Adventskranz aus Neuerkerode an Landtagspräsidentin übergeben
02.12.2024 Neuerkerode läutet den Advent im Landtag ein Im Advent ist Neuerkerode aus dem Niedersächsischen Landtag nicht wegzudenken: Seit mehr als 25 Jahren - seit 2020 in Form eines Adventskranzes - fertigt, schmückt und liefert die Klostergärtnerei der esn-Tochter Mehrwerk gGmbH den Kranz nach Hannover. Fotos: Niedersächsischer Landtag Der Adventskranz wird in der Klostergärtnerei Riddagshausen von Beschäftigten mit Behinderung gemeinsam mit Fachanleiter:innen gefertigt und nach Hannover transportiert. In der Portikushalle des Landtages erhält er den letzten Schliff in Form von Schleifen, Kugeln und weiterem festlichen Schmuck. Bereits seit 1995 besteht diese enge Verbindung zwischen der esn und dem Niedersächsischen Landtag. Auch in diesem Jahr war eine größere Delegation dabei, um - neben dem Adventskranz - Grüße und Wünsche an die Landtagspräsidentin zu richten. In der Pressemitteilung des Niedersächischen Landtages sagt Landtagspräsidentin Hanna Naber: „Gerade in aufgeregten Zeiten bieten die Vorweihnachtszeit und die Festtage eine wichtige Gelegenheit, einmal tief durchzuatmen, sich auf das Wesentliche zu besinnen, und neue Kraft für das nächste Jahr zu tanken. Das gelingt am besten in festlicher Atmosphäre, die nun auch im Landtag zu finden ist.“ Mit dabei waren die Beschäftigten Günther Baldauf, Peter Kartens, Hartmut Press, Celina Röhrig, Ole Sossna und Werkstattrat Christian Könnemann, die Fachanleiter:innen Dennis Stiller und Astrid Weusten sowie Stiftungsdirektor Tobias Henkel, Mehrwerk-Geschäftsführer Marcus Eckhoff und Mehrwerk-Gesamtleitung Claudia Deichmann.
Zu der SeiteWeihnachtsmarkt im Quartier sorgt für Freude
02.12.2024 Weihnachtsmarkt im Quartier sorgt für Freude Rund um den Max-Beckmann-Platz herrschte besinnliche Stimmung. Eine Tradition nimmt Gestalt an: In diesem Jahr hat der Weihnachtsmakrt im Quartier schon zum zweiten Mal stattgefunden. Beteiligt haben sich wieder viele Akteur:innen rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig. Gemeinsam wurde nneben vielen Ständen auch ein buntes Programm geboten. Los ging es auf dem Hof des Senioren- und Pflegezentrums St. Vinzenz. Hier wurde der Weihnachtsmarkt bei schönstem Winterwetter mit einem gemeinsamen Singen eröffnet. Organisiert wurde es von der Tagespflege St. Vinzenz. Im Anschluss ging es weiter mit einer weihnachtlichen Geschichte und Liedern, vorgetragen von Mitarbeiterinnen des Senioren- und Pflegezentrums St. Vinzenz. Neben den Programm wurden allerlei schöne, selbstgemachte Geschenk- und Dekoartikel gekauft und außerdem Waffeln und Bratwurst sowie Kakao udn Glühwein verkauft. Auch ein Weihnachtsmann und ein Engel sorgten für strahlende Gesichter. Auch an den anderen teilnehmenden STandorten gab es einiges zu entdecken. So gab es Musikbingo bei der Awo, den Auftritt eines Kinderchores bei der medi terra Pflegeschule sowie Musik einer Band vor dem Café Krokus. Im nächsten Jahr wird die Tradition bestimmt fortgeführt! Das Haus St. Vinzenz Weitere Informationen über das Haus St. Vinzenz finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der Seite„Inklu-Team“ ausgezeichnet
Inklu-Team ausgezeichnet Am heutigen 29. November hat die IHK Braunschweig im Astor Filmtheater den IHK-Sozialtransferpreis zum 13. Mal verliehen und drei Unternehmen aus der Region für ihren besonderen unternehmerischen Einsatz ausgezeichnet. Neben dem gewählten Hauptpreisträger „Superhelden“ gehören auch das Neuerkeröder “Inklu-Team” mit ihrem gemeinsamen Projekt mit den Basketball Löwen Braunschweig sowie die „Bücher-Heimat gGmbH“ zu den stolzen Gewinnern. Das Inklusions-Projekt gemeinsam mit den Löwen ist im Rahmen einer Kooperation mit der Unternehmensgruppe esn entstanden und bietet Menschen mit Behinderung die Möglichkeit, sichtbar und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Die Basketball Löwen und die esn werden das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro in die Weiterentwicklung des Projekts mit Blick auf den Aufbau eines inklusiven Basketballteams investieren. Ziel ist die Teilnahme an überregionalen und bundesweiten Wettkämpfen im Rahmen der Special Olympics. „Sport baut Brücken in alle Teile der Gesellschaft. Das Inklu-Team ist eine große Bereicherung für unseren Spieltag“, sagt Nils Mittmann, Geschäftsführer und Sportdirektor der Basketball Löwen Braunschweig und ergänzt: „Soziales Engagement ist für uns als Organisation sehr wichtig. Deshalb freuen wir uns sehr darüber, dass unser tolles gemeinsames Projekt mit der esn mit dem IHK Sozialtransferpreis ausgezeichnet wurde. Es ist eine große Ehre für uns, dass wir einer von drei Finalist:innen waren und das zeigt auch, dass neben dem Profisport die gesellschaftliche Verantwortung im Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handelns steht.“ „Der IHK-Sozialtransferpreis zeigt eindrucksvoll, wie wunderbar Wirtschaft und soziale Projekte zusammenpassen. Dass unser Inklu-Team nun einer der drei diesjährigen Preisträger:innen ist, macht uns sehr stolz. Gemeinsam mit den Basketball Löwen Braunschweig tragen wir dazu bei, dass Teilhabe und Inklusion wirklich gelebt werden. Und schon die Nominierung als Finalist des IHK-Soozialtransferpreises zeigt, dass diese Themen die Menschen auch außerhalb unseres Projektes berühren“, sagt Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH. Seit April 2024 sind an jedem Spieltag acht bis zehn Menschen mit Beeinträchtigungen sowie zwei Begleitpersonen in verschiedenen Bereichen der Heimspiele in der Volkswagen Halle eingebunden. Inklu-Team im Einsatz Die Aufgaben des Inklu-Teams umfassen unter anderem die Ticketkontrolle am Check-In der Volkswagen Halle Braunschweig, die Unterstützung am Merchandising-Stand sowie mit Blick auf die Sitzplätze die Orientierungshilfe als Besucher-Guide. Die Sichtbarkeit des Inklu-Teams an prominenter Stelle trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und das Bewusstsein für Inklusion zu schärfen. Mit Blick in die Zukunft soll darüber hinaus ein inklusives Basketballtraining etabliert und ein Basketball-Inklusionsteams aufgestellt werden. „In einer Zeit, in der wirtschaftlicher Erfolg oft im Vordergrund steht, ist es ermutigend zu sehen, dass viele Unternehmen sich aktiv dafür einsetzen, positive Veränderungen in unserer Gesellschaft herbeizuführen“, sagte IHK-Präsident Tobias Hoffmann und stellte damit das unternehmerische Engagement und die soziale Verantwortung der Preisträger heraus. Die drei von der Jury ausgewählten Finalist:innen der Verleihung hatten nach der Begrüßung die Möglichkeit ihre Projekte vorzustellen und die Herzen des Publikums zu gewinnen. Per Live-Voting, bei dem die Gäste vor Ort für das von ihnen favorisierte Projekt stimmen konnten, wurden schließlich der Hauptpreisträger und die zwei weiteren Gewinner ermittelt. Der mit 10.000 Euro dotierte Hauptpreis ging an das Projekt „Superhelden“. Es ist eine Kooperation zwischen Hanno Keppel image photography und Eine Region für Braunschweig e.V., die seit 2018 jedes Jahr bis zu 10 Kinder und Jugendliche, die sich in besonderen Lebenssituationen befinden, als Superheldin bzw. Superheld vom Profifotografen Hanno Keppel fotografiert. Die Bilder sprechen für sich und diese besondere Aktion gibt den Kindern, die an einer Krebserkrankung, einem angeborenen Herzfehler leiden oder eine geistige- bzw. körperliche Beeinträchtigung haben, unendlich viel Kraft. Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Projekt Bücher-Heimat gGmbH – eine Kooperation zwischen dem Unternehmer Dirk Junicke und der Bücher-Heimat gGmbH. Die gemeinnützige Gesellschaft ist eine „Mitmach-Buchhandlung“, wobei sich das Mitmachen auf sehr unterschiedliche Weise vollziehen kann. Schon seit September 2021 arbeiten mehr als ein Dutzend Ehrenamtliche daran, dem neuen Treffpunkt für Bücherfans in der Kurstadt einen perfekten Start zu bescheren. BÜCHER-HEIMAT zielt nicht auf Gewinne für die Gesellschafter ab. Die Netto-Erlöse gehen der Bad-Harzburg-Stiftung zu. Informationen zum IHK Sozialtransferpreis gibt es hier .
Zu der SeiteDr. med. Manfred Hilscher neuer Chefarzt der Gynäkologie
29.11.2024 Dr. med. Manfred Hilscher ist neuer Chefarzt der Gynäkologie im Marienstift Seit dem 15. Oktober 2024 ist Dr. med. Manfred Hilscher Chefarzt der Gynäkologie. Gemeinsam mit Ursula Nitsche-Gloy, die als Chefärztin die Geburtshilfe verantwortet, soll die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe gezielt weiterentwickelt werden, um eine moderne, patientenzentrierte Versorgung auch künftig sicherzustellen. Ein besonderer Schwerpunkt wird unter der Leitung von Dr. Hilscher auf der Behandlung von Beckenbodenbeschwerden und Inkontinenz liegen. Dr. med. Manfred Hilscher wurde in Solingen geboren und studierte zunächst Chemie, bevor er sein Studium der Humanmedizin in Düsseldorf absolvierte. Neben der Facharztausbildung in Urologie sowie Gynäkologie und Geburtshilfe verfügt er über die Schwerpunktbezeichnung „Gynäkologische Onkologie“. Zuletzt leitete er als Chefarzt die Frauenklinik am Klinikum Herford. „Wir sind sehr froh, mit Herrn Dr. Hilscher einen erfahrenen Arzt für unser Haus gewonnen zu haben. Mit seiner umfassenden Expertise, insbesondere in der gynäkologischen Onkologie und der Behandlung von Beckenbodenbeschwerden, ist unsere Klinik hervorragend aufgestellt“, so Dr. Jan Wolff, Geschäftsführung des Krankenhauses Marienstift. „Ich freue mich sehr auf meine neuen Aufgaben im Marienstift. Die baldige Inbetriebnahme der neuen OP-Säle ermöglicht es uns, unseren Patientinnen moderne minimalinvasive Operationsmethoden sowohl bei Beckenbodenschwäche als auch bei onkologischen Erkrankungen und anderen gynäkologischen Eingriffen anzubieten“, betont Dr. med. Manfred Hilscher. v.l.n.r.: Dr. Jan Wolff (Geschäftsführung), Dr. med. Manfred Hilscher (Chefarzt der Gynäkologie), Ursula Nitsche-Gloy (Chefärztin der Geburtshilfe), Rosemarie Ölschlager (Pflegedirektorin)
Zu der SeiteIch lebe damit für immer
29.11.2024 Ich lebe damit für immer Black week und Black friday sind eine besondere Herausforderung für Menschen mit Kaufsucht. Eine Klientin aus der Fachambulanz Sucht in Wolfenbüttel berichtet. (Die Stimme der Klientin wurde für die Veröffentlichung verfremdet.) Uhren, Schmuck, Schuhe – mit einem Klick bestellte Anja F. (Name von der Redaktion geändert) unzählige Produkte. Täglich kamen Pakete bei ihr zuhause an. Pakete, die sie vor ihrem Mann lange versteckte. Die 37-Jährige war süchtig nach Online-Shopping. Vier Jahre lang ging das so. Am Ende hatte sie 150.000 Euro für Einkäufe ausgegeben. Eine ersten wichtige Schritt heraus aus der Sucht schaffte Anja im Rahmen einer stationären Therapie. Danach besuchte sie im Rahmen einer ambulanten Therapie die Fachambulanz Sucht des Lukas-Werks in Wolfenbüttel. Doch Tage wie der Black Friday und damit die vielen verlockenden Angebote in Einkaufszentren und im Netz sind für die 37-Jährige auch heute noch eine enorme Herausforderung. Damit sie nicht ins alte Muster verfällt, hat die 37-Jährige nicht nur gelernt, sich selbst besser zu kontrollieren, sondern sie hat auch gemeinsam mit ihrem Mann Vereinbarungen getroffen. Denn soziale Medien, Paypal, Amazon, Kauf auf Raten und Rechnungen sind bequem und einfach zu nutzen und zu konsumieren, bringen für Anja aber gleichzeitig Gefahren für einen Rückfall mit sich. Impulskontrolle Bei der Kaufsucht handelt es sich um eine ernstzunehmende Impulskontrollstörung, erläutert Jessica Konik, Sozialarbeiterin und stellvertretende Einrichtungsleiterin der Fachambulanz Sucht des Lukas-Werks in Wolfenbüttel. „Wenn der Leidensdruck beim Einkaufen steigt, man sihc schämt und sich fragt, wie man die nächste Mahlzeit bezahlen soll, ist es an der Zeit, das eigene Verhalten zu reflektieren.“ Besonders Frauen seien häufig betroffen, da sie oft versuchen, ihren Selbstwert durch materielle Dinge zu kompensieren. Das Lukas-Werk bietet Menschen wie Anja Unterstützung und Beratung bei Suchtproblemen. Hier wird nicht nur therapiert, sondern auch aufgeklärt und sensibilisiert. „Es ist wichtig zu verstehen, dass Kaufsucht nicht einfach durch Willenskraft überwunden werden kann; sie erfordert professionelle Hilfe und Begleitung“, so Konik. Für die Klientin Anja waren vor allem die Gruppengespräche im Lukas-Werk hilfreich. Dort traf sie auf Menschen mit Glücksspielsucht, Alkoholabhängigkeiten oder anderen Süchten. Gegenseitig hören sie sich, verstehen, was jemand fühlt, und geben sich auch Ratschläge und Tipps. Beratungsangebote nutzen In der Fachambulanz Sucht in Wolfenbüttel gibt es derzeit keine eigene Gruppe, die sich ausschließlich an kaufsüchtige Menschen richtet. „Ich glaube, es fehlt insbesondere bei diesem Thema häufig noch an einem Bewusstsein dafür. Im Gegenteil: es wird uns ja überall suggeriert, dass man immer die tollsten Schuhe und das neueste Handy haben muss“, sagt Jessica Konik. Sie appeliert an Betroffene, Angehörige und Freunde: „Wagen Sie möglichst frühzeitig den Schritt in eine Beratungsstelle.“ Das Lukas-Werk berät in seinen sechs Fachambulanzen in Südostniedersachsen anonym, vertraulich und kostenlos. Beratung im Lukas-Werk
Zu der SeiteWeihnachtsgrüße voller Kreativität
28.11.2024 Weihnachtsgrüße voller Kreativität Ein Malwettbewerb in den Tagespflegegen der Diakoniestationen Harz-Heide hat für viel Freude gesorgten. Einige Motive erscheinen nun als Postkarten. Ob Weihnachtsmann, Tannenbaum oder Maria und Josef gemeinsam mit dem Christkind in der Krippe: Der Kreativität der Gäste der Tagespflegen der Diakoniestationen Harz-Heide waren keine Grenzen gesetzt – nur besinnlich sollten die Motive sein. Denn die „Gewinner“-Bilder werden nun als weihnachtlicher Gruß in Kartenform verschickt und zum Selbstkostenpreis verkauft. Die Idee zu dem internen Malwettbewerb hatte eine Mitarbeiterin. „Tagespflegen haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen“, berichtet Bianca Pütsch, Leitung der teilstationären Pflege der DHH. „Durch den Malwettbewerb können wir zeigen, dass wir alles andere als langweilig, sondern enorm aktiv und kreativ sind.“ Die Beteiligung an der Aktion war groß: Insgesamt haben 58 Gäste aus allen elf Tagespflegen Bilder gemalt. Alle wurden mit viel Liebe und Fantasie gestaltet – wie also auswählen, welche als Postkarten gedruckt werden sollen? „Da die Tagespflegen, je nach ihrer Lage, entweder zu der Diakoniestation Braunschweig, der Diakoniestation Gifhorn oder der Diakoniestation Nordharz gehören, haben wir uns entschieden, aus jeder Region ein Bild auszuwählen“, so Pütsch. Hierfür haben die Mitarbeitenden aus der Verwaltung abgestimmt. Jeder Mitarbeitende hatte pro Region eine Stimme für das Lieblingsbild. So wurden am Ende die drei wunderschönen Motive ausgewählt, die nun in den Druck gehen. Die Karten werden einmal als Weihnachtsgrüße der DHH verwendet und auf Weihnachtsmärkten verkauft. Alle Bilder werden außerdem digitalisiert. Die Aktion hat allen so viel Freude bereitet, dass sie wiederholt werden soll. „Für Ostern haben wir schon bei einer befreundeten Kita angefragt, ob sie auch mitmachen möchte“, so Pütsch. „Wer weiß – vielleicht wird das ganze ja zu einer Tradition. Das wäre toll!“ Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteNiemand muss Bingo mögen
05.12.2024 Niemand muss Bingo mögen – Gemeinschaft erleben – Der Matsch spritzt um Helga Pischels Rollstuhl. „Achtung, Frau Pischel, jetzt kommt noch eine Senke!“ Mit ein wenig Schwung wird auch diese gemeistert. Die Bewohnenden des Senioren- und Pflegezentrums Theresienhof in Goslar sind im Wildgehege in Bad Harzburg unterwegs – und wurden auf ihrem Ausflug von einem Regenschauer überrascht. Der Freude tut es keinen Abbruch. "Ein grauer Alltag ist dank dem Team um Birthe Stäblein Fehlanzeige." „Das ist doch wunderbar spontan und wir haben trotz Matsch eine richtig gute Zeit!“, freut sich Helga Pischel. Früher war sie mit ihrem Mann öfter in dem Wildpark und genießt es nun sehr, wieder hier zu sein. Allein wäre das nicht mehr möglich, sie ist seit Kurzem auf einen Rollstuhl angewiesen. Doch bei diesem Ausflug – übrigens der erste mit ihrem neuen Hilfsmittel – muss sie sich um nichts sorgen: Organisiert und durchgeführt wird er von dem Begleitenden und Sozialen Dienst des Theresienhofs – und ist nur eines von vielen Highlights, die der „BuSD“ regelmäßig auf die Beine stellt. Ein grauer Alltag ist dank dem Team um Birthe Stäblein nämlich Fehlanzeige. Eigentlich kommt die Ergotherapeutin aus Oberhausen, hat hier mehrere Jahre in zwei Praxen gearbeitet. Doch als eine Freundin in den Harz zieht, verliebt sie sich bei ihren Besuchen in die Gegend, zieht her – und arbeitet seither beim BuSD des Theresienhofs. „Es ist die beste Stelle, die ich je hatte“, sagt sie. Das Team besteht aus zwölf Leuten. Für jeden etwas dabei Die Mitarbeitenden sind auf die verschiedenen Wohnbereiche aufgeteilt, haben immer ein offenes Ohr und kennen die Wünsche und Sorgen der Bewohnenden. Zudem bieten sie die verschiedensten Aktivitäten an. Frau Pischel sagt: „Was sie machen, finde ich eigentlich immer toll. Außer Bingo – das mag ich gar nicht!“ Und es muss auch niemand Bingo mögen. „Unsere Angebote sind so vielseitig, da ist für jeden etwas dabei“, betont Stäblein. „Wir kennen unsere Bewohnenden und wissen, was zu wem passt. Und wenn jemand mal gar keine Lust hat, ist das auch völlig in Ordnung.“ Verschiedene Sport- und Gruppenangebote strukturieren die Woche und halten die Bewohnenden fit. Und neben Aktionen wie Ausflüge in das Tiergehege, Eisessen in der Stadt, Festen und Ähnlichem lassen sich die Mitarbeitenden von Birthe Stäblein immer wieder ganz besondere Highlights einfallen. „Ich habe da wirklich ein ganz tolles Team mit unglaublichen Ideen um mich herum. Wir überraschen uns immer wieder selbst.“ Wenn das Pflegeheim zur Wellnessoase wird Außerdem tauschen sich die Leitungen der Begleitenden und Sozialen Dienste der fünf stationären Pflegeeinrichtungen der Evangelischen Stiftung Neuerkerode untereinander aus, teilen Ideen und Erfahrungen. So wurden beispielsweise mehrere Einrichtungen kurzzeitig zu Wellnessoasen – mit Massagen, Gesichtsmasken und weiteren Angeboten zur Entspannung. Auch Olympiaden fanden vergangenen Sommer in mehreren Häusern statt. Ganz besonders war in diesem Jahr „Die Woche der Herausforderung“. Hier bekamen die verschiedenen Häuser eine Strophe der Vogelhochzeit zugeteilt und erweckten diese mit unterschiedlichen Mitteln zum Leben. Das Haus der helfenden Hände spielte sie mit Instrumenten nach, das Haus St. Vinzenz führte sie pantomimisch vor und Bethanien malte Bilder zu den einzelnen Zeilen. Das Haus St. Vitus in Seesen nutzte die eigenen Körper als Instrumente und der Theresienhof machte einen Sitztanz. Außerdem haben Birthe Stäblein und Wladimir Mayer mit einigen Bewohnenden einen Sketch mit Tanzeinlage einstudiert, mit dem sie sogar schon im St. Vitus in Seesen aufgetreten sind. Es sind Dinge, die fit halten – körperlich und auch im Kopf. In diesem Jahr wurde im Theresienhof erneut eine Sportwoche veranstaltet. Über mehrere Tage gab es verschiedene Sportaktivitäten. Am Ende der Woche stand das große Highlight an: Mit einem Bus ging es zum Inklusionslauf nach Neuerkerode. Hier wurden sie, während sie ihre Runde drehten, sogar vom NDR begleitet. „Das war besonders toll. Es zeigt, dass wir gesehen werden“, sagt Stäblein. „Und mir ist es wichtig, zu zeigen, dass das Leben nicht vorbei ist, nur, weil man in einer Pflegeeinrichtung ist. Bei uns geht es sehr lebendig zu und wir haben viel Spaß!“ Das kann Frau Pischel nur bestätigen: „Das hätte ich vor meinem Umzug hierher nie gedacht. Besser hätte ich es nicht treffen können.“ Text: Lukas Dörfler // Fotos: Bernhard Janitschke Mehr über den Theresienhof in Goslar Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteWer stolpert, kann daran wachsen
05.12.2024 Wer stolpert, kann daran wachsen – Aufwärts – Was passiert, wenn zwei Menschen, die sich das Ja-Wort gegeben haben, ins Stolpern geraten? Wenn sie fast zeitgleich fallen, weil Stress und psychische Belastung ihren Alltag bestimmen? Silke und Andreas Frank sind in dieser Situation zusammen einen Schritt in Richtung Genesung gegangen – eine gemeinsame Reise, um Burnout und Depression zu heilen. Als Ehepaar wurden sie Patienten in der ganztägig ambulanten Reha-Tagesklinik für Psychosomatik des Lukas-Werks in Braunschweig. Zittern und Herzrasen Andreas Frank ist in seinem Job im Management bei VW mehr als stark eingebunden. Im Arbeitsalltag folgt ein Meeting auf das nächste. Etliche Projekte wollen parallel betreut, weiterentwickelt und abgeschlossen werden. Zu schreibende Berichte stapeln sich, Zahlen, Abstimmungsprozesse und viele Besprechungen. Da hatte der 56-Jährige schon längst psychosomatische Ausfallerscheinungen. „Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren, hatte erhebliche Schlafstörungen, ein Sausen im Kopf; meine Hände haben vor jedem Meeting gezittert. Irgendwann habe ich zu meinem Chef gesagt: Das geht nicht mehr.“ Der Arzt schreibt ihn sofort krank. „In den ersten Wochen lag ich fast regungslos auf dem Sofa und habe einfach nichts gemacht.“ Eine Zeit, in der seine Frau Silke irgendwie noch funktioniert. „Und das, obwohl es mir rückblickend schon die ganzen letzten Jahre nicht gut ging“, sagt sie. Silke Frank erfährt den Druck bei der Arbeit auf andere Weise. Sie ist Versicherungskauffrau in Teilzeit mit einem Pensum für eine volle Stelle. Die Arbeitsatmosphäre setzt ihr zu. „Da herrschte unter anderem sehr hoher Mengenund Zeitdruck, mit dem ich nicht zurechtkam.“ Jahrelang macht sie das mit. Dazu kommen immens hohe Erwartungen, die Silke Frank an sich selbst hat. „Gefühlt hatte ich 10.000 Aufträge gleichzeitig abzuarbeiten. Und ich wollte jedem einzelnen gerecht werden.“ Doch irgendwann, an einem Tag im Homeoffice, kommt die nächste E-Mail – und mit ihr der Nervenzusammenbruch: Herzrasen, Schweißausbruch, Schwindel und Panik. Runter vom Sofa Wie ihr Mann hat auch die 54-Jährige das Glück, schnell einen Therapeuten zu finden, um in der akuten Phase der diagnostizierten Depression Unterstützung zu bekommen. Dort kommt auch die Frage nach einer Rehabilitationsmaßnahme auf. „Uns war klar, dass wir nicht in einer Klinik dauerhaft stationär aufgenommen werden wollen“, sagt Silke Frank. Ein erneuter Glücksfall: Die ganztägig ambulante Reha-Tagesklinik für Psychosomatik nimmt beide zeitgleich auf. Dem voran galt es für sie zu klären: Will ich gemeinsam mit meinem Partner dorthin oder brauche ich gerade einen Raum nur für mich? „Es gab von Anfang an klare Absprachen, auch mit dem Lukas-Werk“, erläutert Andreas Frank. Das Ehepaar wird in unterschiedliche Gruppen eingeteilt, jeder bekommt unterschiedliche Bezugstherapeuten und ein unterschiedliches Tagesprogramm. Von da an geht es für die beiden morgens täglich nach Braunschweig und abends zurück nach Hause. Kein regloses Verharren mehr auf dem Sofa – stattdessen Werkeln etwa an Holz oder Stein im Rahmen der Ergo- und Kreativtherapie, Yoga und andere Bewegungsangebote sowie Vorträge zum Thema Selbstfürsorge und Informationen darüber, wie sich eine gute Ernährung auf die Psyche auswirkt, Einzeltherapie und ganz viel Arbeiten an einem gesünderen Ich. „Das kann im Rahmen der Therapie sehr unterschiedlich aussehen. Ich habe zum Beispiel viel darauf geschaut, woher mein Verhalten genau kommt und welche Glaubenssätze ich schon seit meiner Kindheit mit mir herumtrage. Das hilft mir, so manches besser zu verstehen“, erläutert Andreas Frank. Seine Frau schaute weniger auf Ursachen und legte den Fokus auf die Veränderung von Verhaltensmustern. „Mein Thema war Achtsamkeit. Qi Gong hat mir da zum Beispiel sehr gut getan; das baue ich auch jetzt noch in meinen Alltag ein.“ Austausch Doch am meisten überrascht hat beide die Gruppentherapie. „Ich dachte am Anfang, dass ich das auf keinen Fall kann – vor einer Gruppe fremder Menschen zu reden“, sagt Silke Frank. Doch schnell wurde klar: Das Ehepaar hat hier Gleichgesinnte gefunden – Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und wissen, wie sich ein Burnout oder eine Depression anfühlt, Ratschläge geben können, weil sie ähnliche Situationen erlebt haben. „Da profitiert jeder irgendwie von jedem“, sagt Andreas Frank. Die Gruppentreffen gefallen dem Ehepaar sogar so gut, dass sie selbst nach ihrer siebenwöchigen Therapie und der anschließenden Reha-Nachsorge mit Gruppentherapie ein neues Hilfeangebot initiieren. Seit März 2024 leiten sie eine Selbsthilfegruppe: „Wir hatten das Gefühl, dass nicht nur wir nach unserer Zeit in der Tagesklinik in ein Loch gefallen wären, sondern auch so manch ein Mitpatient. Und glücklicherweise konnten wir mit dem Lukas-Werk vereinbaren, dass wir hier Räumlichkeiten nutzen können.“ Im Rückblick sagt Andreas Frank: „Ich bin froh, dass es mir so schlecht ging und ich so zum Lukas-Werk und letztlich zu mir selbst finden konnte.“ Der ganze Dreck musste einmal raus, beschreibt er weiter: „In der Tagesklinik konnte ich mich öffnen. Seitdem geht es aufwärts.“ Text: Petra Neu // Fotos: Bernhard Janitschke Mehr über das Lukas-Werk Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteÖffnungszeiten in der Advents- und Weihnachtszeit
20.11.2024 Abgestimmte Öffnungszeiten zwischen Einfach Kiosk und Biemanski's Damit in der Advents- und Weihnachtszeit ein gastronomisches Angebot angesteuert werden kann, haben sich die Standorte “Einfach Kiosk” und “Biermansk's” aufeinander abgestimmt. Aufgrund zahlreicher Nachfragen zu den Öffnungszeiten der Standorte „Einfach Kiosk“ und „Biermanski‘s“ informieren die Wohnen und Betreuen und Mehrwerk im Rahmen der Advents- und Weihnachtszeit und bis zum Jahresende noch einmal gesondert über die Öffnungszeiten. Biermanski‘s/Dorfgemeinschaftshaus Öffnungszeiten November bis 31. Dezember : Montag und Dienstag: geschlossen Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag: 11.30 bis 17 Uhr Sonntag: 14 bis 17 Uhr Zusätzliche Schließ- und Öffnungszeiten: 24.12. geschlossen / 25.12. und 26.12.: von 14 bis 17 Uhr geöffnet Einfach Kiosk Öffnungszeiten November bis 31. Dezember: Samstag und Sonntag: geschlossen Montag bis Freitag: 9 bis 18 Uhr Zusätzliche Schließ- und Öffnungszeiten : 15.12. (Weihnachtsmarkt), von 11 bis 17 Uhr geöffnet 21.12., 23.12. und 27.12., von 10 bis 14 Uhr geöffnet 30.12., von 10 bis 17 Uhr geöffnet 24. bis 26.12. und 31.12. geschlossen
Zu der SeiteAdventsbasar im Theresienhof
19.11.2024 Adventsbasar im Theresienhof Am Freitag, 29. November 2024, findet der Adventsbasar auf dem Gelände des Senioren- und Pflegezentrums Theresienhof in Goslar statt. Das Senioren- und Pflegezentrum Theresienhof veranstaltet am Freitag, 29. November, gemeinsam mit der Tagespflege Goslar einen Adventsbasar. Los geht es um 14 Uhr im Theresienhof, Rammelsberger Straße 42 in Goslar, im Haus Buche (Foyer). Es gibt verschiedene selbstgemachte Artikel wie Baskettasterne, Makramee- Anhänger, Seife, Vogelfutteranhänger, Topflappen und Spüllappen, Dekokränze, Kerzenhalter aus verschiedenen Materialien, Dekofiguren, und vieles mehr. Kommen Sie vorbei und feiern Sie mit uns!
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