Nachruf auf Dr. med. Niels Benatar
04.07.2026 Nachruf auf Dr. med. Niels Benatar Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. (Psalm 23) Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Dr. med. Niels Benatar, dem langjährigen Chefarzt der Klinik für Handchirurgie und angeborene Handfehlbildungen an unserem Krankenhaus Marienstift. Über 25 Jahre lang prägte Dr. Benatar die Entwicklung unseres Hauses maßgeblich. Unter seiner Leitung erwarb sich die Klinik einen hervorragenden Ruf, der weit über die Region hinaus bis auf internationale Ebene reichte. Seine herausragende fachliche Expertise, insbesondere in der Handchirurgie und der Behandlung angeborener Handfehlbildungen, machte ihn zu einem hochgeschätzten Arzt und anerkannten Experten seines Fachgebietes. Mit großem Engagement, medizinischer Exzellenz und menschlicher Zugewandtheit setzte er sich für das Wohl seiner Patient:innen ein. Zugleich förderte er Innovationen und die interdisziplinäre Zusammenarbeit und gestaltete damit die Entwicklung des Marienstifts nachhaltig mit. Dr. Benatar war nicht nur ein herausragender Mediziner, sondern auch ein geschätzter Kollege und Mensch. Sein Wirken war geprägt von fachlicher Kompetenz, persönlicher Bescheidenheit und einer tiefen Verbundenheit mit dem diakonischen Auftrag unseres Hauses. Wir gedenken seiner in Dankbarkeit und Respekt. Sein Lebenswerk und sein Einsatz für die ihm anvertrauten Menschen werden unvergessen bleiben. Wir wissen ihn geborgen im Reich Gottes. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und allen Angehörigen. Wir wünschen ihnen in dieser schweren Zeit Kraft, Trost, Mut und Zuversicht.
Zu der SeiteEin Tag voller Freude, Rückblicke und neuer Wege
30.06.2026 Ein Tag voller Freude, Rückblicke und neuer Wege Die 15 Schüler:innen der Klasse HEP 48 haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und schauen auf drei sehr prägende Jahre zurück, in denen sie gelernt, reflektiert, ausprobiert und sich fachlich wie persönlich weiterentwickelt haben. Bei hochsommerlichen Temperaturen und in familärer Atmosphäre feierte die Klasse HEP 48 ihren Abschluss. Gemeinsam mit Lehrkräften, Kolleg:innen und Mitschüler:innen wurde nicht nur das Erreichte gefeiert, sondern auch all das, was auf dem Weg dorthin erlebt wurde. Besonders war in diesem Jahr, dass erstmals auch die Angehörigen mit dabei waren. Früchte ernten und Zukunft gestalten Schulleiterin Annegret Jäkel machte gleich zu Beginn deutlich, was dieser Moment für sie bedeutet: „Für uns ist das immer so ein bisschen die Früchte ernten, die wir gesät haben.“ Nach drei Jahren Ausbildung sei es etwas Besonderes, das Ergebnis dieser gemeinsamen Zeit zu sehen. Sie erinnerte daran, dass der Weg dorthin nicht immer einfach war. Neben Unterricht, Klausuren und Präsentationen habe es auch viele persönliche Herausforderungen gegeben. Dass am Ende alle zur Prüfung angetreten sind und den Abschluss gemeistert haben, freue sie daher umso mehr. Gleichzeitig lud sie die Absolvent:innen dazu ein, diesen Moment auch als Chance zu sehen, das eigene Leben noch einmal neu zu betrachten: Was passt, was soll bleiben, was darf sich verändern? „Für all die, die die Stiftung verlassen und erstmal andere Wege gehen: Sie sind hier jederzeit wieder herzlich willkommen – alle, die bleiben, darüber freuen wir uns natürlich ganz besonders.“ Annegret Jäkel, Schulleiterin Auch Markus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen (WuB), gratulierte den Absolvent:innen herzlich und betonte, dass sie an diesem Tag einen wichtigen Meilenstein erreicht haben. Besonders freue er sich, einige von ihnen nun als Fachkräfte in der WuB begrüßen zu dürfen. In seiner Rede ging er auch auf die aktuellen politischen Diskussionen über steigende Kosten und mögliche Einsparungen in der Eingliederungs- und Jugendhilfe ein und fand dabei deutliche Worte: „Dabei wird in erster Linie daran gedacht, auf der Leistungsebene zu sparen, was offensichtlich mangels zu erwartenden Widerstandes der einfachste Weg scheint. Aber es ist definitiv der falsche Weg. Er schränkt die Würde des Menschen ein.“ Am 10. Juni war die Fachschule HEP in dem Zusammenhang bei der Großdemo gegen die Reform im Gesundheitswesen in Hannover präsent. Für dieses Engagement bedankte er sich noch einmal persönlich. „Ihre zukünftige Arbeit bedeutet, Menschen im Alltag zu unterstützen, Selbstbestimmung zu ermöglichen und Teilhabe zu erleichtern – keine romantisierte, sondern eine sehr konkrete und notwendige Aufgabe.“ Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, wie viel die Absolvent:innen in den vergangenen Jahren geleistet haben. Sie hätten reflektiert, ausprobiert, korrigiert und neu gedacht und dabei erfahren, dass pädagogische Arbeit nicht immer planbar ist. „Wir brauchen Menschen, die nicht nur helfen, sondern professionell begleiten. Menschen, die wissen, wann Unterstützung notwendig ist, aber auch, wann Selbstständigkeit Vorrang hat.“ Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH. Auch die Klasse HEP 48 nutzte die Gelegenheit, um noch einmal Danke zu sagen. In persönlichen Worten richteten die Absolvent:innen ihren Dank an die Lehrkräfte sowie alle Wegbegleiter:innen, die sie in den vergangenen Jahren unterstützt, motiviert und begleitet haben. Ein bunter Tag bis in den Abend Neben der Zeugnisübergabe gab es noch ein kreatives Rahmenprogramm, organisiert und durchgeführt von den Klassen HEP 49 und HEP 50. Zum Auftakt wurde es musikalisch: Der Song „Komet“ von Udo Lindenberg wurde von den Schüler:innen live performt und erhielt eine eigens umgetextete Version, die die vergangenen Jahre und die Absolvent:innen in den Mittelpunkt stellte. Im Anschluss sorgten mehrere Spiele für Unterhaltung. Bei „Ruckzuck“, angelehnt an die bekannte TV-Show, stellten sich die Schüler:innen in einer Reihe auf, trugen Kopfhörer und gaben Begriffe aus ihrer Ausbildung weiter, die möglichst treffend beschrieben werden mussten. Auch im zweiten Spiel war Teamarbeit gefragt: Auf kleinen Matten bewegten sich die Gruppen gemeinsam nach vorne, ohne den Boden zu berühren. Schritt für Schritt arbeiteten sie sich so bis ins Ziel vor. Zum Abschluss wurden dann auch die Lehrkräfte gefordert: Sie sollten allein anhand der Stimme erkennen, welche Schüler:innen zu ihnen sprachen. Bei Buffet, kühlen Getränken und vielen Gesprächen ließ man den Tag gemeinsam ausklingen, bevor man sich am Abend beim Mitarbeitendenfest der esn gleich wieder traf und gemeinsam weiterfeierte.
Zu der SeiteEs bleibt in der Familie
24.06.2026 Es bleibt in der Familie In der Filiale Eschede-Lachendorf haben zwei Schwestern ihre Berufung gefunden. Dabei ist ihr Weg eigentlich ganz anders gestartet. In der Filiale Eschede-Lachendorf der Diakoniestation Gifhorn arbeiten zwei Frauen, die mehr verbindet als ihr Beruf: Susanne Brandt und Christiane Andrä sind Schwestern – und teilen ihre Leidenschaft für die Pflege. Was zunächst wie ein ungewöhnliches Arbeitsmodell klingt, ist für die beiden vor allem eines: ein Gewinn – für sie selbst und für die Menschen, die sie täglich betreuen. Dabei musste Andrä von Brandt erst von dem Schritt in die Pflege überzeugt werden. Denn beide haben sich ursprünglich für andere Beruf entschieden. Susanne Brandt ist gelernte Hauswirtschafterin. Da sie ihre Ausbildung in einem Senioren- und Pflegezentrum absolvierte, ergab sich eine Chance. „Sie haben jemanden gesucht, der fünf Tage in der Pflege arbeitet. Ich war schon immer unerschrocken und dachte: Das mache ich!“, erinnert sich die 49-Jährige. Da sie die Bewohnenden bereits kannte, fiel ihr der Einstieg leicht – und bald wurde ihr klar, dass sie ihre Berufung gefunden hatte. Sie sagt: „Die Dankbarkeit, die man erfährt, ist großartig. Ich liebe diesen Job und könnte mir nichts anderes mehr vorstellen.“ Über Kontakte aus ihrer vorherigen Tätigkeit fand Brandt schließlich den Weg zur Filiale Eschede-Lachendorf der Diakoniestationen Harz-Heide. Besonders die ambulante Pflege hat es ihr angetan. „Das ist genau mein Ding“, sagt sie überzeugt. Es gefällt ihr sogar so gut, dass sie ihre Schwester Christiane ins Team holen möchte. Denn Brandt ist überzeugt: Der Job ist auch für Christiane genau das richtige. Dabei macht Andrä einen ganz anderen Job: Die gelernte Kauffrau arbeitet im Einzelhandel. Und das schon seit 19 Jahren. Mittlerweile ist da ein bisschen die Luft raus. Sie erzählt: „Meine Schwester hat schon lange versucht, mich von einem Wechsel in die Pflege zu überzeugen. Aber ich hatte Angst vor etwas Neuem.“ Christiane Andrä Das änderte sich, sobald sie ihre Schwester zu Einsätzen begleitete. „Ich war begeistert“, sagt sie rückblickend. Der direkte Kontakt zu Menschen, die sinnstiftende Arbeit – all das überzeugte sie. Heute ist sie als Quereinsteigerin in der ambulanten Pflege tätig und schätzt besonders die Unterstützung durch ihre Schwester. „Da bin ich in einer tollen Lage. Ich kann immer direkt nach einer Einschätzung fragen und von ihrer Erfahrung profitieren“, sagt sie. Im Arbeitsalltag sind die beiden allerdings meist auf sich allein gestellt. Die Pflegetouren absolvieren sie eigenständig, fahren von Haushalt zu Haushalt und kümmern sich um die Bedürfnisse ihrer Kund:innen. Trotzdem sind sie eng verbunden: Über Sprachnachrichten halten sie sich während des Tages auf dem Laufenden. Entlastung durch Austausch Auch nach Feierabend lässt sie die Arbeit nicht los – allerdings auf eine positive Art. „Wir reden jeden Tag über die Arbeit“, sagt Brandt. „Für uns ist das aber keine Belastung. Im Gegenteil: So stauen sich gar nicht erst Dinge an, die uns belasten könnten.“ Eine Herausforderung gibt es allerdings: „Schwierig ist es nur, wenn eine von uns Urlaub hat“, sagt Andrä. Dann versuchen beide bewusst, das Thema Arbeit auszuklammern. Schließlich soll die freie Zeit auch wirklich der Erholung dienen. Dass sie Schwestern sind, bleibt auch ihren Kund:innen nicht verborgen. „Die meisten sehen das sofort“, erzählt Brandt. „Und wenn wir es dann bestätigen, freuen sich die meisten sehr.“ Die besondere Verbindung der beiden kommt gut an. „Manchmal sagen sie abends: Heute wurde ich nur von den Schwestern versorgt“, berichtet sie. Dabei gibt es sogar noch eine dritte Schwester im Bunde – die sich allerdings für einen ganz anderen Weg entschieden hat. Sie arbeitet in einem Reisebüro. Wird auch sie bald überzeugt werden, in die Pflege zu wechseln? „Wir beide lieben unseren Job. Doch für unsere Schwester wäre das nichts“, sagt Brandt. „Für die Pflege muss man gemacht sein – so wie wir.“ Weitere Informationen Weitere Informationen und alle Angebote der Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteTeilhabe stärken - gegen den geplanten Sozialabbau
24.06.2026 "Teilhabe, Selbstbestimmung und ein Leben in Würde für Menschen mit Behinderungen sind ein zentraler Pfeiler einer inklusiven Gesellschaft" Lautstark gegen den Sozialabbau: Wohnen und Betreuen-Mitarbeitende, Bürger und Angehörige protestieren in Hannover gegen drohende Einschnitte bei Teilhabe, Pflege und sozialer Sicherung. Teilhabe und Selbstbestimmung müssen weiter gestärkt werden Im Bereich der Eingliederungshilfe sind stabile, bedarfsgerechte Angebote und Rahmenbedingungen sowohl für die betreuten Menschen als auch für die dort tätigen Fachkräfte unverzichtbar. Die aktuell diskutierten Kürzungs- und Reformpläne hätten einen erheblichen Effekt auf das Leben von Menschen mit Behinderung mit entsprechenden Auswirkungen auf Teilhabe, Inklusion und Qualität der Unterstützung. Unter dem Motto „S.O.S. Sozialstaat“ rufen Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, Sozialunternehmen und Interessenvertretungen am heutigen Mittwoch zu einer Großkundgebung auf, um ihren Unmut über die aktuell diskutierten Reform- und Sparpläne von Bund und Ländern Ausdruck zu verleihen. Mit dabei ist die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH (WuB), die im esn-Verbund die von den Kürzungsplänen betroffene Eingliederungshilfe und Jugendhilfe anbietet. Wir haben im Vorfeld mit WuB-Geschäftsführer Marcus Eckhoff und der Neuerkeröder Bürgervertretung über die aktuell diskutierten Reform- und Kürzungspläne und ihre möglichen Folgen gesprochen. Fragen an Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH: Fotos: Nina Stiller, Bernhard Janitschke Marcus Eckhoff ist seit 2013 Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH (WuB), die innerhalb des esn-Verbundes in den Bereichen Eingliederungshilfe und Jugendhilfe tätig ist und Menschen mit Handicap in ihrem Alltag – in Wohngruppen, Bildungs- und Beschäftigungsangeboten sowie durch ambulante Dienste im inklusiven Dorf Neuerkerode und an weiteren Standorten in Südostniedersachsen begleitet. Seit 2021 ist Marcus Eckhoff zudem Vorsitzender des diakonischen Fachverbands Teilhabe, der die diakonischen Einrichtungen und Dienste vertritt. Wie tiefgreifend sind die diskutierten Maßnahmen und was wären die Folgen für die Eingliederungshilfe? Die derzeit diskutierten Sparmaßnahmen in der Eingliederungshilfe sind aus unserer Sicht potenziell tiefgreifend, auch wenn viele Details noch unklar sind. Für Menschen mit geistiger Behinderung würde das vor allem bedeuten: weniger individuelle Unterstützung, längere Wartezeiten und im schlimmsten Fall Einschränkungen bei Teilhabe, Wohnen und Arbeit. Die Eingliederungshilfe ist kein Bereich, in dem kurzfristige Einsparungen folgenlos bleiben. Sie betrifft unmittelbar die Teilhabe und Selbstbestimmung von Menschen und damit zentrale gesellschaftliche Verpflichtungen. In einem Arbeitspapier gibt es Überlegungen, das Wunsch- und Wahlrecht einzuschränken, Leistungen zu pauschalisieren und damit Teilhabe zur reinen Kostenfrage zu machen. Erleben wir hier einen Abbau der Errungenschaften von BTHG und UN-BRK? Die im Raum stehenden Überlegungen würden aus unserer Sicht klar in eine Richtung gehen, die den Grundgedanken des Bundesteilhabegesetzes (BTHG) und der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) zumindest unter Druck setzt. Das Wunsch- und Wahlrecht sowie die individuelle Bedarfsermittlung sind zentrale Errungenschaften, weil sie Teilhabe nicht vom Kostengesichtspunkt, sondern vom tatsächlichen Bedarf der einzelnen Person her denken. Eine stärkere Pauschalisierung oder Einschränkung dieser Prinzipien würde zwangsläufig zu weniger passgenauen Hilfen führen – und damit für viele Menschen mehr Fremdbestimmung und weniger gesellschaftliche Teilhabe bedeuten. Im Arbeitspapier heißt es ebenfalls, dass Lohn- und Tarifsteigerungen nicht mehr in Gänze übernommen werden sollen. Hier müssten zum Teil die Einrichtungen selbst einspringen. Was bedeutet das für Mitarbeitende, betreute Menschen und Einrichtungen? Wenn Lohn- und Tarifsteigerungen nicht mehr vollständig refinanziert würden, hätte das spürbare Folgen für das gesamte System der Eingliederungshilfe. Für Mitarbeitende würde das langfristig bedeuten, dass Tarifsteigerungen nicht mehr sicher weitergegeben werden können – mit negativen Auswirkungen auf Attraktivität und Bindung in ohnehin stark belasteten sozialen Berufen. Für Menschen mit Behinderung drohen indirekt Qualitätseinbußen, etwa durch weniger Personal, höhere Belastung und sinkende Kontinuität in der Unterstützung. Für Einrichtungen entsteht dadurch eine strukturelle Finanzierungslücke, die sich kaum ausgleichen lässt und die Stabilität der Angebote insgesamt gefährdet. Ihr Plädoyer - darum braucht es eine starke, auskömmlich finanzierte Eingliederungshilfe! Teilhabe, Selbstbestimmung und ein Leben in Würde für Menschen mit Behinderungen sind kein „Nice-to-have“, sondern ein zentraler Pfeiler einer inklusiven Gesellschaft. Dafür braucht es eine verlässliche und realitätsgerechte Finanzierung, die Tarifentwicklungen, steigende Anforderungen und individuelle Unterstützungsbedarfe konsequent abbildet. Fragen an die Bürgervertretung aus Neuerkerode, beantwortet von Sprecher Holger Denecke: Foto: Nina Stiller Die Neuerkeröder Bürgervertretung setzt sich seit 1980 für die Belange und Interessen der Bürger:innen im inklusiven Dorf und darüber hinaus ein. Als Interessenvertreter für Menschen mit Behinderung sind sie in der Region und in bundesweiten Gremien aktiv - so etwa in den Behindertenbeiräten der Städte Wolfenbüttel und Braunschweig oder als Sprachrohr auf bundespolitischer Ebene, etwa im Beirat der Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung im Bundesverband evangelischer Behindertenhilfe. Holger Denecke (Dritter von rechts) ist ihr Sprecher und nimmt für die Vetreter:innen Stellung zu den geplanten Kürzungs- und Reformplänen. Es werden von der Bundesregierung und den Bundesländern viele Ideen besprochen, um zu sparen. Dabei sollen Menschen mit Behinderung weniger Unterstützung und Auswahlmöglichkeiten erhalten. Wie findet ihr das? Wir finden es erstaunlich und ungerecht, dass in Zeiten, wo das Geld scheinbar knapp wird, sehr schnell bei uns Menschen, die wie wir auf Unterstützung angewiesen sind, Gelder gekürzt werden sollen. Wir erheben jetzt unsere Stimme! Diskutiert wird, dass Menschen mit Behinderung nur noch eingeschränkt bestimmen können, was sie gern in ihrer Freizeit machen möchten. Es wird darauf geschaut, wie viel Geld es kostet und nicht, wie sehr ihnen das hilft. Was sagt ihr dazu? Freizeit ist in der heutigen Gesellschaft sehr wichtig. Man kann Neues entdecken, vieles lernen, andere Menschen kennenlernen und neue Kontakte knüpfen. Das ist für uns genauso wichtig wir für jeden anderen Menschen auch. Aber dafür brauchen wir Unterstützung, auch wenn sie dann was kostet. Gesprochen wird auch darüber, weniger Fahrdienste anzubieten. Dabei sollen Menschen mit Behinderung eher mit dem normalen Bus in die Stadt oder zur Arbeit fahren - was haltet ihr davon? Wenn die Kosten z.B. für Fahrdienste gekürzt werden, bedeutet das für Personen, die nicht selbständig öffentliche Verkehrsmittel nutzen können, nicht mehr an vielen Veranstaltungen, die für ihre Freizeit wichtig sind, teilnehmen zu können. Das darf nicht sein! Welche Botschaft möchtet ihr den Menschen mitgeben, die über das Sparen und weitere Einschränkungen in eurem Bereich und Umfeld sprechen? In Sonntagsreden z.B. von Politikern taucht immer wieder das Wort „Inklusion“ auf und wie wichtig sie für die Gesellschaft und für Menschen ist, die nicht ohne Unterstützung am Leben in der Gemeinschaft teilnehmen können. Aber wenn es darum geht, das dann auch umzusetzen, auch wenn es Geld kostet, dann sind diese Reden schnell vergessen. Aber wir werden das nicht einfach hinnehmen. Wir werden demonstrieren und das Gespräch mit den verantwortlichen Politikern suchen. Denn auch wir sind Wähler und erwarten Antworten! Ein wichtiger Satz: Spart nicht am Menschen! Weitere Statements aus dem esn-Verbund zu den geplanten Kürzungen in der Sozialbranche Webseite Instagram Mehr Infos zur WuB
Zu der SeiteBunt. Bunter. Miteinander feiern.
Bunt. Bunter. Miteinander feiern. Die esn feiert mit rund 1000 Kolleg:innen ein unvergessliches Mitarbeitendenfest im Schön & Frölich in Braunschweig. Dieses Event wurde mit viel Vorfreude erwartet: Unter dem Motto „Bunt. Bunter. Miteinander feiern.“ hat die esn (Evangelische Stiftung Neuerkerode) ihr diesjähriges Mitarbeitendenfest gefeiert. Rund 1000 Mitarbeitende, eine einzigartige Location und ein tolles Angebot machten das Fest zu einem unvergesslichen Abend. Nachdem in den vergangenen Jahren im Eintracht-Stadion und in der Volkswagen Halle gefeiert wurde, musste natürlich erneut eine besondere Location her – und die wurde gefunden: Das Mitarbeitendenfest fand im Schön & Frölich in Braunschweig statt. Der Ort weckte bei vielen nostalgische Erinnerungen: Früher als „Jolly Joker“ bekannt, war er schon damals eine legendäre Adresse für wilde Partynächte – und genau daran konnte das Fest mühelos anknüpfen. Schon beim Einlass wurde klar: Bei der esn sind alle Mitarbeitenden VIPs. Neben den bunten Einlassbändchen erhielten alle Gäste einen persönlichen VIPP-Ausweis – „Very Important Party People“. Kulinarik und Partybeats Im Außenbereich wartete ein vielfältiger Foodcourt mit unterschiedlichen Ständen und Foodtrucks, die für jeden Geschmack etwas bereithielten. Ob herzhaft, süß oder erfrischend – hier konnte man sich stärken, bevor es wieder auf die Tanzfläche ging. Drinnen sorgte DEEJAY PLUS gemeinsam mit einer Sängerin und einem Saxofonisten für den perfekten Soundtrack des Abends. Die Mischung aus Beats, Live-Gesang und Saxofonklängen brachte die Menge schnell in Bewegung – die Tanzfläche war schon bald gut gefüllt und blieb es bis tief in die Nacht. Für jede Stimmung das Richtige Wer zwischendurch lieber selbst zum Mikro greifen wollte, konnte sich im Karaokeraum ausprobieren – ein Angebot, das für viele unvergessliche und vor allem unterhaltsame Momente sorgte. Neben der Party wurden auch zahlreiche Mitmach-Aktionen angeboten: Auf der Rückseite der VIPP-Ausweise warteten kleine Aufgaben, die zum Entdecken und Mitmachen einluden. Dazu gehörten unter ein Foto in der Fotobox aufnehmen, die Tanzfläche erobern, in das riesige Bällebad eintauchen oder Kolleg:innen Komplimente machen – mit liebevoll gestalteten esn-Komplimentestickern. Wer alle Aufgaben erfüllt hatte, durfte sich am Stand der Unternehmenskommunikation ein ganz besonderes Give-away abholen: Zur Auswahl standen Duftbäume in esn-Herzform oder Regenbogen-Strohhalme mit der Aufschrift „Auf uns“ – kleine Erinnerungen an einen großen Abend. Gemeinsam feiern - das bleibt Am Ende bleibt vor allem eins: das Gefühl von Gemeinschaft. Es wurde getanzt, gelacht, gesungen, gesprochen und gefeiert – ganz im Sinne des Mottos. Es war ein Abend, der gezeigt hat, wie bunt, lebendig und besonders das Miteinander in der esn ist. Auf uns! Fotos: Andreas Rodemann
Zu der SeiteSommerfest im St. Vinzenz
16.06.2026 Sommerfest im St. Vinzenz Das Braunschweiger Senioren- und Pflegezentrum feiert in diesem Jahr unter dem Motto „Jahrmarkt“. Das Senioren- und Pflegezentrum St. Vinzenz in Braunschweig lädt am 26. Juni von 15 bis 18 Uhr zum bunten Sommerfest in die Bismarckstraße 10 in Braunschweig ein. Das Motto ist in diesem Jahr „Jahrmarkt“. Der Eintritt kostet 15 Euro – Speisen und Getränke inklusive. Es wird kühle Getränke, Cocktails und Bier geben sowie Bratwurst, Zuckerwatte, Popcorn und Schokofrüchte. Auch für Unterhaltung ist gesorgt. Neben Musik wird es Hau-den-Lukas, Luftballonschießen und Dosenwerfen geben. Kommen Sie vorbei und feiern Sie mit den Bewohnenden und Mitarbeitenden des St. Vinzenz einen bunten Jahrmarkt! Weitere Informationen Weitere Informationen über das St. Vinzenz finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteBunt verbindet – das zeigt die neue Ausgabe unseres Stiftungsmagazins.
25.06.2026 Bunt verbindet – das zeigt die neue Ausgabe unseres Stiftungsmagazins. Ein Magazin, das berührt, bewegt und Mut macht. Darin können Sie Geschichten vom Ankommen, Aufbrechen und Zusammenhalten entdecken. Von Menschen, die ihren Weg finden, und von Momenten, die zeigen, wie viel Kraft im Miteinander steckt. Ob im Alltag, in der Pflege oder in besonderen Lebensentscheidungen – diese Ausgabe der Neuerkeröder Blätter macht sichtbar, was entsteht, wenn Vertrauen wächst und Vielfalt verbindet. Diese Ausgabe unseres Stiftungsmagazins erzählt von Wegen, die Halt geben – und von Momenten, die bleiben. Von großen Entscheidungen ebenso wie von kleinen Erfahrungen, die oft erst im Rückblick ihre ganze Bedeutung entfalten. Gemeinsam ist all diesen Geschichten, dass sie zeigen, was möglich wird, wenn Menschen aufmerksam begleiten und einander Vertrauen schenken. So lesen Sie von Menschen, die mit Unterstützung ihren Alltag wieder selbst gestalten – in kleinen, aber entscheidenden Schritten. Sie begegnen einer jungen Ärztin, die ihren beruflichen Weg klar vor Augen hat und im Ausbildungsverbund die Struktur findet, die sie sich dafür wünscht. Und von Paaren, die sich füreinander entscheiden und gemeinsam leben wollen, so wie es für sie richtig ist: individuell, wertschätzend und getragen von Fürsorge. Ein zentrales Thema dieser Ausgabe ist auch die Pflege. Ein Gespräch macht deutlich, wie hoch die Belastungen im Arbeitsalltag sind – und dass Anerkennung mehr braucht als Sichtbarkeit. Gute Pflege erfordert Zeit, verlässliche Rahmenbedingungen und den gesellschaftlichen Willen, Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wird spürbar, was Hoffnung macht: engagierte Mitarbeitende, ein starkes Miteinander und junge Menschen, die diesen sinnstiftenden Beruf bewusst wählen. Besonders greifbar wird diese Haltung in den kleinen Episoden aus unserem Unternehmensverbund. In einem handgeschriebenen Brief einer ehemaligen Auszubildenden, der zeigt, dass Begleitung manchmal erst Jahre später sichtbar wirkt. In einer Kleidertausch- Idee, aus der Gemeinschaft und Wertschätzung entstehen. In einem kunsttherapeutischen Moment, der einen Menschen unerwartet berührt und neue Wege eröffnet. Oder in einem selbst gebauten Segel-Memory, mit dem Lernen spielerisch gelingt und Selbstvertrauen wächst. Diese besonderen Momente erinnern daran, dass sinnvolle Arbeit oft im Stillen geschieht – und dennoch lange nachwirkt. Was all das verbindet, ist eine gemeinsame Haltung: Menschen ernst zu nehmen, sie in ihrer Individualität zu sehen und Entwicklung gemeinsam zu ermöglichen. Diese Ausgabe möchte Ihnen davon ein Bild vermitteln – nah am Alltag, nah am Menschen. Wir laden Sie ein, die Geschichten dieser Ausgabe mitzunehmen: als Einblick, als Ermutigung und als Erinnerung daran, wie viel Kraft in den kleinen und großen Momenten des Miteinanders liegt. Zu der online Ausgabe der Neuerkeröder Blätter
Zu der SeiteBesondere Momente
22.06.2026 Besondere Momente – Herzwärts – Besondere Momente prägen unseren Alltag – Augenblicke, die berühren, bewegen und lange in Erinnerung bleiben. In diesem Artikel erzählen Mitarbeitende aus unserem Unternehmensverbund esn von kleinen und großen Geschichten, die sie nicht vergessen werden: von bewegenden Begegnungen, überraschenden Erlebnissen und Augenblicken, die zeigen, was die Arbeit in unseren Hilfefeldern so besonders macht. Eine Sammlung persönlicher Erinnerungen, die verbindet und einen Blick auf die Menschen hinter den Aufgaben und Herausforderungen eröffnet. Ein Brief, der bleibt Katja Watz l | Schulleiterin Bildungszentrum Marienstift, wo jedes Jahr rund 50 Pflegefachkräfte ihr Examen machen. „Im vergangenen Jahr hat uns im Bildungszentrum Marienstift ein handgeschriebener Brief erreicht, der uns sehr bewegt hat. Er stammt von einer ehemaligen Auszubildenden, die inzwischen examinierte Pflegefachfrau ist – und die uns noch einmal von Herzen danken wollte. Sie schreibt, dass sie zu Beginn ihrer Ausbildung nicht wusste, ob sie hier mehr finden würde als eine solide Ausbildung. Heute sagt sie: Das Marienstift sei für sie ein Geschenk gewesen. Nicht nur ein Ort des Lernens, sondern ein Ort des Wachsens, des Reifens und der Begegnung. Pflege habe sie hier nicht nur als Wissen und Technik kennengelernt, sondern als Berufung – mit Liebe zum Menschen und Verantwortung für andere. Diese Worte haben uns als Schulleitung und Team tief berührt. Zu lesen, dass Geduld, Unterstützung und Vertrauen für sie über die Ausbildung hinaus Bedeutung haben, erfüllt uns mit großer Dankbarkeit. Besonders bewegt hat uns ihr Gedanke, das, was sie hier erfahren hat, selbst weitertragen zu wollen – als etwas Wertvolles, das ihr geschenkt wurde. Solch ein Brief ist nicht alltäglich, sondern für uns ein besonderer Moment. Er hat uns daran erinnert, warum wir ausbilden, begleiten und ermutigen. Und daran, dass das, was wir weitergeben, manchmal erst später sichtbar wird – dann aber umso nachhaltiger wirkt. Lernen, ohne es zu merken Lutz Müller | als Bildungsbegleiter in der Wohnen und Betreuen , ist unter anderem am und auf dem Braunschweiger Südsee im Einsatz, damit Menschen mit Behinderung Segeln lernen und erleben können. „Die Idee zu meinem großen Segel-Memory hatte ich schon vor einigen Jahren. Beim Segeln sind klare Kommandos und eindeutige Bezeichnungen lebenswichtig – aber viele unserer Beschäftigten können sich Fachwissen nicht einfach aus Lehrbüchern aneignen. Also brauchte es eine andere Art zu lernen. Eine spielerische. Denn im Spiel begreift man oft, ohne es zu merken. Ich habe beim Segeln schon vieles mit Modellen und kleinen Figuren erklärt – Kurse, Manöver, sogar Windrichtungen, manchmal mit einem Ventilator als Windquelle. Die Beschäftigten lernen dabei, ohne dass es nach Lernen aussieht. Und irgendwann dachte ich: Warum nicht ein Memory daraus machen? Also habe ich angefangen, alles abzufotografieren, was beim Segeln wichtig ist: Knoten, Bootsteile, Werkzeuge, Hilfsmittel, sogar Wasservögel am Südsee. Aus alten Memoryspielen habe ich neue Sets gebaut, zugeschnitten, aufgeklebt, sortiert. Ein erstes Spiel mit 28 Paaren. Dann ein Zweites. Das Neueste hat 36 – und ist wirklich nichts für schwache Nerven. Was dabei passiert, ist unglaublich wertvoll: Beim Spielen erkenne ich Fähigkeiten, Stimmungen, Motivation – und auch ganz viel Stolz. Manche überraschen sich selbst mit Gedächtnisleistungen und Konzentration, die ihnen vorher niemand zugetraut hätte. Und manchmal ist es einfach ein schöner Moment, wenn jemand strahlt, weil er sich ein schweres Paar gemerkt hat – und es tatsächlich noch da liegt, wenn er an der Reihe ist. Diese Spielfreude, die kleinen Erfolge, das wachsende Selbstbewusstsein: Das sind die besonderen Momente. Genau dafür mache ich diesen Job.“ Modelliere blind mit Ton! Carina Dahlke | arbeitet als Kunsttherapeutin in der Reha-Fachklinik Erlengrund im Lukas-Werk. „Ich hatte einmal einen Patienten, einen ganz jungen Kerl, der eigentlich in der IT gearbeitet hat. Von Anfang an war er total negativ eingestellt und wollte bei mir in der Kunsttherapie gar nicht richtig mitmachen. An dem Tag hatte ich den Patient:innen die Aufgabe gestellt, blind mit Ton zu arbeiten – und er war so richtig dagegen. Er wollte wissen, warum wir das machen und was das Ganze überhaupt bringen soll. Trotzdem hat er am Ende mitgemacht. Erst widerwillig, dann immer ruhiger. Und plötzlich konnte er richtig gut beschreiben, was er gefühlt und was diese Aufgabe in ihm ausgelöst hat. Das war ein richtiger emotionaler Ausbruch, der mich wirklich überrascht hat. Ganz zum Ende seines Aufenthalts bei uns in der Fachklinik sagte er mir dann, dass er seinen IT-Job etwas reduzieren möchte, um mehr in die Kunst zu gehen. Er war auch sehr talentiert – und es hatte ihm am Ende richtig Spaß bereitet. Dieser Moment hat in mir pure Freude ausgelöst. Zu sehen, dass ich im Leben eines Menschen diese Wandlung bewirken und dass ich ihn in eine so positive Richtung bringen konnte – das war etwas ganz Besonderes… das bleibt.“ Wenn Stille verbindet Sarah Maria Reichard | Praxiskoordinatorin im Krankenhaus Marienstift, begleitet Menschen während ihrer Ausbildung zur Pflegefachfrau oder zum Pflegefachmann. „In meiner Arbeit in der Praxiskoordination am Krankenhaus Marienstift unterstütze ich Auszubildende über drei Jahre hinweg auf ihrem Weg zum Examen. Manche kommen direkt aus der Schule, andere haben bereits einen ganz eigenen Lebens- oder Berufsweg hinter sich. In den letzten Jahren sind unsere Gruppen deutlich vielfältiger geworden: Menschen mit einer zweiten Ausbildung, Kolleg:innen aus anderen Ländern oder solche, die lange in der Pflegeassistenz gearbeitet haben und sich nun weiterqualifizieren möchten. Ein Thema liegt mir dabei besonders am Herzen: der Umgang mit Tod und Sterben. Aus meiner früheren Arbeit in der Palliativversorgung weiß ich, wie wichtig ein offener und angstfreier Zugang dazu ist – und wie selten darüber wirklich gesprochen wird. Deshalb gehört dieses Thema fest zu meiner Arbeit mit den Auszubildenden. Wenn das Seminar beginnt, ist es oft ganz still. Man spürt das Unbehagen im Raum. Dann lade ich dazu ein, eigene Erfahrungen zu teilen – jede und jeder so, wie es sich richtig anfühlt. Nach und nach erzählen die Auszubildenden von Trauer, Abschied, Ritualen und Traditionen aus ihren Familien, Kulturen und Religionen. Dabei fließen nicht selten Tränen, weil Geschichten so berührend sind. Und manchmal wird auch gelacht, wenn Unterschiede sichtbar werden, die zunächst fremd wirken, aber neugierig machen. Am Ende dieser gemeinsamen Zeit steht immer ein ähnliches Fazit: Wir können viel voneinander lernen – und diese Vielfalt macht uns empathischer. Für mich ist das jedes Mal ein besonderer Moment. Einer, der zeigt, wie sehr Pflege von Menschlichkeit lebt.“ Miteinander montagsmalen Sabine Sammann und Anne Schachtschneider | arbeiten als Betreuungskräfte in der Tagespflege Gamsen, die Teil der Diakoniestation Gifhorn is t. In der Tagespflege geht es nicht nur um individuelle pflegerische Unterstützung und professionelle Betreuung, sondern vor allem auch darum, Gemeinschaft zu erleben. „Unser Vormittagsprogramm findet meistens im Wohnzimmer unserer Tagespflege statt – so auch an diesem Tag. Von dort aus gibt es ein großes Fenster zum Begegnungsraum der Tagespflege und zu einem Kindergarten. Und genau dieses Fenster wurde an diesem Vormittag zur Brücke zwischen Jung und Alt. Während wir mit unseren Gästen das Spiel Montagsmaler spielten, verfolgten die Kinder vom Kindergarten das Geschehen mit großer Begeisterung durch die Scheibe. Sie rieten eifrig mit und unterstützten uns auf ganz kreative Weise: Ein Kind lief sogar immer wieder hin und her, holte den gesuchten Gegenstand aus dem Kindergarten – zum Beispiel einen Rucksack – und hielt ihn stolz ans Fenster. Schließlich kamen sechs der Kinder zu uns in den Raum, setzten sich mitten in unseren Stuhlkreis und spielten einfach mit. Seniorinnen und Senioren, Kinder und Mitarbeitende hatten gemeinsam riesigen Spaß und viel zu lachen. Zwei Gäste und Mitarbeitende wechselten sich beim Malen der Begriffe am Flipchart ab – und allein die entstandenen Zeichnungen waren schon ein Grund zum Schmunzeln. Es wurde geraten, gelacht und und man kam miteinander ins Gespräch. Für uns war das ein wunderschöner Moment, der gezeigt hat, wie lebendig und verbindend Begegnungen sein können – ganz unabhängig vom Alter.“ Mit kleinen Dingen Großes bewirken Ella Alpers | Auszubildende Fachschule Heilerziehungspflege Neuerkerode, Jahrgang HEP 50 , erzählt von einer besonderen Begegnung. „Ein besonderer Moment für mich war, als eine Mitschülerin die Idee für einen Kleidertausch an unserer Schule hatte und ich ihn gemeinsam mit ihr organisieren durfte. Es war ein sehr schönes Gefühl, aus einer einfachen Idee etwas zu machen, das so gut bei anderen angekommen ist. Besonders bewegt mich bis heute, wenn ich jemanden sehe, der ein Kleidungsstück von mir trägt. Dinge, die bei mir lange nur im Schrank lagen und keine Bedeutung mehr hatten, bekommen so ein neues Leben. Zu sehen, dass genau diese Kleidung jetzt jemand anderem Freude bereitet, macht mich glücklich. Dieser Moment ist mir im Kopf geblieben, weil er mir gezeigt hat, wie viel man mit etwas Kleinem bewirken kann. Aus Kleidung, die für mich keinen Platz mehr hatte, wurde für jemand anderen etwas Wertvolles. Dieses Gefühl von Teilen, Weitergeben und anderen eine Freude zu machen, ist für mich etwas ganz Besonderes.“ Illustrationen: Claudia L. Hoffmann Zur Inhaltsübersicht
Zu der SeiteGeplante Reformen: esn warnt vor Auswirkungen
10.06.2026 Stimmen aus dem esn-Verbund zu den Auswirkungen der geplanten Reformpläne im Sozial- und Gesundheitswesen Anlässlich der Kundgebung in Hannover am 10. Juni 2026 weist der Unternehmensverbund der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) auf die Auswirkungen geplanter Reformen und Sparmaßnahmen im Sozial- und Gesundheitswesen auf seine Versorgungsbereiche hin. Im Mittelpunkt der Proteste stehen unter anderem der Entwurf des GKV‑Beitragssatzstabilisierungs-gesetzes sowie diskutierte Änderungen in der Eingliederungshilfe und anderen Bereichen der sozialen Versorgung. Beschäftigte, Betroffene und Verbände warnen vor zusätzlichen Belastungen für Einrichtungen und Leistungserbringer. Der esn-Unternehmensverbund unterstützt die Anliegen der Kundgebung. „Viele Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitswesen stehen bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Steigende Personal- und Sachkosten treffen auf begrenzte Refinanzierungsmöglichkeiten. Diese Entwicklung betrifft zahlreiche unserer Versorgungsbereiche und stellt unsere Gesellschaften, Beschäftigte und Betroffene vor große Herausforderungen“, sagt der esn Vorstandsvorsitzende Tobias Henkel. Der esn Verbund begleitet und versorgt täglich rund 4.500 Menschen in Südostniedersachsen sowie an der niedersächsischen Nordsee und macht Angebote in stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, im Krankenhaus Marienstift, in der Eingliederungshilfe, in der Psychosomatik, in der Suchthilfe sowie in der Vorsorge für Frauen, Mütter und Kinder. „Die aktuellen Reformvorhaben würden zu zusätzlichen wirtschaftlichen Belastungen vieler Einrichtungen führen. Gleichzeitig steigen der Versorgungsbedarf und die Anforderungen an Personal und Infrastruktur“, sagt Jessica Gümmer-Postall, esn-Personalvorstand. Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen & Betreuen GmbH: „Menschen mit Behinderung brauchen verlässliche und bedarfsgerechte Unterstützungsangebote. Reformen in der Eingliederungshilfe sollten daher sorgfältig darauf geprüft werden, welche Auswirkungen sie auf Teilhabe, Inklusion und die Qualität der Unterstützung haben. Gerade für Einrichtungen und Fachkräfte sind langfristig stabile Rahmenbedingungen wichtig, um individuelle Hilfen weiterhin zuverlässig anbieten zu können.“ Volker Wagner, Geschäftsführer der Diakoniestationen Harz-Heide GmbH: „Die geplanten Änderungen bei der Tarifrefinanzierung stellen viele ambulante Pflegedienste vor erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen. Wenn steigende Personalkosten nur noch teilweise ausgeglichen werden, hat dies langfristig Auswirkungen auf Arbeitsbedingungen und Versorgungsangebote. Der Grundsatz „ambulant vor stationär“ würde konterkariert.“ Simone Wieczorek, Geschäftsführung Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH: „Suchtberatung und Suchtrehabilitation sind wichtige Bestandteile der gesundheitlichen und sozialen Versorgung. Werden Angebote reduziert, hat das häufig Auswirkungen auf andere Bereiche des Gesundheits- und Sozialsystems. Notwendig sind verlässliche Rahmenbedingungen für Beratung und Rehabilitation sowie eine langfristig tragfähige Finanzierung. Das Lukas-Werk und seine Einrichtungen stehen für niedrigschwellige und zugängliche Hilfen für Betroffene und Angehörige.“ Tobias Henkel in Funktion als Geschäftsführer der stationären Pflege und Betreuung: „Die steigenden Kosten stellen sowohl Pflegebedürftige und ihre Angehörigen als auch die Einrichtungen vor große Herausforderungen. Gleichzeitig braucht die stationäre Pflege verlässliche Rahmenbedingungen, um eine qualitativ gute Versorgung dauerhaft sicherstellen zu können. Reformen sollten daher sorgfältig abgewogen werden, insbesondere mit Blick auf ihre Auswirkungen für pflegebedürftige Menschen.“ Dr. Jan Wolff, Geschäftsführung Krankenhaus Marienstift Braunschweig: „Fast alle Krankenhäuser verzeichnen bereits jetzt negative Betriebsergebnisse. Das nun diskutierte Gesetz gefährdet konkret die Versorgung. Sollte es in der aktuellen Fassung beschlossen werden, führt dies dazu, dass die Patienten wesentlich länger auf dringende Behandlungen warten müssen oder sie überhaupt nicht mehr erhalten werden.“ Simone Wieczorek, Geschäftsführung Regenesa gGmbH: „Mütter und Väter, die erschöpft oder gesundheitlich belastet sind, brauchen verlässliche Unterstützung. Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter sind gesetzliche Pflichtleistungen der Krankenkassen. Dennoch stehen viele Einrichtungen seit Jahren unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Notwendig ist eine Finanzierung, die sich am tatsächlichen Versorgungsbedarf orientiert.“ Wie ist die Lage? Welche Auswirkungen haben die Reformpläne? Eingliederungshilfe: Sorge vor Einschränkungen individueller Teilhabe Die Eingliederungshilfe steht zunehmend unter finanziellem und strukturellem Druck. Fachverbände und Träger wie die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH aus dem esn-Verbund sehen die im Abschlussbericht der Sozialstaatskommission diskutierten Vorschläge zur Begrenzung der Ausgaben kritisch. Insbesondere mögliche Verlagerungen von Leistungen in die Pflegeversicherung sowie Veränderungen bei der Finanzierung und Vergütung könnten nach Einschätzung vieler Einrichtungen Auswirkungen auf Umfang und Qualität der Unterstützungsangebote für Menschen mit Behinderung haben. Auch geplante Änderungen im Vertragsrecht und beim Umgang mit Tarifsteigerungen werden von Trägern mit Sorge betrachtet. Zusätzliche wirtschaftliche Belastungen könnten die bereits angespannte Fachkräftesituation in der Eingliederungshilfe weiter verschärfen. Diskutiert werden zudem stärker gebündelte Modelle bei Integrationshilfen und Schulassistenzleistungen (sog. Pooling). Entscheidend ist aber, dass bei allen Reformansätzen die individuellen Bedarfe von Kindern und Jugendlichen sowie die Teilhabechancen der Betroffenen berücksichtigt werden. Krankenhausversorgung: Verlässliche Finanzierung gefordert Die Krankenhausreform verfolgt das Ziel, die Versorgungsqualität und Spezialisierung der Krankenhäuser weiterzuentwickeln. Gleichzeitig sehen viele Kliniken die im Rahmen des GKV‑Sparpakets vorgesehenen Einsparungen kritisch. Geplant sind Kürzungen im Klinikvergütungssystem in Höhe von rund 1,8 Milliarden Euro. Besonders kleinere und mittelgroße Krankenhäuser wie das Braunschweiger Krankenhaus Marienstift im esn-Verbund verweisen auf zusätzliche wirtschaftliche Belastungen, unter anderem durch steigende Kosten und den zunehmenden Verlagerungsdruck in den ambulanten Bereich. Auch die Einführung des Leistungsgruppensystems könnte in einzelnen Fachbereichen zu einer stärkeren Konzentration von Leistungen führen könnte, was regionale Klinikstandorte vor weitere wirtschaftliche Belastungen stellen würde. Stationäre Altenhilfe: Belastung für Pflegebedürftige nimmt weiter zu Mit Blick auf steigende Bedarfe und Kosten bleibt die stationäre Altenhilfe weiterhin unter erheblichem Druck. Die Eigenanteile für Pflegebedürftige in stationären Einrichtungen sind erneut gestiegen: Nach aktuellen Auswertungen zahlen Bewohnerinnen und Bewohner im ersten Aufenthaltsjahr bundesweit durchschnittlich 3.245 Euro pro Monat selbst – 261 Euro mehr als Anfang 2025. Ursachen sind insbesondere steigende Personal-, Investitions- und Betriebskosten. Zugleich wird im Rahmen der aktuellen Reformdiskussion über Änderungen bei den Leistungszuschlägen in Pflegeeinrichtungen sowie über Anpassungen der Zugangsvoraussetzungen zu Pflegegraden beraten. Daraus würden sich zusätzliche finanzielle Belastungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen ergeben. . Ambulante Pflege: Tarifentwicklung muss refinanziert bleiben Die Bundesregierung plant im Rahmen des GKV‑Beitragssatzstabilisierungsgesetzes, die bisherige vollständige Refinanzierung von Tariflohnsteigerungen in der häuslichen Krankenpflege zu beenden. Künftig sollen Vergütungssteigerungen für ambulante Pflegedienste an die sogenannte Grundlohnrate gekoppelt werden. Für die Jahre bis 2029 ist zusätzlich eine abgesenkte Obergrenze vorgesehen. Ziel der Reform ist es, die Ausgabenentwicklung der gesetzlichen Krankenversicherung zu begrenzen und die langfristige Finanzstabilität der GKV zu stärken. Dadurch können Tariflohnsteigerungen künftig nicht mehr vollständig ausgeglichen werden. Die zum esn‑Verbund gehörende Diakoniestationen Harz‑Heide GmbH sieht daher zusätzlichen wirtschaftlichen Druck auf Pflegedienste und Beschäftigte. Suchthilfe: Präventive und Reha-Angebote sichern Die Finanzierung der Suchtberatung bleibt in vielen Kommunen unsicher. Da kommunal finanzierte Suchtberatung überwiegend als freiwillige Leistung organisiert ist, hängt ihr Umfang häufig von der jeweiligen Haushaltslage ab. Fachverbände und Träger verweisen seit Jahren auf eine angespannte Finanzierungssituation vieler Beratungsstellen und Einrichtungen der Suchtrehabilitation. Auch im Bereich der stationären Suchtrehabilitation stehen zahlreiche Einrichtungen unter wirtschaftlichem Druck. Sollten Finanzierung und Vergütung nicht langfristig abgesichert werden, führt dies zu Einschränkungen des Angebots und möglichen Standortschließungen. Regenesa gGmbH: Chronisch unterfinanziert – Versorgung weiter unter Druck Stationäre Vorsorge- und Rehabilitationsmaßnahmen für Mütter und Väter stehen weiterhin unter erheblichem finanziellem Druck. Nach Angaben des Müttergenesungswerks haben rund 24 Prozent aller Mütter in Deutschland einen medizinischen Bedarf an einer entsprechenden Maßnahme. Gleichzeitig machen diese Leistungen nur einen sehr kleinen Anteil der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung aus. Der allgemeine Kostendruck im Gesundheitswesen könnte die bereits bestehenden Versorgungsengpässe weiter verstärken. Bereits heute führen begrenzte Kapazitäten in vielen Einrichtungen zu längeren Wartezeiten und eingeschränkten Angeboten. Fotos: esn, Bernhard Janitschke, Nina Stiller, Andreas Rodemann
Zu der SeiteDiagnostik und Therapie von Bauchwandbrüchen
12.06.2026 Diagnostik und Therapie von Bauchwandbrüchen Aufgrund des großen Interesses findet am Mittwoch, den 24. Juni 2026 eine weitere Infoveranstaltung im Braunschweiger Krankenhaus Marienstift statt – Anmeldungen sind ab sofort möglich. Leisten- oder Narbenbruch – was tun? Bauchwandbrüche, medizinisch Hernien genannt, zählen zu den häufigsten chirurgischen Erkrankungen. In Deutschland werden jährlich rund 300.000 Bauchwandbrüche operiert – darunter etwa 220.000 Leisten- und 50.000 Nabelhernien. Um Betroffenen und Interessierten einen verständlichen Überblick über Ursachen, Diagnostik und moderne Therapieverfahren zu geben, lädt das Ärzteteam des Krankenhauses Marienstift am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 18 bis 20 Uhr zu einer Informationsveranstaltung ein. Dr. med. Ekkehard Möbius, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, sowie die Oberärzte Dr. Feras Salem, Oleksii Bondarenko und Jareer Ahmad stellen die unterschiedlichen Formen von Bauchwandbrüchen und die heutigen Behandlungsmöglichkeiten vor. Im Anschluss stehen sie für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Operative Versorgung „Man unterscheidet zwischen äußeren Hernien wie Leisten-, Nabel- oder Narbenbrüchen und inneren Hernien, etwa Zwerchfellbrüchen“, erläutert Dr. Möbius. „Äußere Hernien machen sich meist durch eine sicht- oder tastbare Vorwölbung bemerkbar. Innere Hernien können hingegen Brust- oder Oberbauchschmerzen sowie Sodbrennen verursachen.“ Bei plötzlich einsetzenden starken Beschwerden könne eine rasche ärztliche Abklärung notwendig sein. In der operativen Versorgung hat sich in vielen Fällen das minimalinvasive Vorgehen – auch Schlüssellochtechnik genannt – etabliert. „Patientinnen und Patienten profitieren häufig von geringeren Schmerzen nach dem Eingriff und einer schnelleren Erholung“, so Möbius. „Entscheidend ist jedoch immer eine sorgfältige Untersuchung und die individuell passende Wahl des Operationsverfahrens.“ Spezialisierung am Marienstift Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Krankenhauses Marienstift ist auf die operative Behandlung von Hernien spezialisiert. Seit 2015 beteiligt sich die Klinik an der Qualitätssicherungsstudie „Herniamed“ und ist als Einrichtung für qualitätsgesicherte Hernienchirurgie ein durch die Deutsche Herniegesellschaft (DHG) zertifiziertes Kompetenzzentrum. Am 6. November 2025 wurde die Klinik erfolgreich als Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie rezertifiziert. Organisatorische Hinweise für die Infoveranstaltung Die Teilnahme ist kostenfrei. Da die Plätze begrenzt sind, wird um Anmeldung bis zum 23. Juni 2026, 14 Uhr gebeten: Telefon: 0531 7011-245 | E-Mail: chirurgie@marienstift-braunschweig.de Der Zugang zum Großen Saal erfolgt über den alten Haupteingang in der Helmstedter Straße (gegenüber der Shell-Tankstelle), nicht über den neuen Haupteingang. Infos zur Klinik für Allgemein- & Viszeralchirurgie
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