Die schönsten Seiten Braunschweigs für die Geburtshilfe
21.07.2026 Die schönsten Seiten Braunschweigs für die Geburtshilfe Das Hebammenteam am Marienstift in Braunschweig hat die Gewinner:innen eines Foto-Wettbewerbs ausgewählt. Welche Orte, Perspektiven und Augenblicke machen Braunschweig besonders? Dieser Frage widmete sich ein Fotowettbewerb des Krankenhauses Marienstift auf Social Media. Gesucht wurden die schönsten Bilder, die Nutzer:innen selbst in Braunschweig aufgenommen haben. Die besten Motive sollten einen besonderen Platz im Neubau der Frauenklinik erhalten und die Bereiche vor den drei neuen Kreißsälen verschönern. Die Resonanz auf den Wettbewerb war groß: Zahlreiche Teilnehmer:innen reichten ihre persönlichen Lieblingsaufnahmen ein und präsentierten die Löwenstadt aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln. Von bekannten Wahrzeichen bis hin zu stimmungsvollen Natur- und Stadtansichten zeigte die Vielfalt der Einsendungen, wie facettenreich Braunschweig ist. Nun sichtete das Hebammenteam am Marienstift die eingegangenen Fotos und stand dabei vor keiner leichten Aufgabe. Schließlich wurden drei Gewinnerbilder ausgewählt, die künftig einen Ehrenplatz im Flurbereich vor den neuen Kreißsälen erhalten.e. Mit den Motiven möchte das Krankenhaus Marienstift eine warme und einladende Atmosphäre schaffen. Die Bilder sollen werdende Eltern in einer besonderen Lebensphase willkommen heißen und gleichzeitig eine Verbindung zur Region herstellen. Das Team der Frauenklinik bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmer:innen für ihre kreativen Beiträge und das große Engagement. Jede Einsendung hat dazu beigetragen, Braunschweig von seiner schönsten Seite zu zeigen. Über unsere Geburtshilfe Die Geburt eines Kindes zählt zu den wichtigsten Momenten im Leben einer Familie. Wir in der Frauenklinik Eben-Ezer des Krankenhauses Marienstift stehen für eine familienorientierte, individuelle und moderne Geburtshilfe mit einem Team aus Hebammen, Ärztinnen und Ärzten, Anästhesiefachkräften, Stillberaterinnen sowie Kranken- und Kinderkrankenschwestern. Unsere drei großen Kreißsäle sind so gestaltet, dass Sie Ihr Baby in einer warmen und freundlichen Atmosphäre zur Welt bringen können. Mehr Infos
Zu der SeiteNachruf auf Pastor i. R. Egbert Tröger
15.07.2026 Nachruf auf Pastor i. R. Egbert Tröger Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm 23) Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Pastor i. R. Egbert Tröger, dem ehemaligen Vorsteher und Direktor der Evangelisch-lutherischen Diakonissenanstalt Marienstift. Von 1979 bis 1994 leitete er gemeinsam mit Oberin Käthe Radermacher unser Haus und prägte dessen Entwicklung in einer wichtigen Phase nachhaltig. Neben seinem Wirken als Vorsteher und Direktor galt sein besonderes Interesse der Geschichte des Marienstifts. Mit seinen historischen Arbeiten bewahrte er das Erbe unseres Hauses für kommende Generationen. Sein Werk „Zum Leben helfen – zum Helfen leben“, das anlässlich des 125-jährigen Jubiläums erschien, gilt bis heute als bedeutende Chronik und als wertvoller Beitrag zur Identität unserer Einrichtung. Pastor Tröger war ein geschätzter Seelsorger, ein engagierter Wegbegleiter und ein Mensch, der das Marienstift weit über seine aktive Dienstzeit hinaus begleitet und verbunden geblieben ist. Sein Wirken war geprägt von Glauben, Verantwortungsbewusstsein und einer tiefen Überzeugung für den diakonischen Auftrag. Wir erinnern uns in Dankbarkeit an Pastor Egbert Tröger. Sein Einsatz und seine Werke werden für das Marienstift unvergessen bleiben. Wir wissen ihn geborgen in Gottes Hand. Wir wünschen seiner Familie und Angehörigen Trost, Kraft und Zuversicht. Ihnen gilt in dieser schweren Zeit unser tiefes Mitgefühl.
Zu der SeiteUnverhofft Neuerkerode entdeckt
14.07.2026 Neuerkerode ist ans Herz gewachsen Es gibt im Leben immer wieder Momente, in denen sich schlagartig Gegebenheiten ändern und es einen beherzten Schritt und Schnitt braucht. Dennis Kühne-Klauk erlebte auf familiärer Ebene einen solchen Moment, der Auswirkungen auf viele Bereiche seines Lebens hatte – auch auf seinen beruflichen Werdegang. Schließlich hat ihn sein Weg nach Neuerkerode geführt – einen Ort, der ihn nicht losgelassen hat. „Nahezu unverhofft musste ich meinen alten Job an den Nagel hängen“, blickt der 48-Jährige auf die herausfordernde Zeit zurück. Damals hatte er an der Gründung eines Sport- und Freizeitbetriebs mitgewirkt, war dort als Trainer und Kursleiter tätig. Von jetzt auf gleich musste er sich umorientieren, weil die vielen Spätdienste nicht mit der Kinderbetreuung vereinbar waren. In dieser Zeit wird er auf das inklusive Dorf Neuerkerode und die Wohnen und Betreuen aufmerksam. In der Behindertenhilfe arbeiten? Für Dennis Kühne-Klauk war das eine Option, auch weil er bereits im Zivildienst in der Pflege arbeitete. „Ich hatte damit schon etwas Erfahrung, habe mir das zugetraut und mich in Neuerkerode beworben. So bin ich im Weidenweg gelandet“, erinnert er sich. Als Quereinsteiger und Hilfskraft ist er hier vier Jahre tätig, macht wertvolle Erfahrungen und eine sinnvolle Arbeit aus Überzeugung und im privaten Umfeld stabilisiert sich wieder vieles. Im Miteinander liegt das Glück Während der Corona-Pandemie überlegt er, doch noch einmal etwas anderes zu versuchen. So startet Dennis Kühne-Klauk eine Ausbildung als Personaldienstleistungskaufmann, die er auch erfolgreich abschließt. Und, die sicherlich in Zeiten des Fachkräftemangels gefragt ist. Aber das Herz hängt weiter an Neuerkerode und so kehrt er schnell wieder zurück. „Ich hatte noch Kontakt zu meiner früheren Leitungskraft und wir haben uns regelmäßig ausgetauscht. Schließlich gab es sowohl die Frage von dieser Seite, als auch den Wunsch von meiner, nach Neuerkerode zurückzukehren“, so Kühne-Klauk. Es habe viele Dinge gegeben, die ihn an Neuerkerode so gefesselt hätten. Das Verhältnis zu den Kolleg:innen sei super, das Miteinander in den Wohnbereichen und im Dorf – „einfach das sprichwörtlich unkomplizierte über den Gartenzaun“, erzählt er. Erfüllend sei zudem die Arbeit mit den Bürger:innen. „Man muss viel Herz mitbringen für diese Arbeit, Antennen haben für Krisen und Bedürfnisse. Aber dann sind es diese kostbaren Momente, diese kleinen Erfolge, die so viel Bedeutung haben und großartig sind. Zum Beispiel wenn ein Bürger, der motorisch nicht in der Lage ist, einen Deckel aufzudrehen, das aus eigener Kraft schafft“, so Kühne-Klauk. Wichtig sei dabei ein gutes und verlässliches Team um sich zu haben. „Wir ergänzen uns gut, weil jeder eine andere Vorgehensweise hat.“ Fotos: Nina Stiller, Andreas Rodemann Das Miteinander im Team, die Arbeit mit den Bürger:innen – all das motiviert ihn bei seiner Arbeit und im Bestreben danach, mehr darin zu investieren. „Ich bin jemand, der gerne mehr macht und Verantwortung übernimmt. Deshalb möchte ich unheimlich gerne meinen Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen machen, um später als Fachkraft mit organisatorischer Verantwortung zu arbeiten“, hat er einen Plan gefasst. Die Möglichkeiten beruflicher Weiterbildung und -entwicklung sind in der Wohnen und Betreuen gegeben. Dass die Arbeit in Neuerkerode kein normaler Job ist und die Kolleg:innen wie eine kleine Familie geworden sind, zeigt sich an den Besuchen von Dennis Kühne-Klauk – auch außerhalb der Arbeitszeiten. „Natürlich ist Erholung wichtig, weil die Arbeit schon anstrengend sein kann. Aber ich komme auch gern mal in meiner Freizeit vorbei, sage den Kolleg:innen Hallo oder gehe im Dorf spazieren“, berichtet er. Schließlich haben ihn viele kleine und große Schritte nach Neuerkerode geführt und man kann im wahrsten Sinne davon sprechen, dass es für ihn bewegend war, ist und bleiben wird. Hinter jedem Verhalten steckt mehr „Man muss viel Herz mitbringen für diese Arbeit, Antennen haben für Krisen und Bedürfnisse. Aber dann sind es diese kostbaren Momente, diese kleinen Erfolge, die so viel Bedeutung haben…” Dennis Klauk, Hilfskraft im Weidenweg Interesse? Steig bei uns ein! Weitere Informationen zu Jobangeboten in der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen erhältst du hier . Möchtest du etwas über das spannende Themenfeld Eingliederungshilfe erfahren? Dann klick hier . Noch Fragen? Hier sind unsere FAQs zum Bewerbungsprozess hinterlegt. Jetzt bewerben!
Zu der SeiteFußball-WM und Sportwetten: Zwischen Begeisterung und problematischem Wettverhalten
13.07.2026 Fußball-WM und Sportwetten: Zwischen Begeisterung und problematischem Wettverhalten Die Fußball-WM sorgt weltweit für Begeisterung und bringt Millionen Menschen zusammen. Doch auch Sportwetten rücken in dieser Zeit stärker in den Fokus. Während viele Fans nur gelegentlich tippen, kann die verstärkte Präsenz von Wettangeboten und Werbung für manche Menschen ein Risiko darstellen. Unsere Suchtexpert:innen Katja Bosse und Christian Horn aus dem Lukas-Werk sprechen über die Risiken von Sportwetten, den Einfluss von Werbung, mögliche Warnsignale und Unterstützungsmöglichkeiten. Ob am Arbeitsplatz, im Verein oder im Freundeskreis – Tippspiele gehören für viele Menschen bei großen Fußballturnieren ganz selbstverständlich dazu. „Viele Menschen beschäftigen sich in dieser Zeit intensiver mit Tippspielen und Sportwetten“, erklärt Katja Bosse, Diplom-Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin in der Fachambulanz Sucht Goslar. „Nicht selten werden auch Kinder und Jugendliche mit einbezogen.“ Auch Christian Horn, Sozialpädagoge und Suchttherapeut in der Fachambulanz Sucht Braunschweig, sieht bei großen Turnieren besondere Faktoren, die den Einstieg in Sportwetten erleichtern können. Durch die Vielzahl an Spielen, die ständige Berichterstattung und digitale Tippspiel-Plattformen rückt das Thema stärker in den Alltag vieler Menschen. Gleichzeitig werden diese Angebote immer professioneller. „Teilweise werden bei solchen Tippspielen bereits Quoten von Wettanbietern eingeblendet oder es wird direkt auf Wettangebote verwiesen. Dadurch kann die Hemmschwelle sinken, selbst eine Sportwette abzuschließen“, erklärt er. Die Rolle von Werbung Besonders die zunehmende Werbung für Sportwetten sehen beide Expert:innen kritisch. Vor allem bei großen Turnieren sind Wettangebote in vielen Bereichen präsent, beispielsweise in sozialen Medien, auf Online-Plattformen oder im Umfeld von Sportveranstaltungen. „Für viele Menschen ist Werbung für Sportwetten der erste Berührungspunkt mit diesem Thema“, erklärt Katja Bosse. Häufig sei dieser Erstkontakt zunächst auch mit positiven Erfahrungen verbunden. „Die ständige Konfrontation kann den Einstieg erleichtern oder einen Ausstieg erschweren“, beschreibt sie. Aus Sicht der Prävention wäre deshalb eine deutliche Einschränkung der Sportwettwerbung sinnvoll. Auch Kooperationen zwischen Sportwettanbietern und Sportvereinen, Verbänden oder Veranstaltern sollten aus ihrer Sicht kritisch hinterfragt beziehungsweise vermieden werden. Christian Horn zieht einen Vergleich zu früheren Erfahrungen mit Tabak und Alkohol. „Wenn man an Tabak und Alkohol denkt, wissen wir bereits, dass Werbung dazu beitragen kann, Konsum zu normalisieren“, erklärt er. Dort habe man entsprechende Maßnahmen ergriffen und die Werbung deutlich eingeschränkt. „Deshalb ist es für mich unverständlich, dass wir beim Glücksspiel jetzt ähnliche Entwicklungen sehen und nicht stärker handeln“, so seine Einschätzung. Der schleichende Weg in die Glücksspielsucht Nicht jede Sportwette hat problematische Folgen. Doch wenn sich eine Glücksspielsucht entwickelt, geschieht das meist schleichend. „Am Anfang steht meistens erstmal eine relativ unkritische Phase. Man spielt aus Spaß, die Abstände zwischen den Wetten sind größer und die Einsätze eher klein“, erklärt Christian Horn. „Später kommt es zu einer kritischen Gewöhnung: Man spielt häufiger, die Einsätze steigen und die Verluste nehmen zu.“ Der Versuch, verlorenes Geld durch weitere Wetten zurückzugewinnen, wird als „Chasing“ bezeichnet und kann die Verschuldung weiter verstärken. „Die Schuldenspirale ist bei der Glücksspielsucht besonders ausgeprägt“, sagt Christian Horn. „Man leiht sich Geld, nimmt Kredite auf und verheimlicht das Spielen vor Familie und Freunden.“ Gleichzeitig würden andere Lebensbereiche zunehmend in den Hintergrund rücken. „Hobbys, Freizeitaktivitäten und soziale Kontakte werden immer mehr vernachlässigt und das Glücksspiel wird zum zentralen Mittelpunkt im Leben.“ Ein weiterer Irrtum sei, dass gutes Fußballwissen automatisch die Gewinnchancen erhöhe. „Sportwetten sind, egal wie gut man sich auskennt, immer noch hauptsächlich vom Zufall bestimmt“, erklärt er. Gerade erste Gewinne könnten ein trügerisches Gefühl von Sicherheit vermitteln. „Eigentlich wünsche ich niemandem, dass er einen Volltreffer landet. Dann entsteht schnell der Eindruck, das Ganze sei ungefährlich und man macht weiter.“ Christian Horn Hilfe wird oft erst spät gesucht Laut Katja Bosse melden sich rund um große Fußballturniere vor allem Menschen, die bereits früher eine Glücksspielproblematik hatten und längere Zeit spielfrei waren. Der erhöhte Werbedruck und die allgegenwärtige Berichterstattung rund um den Fußball können einen starken Suchtdruck auslösen und das Rückfallrisiko erhöhen. Menschen, die während einer WM oder EM erstmals mit Sportwetten in Berührung kommen und später eine Problematik entwickeln, suchen dagegen häufig erst dann Unterstützung, wenn bereits erhebliche Folgen eingetreten sind, beispielsweise Überschuldung, der Verlust des Arbeitsplatzes oder familiäre Konflikte. Was Betroffene und Angehörige tun können Wer selbst merkt, dass Sportwetten immer mehr Raum im Alltag einnehmen oder finanzielle und persönliche Probleme entstehen, sollte möglichst früh handeln. „Ich würde raten, das Spielen sofort zu stoppen. Eine erste Schutzmaßnahme kann in dem Fall auch eine Selbstsperre über das deutschlandweite Sperrsystem OASIS sein. Und sich jemandem anzuvertrauen, das kann die Familie oder Freunde sein, aber eben auch eine Suchtberatungsstelle“, sagt Christian Horn. „Es muss keiner alleine schaffen“, betont er. „Es ist nicht nur völlig in Ordnung, sich Hilfe zu suchen, es ist sogar sehr schlau.“ Neben persönlichen Beratungsgesprächen bieten viele Suchtberatungsstellen auch anonyme Onlineberatungen per Chat oder Video an – kostenfrei und vertraulich. Das kann den ersten Schritt erleichtern. Je früher Unterstützung in Anspruch genommen wird, desto größer sind die Chancen, problematische Entwicklungen zu stoppen. Nicht nur Betroffene selbst, sondern auch Angehörige und Freunde können eine wichtige Rolle spielen. Katja Bosse betont zudem, dass Eltern und andere Bezugspersonen eine wichtige Vorbildfunktion haben. Kinder und Jugendliche sollten möglichst nicht in Tippspiele oder ähnliche Wettformate einbezogen werden. „Wenn Jugendliche über Freundeskreise erstmals mit Sportwetten in Kontakt kommen, sollten Eltern und andere Bezugspersonen das Gespräch suchen: sachlich, ohne Vorwürfe und mit einer offenen Aufklärung über die Risiken“, erklärt sie. Auch wenn Angehörige sich Sorgen um eine erwachsene Person machen, empfiehlt die Expertin, das Thema offen anzusprechen und Unterstützung anzubieten. „Hilfreich kann beispielsweise sein, gemeinsam eine Suchtberatungsstelle oder Schuldnerberatung aufzusuchen“, sagt Katja Bosse. Von finanzieller Unterstützung rät sie hingegen ab. „Das Übernehmen von Schulden oder das Verleihen von Geld kann dazu führen, dass problematisches Spielverhalten aufrechterhalten wird.“ „Wer sich für Sportwetten entscheidet, sollte sich im Vorfeld klare Grenzen setzen. Dazu gehören feste finanzielle und zeitliche Limits. Wichtig ist, diese regelmäßig zu überprüfen und konsequent einzuhalten, um einem problematischen Spielverhalten vorzubeugen.“ Katja Bosse Warnsignale für problematisches Wettverhalten Es wird häufiger oder mit höheren Einsätzen gewettet als ursprünglich geplant. Verluste sollen durch weitere Wetten schnell wieder ausgeglichen werden. Das Wetten nimmt immer mehr Zeit im Alltag ein. Die Gedanken kreisen häufig um Spiele, Quoten oder die nächste Wette. Familie, Freund oder Hobbys geraten zunehmend in den Hintergrund. Über das Ausmaß der Wetten wird gegenüber Angehörigen oder Freunden nicht offen gesprochen. Es entstehen finanzielle Probleme oder Schulden. Kontakt zu unserern Fachambulanzen Braunschweig Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH Fachambulanz Sucht Braunschweig St. Leonhard 1 38102 Braunschweig Telefon: 0531 180 537 10 fa-braunschweig@lukas-werk.de Goslar Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH Fachambulanz Sucht Goslar Martin-Luther-Straße 2 38640 Goslar Telefon: 05321 358 85 00 fa-goslar@lukas-werk.de Online-Beratung DigiSucht Sperrsystem Oasis Check dein Spiel
Zu der SeiteIn Neuerkerode kennt Musik keine Grenzen
13.07.2026 Musik kennt keine Grenzen Durch einen Zufall landet der fünfjährige Lim zufällig bei einer Probe der Neuerkeröder Band „Hand in Hand“ – und steht mittlerweile selbst mit ihr auf der Bühne. Es ist schönstes Frühlingswetter und Lim und sein Vater Robert sind in Neuerkerode unterwegs, um den Metalldetektor auszuprobieren, den der Fünfjährige gerade geschenkt bekommen hat. Eigentlich sollte es ein ganz normaler Spaziergang werden, wie sie ihn schon so oft in dem inklusiven Dorf gemacht haben. Doch statt auf Schatzsuche zu gehen, weckt etwas anderes ihre Aufmerksamkeit: Musik. Neugierig folgen sie den Klängen, die aus dem Okalhaus in der Nähe des Sportplatzes kommen – und stehen plötzlich mitten in einer Probe der inklusiven Band „Hand in Hand“. Sofort werden die beiden liebevoll von Bandmitglied Imke empfangen. Sie umarmt sie und kümmert sich liebevoll um die beiden – ohne sie vorher gekannt zu haben. Und damit nicht genug: Nach der Probe folgt eine herzliche Einladung aus der Band: „Kommt gerne nächstes Mal wieder vorbei. Wir würden uns freuen!“ Für Lim ist in diesem Moment noch nicht abzusehen, dass er nur wenige Monate später selbst Teil dieser Band sein wird. Ein Kind zwischen Musik und Bewegung Lim ist fünf Jahre alt, kommt aus Wolfenbüttel und hat viele Interessen: Er spielt gern Basketball, geht schwimmen, liebt Breakdance und fährt begeistert Schlittschuh. Doch vor allem hat er ein Gespür für Rhythmus und Bühne. „Schon als kleines Kind hat er gern gesungen und getanzt und im Garten den Wasserschlauch als Mikro benutzt“, erzählt seine Mutter Benjaphan. Die Musik liegt ihm im Blut: Der Vater spielt selbst Schlagzeug, zu Hause hört sich die Familie viel gemeinsam an. Seit einiger Zeit haben es Lim vor allem die Songs von Boybands aus den 90er-Jahren angetan. Er sagt: „Wenn ich Teenager bin, möchte ich selbst eine Boyband gründen.“ Auch dass Lim ohne Scheu in die Probe hineinschnuppert, kommt nicht von ungefähr. Neuerkerode begleitet ihn schon lange. „Lim ist praktisch mit Neuerkerode aufgewachsen“, sagt Robert. „Meine Mutter hat hier 25 Jahre gearbeitet, und ich selbst war im Neuerkeröder Kindergarten. Wir sind in unserer freien Zeit oft im Dorf unterwegs.“ Besuche bei Festen, Spaziergänge durchs Dorf – all das gehört für Lim einfach dazu. Berührungsängste? Fehlanzeige! Vom Zuhörer zum Bandmitglied Nach dem ersten zufälligen Besuch ist Lim begeistert. Zuhause hört sich die Familie die Lieder, die sie finden können, immer wieder an. Klar, dass sie auch bei der nächsten Probe dabei sind. Und diesmal greift Lim selbst zum Mikrofon und singt mit. So geht es weiter, Woche um Woche, Probe für Probe. Susanne Hesse, Mitarbeiterin der Neuerkeröder Musikpädagogik und ebenfalls Mitglied der Band, sagt: „Wir freuen uns total, dass Lim Teil der Band geworden ist. Das macht alles noch inklusiver. Denn genau darum geht es uns: Jeder ist bei uns willkommen.“ Schließlich steht das Sommerfest in Neuerkerode vor der Tür – und mit ihm Lims erster großer Auftritt. „Ich habe mich total darauf gefreut, war aber auch aufgeregt“, erzählt der Fünfjährige. Es ist ein Moment, der für viele Musiker:innen besonders ist – und für Lim ist es genauso. Auf der Bühne zu stehen, vor Publikum zu performen, Teil von etwas Größerem zu sein. Sein Vater sieht ihn dabei ganz klar in seinem Element: „Er ist ein Entertainer.“ Musik verbindet Die Band „Hand in Hand“ steht für gelebte Inklusion. Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Fähigkeiten – verbunden durch die Freude an Musik. Lim fügt sich genau in dieses Bild ein. Seine Geschichte zeigt, wie unkompliziert Inklusion sein kann, wenn man sie lebt: Ein Spaziergang, ein offenes „Kommt doch wieder vorbei“ – und plötzlich entsteht etwas Neues, von dem alle profitieren. Was als zufällige Entdeckung im Frühling begann, ist für Lim heute ein fester Bestandteil seines Lebens. Lim sagt: „Ich freue mich schon auf die nächste Probe – und vor allem auf den nächsten Auftritt!“
Zu der SeiteUnter guten Sternen
10.07.2026 Unter guten Sternen Horizonte erweitern, Perspektiven entwickeln und in fremde Welten eintauchen – das ist nicht nur Sinn und Aufgabe eines Theaters, sondern trifft gewissermaßen auch auf ein Planetarium zu. Unter diesen Voraussetzungen haben das Theater Endlich der esn-Tochter Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH und das Planetarium Wolfsburg im Rahmen einer Kooperation zusammengefunden. Herausgekommen ist das multimediale Theaterstück „Die Gesellschaft der Unverzichtbaren“. Fotos: esn, faktotum/Oli Schirmer Bunt, vielfältig und grenzenlos – in der unendlichen Weite des Universums ist die „Gesellschaft der Unverzichtbaren“ zu Hause. Gespielt von den neun Schauspieler:innen des Theater Endlich nahmen sie die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Einzigartigkeit des Weltalls. Visuell unterstützt mit projizierten Bildern in der Kuppel des Planetariums zeigte das Ensemble, dass es in den Galaxien keine Barrieren und Schranken gibt. Diese Erkenntnis, dieses Ideal – das die die Gesellschaft der Unverzichtbaren im Jahr 2126 bereits erlangt und erlebt –, wünscht sie sich auch für das Jetzt auf der Erde. Doch zeigt sich, dass es auf der Erde – fernab des großen Ganzen – noch einiges zu bewerkstelligen gibt: Fehlende Teilhabe und Fachkräfte, kein Mindestlohn und viele Barrieren schränken die Menschen im Leben, Alltag und der Arbeit ein. All das beschäftigt das Ensemble, das diesen Zustand der mit Fantasie und Herz überwindet: Auf ihren ganz eigenen Planeten – zu sehen und hören in wunderbaren Zeichnungen an der Kuppel und in Geschichten der Schauspieler:innen, die im Off zu hören sind, zeigt sich, dass Schwierigkeiten, Angst, Konflikte und Barrieren mit Mut und Zuversicht, Kreativität und Liebe überwunden werden und Sorgen und Nöte frei und schwerelos machen. Das Kooperationsprojekt zwischen Planetarium Wolfsburg, Spielraum Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) e.V. und Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH steht exemplarisch für die Haltung, kulturelle Teilhabe aktiv zu gestalten. Spielraum TPZ-Geschäftsführerin Sarit Streicher sagt dazu: „Theater bedeutet für uns nicht nur Bühne, sondern auch Mitgestaltung, Teilhabe und die Möglichkeit, gemeinsam neue gesellschaftliche Bilder zu entwerfen.“ „Dieses Stück zeigt eindrucksvoll, wie Kultur Räume öffnen kann – für Begegnung, Perspektivwechsel und die Frage, wie eine wirklich inklusive Gesellschaft aussehen kann. Es lädt nicht nur zum Zuschauen ein, sondern auch zum Nachdenken darüber, wie wir Zusammenleben gestalten wollen – und wen wir dabei vielleicht noch immer übersehen“, so Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH. Gefördert wurde das Stück von der Heidehof Stiftung, der Richard Borek Stiftung, der Dr. Kurt und Ruth Gahnz Stiftung sowie der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH.
Zu der SeiteGesundheitsversorgung braucht Verlässlichkeit
09.07.2026 Gesundheitsversorgung braucht Verlässlichkeit Geplante Kürzungen im Gesundheitswesen sorgen für große Unsicherheit bei Krankenhäusern in ganz Deutschland. Auch das Krankenhaus Marienstift in Braunschweig verfolgt die aktuellen Entwicklungen mit Sorge. Geschäftsführer Dr. Jan Wolff erklärt, warum die Diskussion um das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz nicht nur Krankenhäuser betrifft, sondern jede:n, der auf medizinische Versorgung angewiesen ist. Herr Dr. Wolff, Krankenhausfinanzierung und Gesundheitspolitik gelten vielen als komplexe Fachthemen. Warum sollte die Bevölkerung in Braunschweig diese Debatte dennoch aufmerksam verfolgen? Viele Menschen werden sich zunächst fragen, warum sie sich mit Krankenhausfinanzierung, Gesetzesvorhaben und Gesundheitspolitik beschäftigen sollten. Die Antwort ist einfach: Weil die Entscheidungen, die derzeit in Berlin diskutiert werden, direkte Auswirkungen auf die medizinische Versorgung vor Ort haben können. Die Menschen in unserer Region sind es gewohnt, dass sie im Notfall schnell und zuverlässig versorgt werden. Ob Geburt, Unfall, Herzinfarkt oder Krebsdiagnose – die notwendige medizinische Versorgung steht heute grundsätzlich zur Verfügung. Meine Sorge ist, dass diese Selbstverständlichkeit verloren gehen könnte. Der Bogen wird überspannt. Sollte das Gesetz in der derzeit diskutierten Form beschlossen werden, droht aus meiner Sicht ein Einbruch der Versorgungsstrukturen. Das bedeutet konkret: Menschen könnten künftig deutlich länger auf notwendige Behandlungen warten müssen. Einzelne medizinische Angebote könnten eingeschränkt werden oder sogar ganz wegfallen. Das wären Entwicklungen, die die Bevölkerung unmittelbar spüren würde. Sie sprechen von möglichen Auswirkungen auf die Versorgung. Ist das aus Ihrer Sicht bereits absehbar? Ja. Die wirtschaftliche Situation vieler Krankenhäuser ist bereits heute äußerst angespannt. Fast alle Krankenhäuser in Deutschland schreiben inzwischen rote Zahlen. Das betrifft große Maximalversorger ebenso wie kleinere und mittelgroße Häuser. Fast alle Krankenhäuser verzeichnen bereits jetzt negative Betriebsergebnisse. Das derzeit im Bundestag beratene Gesetz gefährdet aus unserer Sicht die Versorgung. Sollte es in der aktuellen Fassung verabschiedet werden, könnten Patient:innen deutlich länger auf dringende Behandlungen warten müssen oder bestimmte Angebote nicht mehr in dem Umfang vorfinden, wie sie es heute gewohnt sind. Das ist keine abstrakte wirtschaftliche Frage. Es geht um Menschen, die auf medizinische Hilfe angewiesen sind. Warum äußert sich das Krankenhaus Marienstift gerade jetzt zu diesem Thema? Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt. Der Bundestag berät derzeit über das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz und damit über ein Vorhaben, das aus Sicht vieler Krankenhäuser erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheitsversorgung haben könnte. Vor der abschließenden politischen Entscheidung möchten wir auf die möglichen Folgen aufmerksam machen und deutlich machen, warum eine verlässliche Finanzierung für die Gesundheitsversorgung in unserer Region so wichtig ist. Warum stehen die Krankenhäuser derzeit unter so großem Druck? Die Krankenhausreform verfolgt grundsätzlich wichtige Ziele. Eine stärkere Spezialisierung und die Konzentration medizinischer Leistungen können die Versorgungsqualität verbessern. Gleichzeitig erleben wir jedoch, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Krankenhäuser immer schwieriger werden. Aktuell sieht das geplante GKV-Sparpaket Einsparungen in Milliardenhöhe vor. Parallel steigen die Kosten für Personal, Energie, Medizintechnik und Infrastruktur kontinuierlich an. Für viele Kliniken entsteht dadurch eine Situation, in der notwendige Leistungen zwar erwartet werden, aber nicht ausreichend finanziert sind. Welche Rolle spielt dabei die Krankenhausreform? Die Krankenhausreform führt das sogenannte Leistungsgruppensystem ein. Ziel ist es, bestimmte Leistungen stärker auf spezialisierte Standorte zu konzentrieren. Die Reform ist grundsätzlich sinnvoll. Viele Krankenhäuser haben sich entsprechend auf dem Weg der Fokussierung auf Ihre Stärken gemacht. Was würde das konkret für das Krankenhaus Marienstift bedeuten? Besonders kritisch sehen wir, dass die geplanten Einsparungen genau in einer Phase erfolgen sollen, in der die Krankenhäuser bereits mitten in der Umsetzung der Krankenhausreform stehen. Die Kliniken investieren in neue Strukturen, Spezialisierungen und Versorgungsangebote. Gleichzeitig sollen ihnen nun erhebliche Finanzmittel entzogen werden. Das erschwert die langfristige Planung und gefährdet notwendige Investitionen in die Zukunft der Versorgung. Betrifft diese Entwicklung nur einzelne Krankenhäuser? Nein. Die Sorgen werden von Krankenhäusern unterschiedlichster Größe und Trägerschaft geteilt. Bei einem gemeinsamen Austausch von Klinikvertreter:innen aus Südostniedersachsen wurde deutlich, dass die gesamte Region vor ähnlichen Herausforderungen steht. Krankenhäuser, psychiatrische Einrichtungen und kommunale Kliniken warnen übereinstimmend vor den Folgen weiterer Kürzungen. Die Sorge betrifft die Gesundheitsversorgung insgesamt – nicht nur einzelne Häuser. Was wünschen Sie sich von der Politik? Wir brauchen Planungssicherheit und eine verlässliche Finanzierung. Krankenhäuser sind keine gewöhnlichen Wirtschaftsunternehmen. Sie sind Teil der kritischen Infrastruktur und müssen rund um die Uhr bereitstehen – unabhängig davon, ob gerade wirtschaftlich gute oder schwierige Zeiten herrschen. Deshalb wünschen wir uns, dass notwendige Reformen nicht durch zusätzliche Kürzungen konterkariert werden. Die Weiterentwicklung des Gesundheitssystems kann nur gelingen, wenn Krankenhäuser gleichzeitig die finanziellen Voraussetzungen erhalten, ihren Auftrag zu erfüllen. Ihr persönlicher Appell an die Menschen in der Region? Gesundheitsversorgung wird oft erst dann sichtbar, wenn man sie selbst benötigt. Das Krankenhaus Marienstift ist seit vielen Jahrzehnten ein verlässlicher Bestandteil der medizinischen Versorgung in Braunschweig. Unsere Mitarbeitenden leisten jeden Tag Außergewöhnliches für Patient:innen. Deshalb sollten wir gemeinsam darüber sprechen, welchen Wert eine wohnortnahe und jederzeit erreichbare Gesundheitsversorgung für unsere Gesellschaft hat. Denn am Ende geht es nicht um einzelne Krankenhäuser – es geht um die Versorgung der Menschen. Über das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz Mit dem geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz möchte die Bundesregierung einen weiteren Anstieg der Krankenkassenbeiträge verhindern. Hintergrund sind prognostizierte Finanzierungslücken der gesetzlichen Krankenversicherung von bis zu 40 Milliarden Euro bis 2030. Vorgesehen sind unter anderem: Begrenzungen bei der Vergütungsentwicklung im Gesundheitswesen. Einsparungen im Krankenhausbereich in Milliardenhöhe. Nach Berechnungen von Krankenhausverbänden könnten die Kliniken bundesweit bereits 2027 mit erheblichen Mindereinnahmen konfrontiert werden. Maßnahmen zur Dämpfung der Ausgabensteigerungen bei Krankenhäusern und weiteren Leistungserbringern.
Zu der SeiteAufschlag gelungen: ESSWERK serviert bei Brawo Open
08.07.2026 Gelungener Aufschlag Es ist ein eingespieltes Doppel: Bereits seit einigen Jahren sind das Catering der Evangelischen Stiftung Neuerkerode und die Brawo Open enge Kooperationspartner. In diesem Jahr hat das ESSWERK – das inklusive Catering aus dem Bereich der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen – als neugegründete Marke den Auftakt gemacht. . Zum Start der White Night hatte das Esswerk-Team den VIP-Bereich entsprechend eingerichtet, eingedeckt und wartete mit kreativen Menüs auf, die von Menschen mit und ohne Behinderung serviert wurden. Der Aufschlag für die neue inklusive Gastronomie ist damit erfolgt. Zum ESSWERK gehören unter anderem die Cafés Parkblick und Kreuzgang sowie die Schulverpflegung. Das Ziel des ESSWERKS ist, Menschen mit Behinderung zu qualifizieren, zu begleiten und Schritt für Schritt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vorzubereiten. Dieser Weg soll über Praktika, berufliche Qualifizierung und individuell begleitete Arbeitsplätze Erfahrungen bei potenziellen Arbeitgebern ermöglichen. Im Gegenzug bieten sich für Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels neue Optionen - menschlich, fachlich, wirtschaftlich. Viel zu tun: Das ESSWERK musste für das Catering bei den Brawo Open einiges vorbereiten. Fotos: Andreas Rodemann
Zu der SeiteBasketball Löwen esn verlängern erfolgreiche Partnerschaft
03.07.2026 Basketball Löwen und Top-Partner esn verlängern erfolgreiche Partnerschaft Die Basketball Löwen Braunschweig und die Evangelische Stiftung Neuerkerode (esn) setzen ihre langjährige sowie vertrauensvolle Zusammenarbeit fort und haben ihre Kooperation verlängert. Darüber hinaus bauen die Partner ihr gemeinsames Engagement für gelebte Inklusion weiter aus. Die Zusage zur Fortsetzung der Zusammenarbeit erfolgte bereits frühzeitig und unabhängig von damalig noch offenen Rahmenbedingungen für die kommende Saison. Dies verdeutlicht das gegenseitige Vertrauen und die langfristige Ausrichtung der Partnerschaft. Seit vielen Jahren verbindet die Basketball Löwen und die Evangelische Stiftung Neuerkerode eine enge Partnerschaft, die weit über ein klassisches Sponsoring hinausgeht. Ein fester Bestandteil der Zusammenarbeit ist die aktive Einbindung von Menschen mit Behinderung in den Spieltagsbetrieb der Basketball Löwen, die an den Heimspielen der Löwen in der Volkswagen Halle aktiv mitwirken und das Team hinter den Kulissen tatkräftig unterstützen. Damit wird Inklusion nicht nur thematisiert, sondern sichtbar gelebt. Löwen-Geschäftsführer Nils Mittmann: „Unsere Partnerschaft mit der Evangelischen Stiftung Neuerkerode ist für uns weit mehr als eine Kooperation. Sie steht für gemeinsame Werte, gegenseitigen Respekt und gelebte Teilhabe. Wir freuen uns sehr, diesen erfolgreichen Weg gemeinsam fortzusetzen und auch in Zukunft wichtige Impulse für mehr Inklusion in unserer Region zu setzen.“ Auch auf Seiten der Evangelischen Stiftung Neuerkerode ist die Freude über die Fortsetzung der Zusammenarbeit groß. „Die Basketball Löwen zeigen seit vielen Jahren, dass Inklusion dort beginnt, wo Menschen selbstverständlich gemeinsam aktiv werden. Unsere Partnerschaft ist geprägt von einem echten Miteinander und vielen persönlichen Begegnungen. Dass dieses Engagement nun fortgesetzt und sogar weiter ausgebaut wird, freut uns sehr“, erklärt Ingo Besse, Vorstandsmitglied der Evangelischen Stiftung Neuerkerode. Gemeinsam Gutes bewegt Zum Ende der vergangenen Saison versteigerten die Löwen acht von ihren Spielern getragene Shooting-Shirts. Dabei kamen insgesamt 500 Euro an Spenden zusammen. Der vollständige Erlös kommt dem Tiny-Haus-Projekt der Evangelischen Stiftung Neuerkerode zugute, das Menschen mit Assistenzbedarf neue Wohn- und Lebensperspektiven eröffnet. „Ein Leben in einem Tiny Haus macht mich stark. Ich kann alles in meinem Tempo machen, nach meinem eigenen Rhythmus. Und ich möchte zeigen, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung selbstständig und selbstbewusst leben können“, sagt Antonja, eine der Jugendlichen aus der Neuerkeröder Wohngruppe, die die Idee eines Tiny House mit entwickelt hat.“ Teamevent geplant Mit der Vertragsverlängerung wurde zudem ein weiterer gemeinsamer Baustein vereinbart: Im Laufe der Saison 2026/27 wird die Profimannschaft der Basketball Löwen einen Tag auf der Baustelle des Tiny-Hauses verbringen und sich im Rahmen eines gemeinsamen Teambuilding-Events aktiv einbringen. Ziel ist es, den persönlichen Austausch weiter zu intensivieren und die Begegnungen zwischen den Spielerinnen und Spielern sowie den Menschen der Stiftung weiter zu fördern. Mit der Verlängerung der Partnerschaft setzen die Basketball Löwen Braunschweig und die Evangelische Stiftung Neuerkerode ein starkes Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung, nachhaltige Zusammenarbeit und gelebte Inklusion – auf und neben dem Spielfeld.
Zu der SeiteAustausch über die Arbeit und Herausforderungen der Suchthilfe
03.07.2026 Austausch über Arbeit und Herausforderungen der Suchthilfe Bei einem Besuch im Café Clara informierte sich Martin Albinus (Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie sowie stellvertretender Sozialdezernent in Braunschweig und Landratskandidat im Landkreis Wolfenbüttel), über die vielfältige Arbeit der Suchthilfe und tauschte sich mit Mitarbeitenden über aktuelle Herausforderungen wie Fachkräftemangel, fehlenden Wohnraum, steigende Bürokratie und die Auswirkungen von Kürzungen im Sozialbereich aus. Der Tagestreffpunkt Café Clara in Wolfenbüttel ist ein niedrigschwelliges, ergänzendes Hilfe- und Kontaktangebot der Lukas-Werk Gesundheitsdienste für substituierte opiatabhängige Menschen und bietet einen Schutz- und Aufenthaltsraum. Im Rahmen eines Besuchs informierte sich Martin Albinus über die Arbeit sowie die Rahmenbedingungen in der Suchthilfe. Vorgestellt wurden dabei die vielfältigen Angebote, darunter das Café, die psychosoziale Beratung, Streetwork, Substitutionsbegleitung sowie die Vermittlung in weiterführende Hilfen. Aus seiner beruflichen Tätigkeit bringt Martin Albinus bereits Berührungspunkte mit dem Themenfeld Suchthilfe mit: Im Gespräch ging es unter anderem um die Problematik von Konsum im Jugendalter, Präventionsangebote, Angehörigenberatung und Substitution. Im weiteren Verlauf wurden auch systematische Hürden, wie Fachkräftemangel, personelle Belastungen, fehlender Wohnraum, steigende bürokratische Anforderungen, zunehmend komplexe Fallkonstellationen sowie die Auswirkungen der Kürzungen im Sozialbereich beleuchtet. Deutlich wurde dabei, wie wichtig verlässliche Strukturen und eine langfristig gesicherte Finanzierung für eine bedarfsgerechte Unterstützung sind. Ilka Schindler, Regionalleitung Braunschweig-Wolfenbüttel des Lukas-Werks, betonte zudem die gute Vernetzung mit Kooperationspartnern, Krankenhäusern, der Stadt und weiteren Akteuren. Der Ausbau und die Pflege dieser Strukturen seien aus ihrer Sicht von großer Bedeutung. „Der Besuch bot Gelegenheit, unsere Arbeit vorzustellen und sich über die Bedarfe der Menschen, die wir begleiten, sowie die aktuellen Herausforderungen in der Suchthilfe auszutauschen. Wir bedanken uns herzlich für das Interesse an unserer Arbeit und den offenen, fachlichen Austausch" Ilka Schindler v.l. Martin Albinus, Ilka Schindler, Carola Mirwa (Café Clara), Norman Bialas (Café Clara) Präventive und Reha-Angebote sichern Die Finanzierung der Suchtberatung bleibt in vielen Kommunen unsicher. Da kommunal finanzierte Suchtberatung überwiegend als freiwillige Leistung organisiert ist, hängt ihr Umfang häufig von der jeweiligen Haushaltslage ab. Fachverbände und Träger verweisen seit Jahren auf eine angespannte Finanzierungssituation vieler Beratungsstellen und Einrichtungen der Suchtrehabilitation. Auch im Bereich der stationären Suchtrehabilitation stehen zahlreiche Einrichtungen unter wirtschaftlichem Druck. Sollten Finanzierung und Vergütung nicht langfristig abgesichert werden, führt dies zu Einschränkungen des Angebots und möglichen Standortschließungen. Stimmen aus dem esn-Verbund zu den Auswirkungen der geplanten Reformpläne im Sozial- und Gesundheitswesen: Mehr Infos
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