Jackpot Talentmanagement
05.12.2024 Jackpot Talentmanagement – An sich selbst wachsen – Saskia Schwarze ist immer noch überwiegend grün, aber inzwischen kann sie auch rot. Grün ist die Farbe, die bei dem Persönlichkeitstest herausgekommen ist, den die 33-Jährige vor knapp zwei Jahren gemacht hat, als sie in das Talentmanagement der esn aufgenommen wurde. Grün steht vor allem für Beständigkeit und Harmonie. Die roten Anteile sind erst jetzt zum Ende des internen Förderprogramms hinzugekommen. Rot steht insbesondere für Dominanz. „Ich bin ein Mensch, dem Harmonie sehr wichtig ist“, sagt Saskia Schwarze. Aber als Führungskraft ist es nicht immer nur ausgewogen. „Da gibt es auch mal Konflikte und Widerstände. Ich muss aushalten, wenn jemand nicht meiner Meinung ist oder Entscheidungen, die ich treffe, nicht gut findet. Das kann ich heute viel besser und das hilft mir in meiner neuen Rolle im Berufsbildungsbereich der Mehrwerk.“ Weiterentwicklung Im Mai 2024 hat Saskia Schwarze die Leitung dort übernommen. In ihrer Position hat sie sieben Mitarbeitende unter sich – darunter sechs Bildungsbegleiterinnen und Bildungsbegleiter, die junge Menschen bei der beruflichen Orientierung unterstützen. Das Team von Saskia Schwarze ist in den Werkstätten in Rautheim, in der Klostergärtnerei in Riddagshausen und am Kuba-Bildungscampus in Wolfenbüttel im Einsatz. Sie steht nicht nur mit ihren Mitarbeitenden dort in engem Austausch, sondern auch mit Kostenträgern und Förderschulen, bei denen immer wieder neue Teilnehmende und Menschen für Schülerpraktika akquiriert werden müssen. Sie regelt das Aufnahmemanagement, hat administrative Aufgaben und will den Berufsbildungsbereich auch strategisch weiterentwickeln. Eine Leitungsposition, von der Saskia Schwarze noch nicht wusste, dass sie sie einmal übernehmen würde, als sie 2022 in das Talentmanagement aufgenommen wurde. „Ich hatte mich für das interne Förderprogramm beworben, um mich persönlich weiterzuentwickeln.“ Damals arbeitete sie im Begleitenden Dienst der Mehrwerk. Das zweijährige Programm unterstützt Mitarbeitende auf ihrer beruflichen Reise in der esn. Da gibt es Workshops, Vorträge sowie gezielte Maßnahmen zur Weiterentwicklung von persönlichen, sozialen und methodischen Kompetenzen und regelmäßige Feedbackgespräche. Absolut empfehlenswert „Das Talentmanagement kann ich zu 100 Prozent empfehlen. Das war wie eine Reise zu mir selbst – und ein absoluter Jackpot“, sagt die junge Leitungskraft. Vor allem die Coaching-Angebote, die sie wahrnehmen konnte, seien ein wichtiger Baustein gewesen. „Aus denen bin ich mit so viel Power, positiver Energie und Selbstbewusstsein herausgekommen.“ Was genau dort passierte? „Wir sind zum Beispiel konkrete Situationen durchgegangen, die aus meiner Sicht nicht gut gelaufen sind, wir haben sie nachgestellt und überlegt, wie ich anders hätte reagieren können. Wir haben auch anstehende Termine vorbereitet. Viel Selbstreflexion und Verhaltensanalyse.“ Unter anderem habe sie gelernt, dass auch Dominanz ein Teil ihrer Persönlichkeit sein kann und darf – rot eben, wie der Pullover, den Saskia Schwarze sich irgendwann kaufte. „Eigentlich nicht meine Klamottenfarbe. Aber ich hab’s gemacht, weil wir im Rahmen des Talentmanagements auch für uns verrückte Dinge ausprobieren sollten. Und ich mag den Pulli gern.“ Von der Kollegin zur Vorgesetzten Als klar war, dass Saskia Schwarze sich auf die frei gewordene Leitung des Berufsbildungsbereiches bewerben möchte, hat sie im Talentmanagement gezielt darauf hingearbeitet. „Da lief viel theoretisch: Welche neuen Aufgaben kommen auf mich zu? Welche Instrumente der Mitarbeitendenführung kann ich nutzen? Wie strukturiere ich meine Arbeit als Führungskraft sinnvoll? Welche Themen sollten Priorität haben? Solche Fragen haben eine Rolle gespielt.“ Der Übergang in die Führungsrolle sei mit dieser Vorbereitung wesentlich leichter gefallen. „Es gibt durchaus noch Momente, in denen ich merke, dass ich noch neu bin. Aber ich gehe da mit den Erfahrungen aus dem Talentmanagement mutig hinein.“ Manchmal hilft auch der ein oder andere gelbe Post-it-Zettel, auf dem wichtige Schlagworte aus dem Förderprogramm als Erinnerung notiert sind, und die an ihrem Rechner im Büro kleben. „Dazu kommt, dass ich das beste Team der Welt habe“, sagt Saskia Schwarze mit leuchtenden Augen. „Als ich ihnen gesagt habe, dass ich die Stelle tatsächlich bekomme, haben sich alle richtig dolle gefreut und gesagt, dass sie sich genau mich als neue Leitung gewünscht haben. Da war ich sehr gerührt.“ Einen besseren Start in ihre neue Position konnte es kaum geben. Text: Petra Neu // Fotos: Bernhard Janitschke Mehr zum Berufsbildungsbereich Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteFußball in Neuerkerode
05.12.2024 Fußball in Neuerkerode: Endlich wieder rund – Sport verbindet – Schon von Weitem ist die Musik zu hören und sie wirkt anziehend wie das Glockengeläut, das zum Gottesdienst in die Kirche ruft. Vom Unterstand des Neuerkeröder Sportplatzes wummert die tragbare Bassröhre und sammelt all diejenigen unter sich, die heute Fußball spielen möchten. Viele haben sich bereits eingefunden, unterhalten sich oder ziehen sich um. Es wird gelacht, die Stimmung ist gelöst. Jeden Montag – und seit Kurzem auch mittwochs – trifft sich die Fußballgemeinde, um hier gegen den Ball zu treten. Wie bei vielem in Neuerkerode ist es aber nicht nur der Sport selbst, der heute zelebriert wird, sondern auch die Gemeinschaft und die (Lebens-)Freude. Ein bunter Haufen Felix Tischendorf (Ehrenamtlicher) und Sven Ebeling (Leiter der Freizeitpädagogik), beide organisieren die Fußballgruppen, rufen den bunten Haufen auf den Platz. Der besticht personell und optisch durch Vielfalt: Lionel Messi ist dabei, Cristiano Ronaldo darf auch nicht fehlen und selbst Michael Ballack gibt sich in Trikotform zwischen den vielen weiteren Vereins- und Nationalmannschaftsshirts die Ehre. Schnell werden daraus wieder Marcel, Erik, Julius, Sean, Stefano und Co. – und dennoch: Im Stolz, ihre jeweiligen Farben zu tragen, nehmen sie sich nicht viel von ihren Idolen. Abwechslungsreich ist die Gruppe auch, weil immer wieder neue Spieler dazustoßen. So wie Ramona Bleck. „Ich habe noch nie Fußball gespielt und möchte es heute mal ausprobieren. Außerdem schadet ein bisschen Sport ja ohnehin nicht“, sagt sie. Tischendorf und Ebeling zählen mittlerweile auf einen festen Stamm von 15 bis 20 Teilnehmenden, der sich montags regelmäßig einfindet. Heute sind es ein paar mehr, dennoch bleibt der Ablauf gleich: Zum Warmlaufen werden ein paar Runden um den Platz gedreht. Neuerkeröder Kickers Für die Fußballgruppe – die Neuerkeröder Kickers, wie sie sich seit Kurzem nennen – hat sich mit den Montagsrunden ein Kreis geschlossen, der vorher unterbrochen war. Denn im vergangenen Jahr, mit der Auflösung des Neuerkeröder Sportklubs, war der organisierte Fußball im inklusiven Dorf zunächst ins Stocken geraten. Neues Leben eingehaucht hat ihm Felix Tischendorf, der während seiner Ausbildung zum Heilerziehungspfleger im Dorf wohnt und selbst Fußballfan ist. „Anfangs haben wir uns zu dritt auf dem Platz getroffen. Daraus sind dann der Wunsch und die Idee entstanden, sich regelmäßiger zum Spielen zu treffen“, erinnert sich Tischendorf. Mittlerweile ist der Zuspruch entsprechend groß und muss über zwei Gruppen geregelt werden. „Wer hier kommt, der hat Bock zu kicken. Dabei ist es egal, ob man den Ball beherrscht oder nicht, alle sind willkommen“, freut sich Ebeling. Er wollte das ehrenamtliche Engagement von Tischendorf unbedingt personell und organisatorisch unterstützen: Als Leiter der Freizeitpädagogik nahm er die Fußballgruppe mit ins Freizeitprogramm auf und gab ihr wieder einen festen Platz. Eine runde Sache Auf dem Neuerkeröder Fußballplatz rollt derweil der Ball. Es wird gedribbelt, gepasst, geschossen, sich gegenseitig angefeuert und wenn ein Tor fällt, wird gemeinsam gejubelt: Fußball in Neuerkerode ist wieder eine runde Sache. Im Dorf Neuerkerode setzen wir bei der Umsetzung von Inklusion und Teilhabe traditionell auf ein umfangreiches Freizeitprogramm, das für Aktivität, Bildung und Unterhaltung steht. Im Fokus der freizeitpädagogischen Arbeit steht die Befähigung zur persönlichen Freizeitgestaltung. Als Übungsrahmen werden das ganze Jahr über regelmäßige Veranstaltungen, gesellige Abende, aber auch zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten angeboten. Mehr Infos zu den Freizeitangeboten Text: Thomas Pöllmann // Fotos: Bernhard Janitschke Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteNeuerkerode auf Madagaskar?
05.12.2024 Neuerkerode auf Madagaskar? – Unbekanntes wagen – Auf einer Insel inmitten des Indischen Ozeans treffen die 23 Jahre alte Antsaniory Ravongiarisoa und ihr 24-jähriger Ehemann Marius eine Entscheidung: Sie werden ihre Heimat Madagaskar verlassen, um in Deutschland eine Ausbildung zu beginnen. Ihr Weg führt sie an die Fachschule Heilerziehungspflege ins mehr als 8.000 Kilometer entfernte Neuerkerode. Ausbildungsstart: Sommer 2024. Was veranlasst Menschen dazu, alles aufzugeben, um woanders neu anzufangen? Ein Erfahrungsbericht vom Aufbruch über das Ankommen bis hin zu dem neuen Alltag und den Wünschen und Träumen, die das junge Paar leiten. Über das Aufbrechen Der Moment am Flughafen in Antananarivo, der Hauptstadt von Madagaskar, war sehr, sehr traurig. Unsere Eltern, Geschwister, Onkel und Tanten – sie alle waren mitgekommen, um uns zu verabschieden. Ein letztes gemeinsames Foto vor dem Flugzeug. Dann würden wir uns voraussichtlich für mindestens drei Jahre nicht wiedersehen. Die Entscheidung zu gehen, ist uns unendlich schwergefallen. Doch auf Madagaskar haben wir von Tag zu Tag gelebt. Besser gesagt: Wir haben von Tag zu Tag überlebt. Das System und die Strukturen sind kaputt und unzuverlässig. Wir haben dort keine Zukunftsperspektive gesehen. Ankommen in Deutschland Vier Tage lang hat es gedauert, bis wir hier waren. Völlig erschöpft und müde kamen wir schließlich in Hannover an. Dort trafen wir ein vertrautes Gesicht. Antsaniorys Schwester hatte den Schritt nach Deutschland bereits ein Jahr zuvor gewagt. Aus unserem Studium auf Madagaskar waren wir mit der deutschen Sprache zwar schon etwas vertraut, aus Büchern hatten wir auch theoretisches Wissen über Politik, Kultur, Literatur und Landeskunde. Und trotzdem ist dann doch alles anders und ungewohnt und macht irgendwie Angst und unsicher: Werden wir das wirklich schaffen? Leben und lernen in Neuerkerode Das inklusive Dorf ist besonders. Das wussten wir schon von Antsaniorys Schwester. Wir waren sehr gespannt auf die Menschen hier und müssen sagen, dass es uns seit dem ersten Tag an leicht gemacht wurde. Als wir in Neuerkerode ankamen, spazierten uns Bürgerinnen und Bürger mit einem freundlichen „Hallo! Wer bist Du?“ entgegen. Das war sehr schön. Dann war es so weit: der erste Schultag. Alle sind hier sehr offen. Diskussionen mit der Lehrerschaft und Gruppenarbeit kennen wir aus dem madagassischen Schulsystem nicht. Wir sind mit Frontalunterricht aufgewachsen. Deshalb hat es uns anfangs Überwindung gekostet, aber inzwischen bringen wir uns aktiv im Unterricht ein. Auch die erste Zeit im Praxiseinsatz war herausfordernd für uns. Wir hatten beide auf Madagaskar Praktika in Senioreneinrichtungen gemacht und wussten in etwa, was im Bereich Pflege auf uns zukommen wird. Und trotzdem waren da Unsicherheiten: Gehen wir richtig mit den Menschen um? Wie reagieren wir in bestimmten Situationen? Darf ich als weibliche angehende Heilerziehungspflegerin männliche Bewohner waschen? Die Kollegen in den Wohngruppen gaben uns Halt und Zeit, alles kennenzulernen. Neuer Alltag Manchmal sind wir fix und fertig nach der Schule oder dem Praxiseinsatz. Dann freuen wir uns einfach darauf, in unserem eigenen Apartment in Neuerkerode anzukommen. Viel mehr Platz als auf Madagaskar, wo wir mit unseren großen Familien auf sehr engem Raum gelebt haben. Wir haben auch schon ein großes Stadtfest in der Braunschweiger Innenstadt erlebt. Dort sind wir zum ersten Mal in unserem Leben Karussell gefahren. Wir gehen auch gern in den Parks in Braunschweig spazieren. Auch wenn die Natur hier ganz anders ist als auf Madagaskar, erinnert uns das viele Grün an unsere Heimat. In Neuerkerode selbst sind wir gern am Sportplatz. Dort genießen wir die Ruhe und es ist reichlich Platz, um das Fahrradfahren zu üben. Antsaniony hat das als Kind nicht gelernt. Das holen wir jetzt nach. Wir fühlen uns hier schon recht wohl. Und trotzdem vermissen wir viel, allem voran die Familie. Wünsche, Träume, Ziele Die Arbeit mit Menschen gefällt uns sehr. Nach der Ausbildung könnten wir uns vorstellen, hier zu studieren und z. B. im Rahmen der Heilerziehungswissenschaften zu erforschen, wie Menschen mit Beeinträchtigung noch besser in ihrer Selbstständigkeit unterstützt werden können. Auf Madagaskar wäre ein solches Studium nicht möglich. Menschen mit Behinderung finden dort kaum Beachtung, werden häufig nur verwahrt statt angemessen betreut und unterstützt, leben oft am Rande der Gesellschaft in großer Armut. Unser Herzenswunsch ist es, irgendwann zurückzukehren mit all unseren Erfahrungen, die wir in Deutschland sammeln dürfen, um dann eine Behinderteneinrichtung auf Madagaskar ins Lebens zu rufen, in der die zu betreuenden Menschen echte Teilhabe und Unterstützung erfahren. Eine Einrichtung oder vielleicht sogar ein ganzes Dorf wie es Neuerkerode ist. Nur eben auf Madagaskar. Aufgeschrieben von: Petra Neu // Foto: Bernhard Janitschke Mehr zur Fachschule Heilerziehungspflege Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteAn der Geburtshilfe hängt ihr Herz
05.12.2024 An der Geburtshilfe hängt ihr Herz – Neues Leben – Den Kreißsaal, in dem sie selbst auf die Welt kam, gibt es auch viele Zehntausende Geburten später trotz mancher Umbaumaßnahmen immer noch. Und auch das leicht vergilbte Polaroidbild ist noch vorhanden. Ein Bild, das nach ihrer Geburt gemacht wurde. Darauf zu sehen ist ein junges Paar. Die Frau lächelt erschöpft, aber glücklich in die Kamera. Er ist ganz nah bei ihr, sein Blick geht zu dem neugeborenen Baby in ihrem Arm. „Die Polaroidaufnahme haben meine Eltern damals als Geschenk zu meiner Geburt bekommen“, sagt Dr. Dorothea Hausdörfer. Ein Geschenk vom Krankenhaus Marienstift, in dem Hausdörfer vor 39 Jahren in einer eiskalten Februarnacht nach vielen, vielen Stunden („Ich war das erste Kind, da dauert es ja oft etwas länger …“) geboren wurde – und wo sie heute als Oberärztin in der Gynäkologie und Geburtshilfe der Frauenklinik arbeitet. In die Geburt geschmuggelt Heute wird Dorothea Hausdörfer vor allem dann in den Kreißsaal gerufen, wenn es nicht mehr vorangeht, wenn es besonders lange dauert oder die kindlichen Herztöne nicht in Ordnung sind. „Aber manchmal – wenn meine Zeit es zulässt – schmuggle ich mich auch einfach so in eine ganz normale Geburt.“ Obwohl sie dann gar nicht gebraucht wird. „Dann kann ich einfach das Schöne zu Beginn eines neuen Lebens beobachten“, sagt die 39-Jährige – die Tränen kommen ihr („meistens“) heute nicht mehr in solchen Situationen. „Als junge Assistenzärztin war das anders und meine ersten Geburten sehr besonders und faszinierend für mich. Da ist auf einmal ein Mensch, der vorher in einem Bauch umgeben von Wasser gewohnt hat. Und dann schafft dieser Mensch von einem auf den anderen Moment diese Umstellung, atmet und macht einfach alles gut und richtig.“ Ihr liebster Einsatzort „Ich verbinde ganz viele Geburtsverläufe mit dem Kreißsaal, die Arbeit mit den Familien und ein Team aus ganz unterschiedlichen Professionen. Das ist herausfordernd und genau das, was ich mag.“ Auch wenn es mal anders läuft, als sich die Beteiligten das vielleicht ausgemalt haben. „Nicht alles ist schön und rosarot während einer Geburt. Aber ich möchte, dass sich alle gut betreut fühlen und den Weg, den wir gegangen sind, nachvollziehen können.“ Das gilt auch, wenn Hausdörfer nicht im Kreißsaal steht, sondern im gynäkologischen OP oder in der Sprechstunde im Einsatz ist. Dort behandelt sie Frauen mit Beckenbodenbeschwerden, Frauen, die nach der Menopause bluten, Frauen mit Endometriose, mit Eierstockzysten oder Myomen. „Themen, die gerade mit Blick auf eine älter werdende Bevölkerung wichtig und von denen ganz viele Frauen betroffen sind.“ Hausdörfer entscheidet dann: Wie können wir am besten helfen? Welche Therapie scheint zielführend? Müssen wir operieren? Ein guter Dialog mit den Frauen ist ihr wichtig. „Man sollte auf jeden Fall Menschen mögen, wenn man sich für diesen Beruf entscheidet“, sagt sie. Sowohl für Patientinnen als auch für Angehörige ein offenes Ohr haben. „Außerdem braucht es Neugierde und die Bereitschaft, sich immer weiter fortbilden zu wollen. Wissen wandelt sich ja stetig.“ Und ihr Beruf sei auch ein Handwerk. „Da ist es sinnvoll, nicht zwei linke Hände zu haben“, sagt die Oberärztin und lacht freundlich. Außerdem müsse man manchmal mit wenig Schlaf auskommen. Haltung zeigen Dorothea Hausdörfer arbeitet auch trotz Fachkräftemangels („Das geht leider am auch Marienstift nicht vorbei.“), fehlender Gelder für die Geburtshilfe („Gerade dieser Bereich ist schlecht aufgestellt, das ist ein politisches Problem.“) und oft stressiger Dienste gern am Marienstift. Nach ihrer Ausbildungszeit in großen Häusern hat sie sich bewusst für die kleinere Frauenklinik mit einem christlichen Profil entschieden. „Und dabei geht es mir nicht um die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion, sondern um eine Haltung. Um Zugewandtheit, ein Miteinander und respektvollen Umgang. Das schätze ich an der Arbeit in unserem Team und im Umgang mit den Patientinnen.“ Eine Haltung, die damals, als Dorothea Hausdörfer vor fast vierzig Jahren am Marienstift auf die Welt kam, insbesondere durch die auf der Station arbeitenden Diakonissen verkörpert wurde. Diakonissen, die Polaroidbilder an die frisch gebackenen Eltern auf der Station verschenkten. Hausdörfer blickt auf die alte Aufnahme von sich und ihren Eltern. „Meine Mutter hat mir davon berichtet, dass die Atmosphäre hier damals wohl sehr schön gewesen sei“, sagt sie im Kreißsaal stehend. Viele Zehntausende Geburten nach ihrer eigenen hier am Marienstift, trägt sie dazu bei, dass das auch heute noch so ist. Text: Petra Neu // Fotos: Bernhard Janitschke Mehr zur Klinik für Frauenheilkunde & Geburtshilfe Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteKomplimenteflieger
05.12.2024 Wie aus der Vision Wirklichkeit wird? Dafür brauchen wir uns alle! – Ein Papierflieger, der verbindet – Auf unserem Mitarbeitendenfest 2024 haben Kolleginnen und Kollegen Botschaften auf Papier geschrieben, einen Flieger daraus gefaltet, und dann ging es hoch hinaus mit dem Applaus. Herausgekommen sind viele tolle Komplimente, die uns wirklich berührt haben und die inzwischen auch als Teil einer besonderen Videoaktion durch unsere Unternehmensgruppe geflogen sind. Foto: Andreas Rodemann Mehr zur Vision der esn Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteDie Kleinsten stärken
05.12.2024 Die Kleinsten stärken – Mitbestimmen – „Dong“ … auch an diesem Donnerstagmorgen vibriert in der Krippe der Kita Peter und Paul hörbar die Klangschale. Die Kinder registrieren sie sofort, räumen ihren Bereich auf und versammeln sich auf dem Teppich. Der Morgenkreis startet, wie jeden Tag, mit einem Guten-Morgen-Lied. Danach wird – mit Unterstützung von Bildern – die weitere Tagesplanung besprochen. In der Kita gibt es viele strukturgebende Rituale und festgelegte Termine. Dazu gehört auch, dass zum Ende der Woche beide Gruppen viele Aktivitäten gemeinsam bestreiten, etwa im Rahmen eines gemeinsamen Frühstücks. Die insgesamt 23 Krippenkinder und ihre Erzieher bereiten ihr Essen zu: Da werden mal Äpfel, Bananen oder Birnen zu Schnitzen geschnippelt, mal Mehl, Zucker und Eier zu einem Waffelteig vorbereitet oder Tomatensoße und Teig zu Pizzaschnecken gerollt. Mit allen Sinnen genießen und lernen Der Kreativität und den Wünschen sind bei der Essensauswahl nahezu keine Grenzen gesetzt – einzig: Es muss ausgewogen sein, mit vornehmlich Biokomponenten und viel Obst und/oder Gemüse. Und ein weiterer wichtiger Entwicklungsaspekt kommt zum Tragen: „Beim gemeinsamen Frühstück wird die Partizipation noch einmal deutlich. Die Kinder können anhand von Bildern mitbestimmen, was es in der folgenden Woche zum Frühstück gibt. Denn besonders für die Jüngsten ist die Selbstbestimmung und Selbstwirksamkeit ein sehr großes Thema“, erläutert Gruppenleitung Verena Gonsberg. Egal, an welchem Tag, ohne Musik geht in der Kita nichts. So steht am Freitag der Singkreis auf dem Programm. „Hier kommen wir zusammen, um Lieder zu singen und Geschichten aus der Bibel zu erzählen“, sagt Gonsberg. Sie absolviert aktuell eine religionspädagogische Fortbildung, um auch den Kindern im Alter zwischen einem und bis zu drei Jahren die Geschichten noch besser zu vermitteln. Die Schöpfungsgeschichte erzählen die Erzieher und älteren Kinder zusammen mithilfe von Tüchern und Figuren nach. Angefangen mit einem schwarzen Tuch, dem „Nichts“, erweitert sich das Bodenbild parallel zu den Schöpfungstagen in der Bibel mit Abbildungen von Bergen, Tieren und den Menschen. Selbstständiges Handeln Wichtig ist den Erziehern, dass alle partizipieren können. „Um den Kindern noch mehr Raum und Fähigkeiten für selbstständiges Handeln zu geben, arbeiten wir mit der gebärdenunterstützenden Kommunikation. Wir begleiten damit Lieder, Gedichte, Bücher oder Alltagssituationen“, so Gonsberg. Neben dem Elternhaus kommt dem Kindergarten eine tragende Rolle in der Entwicklung der Kinder zu. Ob Struktur, Kreativität, Respekt und Verständnis und vieles mehr: In der Krippe und im Kindergarten lernen die Jüngsten die Grundlagen für ihren späteren Lebensweg. Text: Thomas Pöllmann // Foto: Bernhard Janitschke Mehr über unsere Kita Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteGott sei Dunk!
05.12.2024 Gott sei Dunk! Wir sind heute für Sie da. – Mittendrin – Es ist ein neues Spielfeld für die Evangelische Stiftung Neuerkerode (esn): Seit April 2024 besteht eine Kooperation mit den Basketball Löwen Braunschweig, die vorrangig inklusive Aspekte in den Fokus nimmt. Daraus entstanden ist etwa das „Inklu-Team“: Junge Menschen mit Behinderung, die von der esn betreut werden, sind aktiver Bestandteil der Service-Teams rund um die Heimspiele der „Löwen“ in der Volkswagen-Halle. Sie unterstützen das Verkaufsteam im Fan-Shop, helfen als Platzanweiser den Fans, zu ihrem Sitz zu finden oder sorgen mit dem Löwen-Personal für einen reibungslosen Ablauf beim Einlass und Ticketscan. Die zehn Mitglieder des „Inklu“-Teams sind stolz darauf, mit ihrer Arbeit andere Menschen zu unterstützen und etwas für ihre Heimat leisten zu können. Tom Krollig | Platzanweiser „Ich bin das erste Mal dabei und es ist ein tolles Gefühl, den Menschen helfen zu können und mit ihnen zu sprechen. Alle sind sehr höflich und bedanken sich für meine Hilfe – das würde ich gern öfter machen.“ Daniela Witt & Bastian Stademeier | Fan-Shop „Wir freuen uns jedes Mal, an einem Spieltag dabei sein zu können. Hier im Shop-Bereich beraten wir die Kunden über Größe oder Preise und haben ein Auge darauf, dass nichts geklaut wird. Und natürlich können wir hier in der Halle immer auch nebenbei das Spiel schauen.“ Kamil Loeper & Ann-Cristin Waldmann | Einlass „Wir helfen den Besuchern, wenn etwas beim Scannen der Eintrittskarte nicht funktioniert. Besonders, wenn viel Zulauf ist, müssen wir uns sehr gut konzentrieren. Ab und zu kommen wir mit den Menschen ins Gespräch oder es gibt ein Lob für unsere Arbeit – das ist schön.“ Das Inklu-Team im Einsatz und Statements von Projektbeteiligten: Text: Thomas Pöllmann // Fotos: Bernhard Janitschke // Video: Petra Neu Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteZwischen Abschied und Neubeginn
17.12.2024 Zwischen Abschied und Neubeginn – Babykörbchen – Der Alarm ist unscheinbar. Zweimal ein kurzes Piepsen, eine Pause, erneut zwei kurze Piepser. Im Grunde ist es das gleiche Signal, das ertönt, wenn jemand auf einem der Patientinnenzimmer die Klingel betätigt. Für die Pflegekräfte ist das Routine. Wenn zeitgleich aber noch ein visuelles Signal mit dem Schriftzug „Babykörbchen“ aufleuchtet, ändert das alles. Aus der Routine wird ein Ausnahmefall. „Mein Blick wandert dann direkt zu dem Bildschirm, der ständig unser Babykörbchen zeigt“, berichtet Miriam Plischke. Bestätigt dieser, dass hier wirklich ein Kind liegt, geht alles ganz schnell. Auf dem Weg nach unten rasen die Gedanken der Pflegefachkraft: Geht es dem Kind gut? In welcher Verfassung ist es? Miriam Plischke ist schon über 20 Jahre in der Klinik für Frauenheilkunde & Geburtshilfe tätig. Jedes Kind, das hier das Licht der Welt erblickt, ist ein kleines Wunder. Und doch, bei fast 1.000 Geburten im Jahr, auf eine gewisse Art Alltag. Anders bei dem Babykörbchen. „Hier wurden in den vergangenen 23 Jahren 14 oder 15 Kinder abgegeben“, sagt Plischke. Angst? Verzweiflung? Erleichterung? Die Gründe, warum die Mütter ihre Kinder abgeben, kennt sie nicht. „Ich kann und will mir wirklich nicht ausmalen, in was für einer Notlage sie sich befinden müssen, um ihr eigenes Fleisch und Blut abzugeben“, sagt sie. „Wenn ich nur daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut.“ Wie sich die Mutter fühlt, während sie ihr Kind in das Babykörbchen legt, kann wohl niemand nachvollziehen. Angst? Verzweiflung? Vielleicht auch Erleichterung? Um ihr in diesem Moment wenigstens etwas an die Hand zu geben, liegt ein Stempelkissen bereit, falls die Mutter einen Fußabdruck anfertigen möchte. Manche Frauen legen zum Abschied auch Briefe oder Spielsachen mit hinein. Sie finden einen Infozettel, auf dem steht, wie sie das Kind zurückbekommen können, falls sie sich umentscheiden. Hier findet sich auch der Hinweis, dass sich im Krankenhaus Marienstift gut um das Kind gekümmert wird. In liebevollen Händen Denn was auch immer vorher war – hier ist das Kind in Sicherheit, geborgen und umsorgt. Das Bettchen ist immer gemacht, bereit für den Ernstfall, rund um die Uhr vorgewärmt auf 37 Grad. Es ist ein erstes, warmes „Willkommen“. Dabei liegt das Baby hier nur kurz: Sobald die Mutter sich verabschiedet hat und die Tür sich wieder schließt, ertönt der Alarm. Schnell sind Plischke und ihre Kolleginnen vor Ort, wickeln das Baby in ein warmes Handtuch und nehmen es mit. „Auf der Station wird es zunächst untersucht und dann bringen wir es ins Kinderzimmer“, sagt Plischke. Außerdem wird das Jugendamt informiert, das sich um eine Pflegefamilie kümmert. Bis dahin ist es in liebevollen Händen. „Es ist nicht leicht, ein Kind zu sehen, das so allein in der Welt ist“, erzählt Plischke. Doch die Mitarbeitenden der Station bauen eine enge Bindung zu dem Baby auf. Sie geben ihm einen Namen, füttern und umsorgen es, nehmen es auf den Arm, kuscheln und geben Nähe und Geborgenheit – übernehmen all das, was sonst die Eltern tun würden. „Uns fällt es da gar nicht so leicht, das Kind wieder abzugeben“, sagt die Pflegefachkraft. „Aber natürlich freuen wir uns, wenn wir sehen, dass es in eine liebevolle Familie kommt.“ Doch wie passt die Möglichkeit, ein Kind abzugeben überhaupt zum Marienstift? „Ich finde, sehr gut – gerade mit dem christlichen Hintergrund der Nächstenliebe“, sagt Plischke. Schließlich gebe niemand die eigenen Kinder leichtfertig weg. Und wer wüsste, was mit den Kindern ohne diese Möglichkeit passieren würde, wenn die Eltern verzweifelt sind und nicht wissen, wie es weitergehen soll? Wie diese Verzweiflung aussehen kann, hat Plischke schon erlebt: Einmal, rund 15 Jahre ist das her, trifft sie vor dem Krankenhaus eine Frau, die extrem aufgewühlt ist. Die Pflegefachkraft spricht sie an. Es stellt sich heraus, dass die Frau in der mitgebrachten Sporttasche ihr Kind versteckt hat und auf der Suche nach dem Babykörbchen ist. Sie bricht zusammen, erzählt, warum ihre Situation so ausweglos für sie ist und sie keine Möglichkeit sieht, das Kind großzuziehen. „Das war eine Begegnung, an der ich wirklich lange zu knabbern hatte – und die gezeigt hat, wie wichtig das Babykörbchen ist“, sagt sie. Hilfe für Mütter in Not Zudem gibt es im Marienstift auch noch andere Möglichkeiten für Mütter in Notlagen. Sie können ihr Kind in einer sogenannten anonymen oder einer vertraulichen Geburt auf die Welt zu bringen. Bei der anonymen Geburt kommt die Mutter mit einem Pseudonym in die Klinik. Niemand kann die Daten der Mutter ermitteln. Bei der vertraulichen Geburt wird ihr Name in einer Beratungsstelle in einem versiegelten Umschlag hinterlegt. Hier hat das Kind nach 16 Jahren die Chance zu erfahren, wer die leibliche Mutter ist. Auch in solchen Fällen fragt Plischke niemals nach dem „Warum“. „Sie werden ihre Gründe haben und ich verurteile keine von ihnen. Außerdem gibt es genug Menschen, die sich sehnlichst ein Kind wünschen“, sagt Plischke. „Jedes Kind hat ein gutes Leben verdient. Und dazu können wir mit unseren Angeboten einen Beitrag leisten.“ Video zum Babykörbchen Text/Video: Lukas Dörfler // Fotos: Bernhard Janitschke/esn Mehr über das Babykörbchen Zur Inhaltsübersicht
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05.12.2024 Lebensreisen Editorial Liebe Leserinnen, lieber Leser, im Brief an die Gemeinde in Thessaloniki finden wir die wunderbare Jahreslosung für das Jahr 2025: „Prüft alles und behaltet das Gute!“. Wir sind diesen Leitgedanken gefolgt und haben dabei viel über den Alltag in der esn und den Bedarf an Weiterentwicklung gelernt. Wir haben uns gefragt: Wie lautet – möglichst auf den Punkt gebracht – die Vision der esn? Viele Kolleginnen und Kollegen haben sich im zurückliegenden Jahr mit eben dieser Frage beschäftigt, haben konstruktive Kritik ausgetauscht und dabei den Begriff der „Lebensreise“ in den Mittelpunkt gestellt. Ein Begriff, der auf wunderbare Weise unser aller Gehen durch die Zeit beschreibt – mit Höhen und Tiefen, Freude und Leid, glücklichen und herausfordernden Momenten. Eben diese Lebensreise wollen wir als esn bestmöglich begleiten. Mehr noch: Wir wollen dem Individuellen gerecht werden. Visionen beschreiben noch nicht erreichte, wohl aber realistische und wünschenswerte Ziele. Unsere Vision ist Versprechen und Angebot – für die Mitarbeitenden und für die uns anvertrauten Menschen. Von Lebensreisen erzählt diese Ausgabe. Von der Geburtshilfe bis zur Gestaltung der letzten Lebensphase, von der Ausbildung über das Talentmanagement bis hin zum Inklu-Team beim Basketball. Liebe Leserinnen und Leser, ich möchte nicht nur den Menschen, die in dieser Ausgabe portraitiert werden und denen, die in der Redaktion für Texte, Fotos und Gestaltung gesorgt haben, herzlich für ihr Wirken danken; ich möchte diesen Dank auf Beschäftigte und Ehrenamtliche ausdehnen. Auf all jene, die uns mit Zuwendungen etwa für unser Projekt Herzenswünsche bedacht haben, und natürlich auf die Menschen, deren Wohlbefinden uns anvertraut ist, und die uns bei der Verwirklichung unserer gemeinsamen Vision unterstützen. Im Verhältnis zueinander wollen wir die besten Wegbegleiter auf unseren Lebensreisen sein. Dass dieses oftmals schon Wirklichkeit ist, erfüllt mich mit Dankbarkeit und Stolz. Und da wo wir es noch nicht erreicht haben, werden wir gemeinsam für Verbesserungen und neue Wege eintreten. Auch in diesem Jahr blicken wir im Advent auf eine nahe und ferne Welt, die uns mit Sorge erfüllt. Es wird im Kleinen wie im Großen darauf ankommen, dass wir alle gemeinsam Verantwortung für unsere geteilte Zukunft übernehmen – wieder einmal mehr als noch in jüngerer Vergangenheit. Das Wunderbare der Weihnacht darf und soll uns dabei Zuversicht vermitteln – ohne Furcht und mit viel Liebe und Hoffnung. Machen wir gemeinsam etwas daraus! Ich wünsche Ihnen im Namen des Vorstands sowie unseres Verwaltungs- und Stiftungsrates unter der Leitung von Prof. Dr. Wilhelm-Albrecht Achilles von Herzen einen wunderbaren Advent und ein gesegnetes Weihnachtsfest sowie alles Gute für ein hoffentlich friedvolleres Jahr 2025! Ihr Tobias Henkel, Vorstandsvorsitzender Neues zum Blättern Ein Papierflieger, der verbindet Auf unserem Mitarbeitendenfest 2024 haben Kolleg:innen Papierflieger mit tollen Botschaften starten lassen. Zum Video An der Geburtshilfe hängt ihr Herz Den Kreißsaal, in dem sie selbst im Marienstift auf die Welt kam, gibt es immer noch. Heute arbeitet Dr. Dorothea Hausdörfer als Oberärztin in der Frauenklinik. Zum Text Zwischen Abschied und Neubeginn Ausnahmefall statt Routine: Pflegefachkraft Melanie Plischke über das Babykörbchen als wichtige Anlaufstelle für Mütter in Not. Zum Text Die Kleinsten stärken Morgenkreis, Schnitze schnippeln und mitentscheiden – über den Alltag in der Krippe Peter und Paul in Neuerkerode. Zum Text Neuerkerode auf Madagaskar? Ein Erfahrungsbericht vom Aufbrechen und Ankommen an der Fachschule Heilerziehungspflege in Neuerkerode. Zum Text Fußball in Neuerkerode: Endlich wieder rund Warum das Fußballangebot in Neuerkerode mehr ist als einfach nur Sport. Zum Text Gott sei Dunk! Die Mitglieder des Neuerkeröder Inklu-Teams unterstützen als Spieltagshelfer die Basketball Löwen Braunschweig. Zum Text Jackpot Talentmanagement Von der Kollegin zur Vorgesetzten – Saskia Schwarze leitet seit Mai den Berufsbildungsbereich Mehrwerk. Zum Text Anbieten, was gebraucht wird. Über Rückenfit, Resilienz und Humor im Arbeitsalltag – Interview mit Antje Paul, Leiterin der esn-Personalentwicklung. Zum Text Wer stolpert, kann daran wachsen Was passiert, wenn Menschen fast zeitgleich fallen? Das Ehepaar Frank fand gemeinsam den Weg ins Lukas-Werk, um Burnout und Depressionen zu heilen. Zum Text Jeden Freitag Urlaub Ein zufällig gefundener Flyer der Tagespflege am Rittergut Beienrode brachte im Leben der 78-jährigen Marlis Müller neue Perspektiven. Zum Text Niemand muss Bingo mögen Egal, ob Wellness, Wildgehege oder Vogelhochzeit - Challenge: Der Begleitende und Soziale Dienst des Theresienhofs in Goslar organisiert für die Bewohner der Senioreneinrichtung allerhand. Zum Text Die Zukunft liegt im Miteinander Lebensreisen in der esn? Ein Interview mit dem Vorstandsvorsitzenden Tobias Henkel über unsere Vision und darüber, was wir immer im Gepäck haben. Zum Interview Spendenprojekt Reiseträume verwirklichen und Auszeiten schenken Einfach mal rauskommen, die Seele baumeln lassen, dem Alltag entfliehen und Neues entdecken – für viele Menschen ist der Urlaub die schönste Zeit des Jahres. Hier werden Erinnerungen geschaffen, von denen lange gezehrt werden kann. Dass der Wunsch nach einer Reise auch bei den uns anvertrauten Menschen groß ist, kann da niemanden überraschen: Immer wieder erreichen das Team der „Herzenswünsche“ Anfragen rund um die Themen Reisen und Freizeitgestaltung. So wünscht sich beispielsweise eine Wohngruppe einen Zuschuss für eine Drei-Tage- Auszeit am Irenensee in Uetze. Eine Kinder- und Jugendwohngruppe möchte gemeinsam eine große Sportveranstaltung in Berlin besuchen. Ein junger Neuerkeröder wünscht sich einen Kurzurlaub in Norddeich- Mole. Und nicht immer geht es nur um mehrtägige Reisen, auch eine kurze Abwechslung vom Alltag kann viel bewirken. So wünschen sich beispielsweise fünfzehn Klientinnen und Klienten des Lukas- Werks eine Fahrt mit der Brockenbahn. Ein Ausflug zum Zoo steht ebenso auf den Wunschzetteln wie der Besuch eines Freizeitparks. Bewohner eines Seniorenheims würden gern eine Floßfahrt auf der Oker unternehmen. Einer Wohngruppe aus Neuerkerode wurde die Reise nach Spiekeroog ermöglicht. „Eine spannende Woche auf der Insel liegt hinter uns und wir haben viel erlebt“, fasst es eine Betreuungskraft zusammen. „Alle haben den Aufenthalt sehr genossen. Das schreit förmlich nach einer Wiederholung.“ Die Bürger haben Erinnerungen geschaffen, die lange bleiben. Doch egal, ob es sich um einen mehrtägigen Urlaub oder um eine einzelne Freizeitaktivität handelt: Jeder dieser Wünsche ist eine echte Herausforderung. Die Umsetzung muss individuell an die Bedürfnisse des oder der Wünschenden angepasst werden. Die Planung der Reisen und Aktivitäten sind organisatorisch enorm aufwendig, zeit- und kostenintensiv. Wege, Transportmittel, Unterkünfte und Aktivitäten müssen gegebenenfalls auf Barrierefreiheit überprüft werden und die Reisen lassen sich nur mit ausgebildeten Begleitpersonen verwirklichen. In den Urlaub fahren zu können ist aber ein Grundbedürfnis vieler Menschen – und Urlaub ist auch ein Bereich der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben von Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlichen Einschränkungen. Diese Wünsche wollen wir mit unserem Spendenprojekt „Herzenswünsche unterwegs“ unterstützen. Wir freuen uns über jede Geldspende für diese zweckgebundene Reisekasse, die ausschließlich den uns anvertrauten Menschen, unseren Bürgern, Bewohnern, Patienten und Klienten zugutekommt. Helfen Sie uns, Horizonte zu erweitern! Jetzt spenden Mehr News aus der esn News & Stories Events Zu den Veranstaltungen Sie möchten die Neuerkeröder Blätter und weitere Informationen aus der Unternehmensgruppe regelmäßig digital erhalten? Dann schreiben Sie uns gern eine E-Mail an: oeffentlichkeitsarbeit@neuerkerode.de
Zu der SeiteHerzliche Glückwünsche!
29.10.2024 Herzliche Glückwünsche! Zweiter Qualifizierungskurs für Pflegehelfer:innen am Bildungszentrum Marienstift erfolgreich abgeschlossen. Am Bildungszentrum Marienstift in Braunschweig haben 15 Teilnehmende den Qualifizierungskurs zur Pflegehelfer:in erfolgreich abgeschlossen. In insgesamt 200 Stunden Theorieunterricht haben die Teilnehmenden umfassendes Grundlagenwissen in der Pflege erlangt. Sie beschäftigten sich intensiv mit dem anatomischen Aufbau des Menschen, lernten wichtige Präventionsmaßnahmen und Prophylaxen kennen. Darüber hinaus fanden praktische Übungen im Demoraum statt, bei denen Themen wie Positionierung, Mobilisation und gesundheitsförderndes Verhalten im Fokus standen. Lehrkraft Britta Schröder sagte: "Es war eine schöne Zeit mit Ihnen und wir wünschen Ihnen für Ihre weitere berufliche Zukunft alles Gute!" Besonders erfreulich sei, dass eine der Teilnehmerin sich noch weiter qualifizieren möchte und die Ausbildung zur Pflegeassistentin an unserem Bildungszentrum beginnt. Zukunftsfähige Pflege Angesichts des steigenden Bedarfs an qualifizierten Fachkräften in der Pflege ist das Bildungsangebot von großer Bedeutung. Die Fortbildung wird am Bildungszentrum Marienstift seit September 2023 angeboten. Der nun abgeschlossene war der zweite Kurs dieser Art, mit dem das Bildungszentrum auf die gesetzliche Änderung gemäß § 113c SGB XI reagiert und der darauf abzielt, den wachsenden Bedarf an qualifizierten Mitarbeitenden in der Pflege zu decken. Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Qualifikation sind unsere Absolvent:innen nun auf dem Qualitätslevel Q2 – so wie es die gesetzliche Änderung ab 2025 vorsieht. Schulleiterin Katja Watzl betont: „Mit dem Qualifizierungsangebot schaffen wir eine zukunftsfähige Basis, damit alle Mitarbeitenden in der Pflege gesund, selbstwirksam und zufrieden arbeiten können!“ Ausbildungsmöglichkeiten am Bildungszentrum Marienstift Du willst dich in der Gesellschaft engagieren? Du willst für andere da sein? Du willst nicht nur ehrenamtlich aktiv sein, sondern auch einen sozialen Beruf ergreifen und mit Menschen unterschiedlichsten Alters arbeiten? Willst du lernen, wie der Mensch funktioniert, was Krankheit ist und wie du ganzheitlich pflegst? Dann sind die Ausbildungsmöglichkeiten am Bildungszentrum Marienstift (generalistische Pflegeausbildung/ Pflegehelfer:innen/Pflegeassistenz) genau richtig für dich. Mehr Infos
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