Dr. med. Rainer Prönneke nach fast 20 Jahren am Marienstift in den Ruhestand verabschiedet
08.11.2024 Dr. med. Rainer Prönneke nach fast 20 Jahren im Mariensift in den Ruhestand verabschiedet Nach fast zwei Jahrzehnten im Krankenhaus Marienstift ist Dr. med. Rainer Prönneke in den Ruhestand verabschiedet worden. Die interne Verabschiedungsfeier fand auf seinen besonderen Wunsch hin im Rahmen eines Gottesdienstes in der Theodor-Fliedner-Kirche auf dem Gelände des Marienstifts statt. Dr. med. Rainer Prönneke begann seine Laufbahn am Marienstift im Jahr 2005 als Chefarzt der Klinik für Innere Medizin. Im selben Jahr wurde die Palliativstation aufgebaut. Bereits seit seinem Studium in Köln engagiert er sich besonders für die Hospiz- und Palliativbewegung. Im April 2024 übernahm Dr. med. Stefan Sürig die Position des Chefarztes der Klinik für Innere Medizin, während Dr. Prönneke noch bis November die Palliativstation leitete. „Medizin und Ethik sind für Dr. Prönneke stets miteinander verbunden – für ihn steht immer der Mensch im Mittelpunkt“, so Jessica Gümmer-Postall, Personalvorständin der esn. Sein Handeln sei von einem hohen Gerechtigkeitssinn geprägt, und durch seine hohe Fachkompetenz habe er zum guten Ruf des Hauses beigetragen. „Mit seiner Einstellung, den Menschen ins Zentrum seiner Arbeit zu stellen und Patienten Gehör zu schenken, hat er das Marienstift nachhaltig geprägt. Im Namen des gesamten Hauses bedanke ich mich für seine engagierte Arbeit sowie für den Aufbau und die Weiterentwicklung der Medizinischen Klinik“, sagt Dr. Jan Wolff, Geschäftsführer Krankenhaus Marienstift. „Danke, dass Sie fast zwanzig Jahre unser Chefarzt waren, uns mit Ihren Ideen inspiriert und motiviert haben und stets sowohl für die Patienten als auch für uns Mitarbeiter da waren. Dr. Prönneke hat die ganzheitlichen Bedürfnisse der Patienten und ihrer Angehörigen immer in den Mittelpunkt gestellt“, bedankte sich Dr. med. Simone Giller, Leitende Oberärztin der Palliativstation. In seiner Rede betonte Dr. Prönneke die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes in der Medizin. „Für mich war es damals eine bewusste Entscheidung, ins Marienstift als christliches Haus zu gehen. Menschen benötigen in ihrer Gesundheitskrise meiner Meinung nach neben der Medizin auch immer ein Angebot einer geistigen Grundstimmung und geistigen Beistand. Alles hat seine Zeit. Was hilft beim Abschied? Dankbarkeit! Begegnungen mit vielen Menschen, die sich eine menschlich zugewandte Krankenversorgung als Ziel gesetzt haben. Das kann man nur zusammen erreichen, niemals allein. Danke, dass Sie alle da sind.“ „In unserer Arbeit sind wir immer Gast im Leben eines Anderen.“ Dr. med. Rainer Prönneke Der anschließende Gottesdienst wurde von Pfarrerin Elke Rathert geleitet und musikalisch vom Organisten Jouri Kriatchko am E-Piano begleitet, der auf besonderen Wunsch von Dr. Prönneke das Lied „Danke“ spielte. Anstelle des traditionellen Abendmahls fand ein Agapemahl statt, bei dem Brot und Trauben geteilt wurden, um die Gemeinschaft zu feiern. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen nutzten das anschließende Get-together, um sich persönlich von Dr. Prönneke zu verabschieden.
Zu der SeiteWeihnachtsmarkt rund um den Max-Beckmann-Platz
08.11.2024 Weihnachtsmarkt rund um den Max-Beckmann-Platz Am 29. November wird rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig wieder einiges geboten. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr findet auch 2024 wieder der „Weihnachtsmarkt im Quartier“ in den Straßen rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig statt. Die Akteure haben ein buntes Programm auf die Beine gestellt, das Jung und Alt begeistern wird. Wann: 29. November I 15 bis 18 Uhr Wo: Rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig Kommen Sie vorbei und lassen Sie sich durchs Quartier treiben. Die teilnehmenden Standorte erkennen Sie an den Weihnachtsbäumen, die vor den Eingängen stehen. Das Programm startet um 15 Uhr mit einem gemeinsamen Baumschmücken der Tagespflege St. Vinzenz auf dem Hof des gleichnamigen Senioren- und Pflegezentrums direkt gegenüber des Max-Beckmann-Platzes. Direkt im Anschluss geht es gegen 15.15 Uhr mit einem weihnachtlichen Musical der Bewohnenden und Mitarbeitenden des Hauses St. Vinzenz weiter. In der Parkstraße 3 bietet die AWO ab 16 Uhr Musikbingo an und um 16.45 Uhr tritt in der medi terra Pflegeschule, die sich am Max-Beckmann-Platz befindet, ein Kinderchor auf. Den Abschluss findet der Weihnachtsmarkt mit einer Band, die direkt am Platz vor dem Café Krokus auftreten wird. Unabhängig von dem Programm wird es während des gesamten Zeitraums an den verschiedenen Standorten Angebote wie beispielsweise einen Feuerkorb oder Kulinarisches wie Kekse, Bratwurst, Glühwein, Chilli, Waffeln und Honig geben. Auch Dekorationen, Adventsgestecke und Kreatives werden zum Kauf angeboten. Kommen Sie vorbei und stimmen Sie sich mit uns auf die Weihnachtszeit ein. Wir freuen uns auf Sie! Das Haus St. Vinzenz Weitere Informationen über das Haus St. Vinzenz finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteGrundsteinlegung des Neubaus TGF Natur und Umwelt gefeiert
07.11.2024 Vorfreude bei Beschäftigten und Mitarbeitenden auf das neue Zuhause Das Neuerkeröder Bau- und Liegenschaftsmanagement hatte zur feierlichen Grundsteinlegung der zukünftigen Tagesförderstätte Natur und Umwelt (TGF) eingeladen. Im Beisein von esn-Vorstand Ingo Beese, begrüßten Thomas Bix (Leitung) und Phillippa Payne (Architektin) vom Bau- und Liegenschaftsmanagement, alle Gäste, darunter Marcus Eckhoff (Geschäftsführer Wohnen und Betreuen), Claudia Deichmann, Gesamtleitung Arbeit und Beschäftigung sowie Holger Denecke (Bürger:innenvertretung), Bürger:innen und Mitarbeitende der TGF und Vertretern der planungsbeteiligten Firmen mit Generalunternehmer Heiko Mennenga. In seiner Ansprache blickte Bix zurück – von der Umsetzungs-Idee bis zum Beginn der Bauarbeiten –, die sich von 2021 bis 2024 über drei Jahre erstreckt hatten. Dem vorausgegangen war der Abriss der alten Gärtnereigebäude und Gewächshäuser. Mit einer Nutzfläche von rund 600 Quadratmetern wird ein eingeschossiges, energetisch hochmodernes und allen Anforderungen der darin betreuten Menschen gerechtes Gebäude entstehen. Es wird unter anderem mehrere Gruppenräume, einen Werk- und einen Aufenthaltsraum beinhalten, zudem Umkleide, Pflegebad, Dienstzimmer und Sanitärbereiche beinhalten. Damit wird der Notwendigkeit neuer, angemessener Arbeitsbedingungen für die Bürger:innen und Mitarbeitenden Rechnung getragen und ergänzt ähnliche Beschäftigungsangebote in Sickte und Riddagshausen. Befüllt wurde der Grundstein zudem mit einer Zeitkapsel, die mit einer tagesaktuellen Zeitung, den Neuerkeröder Blättern, einer Zeichnung der TGF-Beschäftigten und weiteren Gaben aus dem inklusiven Dorf bestückt wurde. Stimmen zur Grundsteinlegung: „Die ersten Schritte sind getan und man sieht, dass es nun weiter vorwärtsgeht. Ein großes Dankeschön an alle, die an dem Projekt arbeiten.“ – Ingo Beese, Vorstand Finanzen esn. „Der erste Abschnitt ist geschafft. Mit der feierlichen Grundsteinlegung geben wir dem neuen Gebäude der Tagesförderung Natur und Umwelt die besten Wünsche mit auf den Weg.“ – Thomas Bix, Leiter Bau- und Liegenschaftsmanagement „Das ist ein sehr wichtiges Gebäude für die Beschäftigten in der Tagesförderung und mit seiner zentralen Lage prägend für das Ortsbild. Wir haben uns viel Mühe gegeben, dass Gebäude gut zu planen - barrierefrei, funktional sowie rollstuhlgerecht.“ – Marcus Eckhoff, Geschäftsführung Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH. „Wir freuen uns, mehr Platz zu haben und so im Rahmen der Tagesförderung künftig viele weitere Betätigungen anbieten zu können – vom Gemüseanbau bis zur Nutzung eines Werkraumes für die Seifenherstellung.“ – Claudia Deichmann, Gesamtleitung Arbeit und Beschäftigung. Mehr zur Tagesförderung
Zu der Seite„Die Würde in der Medizin – eine ärztliche Perspektive“
01.11.2024 „Die Würde in der Medizin – eine ärztliche Perspektive“ Abschiedsvortrag von Dr. med. Rainer Prönneke am 3. Dezember 2024 im Forum Medienhaus in Braunschweig. Nach vielen Jahren engagierter Arbeit, insbesondere in der Palliativmedizin, verabschiedet sich Dr. med. Rainer Prönneke in den wohlverdienten Ruhestand. Zu diesem besonderen Anlass laden wir Sie herzlich zu einem Abschiedsvortrag am 3. Dezember, ab 18 Uhr ins Forum Medienhaus , Hintern Brüdern 23, 38100 Braunschweig ein. Dr. Prönneke wird über das Thema „Die Würde in der Medizin - eine ärztliche Perspektive“ sprechen, ein Anliegen, das ihm besonders am Herzen liegt und sein Streben widerspiegelt, die Würde des Menschen in den Mittelpunkt seiner Arbeit zu stellen. Im Anschluss an den Vortrag möchten wir den Abend in gemütlichem Beisammensein ausklingen lassen. Bitte beachten Sie, dass die Plätze begrenzt sind. Melden Sie sich daher bis zum 14. November unter veranstaltungen@marienstift-braunschweig.de an.
Zu der SeiteVilla Luise-Ausstellung „Ein-Aus:Blick“ am 8. November
30.10.2024 Ausstellung „Ein-Aus:Blick“ legt Fokus auf Politik, Zeitgeschehen, Kunst und Kultur Die Villa Luise gibt Einblicke in und Ausblicke auf Kunst und politisches Zeitgeschehen – von der Vergangenheit über die Gegenwart bis in die Zukunft. Die Künstler teilen ihre Gedanken und Stimmungen und zeigen ihr ganz persönliches Betrachtungsfeld zwischen Kunst, Kultur und Politik. Der erste Teil der Ausstellung, die wieder in Kooperation mit der Galerie Jaeschke und dem Lionsclub Braunschweig Eulenspiegel stattfindet, wird sich in Form einer kleinen Präsentation insbesondere politischen Themen widmen und vom Team Bildung und Beratung der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen präsentiert. Im zweiten Teil, in dem die Künstler weitere Kunstwerke fernab der politischen Themenwelt vorstellen, stehen aktuelle Arbeiten im Vordergrund. Teile davon können im Zuge einer Amerikanischen Auktion ersteigert werden. Ausstellung “Ein-Aus:Blick” Datum: 8. November 2024 Beginn: 19 Uhr Ort: Galerie Jaeschke
Zu der SeitePrävention in der Suchthilfe
25.10.2024 Digitaler Elternabend zum Thema Cannabis Angebot des Netzwerks „Jugendschutz – und DU?“ richtet sich an Eltern und Erziehungsberechtigte von Jugendlichen. Ist Cannabis harmlos oder gefährlich? Wie sollten Eltern reagieren, wenn sie erfahren, dass Freunde ihres Kindes Cannabis konsumieren? Was kann ich tun, wenn sich mein Kind aufgrund des Konsums stark verändert? Fragen wie diese thematisiert ein digitaler Elternabend, zu dem das Netzwerk „Jugendschutz – und DU?“ Erziehungsberechtigte von Kindern ab 12 Jahren einlädt. Die Veranstaltung findet am 6. November 2024 von 19 bis 20 Uhr statt. Cannabis ist insbesondere unter Jugendlichen eine weitverbreitete Droge. „Um Eltern im Umgang damit zu unterstützen, möchten wir für Risiken und Folgen des Cannabiskonsums sensibilisieren und elterliche Kompetenz sowie Handlungssicherheit stärken“, erläutert Lisa König, Sozialarbeiterin in der Fachambulanz Sucht des Lukas-Werks in Northeim, das seit vielen Jahren gemeinsam mit dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz im Landkreis Northeim und der Polizeiinspektion Northeim im Netzwerk „Jugendschutz - und DU?!“ aktiv ist. Kostenfreie Anmeldung Bei dem digitalen Elternabend werden unter anderem Kenntnisse über die Substanz Cannabis vermittelt, die Folgen des Konsums und rechtliche Aspekte thematisiert, veränderte Rahmenbedingungen durch die Legalisierung erläutert und elterliche Intervention- und Hilfsangebote aufgezeigt. „Wir freuen uns, dass wir mit Sandra Hoegel eine Referentin der Initiative ‚Keine Macht den Drogen e.V.‘ für den Elternabend gewinnen konnten, die langjährige Erfahrung in der Beratung cannabiskonsumierender Jugendlicher und deren Eltern mitbringt“, sagt Antonia Wloch vom Fachbereich Kinder und Familie des Landkreises Northeim. „Wir laden alle interessierten Eltern und Erziehungsberechtigten, aber auch Fachkräfte herzlich ein, an diesem wichtigen Austausch teilzunehmen“, sagt Thomas Sindram von der Northeimer Polizei. Kostenfreie Anmeldungen sind bis zum 5. November 2024 per E-Mail unter www.landkreis-northeim.de/Elternabend möglich. Am Tag der Veranstaltung erhalten die angemeldeten Teilnehmer einen Link zur direkten Einwahl. Über das Netzwerk "Jugendschutz und DU?" Im Netzwerk „Jugendschutz - und DU?“ sind Fachambulanz Sucht Northeim der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH, der erzieherische Kinder- und Jugendschutz im Landkreis Northeim und die Polizeiinspektion Northeim gemeinsam aktiv. Im Rahmen der Kooperation findet dabei langjährige Präventionsarbeit zu verschiedenen Jugendschutzthemen statt und das Netzwerk leistet dabei insbesondere Aufklärungsarbeit, um die Einhaltung der Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes zu fördern. In regelmäßigen Abständen werden unter anderem kostenfreie Online-Elternabende organisiert. Für Fragen und Beratung stehen die Vertreter zur Verfügung. Lukas-Werk: Telefon 05551.908206 0 // E-Mail fa-northeim@lukas-werk.de Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz des Landkreises Northeim: Telefon 05551.708295 // E-Mail: jugendpflege@landkreis-northeim.de Präventionsteam Polizeiinspektion Northeim: Telefon 05551.70050 // E-Mail praevention@pinom.polizei.niedersachsen.de Prävention im Lukas-Werk Vorbeugen ist der beste Weg. Je früher Suchtprävention Menschen erreicht, desto mehr kann sie bewirken. Bei der Stärkung der eigenen Fähigkeiten, des Selbstvertrauens, der Konfliktfähigkeit, aber auch des Genussempfindens ist Suchtprävention eine hervorragende Hilfe. Gerne führen wir das für Sie passende Angebot bei Ihnen vor Ort oder in unseren Fachambulanzen durch. Mehr Infos
Zu der SeiteVoradventliches Benefizkonzert im Rittergut Beienrode
28.10.2024 Voradventliches Benefizkonzert im Rittergut Beienrode Cellist Wolfram Huschke spielt im Haus der helfenden Hände. Das Senioren- und Pflegezentrum Haus der helfenden Hände in Beienrode lädt alle Musikbegeisterten zu einem voradventlichen Benezifkonzert des Cellisten Wolfram Huschke ins Rittergut Beienrode ein. Wann: Freitag, 15. November 2024, 19 Uhr Wo: Großer Seminarraum des Rittergutes, Beienroder Hauptstraße 1, 38154 Königslutter Der Eintritt beträgt 10 Euro. Die Einnahmen kommen Rahmen der Garten- und Hofgestaltung den Bewohnenden zugute. Vor dem Start des Konzerts werden ein Imbiss und Getränke angeboten. Kommen Sie vorbei und genießen Sie mit uns einen besinnlichen Abend. Informationen Weitere Informationen über das Haus der helfenden Hände finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteDie Zukunft liegt im Miteinander
05.12.2024 Die Zukunft liegt im Miteinander – Alle an Board? – Lebensreisen in der esn? Ein Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden Tobias Henkel über unsere Vision und darüber, was wir immer im Gepäck haben. Kurzinterview mit Strategie-Vorstand Tobias Henkel (23.9.2024) Tobias Henkel − gebürtiger Wolfenbütteler, ausgewiesener Experte im Stiftungswesen und intensiver Netzwerker − ist seit 2022 Vorstandsvorsitzender unserer Stiftung. Der gelernte Rechtswissenschaftler übernahm nach fast 15 Jahren Mitgliedschaft im Verwaltungs- und Stiftungsrat das Amt, nachdem sein Vorgänger Rüdiger Becker bei einem tragischen Unfall ums Leben kam. „Die Nachfolge eines Freundes anzutreten, war keine leichte Entscheidung. Rüdiger Beckers Erbe ist auch heute noch an allen Ecken und Enden in der esn spürbar“, sagt Henkel. Um zukunftsfähig zu bleiben, muss die esn nicht nur Gutes bewahren, sondern auch Neues wagen. Deshalb haben wir uns mit all unseren Gesellschaften auf den gemeinsamen Weg gemacht: Wo stehen wir? Wo wollen wir hin? Was sind unsere Stärken? Was macht uns als Versorgungsnetzwerk aus? Diese Frage haben wir uns in einem groß angelegten Prozess gestellt, Ideen ausgetauscht, Werte diskutiert, Botschaften entwickelt und so schließlich unsere gemeinsame Vision gefunden: Wir sind die besten Wegbegleiter für jede Lebensreise und finden individuelle Lösungen – für Mitarbeitende und für die uns anvertrauten Menschen. Unser Glück liegt im Miteinander. Im Kurzinterview beantwortet uns der Strategie-Vorstand Tobias Henkel Fragen rund um diese Vision der esn. Wie sind Sie zur Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) gekommen? Welche persönlichen Werte oder Überzeugungen motivieren Sie als Vorstandsvorsitzender? Wie kam es zur Vision der Lebensreise und den Missionen der esn und ihren Gesellschaften? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Verlässlichkeit" ein? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Fürsorge" ein? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Empathie" ein? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Toleranz" ein? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Vertrauen" ein? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Innovation" ein? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Qualität" ein? Was fällt Ihnen zum Missionspunkt "Fachkompetenz" ein? Wo führte Sie Ihre letzte berufliche Reise hin? Und wo werden Sie als nächstes hinreisen? Was darf bei Ihnen im Gepäck (beruflich) nicht fehlen? Wie sieht die Zukunft in der Unternehmensgruppe esn aus? Wenn Sie nur einen Missionspunkt in Ihren Koffer tun könnten, was würden Sie mitnehmen, um Vision der esn voranzubringen? Interview: Michael Tietz // Fotos: Bernhard Janitschke Mehr zur Vision & Mission Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteJeden Freitag Urlaub
05.12.2024 Jeden Freitag Urlaub – Neue Perspektiven – Es gab eine Zeit für Marlis Müller, da glich ein Tag dem anderen und die Stunden zogen sich zäh dahin. „Ich bin morgens aufgestanden, habe mich in die Stube gesetzt und gewartet, dass es Abend wird, damit ich ins Bett gehen kann“, erinnert sich die 78-Jährige. Dabei war sie eigentlich immer eine aktive Frau, hat 35 Jahre lang als Postbotin gearbeitet, ist in ihrer Freizeit weite Strecken mit ihrem Mann gewandert. Doch nach einigen Stürzen war sie in ihrer Mobilität eingeschränkt. Und auch auf die Gesellschaft ihres Mannes musste sie nach seinem Tod verzichten. Hin und wieder bekam sie Besuch, doch die meiste Zeit war sie allein. „Da war wirklich eine ganz große Langeweile, die ich so bisher nicht kannte“, erzählt die Destedterin. „24 Stunden haben sich für mich angefühlt wie 48 Stunden.“ Doch dann, vor rund drei Jahren, entdeckt sie einen Flyer. Ohne lange darüber nachzudenken, ruft sie bei der aufgedruckten Nummer an – und ahnt noch nicht, dass dieser Anruf ihre Situation erheblich verändern wird. Es war ein Flyer der Tagespflege am Rittergut Beienrode, die zur Diakoniestation Braunschweig gehört. „Da war zwar ein bisschen was beschrieben, eine genaue Vorstellung davon, was eine Tagespflege ist, hatte ich jedoch nicht“, sagt Müller. Dennoch folgte sie ihrem Gefühl, rief an – und schaute zu einem Schnuppertag in der Tagespflege vorbei. „Ich weiß noch genau, wie ich reinkam, mich hingesetzt habe, und direkt mit einer Frau ins Gespräch kam“, berichtet sie. „Da wusste ich schon: Hier muss ich wieder hin! Es macht einfach Spaß hier!“ Das wird ein guter Tag Seither kommt Marlis Müller jeden Freitag in die Tagespflege. Wenn morgens der Bus der Diakoniestation vorfährt und der Fahrer ihr beim Einsteigen hilft, weiß sie: Das wird ein guter Tag. Müller sagt: „Für mich ist das jedes Mal wie ein kleiner Urlaub.“ Und auch in der Tagespflege wird sie mittlerweile mit den Worten begrüßt: Da ist ja unsere Urlauberin wieder! Jetzt geht die Sonne auf! Hier braucht sich Marlis Müller um nichts zu kümmern. „Morgens gibt es zuerst Frühstück und eine kleine Andacht. Dann geht es in den Bewegungsraum und wir machen Gymnastik oder Gedächtnistraining“, sagt Sina Grade, Pflegekraft in der Tagespflege. Nach dem Mittagessen gibt es eine kleine Pause – Marlis Müller nutzt sie aber statt zum Ausruhen lieber zum Spielen – und am Nachmittag geht es wieder in den Bewegungsraum oder man unternimmt etwas Schönes. Marlis Müller ist bei jeder Aktivität dabei. „Mir macht hier wirklich alles Spaß. Selbst das Essen schmeckt hier besser als zuhause, allein schon, weil man es gemeinsam isst“, berichtet sie. Freitag ist Feiertag Auch ihr Sohn, der nebenan von ihr wohnt, merkt eine Veränderung. „Er sagt, wenn ich aus der Tagespflege nach Hause komme, wäre ich ganz anders“, so Müller. „Aber das ist ja auch klar – endlich habe ich dann wieder was zu erzählen.“ Der Besuch in der Tagespflege ist deshalb immer fest für den Freitag eingeplant. Die 78-Jährige erzählt: „Wenn da jemand einen Termin mit mir machen will, sage ich den von vorneherein ab. Da bin ich grundsätzlich nicht zu erreichen. Er ist wie ein Feiertag für mich.“ Der Tag ist ihr Erlebnis und Struktur für die Woche gleichermaßen, sie genießt die Aktivitäten, die Gespräche – vor allem die Gemeinschaft. „Wie man sich hier austauschen kann und nach seiner Meinung gefragt wird – wie habe ich das vermisst“, sagt Marlis Müller. Kommt die Destedterin nach einem Tag in der Tagespflege nach Hause, ist sie erschöpft, aber sehr zufrieden. „Ich bin ausgelastet und weiß, was ich an dem Tag geschafft habe“, sagt sie. „Und sobald ich zuhause bin, freue ich mich schon direkt wieder auf den nächsten Freitag.“ Denn dann geht es für die Destedterin wieder nach Beienrode – in ihren ganz besonderen kleinen Urlaub. Text: Lukas Dörfler // Fotos: Bernhard Janitschke Mehr zur Tagespflege der Diakoniestationen Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteAnbieten, was gebraucht wird
05.12.2024 Anbieten, was gebraucht wird. – Weiterlernen – „Im Leben geht’s nicht um die To-Dos, sondern um die Ta-Das!“ So können es Besucher auf einer kleinen Postkarte lesen, wenn sie bei Antje Paul an die Bürotür im Marienstift in Braunschweig klopfen. Das passt ganz gut. Denn auch mit Blick auf ihren beruflichen Werdegang könnte man das ein oder andere Mal „Ta-Da“ rufen, wahlweise auch „beeindruckend“. Ta-Da! Angefangen haben die „Ta-Das“ 1985, als Antje Paul nach einem Praktikum bei der Lebenshilfe „voller Leidenschaft“ für die Behindertenhilfe war, wie sie sagt. Inklusion war noch ein Fremdwort. „Aber in Neuerkerode gab es bereits das Konzept ‚Ein Ort zum Leben‘. Und uns Auszubildenden der Heilerziehungspflege war es vor allem wichtig, Menschen in ihrer Weiterentwicklung zu fördern.“ Nach der Ausbildung blieb sie der esn treu, es folgten Jahre in der Praxis an verschiedenen Standorten der heutigen Wohnen und Betreuen, Lehrtätigkeiten an der Fachschule Heilerziehungspflege, ein Studium und inzwischen die Leitung der Personalentwicklung. Im Interview erläutert Antje Paul, warum das interne Bildungsangebot der esn von Rückenfit über Resilienz, Computerkurse und Zeitmanagement bis hin zu Moderationstechniken alles beinhaltet. Als Sie 2006 in die Fortbildung der Stiftung wechselten, bezogen Sie ein kleines Büro in Neuerkerode. Trotzdem ein großer Schritt für Sie damals? Definitiv. Ich unterstand damit dem Direktor. Das war auf einmal eine große Aufgabe, die weit in das ganze Unternehmen reichte. Eine Herausforderung als Einzelkämpferin. Inzwischen hat sich das verändert. Aus der Fortbildung ist die Personalentwicklung geworden, mit vielfältigen Aufgaben. Aktuell sind wir sieben Kolleginnen. Vor einigen Jahren sind wir ins Marienstift in Braunschweig umgezogen. Bis heute ist das Unternehmen gewachsen, Gesellschaften mit neuen Arbeitsfeldern kamen dazu. Die Dienstleistungen wurden vielfältiger. Selbstverständlich wirkt sich das auf die interne Bildungsarbeit aus! Warum ist eine unternehmenseigene Personalentwicklung wichtig? Unsere Schwerpunkte sind interne Bildung, Talentförderung und Führungskräfteentwicklung. In all diesen Themenfeldern können wir uns gezielt an den Bedarfen ausrichten. Wir planen unsere Fortbildungen inhaltlich und methodisch so, wie sie gebraucht werden. Durch unser Bildungsprogramm können wir die Gesellschaften entlasten, sodass sie sich ihren Kernaufgaben widmen können, anstatt z. B. im Internet geeignete Fortbildungen zu suchen. Wir können Mitarbeitende gezielt auf ihrem beruflichen Weg fördern, z. B. wenn es in Richtung Führungsverantwortung geht oder sie über einen Tapetenwechsel im Job nachdenken. Unsere Führungskräfte stärken wir z. B. durch Beratung, Weiterbildungen und die Vermittlung von Coachings. Wie breit ist das Bildungsangebot ihrer Abteilung für die Mitarbeitenden der esn? Das ist so vielfältig wie die Arbeitsbereiche. Es beinhaltet zahlreiche pädagogische und pflegerische Aspekte. Wichtig sind auch Themen der Gesundheit – von Rückenfit bis hin zu Resilienz – und methodische Impulse von Computerkursen über Zeitmanagement bis hin zu Moderationstechniken. Ich kann nicht alles aufzählen, aber ein paar Zahlen zeigen den Umfang: Im letzten Jahr haben über 200 Fortbildungen stattgefunden, mit knapp 3.000 Teilnehmenden. Kurze Schulungen, aber auch umfangreiche Weiterbildungen, die sich über ein Jahr erstrecken. Und ergänzend gibt es ein großes Angebot an E-Learnings, die eigenständig absolviert werden können. Welches Weiterbildungsangebot war bislang das ungewöhnlichste, das sie für die esn umgesetzt haben? „Ungewöhnlich“ ist ja eine Frage der Perspektive. Ist Deeskalation oder Gesprächsführung ungewöhnlich? Oder Pflege von queeren Menschen? Oder Humor? Wir bieten das an, was gebraucht wird! Besonders am Herzen liegen mir persönlich die Fortbildungen, die es schaffen, auch erfahrene, langjährig tätige Mitarbeitende „aus der Komfortzone“ zu holen. Mit neuen Impulsen, kritischen Reflexionen oder auch berührenden Momenten. Haben Sie den Wechsel aus der Heilerziehungspflege in die Personalentwicklung je bereut? Im Gegenteil: Ich bin dankbar, dass ich die Erfahrungen machen durfte. Die Begegnungen mit den Menschen in Neuerkerode, deren Verhaltensweisen manchmal durchaus herausfordernd waren, die Pflege, das Arbeiten im Schichtdienst, die Entwicklung des Dorfes: All das war wichtig und hat mir Einblicke in Arbeitsfelder und Organisationsentwicklung gegeben, die in meinem heutigen Job bedeutsam sind. Mein Job in der Personalentwicklung ist so vielfältig, da gibt es nie Stillstand. Im großen Netzwerk esn tauchen stetig neue Bildungsthemen, Veränderungsbedarfe und Ideen auf, das ist und bleibt super lebendig Welche Pläne haben Sie zur Weiterentwicklung Ihrer Abteilung? Was uns künftig intensiver beschäftigen wird, ist der Ausbau unseres ergänzenden Angebots an E-Learnings für örtlich und zeitlich unabhängiges Lernen. Wir können damit sehr zielgerichtet die inhaltlichen Anforderungen der Arbeitsfelder umsetzen! Gerade fertiggestellt haben wir z. B. ein E-Learning für Reinigungskräfte und eines für neue Mitarbeitende im Krankenhaus. Vieles in der Personalentwicklung darf aber gerne erstmal bleiben, wie es ist, denn es ist gut. Wir sind so intensiv vernetzt mit den Gesellschaften und so flexibel, dass wir auf neue oder veränderte Bedarfe reagieren können. Und das tun wir zumindest gefühlt ständig. Interview: Petra Neu // Fotos: Bernhard Janitschke Mehr zu den Fortbildungsangeboten Zur Inhaltsübersicht
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