Geschäftsführerwechsel bei der Mehrwerk gGmbH
22.01.2024 "Große Herausforderungen gemeinsam mit Mitarbeitenden und Beschäftigten schultern" Im Januar stehen bei der esn-Tochter Mehrwerk gGmbH sowohl personelle als auch strukturelle Veränderungen an: So ist zum 15. Januar 2024 Marcus Eckhoff als Geschäftsführer der Gesellschaft ernannt worden. Er wird bis zum 31. März 2024 mit dem bisherigen Geschäftsführer Hans Henning Müller eine Doppelspitze bilden und im Anschluss die operative Geschäftsführung des Beschäftigungs- und Qualifizierungsanbieters vollständig übernehmen. Hans Henning Müller, der die Mehrwerk sieben Jahre leitete, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. März verlassen. Foto: esn/Bernhard Janitschke „Wir stehen vor großen Herausforderungen, die wir gemeinsam mit den Mitarbeitenden und Beschäftigten schultern müssen. Dies wollen wir gemeinsam mit Marcus Eckhoff meistern. Danken möchten wir Hans Henning Müller für sein langjähriges Engagement in der esn, das die Mehrwerk gGmbH zu einem in der Öffentlichkeit weithin bekannten Teil der esn geformt hat“, so Tobias Henkel, esn-Vorstandsvorsitzender. Mit Marcus Eckhoff, der bereits in den Jahren 2015 bis 2020 mit Müller gemeinsam die Geschäftsführung der Mehrwerk verantwortete und davor die Neuerkeröder Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) leitete, erhält die Mehrwerk einen fachkundigen und gut vernetzten Experten im Bereich berufliche Qualifizierung und Teilhabe sowie Eingliederungshilfe. Der 58-Jährige ist im esn-Unternehmensverbund weiterhin seit zehn Jahren Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH und Vorsitzender des Diakonie-Fachverbandes der Behindertenhilfe in Niedersachsen. Für die strategische und strukturelle Ausrichtung der Arbeits- und Beschäftigungsangebote der Mehrwerk gGmbH und der Wohnen und Betreuen GmbH wird Claudia Deichmann zukünftig die Gesamtverantwortung übernehmen. Sie leitete bisher in der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen die Angebote der Tagesförderstätten und bringt als ausgewiesene Expertin für Arbeit und Beschäftigung in der Eingliederungshilfe viel Erfahrung und Wissen mit. Ein Kernziel der Neuausrichtung ist es, die Angebote beider Gesellschaften gezielter auf die individuellen Bedarfe der Klienten auszurichten. Eine weitere Veränderung betrifft den auf Gastronomie und Hauswirtschaft spezialisierten Integrationsbetrieb Sprössling gGmbH. Dieser wird aufgelöst und künftig als Inklusionsabteilung in die Mehrwerk gGmbH integriert. „Den Fachkräftemangel am ersten Arbeitsmarkt sehe ich durchaus als Chance für Inklusionsbetriebe und Werkstätten, attraktive Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Behinderung zu entwickeln und auszubauen. Auf diese Herausforderung freue ich mich in meiner neuen Aufgabe als Geschäftsführer der Mehrwerk sehr“ Marcus Eckhoff, neuer Geschäftsführer der Mehrwerk gGmbH
Zu der SeiteVon Aktionswoche bis Europawahl
17.01.2024 Bürger:innenvertretung stellt ihre Agenda für 2024 vor Traditionell im Biermanski’s präsentiert die Neuerkeröder Bürger:innenvertretung (BV) bei der Vollversammlung ihre Vorhaben für das neue Jahr. In 2024 liegen die Schwerpunkte in der weiteren Begleitung der Dorfentwicklung, der eigenen Aktionswoche mit dem Titel „Miteinander statt gegeneinander“, der Europawahl und der Neuorganisation der Auszahlung des persönlichen Budgets. Im Beisein der Gremiums-Kolleg:innen, mehrerer Bürger:innen sowie von Marcus Eckhoff (Geschäftsführer Wohnen und Betreuen) und Tobias Henkel (Vorstandsvorsitzender esn) führte Holger Denecke (Sprecher der BV) durch die Versammlung. Das aktuellste Thema stand sogleich im Mittelpunkt: „Wir haben schweren Herzens der Schließung der Bank für Bürger in Neuerkerode für Ende Januar zugestimmt, aber es musste unbedingt eine Veränderung her. An einer Lösung die den Bedarfen der vorherigen Nutzer:innen der Bank entgegenkommt wird derzeit gearbeitet“, betonte Denecke. Er erläuterte die zum Teil schwierigen Bedingungen für Bürger:innen – wie etwa lange Wartezeiten bei schlechten Witterungsverhältnissen im Freien, Streitigkeiten und Diebstähle in der Warteschlange -, die ein Eingreifen erfordert hätten. Die Bürgervertretung möchte daher an einer Geld-Auszahlung nach Wunsch und Bedarf arbeiten, denkbar wären zum Beispiel Sammel-Auszahlungen mehrerer Wohnbereiche an einem festen Wochentag. Bis zur Lösungsfindung erfolgt die Auszahlungen über die Wohngruppen. Mit großer Vorfreude gab die Bürger:innenvertretung die Aktionswoche mit dem Motto „Miteinander statt gegeneinander“ bekannt. Diese soll im September stattfinden und hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, das neu entwickelte Gewaltschutz-Konzept vorzustellen und bekannt zu machen. „Wir wollen die Bürger:innen dafür sensibilisieren, welche Formen von Gewalt es gibt, was erlaubt ist und was nicht und welche Maßnahmen bei einem Vorfall ergriffen werden können“, so Denecke. Politisch soll wieder einiges bewegt werden. Einen besonderen Fokus haben die BürgerInnenvertreter auf die diesjährige Europawahl gesetzt, im Vorfeld der Wahl sind Aktionen in Neuerkerode geplant. Wie bereits bei ähnlichen Formaten, etwa zur Landtagswahl, wird über die antretenden Parteien und deren Programme informiert und diskutiert. Die Möglichkeit für Rückmeldungen, Fragen und Anregungen zur Schließung der Bürger-Kasse, des Schwimmbads und der Turnhalle sowie ihrer Alternativen nutzten die Bürger:innen, sowohl im Gespräch mit ihren Verteter:innen, als auch mit Marcus Eckhoff und Tobias Henkel. Weitere Newsbeiträge zur Bürger:innenvertretung finden Sie hier: https://www.netzwerk-esn.de/news/ueberraschungen-unter-dem-weihnachtsbaum https://www.netzwerk-esn.de/news/das-miteinander-moeglich-machen https://www.neuerkerode.de/leichte-sprache/ueber-uns/mitbestimmung Neues Sprechstunden-Angebot der Bürger:innenvertretung Ins Gespräch kommen, beraten und informieren – das soll mit der neuen Sprechstunde im Kiosk noch besser gelingen. Ein Mitglied der Bürger:innenvertretung steht gemeinsam mit Vertrauensperson Saskia Brauns ab sofort jeden ersten Mittwoch im Monat von 16 bis 17 Uhr zur Verfügung. Mehr Infos
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Zu der SeiteJahrestreffen Reha-Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen
12.01.2024 Jahrestreffen Reha-Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen Lukas-Werk in Braunschweig verlegt Veranstaltung in den Juni. Die Reha-Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH veranstaltet am Standort St. Leonhard in Braunschweig in diesem Jahr wieder ein Jahrestreffen für ehemalige Patienten. „Für viele Betroffene in der Suchthilfe sind solche Treffen ein wichtiger Termin, um sich auszutauschen und sich bewusst mit der eigenen Suchtproblematik auseinander zu setzen. Wir freuen uns daher sehr, dieses Angebot machen zu können“, sagt Dr. Tuna Ucgun, Chefarzt und Leiter der Reha-Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen. Auch für die Mitarbeitenden sei es immer wieder bereichernd, durch das Jahrestreffen von den Klienten und deren weiteren Lebensläufen nach der Therapie zu erfahren. Vor der Corona-Pandemie fand das Ehemaligentreffen traditionell am ersten Freitag im Februar statt. „Wir erhalten daher bereits Anfragen von ehemalige Patienten“, so Dr Ucgun. Mit dem Umzug in das inklusive Quartier St. Leonhard habe sich das Lukas-Werk jedoch entschieden, die Veranstaltung in den Juni zu verlegen, um auch den schönen Außenbereich des Reha-Zentrums nutzen zu können. Um Anmeldung wird gebeten Das Jahrestreffen für Ehemalige Patienten der Reha-Tagesklinik für Abhängigkeitserkrankungen findet statt: Datum: Freitag, 7. Juni 2024 Uhrzeit: ab 14 Uhr Ort: Rehabilitationszentrum St. Leonhard, St. Leonhard 3 | 38102 Braunschweig Um Voranmeldung per Telefon (0531) 180537-20 oder per E-Mail (rehazentrum-braunschweig@lukas-werk.de) wird gebeten. Über die Tageskliniken für Abgängigkeitserkrankungen
Zu der SeiteEnergydrinks - Unterschätzte Gefahren für Jugendliche
10.01.2024 Energydrinks - Unterschätzte Gefahren für Jugendliche Präventionsarbeit in der Suchthilfe hat viele Facetten. Deshalb werfen wir in einer Erklärreihe immer wieder einen Blick auf die unterschiedlichen Themen, mit denen unsere Expert:innen aus dem Lukas-Werk im Rahmen der Präventionsarbeit in Berührung kommen. Heute geht es um Energydrinks für Jugendliche. Das Präventionsteam „Jugendschutz – Und Du?“, in dem zwei Mitarbeiterinnen unserer Lukas-Werk Fachambulanz Northeim gemeinsam mit dem erzieherischen Kinder- und Jugendschutz im Landkreis und der Polizeiinspektion Northeim aktiv sind, warnt vor einem übermäßigen Konsum. Wieso und weshalb, darum geht es in diesem Artikel. Zahlen, Daten Fakten Energydrinks sind bei Kindern und Jugendlichen äußerst beliebt. Sie versprechen einen schnellen Energieschub und gelten als „cool“. Dabei werden die typischen Auswirkungen eines übermäßigen Konsums oft unterschätzt, die Liste der gesundheitlichen Gefahren ist lang. Laut einer Studie der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA trinken rund 68 Prozent der Teenager in Europa Energydrinks. Einer Studie der DAK zufolge konsumiert in Deutschland jedes fünfte Schulkind zwischen zehn und 17 Jahren regelmäßig Energydrinks. Laut einer Erhebung des Bundesinstituts für Risikobewertung trinken 10 Prozent der Kinder und Jugendlichen bei Partys oder Computer-Spielen innerhalb eines kurzen Zeitraums sogar mehr als einen Liter. Erhebliche Nebenwirkungen „Energydrinks machen wach und kommen mit ihren süßen Geschmacksrichtungen gerade auch bei Kindern und Jugendlichen gut an“, sagt Kimberly Zajonz von der Lukas-Werk Fachambulanz Northeim. „Dabei unterschätzen viele die gesundheitsgefährdenden Ausmaße.“ Denn auch, wenn die Getränke kurzzeitig gegen Müdigkeit und Konzentrationsstörungen helfen würden, sei die Liste der unerwünschten Nebenwirkungen lang. Zu ihnen zählen Zittern der Gliedmaßen, Kopfschmerzen, Schweißausbrüche, Wahrnehmungsstörungen, Herzkreislaufstörungen, wie Herzrasen und Bluthochdruck, Wahrnehmungsstörungen, Magen- und Verdauungsstörungen, wie Übelkeit und Durchfall, sowie ein vermehrter Harndrang. Außerdem könnten eine erhöhte Nervosität, Erregung, Angst und Reizbarkeit auftreten. „Ein erhöhter Verzehr von Energydrinks kann Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Nierenversagen auslösen und somit zu einem lebensbedrohlichen Zustand führen“, warnt Antonia Wloch vom Fachbereich Kinder und Familie des Landkreises Northeim. Besonders gefährlich: Energy Shots Doch ab wann spricht man von einem erhöhten Verzehr? Die maximal empfohlene Koffeinmenge liegt bei drei Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Wiegt jemand 66 Kilo sind das um die 200 Milligramm pro Tag. Somit würde etwas mehr als eine Dose Monster Energy mit 180 Milligramm pro 0,5-Liter-Dose oder drei Dosen Red Bull mit 80 Milligramm pro 250-Milliliter-Dose die maximal empfohlene Tagesdosis überschreiten. „Da Jugendliche in der Regel ein geringeres Körpergewicht als Erwachsene haben und ihre körperliche Entwicklung noch nicht vollendet ist, sind diese einer besonderen Gefährdung ausgesetzt“, betont Thomas Sindram von der Northeimer Polizei. Besonders warnt das Präventionsteam vor dem Konsum sogenannter Energy Shots: Sie enthalten bis zu 200 Milligramm Koffein – pro Liter 2000 bis 8000 Milligramm – und Taurin in einer erhöhten Konzentration. Eine Überdosis sei hier nicht ungewöhnlich. Wechselwirkung mit Alkohol „Aufgrund möglicher Wechselwirkungen besteht eine erhöhte Gefahr, eine Alkoholvergiftung zu erleiden“, sagt Lisa König von der Lukas-Werk Fachambulanz Northeim. „Der Geschmack des Energydrinks kann den des Alkohols überdecken, sodass der Konsum nicht deutlich wahrgenommen wird, was dazu führen kann, dass die Alkoholmenge häufig unterschätzt wird.“ Hinzu komme, dass sowohl Alkohol als auch der Konsum von Energydrinks die Herzfrequenz erhöhen und es so zu einer Belastung des Herzkreislaufsystems kommen kann. Keine gesetzlichen Beschränkungen beim Verkauf Auch wenn die WHO sich ausdrücklich für ein Verkaufsverbot von Energydrinks und Shots an Minderjährige ausspricht, gibt es bislang in Deutschland keine gesetzlichen Beschränkungen bezüglich des Verkaufs, sodass diese auch an Kinder und Jugendliche verkauft werden können. Das Netzwerk „Jugendschutz – Und Du?“ befürwortet eine freiwillige Verkaufsbeschränkung des Lebensmitteleinzelhandels von Energydrinks an über 16-Jährige. Doch unabhängig davon liegt der Erziehungsauftrag bei den Erziehungsberechtigten. „Sie tragen die Verantwortung für ihre Kinder. Es ist wichtig, dass Jugendliche, aber auch Erwachsene ein Risikobewusstsein entwickeln und Energydrinks verantwortungsvoll und nur in Maßen konsumieren“, sagt Antonia Wloch. Über das Netzwerk Das Netzwerk „Jugendschutz – Und Du!?“ beruht auf einer langjährigen Präventionsarbeit zu verschiedenen Jugendschutzthemen. In regelmäßigen Abständen werden unter anderem kostenfreie online Elternabende organisiert. Der nächste online Elternabend wird voraussichtlich am 6. Februar 2024 zum Safer Internet Day stattfinden. Für Fragen und Beratung – kostenlos, unverbindlich und unter Einhaltung der Schweigepflicht – stehen Ihnen die Präventionsfachkräfte des Lukas-Werks jederzeit zur Verfügung. Die Kontaktaufnahme ist telefonisch unter 05551.908206 0 und per Mail an fa-northeim@lukas-werk.de möglich. Auch an den Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz des Landkreises Northeim können Sie sich unter der Telefonnummer 05551.708295 und per Mail an jugendpflege@landkreis-northeim.de wenden. Die Fachkräfte des polizeilichen Präventionsteams stehen Ihnen unter der 05551.70050 und per Mail praevention@pinom.polizei.niedersachsen.de zur Verfügung. Präventionsarbeit im Lukas-Werk
Zu der SeiteNeben Körper und Geist auch die Seele pflegen
09.01.2024 Neben Körper und Geist auch die Seele pflegen In der Tagespflege Isenbüttel schreckt man auch vor Tabuthemen nicht zurück. Von Montag bis Freitag besuchen Senior:innen die Tagespflege Isenbüttel, die für diese mehr sein möchte, als eine reine Pflegeeinrichtung. „Wir wollen den Menschen ein Stück zuhause bieten“, erläutert Andrea Grigoleit, Fachleitung der Tagespflege. „Und das gelingt nur, wenn wir ganz nah dran sind an unseren Gästen.“ Dafür schreckt die Tagespflege Isenbüttel auch vor Tabuthemen nicht zurück: Im Rahmen des Projektes „Wohl.Fühlen“ der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen setzen sich Mitarbeitende mit Gästen und Angehörigen mit Themen wie sexueller Selbstbestimmung und Gewaltprävention auseinander. Die Resonanz der Gäste ist dabei schon jetzt überwältigend. Zunächst nahmen alle Mitarbeitenden der Tagespflege Isenbüttel im Rahmen des Projektes an einer Fortbildung zur Prävention von Gewaltereignissen teil. „Oft kommen auch demenziell erkrankte Menschen zu uns. Da kann es auch mal ganz plötzlich zu Gewalt gegenüber den Mitarbeitenden kommen“, sagt Grigoleit. In der Fortbildung lernten sie mehr über den Umgang mit solchen Situationen – vom beruhigenden Gespräch bis hin zur Hilfe durch Kolleg:innen, wenn man selbst sich überfordert fühlt. Dass die Mitarbeitenden professionell bleiben, versteht sich von selbst. Aber was ist mit den Senior:innen, die beispielsweise einen Wutausbruch mitbekommen? Lena Hooge, Betreuungskraft in der Tagespflege Isenbüttel, sagt: „Mit unseren Gästen haben wir solche Momente durchgesprochen. Es ging darum, den anderen nicht sofort zu verurteilen, sondern Verständnis für ihn zu entwickeln. Das hat viel bewirkt.“ Bei dem Projekt geht es aber nicht nur darum, andere zu sehen, sondern auch sich selbst gesehen und gehört zu fühlen. „Wir haben gemerkt, dass die Arbeit in kleinen Gruppen von rund fünf Personen gut funktioniert. Da wird viel freier geredet als in der großen Runde“, berichtet Grigoleit. Bei den Gesprächen geht es um sexuelle Selbstbestimmung. Hauptthema sei da nicht Sex, sondern der Wunsch nach Nähe und Geborgenheit. Die Fachleiterin sagt: „Diese Bedürfnisse werden bei vielen – beispielsweise nach dem Tod des oder der Partner:in – nicht mehr erfüllt. Einsamkeit ist ein großes Thema.“ Die Corona-Pandemie mit ihren Kontakt- und Abstandsgeboten habe die Situation noch verschärft. Obwohl die Gäste einer Generation angehörten, die verschlossener gegenüber solchen Themen sei, habe in den Gruppen schnell eine große Offenheit geherrscht. „Natürlich können wir keine Partner:innen ersetzen. Aber schon die Gruppe selbst hat ein gewisses Maß an Vertrauen und Geborgenheit geschaffen“, so Grigoleit. Und Hooge ergänzt: „Auf die Gruppengespräche wurde richtig hingefiebert. Man hat gemerkt, wie das Thema des vorherigen Treffens innerlich verarbeitet wurde. Da wurde direkt wieder angesetzt.“ Die Resonanz zeige, wie groß das Bedürfnis sei, sich verstanden zu fühlen. Nun wüssten die Gäste, dass sie in der Tagespflege immer ein offenes Ohr finden, wenn sie mal nicht wissen, wohin mit ihren Gefühlen. Gleiches gelte auch für die Angehörigen. Das einzige Manko des Projektes: Die zusätzlichen Angebote seien mit einem enormen Mehraufwand verbunden. Doch Grigoleit und Hooge sind sich einig: Der Aufwand lohnt sich. „Es geht schließlich nicht darum, in einer Tagespflege nur Körper und Geist fit zu halten“, sagt die Fachleiterin. „Auch die Seele bedarf der Pflege. Und die kann sie nur durch Vertrauen und Offenheit bekommen.“ Weitere Informationen Die Angebote und weitere Informationen über die Diakoniestationen Harz-Heide finden Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteKinderwunsch-Praxis Braunschweig
Kinderwunschzentrum Braunschweig MVZ für Reproduktionsmedizin & Humangenetik Hildesheim - Standort Braunschweig Im Krankenhaus Marienstift befindet sich die Zweigstelle des Zentrums für Reproduktionsmedizin & Humangenetik Hildesheim. Vor über 30 Jahren als Gemeinschaftspraxis in Hildesheim gegründet, sorgt sich inzwischen ein Team aus 5 Ärzten und 2 Biologen mit weiteren 40 Mitarbeitenden um unerfüllte Kinderwünsche. Ziel ist es, den Kinderwunsch, speziell auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt und so schonend wie möglich zu verwirklichen. Dabei halten wir die modernsten Methoden der Kinderwunschbehandlung bereit. Qualität wird bei uns groß geschrieben, was zu einer überdurchschnittlichen Erfolgsrate unserer Kinderwunschbehandlungen geführt hat. Unser Qualitätsmanagementsystem wird nach der international anerkannten Norm DIN EN ISO 9001 regelmäßig zertifiziert. FAQ zum Kinderwunsch Wann sollte man sich an unser Kinderwunschzentrum wenden? In der Regel überweist Sie Ihr Frauenarzt an uns, wenn trotz regelmäßigen ungeschützten Geschlechtsverkehrs nach einem Jahr keine Schwangerschaft eingetreten ist. Wir beraten Sie jedoch gern auch schon früher. Was können die Gründe für die Kinderlosigkeit sein? Die Ursachen liegen ebenso häufig beim Mann wie bei der Frau und in über 30% bei beiden. Oft reicht die Qualität des Samens nicht für eine natürliche Befruchtung oder es findet sich eine Funktionsstörung der Eierstöcke, Entzündungen der Eileiter oder der Gebärmutter oder versprengtes Schleimhautgewebe (Endometriose). Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Nach einem sehr ausführlichen ersten Paargespräch und umfangreichen Spezialuntersuchungen werden wir Ihnen im Ergebnisgespräch die für Sie optimale Therapie empfehlen. Die reicht von der Hormonbehandlung über die Samenübertragung (Insemination) bis hin zur Befruchtung Ihrer Eizellen im Reagenzglas (In-vitro-Fertilisation = IVF) ggf. durch Injektion des Samens in die Eizelle (intrazytoplasmatische Spermieninjektion = ICSI). Bei fehlendem Samen kann dieser auch direkt aus dem Hoden gewonnen werden (testikuläre Spermienextraktion = TESE). Ist die Psyche durch den unerfüllten Kinderwunsch stark beeinträchtigt, dann bieten wir Ihnen professionelle Hilfe, um Ihr Ziel zu erreichen. Wie hoch sind die Chancen auf den Kinderwunsch? Im Durchschnitt aller Kinderwunschzentren liegt die Schwangerschaftsrate bei ca. 25% pro Behandlung. Das entspricht der natürlichen Empfängnisrate von 20 – 30%. Ihre individuelle Chance hängt sehr vom Alter und dem Grad Ihrer Fruchtbarkeitsstörung ab. In unserem Zentrum liegen die Schwangerschaftsraten deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Warum kann eine genetische Beratung wichtig sein? Die Ursachen für einen unerfüllten Kinderwunsch sind oftmals auch genetisch bedingt, weshalb Ihnen vor einer Kinderwunschbehandlung eine genetische Beratung angeboten wird. Hierbei werden den Ratsuchenden Informationen zu Symptomen, Erblichkeit und möglicher Diagnostik vermittelt. Zur Ermittlung (Kalkulation) des Wiederholungsrisikos einer Erkrankung in der Familie wird eine vollständige Stammbaumanalyse beider Partner über mindestens drei Generationen erstellt. Unerfüllter Kinderwunsch, sich wiederholende Fehlgeburten, Totgeburten, früh verstorbene Kinder, besondere Schwangerschaftsrisiken (zum Beispiel Altersrisiko, Medikamenteneinnahme, Strahlenbelastung, Infektion), Verwandtenehen und vorgeburtliche Untersuchungsmethoden werden möglichst genau erfasst und eventuell vorliegende genetische Ursachen abgeklärt. Bei einem auffälligen Befund eines der Partner ist eine neuerliche genetische Beratung angeraten, in der das individuelle Vererbungsrisiko besprochen wird. Unsere Ärzte DR. MED. JAN-SIMON LANOWSKI Ärztlicher Leiter Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin DR. MED. NOTKER GRAF Ärztlicher Leiter Facharzt für Humangenetik Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe DR. MED. GABRIELE LANOWSKI* DR. MED. JANINA BARTELS* DR. MED. JULIA RUPP DR. MED. THU HUONG VU DR. MED. KRISTIN DEEB* Fachärztinnen für Frauenheilkunde und Geburtshilfe *Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin Unsere Leistungen Wir betreuen und beraten Sie in allen Fragen unerfüllten Kinderwunsches und Hormonstörungen: Hormon-analyse und Interpretation Transvaginale Sonographie Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)* Intrauterine Insemination* IVF (In-vitro-Fertilisation)* ICSI (Intracytoplasmatische Spermien-Injektion)* Assisted Hatching (mit Laser)* Polkörperbiopsie (PKD)* Blastozystenkultur* Untersuchung des Samens (Spermiogramm) Gewinnung von Spermien aus Hoden- und Nebenhodengewebe (Tese)* Kryokonservierung von Spermien, Hodengewebe, befruchteten Eizellen und Ovargewebe* * in der Hauptpraxis Durch unsere Genetikabteilung in Hildesheim beraten wir außerdem in genetischen Fragen: Genetische Ursachen der Unfruchtbarkeit, zum Beispiel Azoospermie Neigung zu Fehlgeburten Genetisches Risiko bezüglich möglicher Erbschäden bei einem gemeinsamen Kind Kontakt und Terminvereinbarungen MVZ für Reproduktionsmedizin & Humangenetik Hildesheim Standort Braunschweig Helmstedter Straße 35 38102 Braunschweig Telefon: 0531 7011 5300 (Kinderwunschsprechstunde) Telefon: 0531 7011 5305 (Andrologie Labor) Fax: 0531 7011 5309 E-Mail: praxis@kinderwunsch-braunschweig.de Mehr Infos
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