werden.“ Pflege ist mehr als ein Beruf – sie ist eine Berufung, die mit Begegnung, Anerkennung und einer fundierten Ausbildung beginnt. Dieser Tag hat einmal mehr gezeigt: Wenn Theorie, Praxis und Menschlichkeit Hand in Hand gehen, entsteht echte Zukunft für die Pflege. Mehr Infos Die generalistische Pflegeausbildung verbindet die früheren Ausbildungen der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege. Mit dem neuen Berufsabschluss Pflegefachfrau/Pflegefachmann kann man in allen Pflegebereichen arbeiten. Die persönliche Entwicklung und Bildung unserer Schüler:innen nimmt an unseren Ausbildungsstätten einen hohen Stellenwert ein. Mehr Infos zur Ausbildung
Zu der SeiteSicherheit geben, Ängste nehmen
06.06.2025 Sicherheit geben, Ängste nehmen Der Typ-2-Diabetes, als häufigste Form der Erkrankung, betrifft heute zunehmend auch jüngere Menschen. Begünstigt wird er oft durch einen ungesunden Lebensstil. Entsprechend wächst der Bedarf an individueller, fachkundiger Betreuung und Beratung. Eine Aufgabe, die Pascal Siebert seit Oktober 2024 als Diabetesberater im Krankenhaus Marienstift übernimmt. Der 28-jährige gelernte Gesundheits- und Krankenpfleger aus Braunschweig hat im vergangenen Jahr seine Weiterbildung zum Diabetesberater erfolgreich abgeschlossen und ist seither Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Diabetes im Haus. In dieser Rolle unterstützt er sowohl die ärztlichen Teams als auch die Pflege, sorgt damit für Entlastung in diesen Bereichen und trägt zur geplanten Weiterentwicklung der Diabetologie als Teilbereich der Klinik für Innere Medizin & Gastroenterologie , unter der Leitung von Dr. med. Stefan Sürig bei. Aufgaben im Klinikalltag Alle stationären Patient:innen mit einer bekannten Diabeteserkrankung werden Siebert standardmäßig vorgestellt. Ein Aufenthalt im Krankenhaus bringt dabei immer auch eigene Herausforderungen mit sich, denn Patient:innen bleiben häufig nur wenige Tage. In dieser Zeit eine stabile Therapieeinstellung zu erreichen, ist nicht immer einfach. Dabei spielen Faktoren wie ein verändertes Essverhalten im Gegensatz zu den Routinen zu Hause, körperliche Inaktivität oder akute Entzündungsprozesse eine Rolle und beeinflussen die Stoffwechsellage zusätzlich. Siebert unterstützt abteilungsübergreifend – von der Inneren Medizin über die Chirurgie bis hin zur Gynäkologie. Auch Menschen mit neu diagnostiziertem Diabetes, die zum Beispiel von ihrem Hausarzt eingewiesen werden, kommen zu ihm. Er informiert zu den Grundlagen im Umgang mit der Erkrankung – etwa zur Ernährung, Blutzuckermessung und Insulintherapie. Dabei werden auch weitere Aspekte wie Beruf, Sport oder Freizeitverhalten berücksichtigt, da sie Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben können. Die Prozesse orientieren sich dabei jetzt schon an dem DDG-Zertifikat ( Deutsche Diabetes Gesellschaft ). Während die Diabetestherapie in den letzten Jahren durch neue Medikamente und technische Hilfsmittel wie beispielsweise Insulinpumpen mit kontinuierlicher Glukosemessung erheblich verbessert wurde und die Versorgung der Patient:innen dadurch deutlich steigt, stellt Siebert fest, dass die Zahl der Diabeteserkrankungen, besonders bei jüngeren Menschen, zunimmt. Aufklärung, Bewegung, Ernährung Die Ursachen dafür sieht er vor allem im vermehrten Konsum von Fertigprodukten, dem zunehmenden Bewegungsmangel aber auch Stress spielt eine Rolle. Umso wichtiger ist es, früh gegenzusteuern. Siebert unterstützt Patient:innen dabei und zeigt, wie sie im Alltag selbst Einfluss auf ihre Gesundheit nehmen können. Gerade bei frisch diagnostiziertem Typ-2-Diabetes lässt sich durch Ernährung und Bewegung in vielen Fällen eine medikamentöse Therapie hinauszögern, in Teilen sogar vermeiden. Die Aufklärung darüber ist ein wesentlicher Bestandteil seiner Arbeit. „Es geht nicht um Hochleistung, sondern um Alltagstauglichkeit: ein Spaziergang, ein paar Treppen oder mal das Fahrrad nehmen“ „Es reicht nicht, nur auf Zucker, wie er aus der Tüte kommt, zu verzichten“, betont Siebert. „Vielmehr ist ein bewusster Umgang mit der gesamten Ernährung entscheidend – besonders auch mit Kohlenhydraten, da sie einen großen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben. Aber auch Zusammensetzung, Regelmäßigkeit und Qualität der Mahlzeiten spielen eine wichtige Rolle. Wir sprechen bewusst auch von Bewegung – denn das klingt für viele zugänglicher als Sport, was schnell abschrecken kann. Es geht nicht um Hochleistung, sondern um Alltagstauglichkeit: ein Spaziergang, ein paar Treppen oder mal das Fahrrad nehmen“, erklärt er. Fingerspitzengefühl Um die Patient:innen bestmöglich zu unterstützen, geht Pascal Siebert in jeder Situation mit Geduld und Fingerspitzengefühl an die Arbeit. „Wer frisch die Diagnose erhält, ist im ersten Moment natürlich geschockt und verunsichert“, sagt er. „Mein Ziel ist es, Ängste zu nehmen, Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung zu vermitteln und gemeinsam individuelle Lösungen zu finden. Was im Krankenhaus beginnt, sollte idealerweise auch im Alltag weitergeführt werden, für eine langfristige und nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität.“ Text: Sara Uhde // Foto im Text: Sara Uhde
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