Ehemaligentreffen Tagesklinik für Psychosomatik
09.08.2023 Erstes Ehemaligentreffen der Reha-Tagesklinik für Psychosomatik Veranstaltung für ehemalige Patienten am 29. September 2023. Die Reha-Tagesklinik für Psychosomatik des Lukas-Werks veranstaltet erstmals seit Eröffnung im August 2020 im Braunschweiger Quartier St. Leonhard ein Treffen für ehemalige Patienten. „Wir freuen uns sehr, dass wir dieses Angebot endlich machen können“, sagt der Chefarzt und Leiter der Tagesklinik Dr. Tuna Ucgun. „Wir möchten Patienten aus der Psychosomatik damit die Möglichkeit geben, sich auszutauschen und sich bewusst mit der eigenen Krankheitsgeschichte auseinander zu setzen.“ Infos zur Anmeldung Das Ehemaligentreffen findet am 29. September 2023 in den Räumlichkeiten der Reha-Tagesklinik für Psychosomatik statt und beginnt um 14 Uhr. Eine Anmeldung bis spätestens 22. September 2023 ist notwendig und kann telefonisch (0531. 180 537 30) oder per E-Mail ( rehazentrumbraunschweig@lukas-werk.de ) erfolgen „Wir halten für unsere Gäste an diesem Tag Kaffee, Kuchen, kalte Getränke und kleinere Snacks bereit“, sagt Dr. Tuna Ucgun. Auch er uns seine Mitarbeitenden seien gespannt auf das Zusammentreffen und darauf, „von den Lebensläufen ehemaliger Patienten nach der Therapie zu erfahren.“ In der ganztägig ambulanten Reha-Tagesklinik für Psychosomatik werden alle Formen von psychosomatischen Störungen behandelt. Dazu zählen unter anderem Schlaf-, Schmerz- und Angststörungen, seelische Erschöpfung, Depressionen, Trauma-Folgeerkrankungen, Tinnitus, Zwangserkrankungen und Persönlichkeitsstörungen. „Ziel unserer ganzheitlichen Behandlung ist es, eine höhere Leistungsfähigkeit und eine bessere Lebensqualität sowohl im Beruf als auch im Privatleben zu erreichen“, sagt Chefarzt und Leiter Ucgun. Das Behandlungskonzept ist auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten ausgerichtet. Ein wichtiger Schwerpunkt ist die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit sowie die Entwicklung einer positiven Berufsperspektive.
Zu der SeiteDas Haus St. Vinzenz entwickelt sich unter neuer Leitung rasant
02.08.2023 Weihnachtsmarkt rund um den Max-Beckmann-Platz Die Tagespflege und das Haus St. Vinzenz sowie die TGF Blumenladen beteiligen sich am Weihnachtsmarkt. Erstmals findet in den Straßen rund um den Max-Beckmann-Platz in Braunschweig ein Weihnachtsmarkt statt. Unter dem Titel „Weihnachtsmarkt im Quartier“ laden die Akteure am Freitag, 24. November, von 15 bis 18 Uhr in ihre Nachbarschaft ein. Um 16.30 Uhr findet ein gemeinsames Singen an allen beteiligten Standorten statt. Ob Glühwein oder Kakao, Gebäck oder Bratwurst, Dekorationen oder Geschenkideen – stimmen Sie sich im Quartier um den Max-Beckmann-Platz auf die Weihnachtszeit ein. An sieben Standorten können Interessierte schlemmen und stöbern. Auf dem Hof des Hauses St. Vinzenz werden das Senioren- und Pflegezentrum St. Vinzenz, die Tagespflege St. Vinzenz der Diakoniestation Braunschweig und die TGF Blumenladen der Wohnen und Betreuen der Evangelischen Stiftung Neuerkeröde mit Ständen vertreten sein. Auch das Café Krokus, das sich direkt neben dem Pflegezentrum St. Vinzenz befindet, nimmt am Weihnachtsmarkt teil. Ebenso sind das medi terra Seniorenzentrum Am Wasserturm und die medi terra Pflegeschule Braunschweig sowie das AWO Sozialpsychiatrische Zentrum Braunschweig Teil des Weihnachtsmarktes. Weitere Infos Weitere Informationen zum Haus St. Vinzenz erhalten Sie hier: Mehr Infos
Zu der SeiteImmer wieder Neues wagen
11.08.2023 Immer wieder Neues wagen So. Schön. Erfolgreich. In dieser Rubrik berichten ehemalige Azubis aus der Unternehmensgruppe in unseren Homepage-Stories über ihren beruflichen Werdegang im Anschluss an die Ausbildungszeit. Heute: Jakob Richter, der als angehender Gesundheits- und Krankenpfleger am Marienstift startete und mittlerweile die Gesamtleitung Pflege der Wohnen und Betreuen (WuB) innehat Wer einen Blick auf Jakob Richters Lebenslauf wirft, wird überrascht sein, dass er erst 28 Jahre alt ist. Denn für sein junges Alter hat der Braunschweiger schon einiges vorzuweisen: eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger im Marienstift zum Beispiel, aber auch das Stipendiatenprogramm der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn), einen Bachelorabschluss der Angewandten Pflegewissenschaften und einen Master im Sozialmanagement. Außerdem arbeitete der junge Vater schon als Pflegefachkraft, Fachkraft mit organisatorischer Verantwortung, wurde bereits mit 23 Jahren Wohnbereichsleiter – und nun hat er die Gesamtleitung Pflege bei der Wohnen und Betreuen inne. „Ich weiß, mein Lebenslauf klingt ziemlich streberhaft“, sagt Richter und lacht. Doch wie ein Streber wirkt der 28-Jährige keinesfalls. Zielstrebig und ehrgeizig, ja. Hochmotiviert ebenfalls. Aber auch extrem locker, wie er vor einem Flip-Chart, auf dem er seine Ideen festhält, auf einem Hocker sitzt und hin und her schaukelt. Ebenso locker hält er es mit Bewerbungsgesprächen: Sind die Bewerber:innen einverstanden, wird gemeinsam durch das Dorf spaziert. Richter sagt: „So lerne ich die Person und ihren Umgang mit unseren Bürger:innen wesentlich besser kennen als wenn wir uns nur in meinem Büro gegenüber sitzen.“ Neue Wege gehen, Veränderungen anstoßen: Jakob Richter schätzt es, dass seine Ideen bei der Evangelischen Stiftung Neuerkerode auf offene Ohren stoßen. „Jede neue Stelle war für mich ein Sprung ins kalte Wasser – aber immer mit unglaublich wertvollen Erfahrungen verbunden“, sagt Richter. Seine aktuelle Position ist eine Projektstelle und somit zeitlich begrenzt. Der nächste Sprung ins Unbekannte wird also kommen. Der Lebenslauf von Jakob Richter wird sich weiter füllen. Wir finden: So. Schön. Erfolgreich. Aber lesen Sie selbst... Steckbrief Name: Jakob Richter Alter: 28 Ausbildung: Gesundheits- und Krankenpfleger, B.Sc. . Pflegewissenschaftlicher, M.A. Sozialmanagement Aktuelle Position: Gesamtleitung Pflege Arbeitsschwerpunkte: Strategische Weiterentwicklung der Pflege in der Eingliederungshilfe, Beratung und Anleitung, Kostenverhandlungen, Netzwerker Kurz getickert: Der berufliche Werdegang +++ 2011-2012 Jahrespraktikum bei der Lebenshilfe Braunschweig +++ 2013-2016 Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger am Marienstift in Braunschweig +++ 2014-2018 Ausbildungsbegleitendes Studium der Angewandten Pflegewissenschaften B.Sc. +++ 2016-2018 Tätigkeit als Pflegefachkraft in Teilzeit in diversen Wohnbereichen der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen +++ 2018-2019 Fachkraft mit organisatorischer Verantwortung im Wohnbereich 8 Lindenplatz +++ 2019-2022 Wohnbereichsleitung für den Wohnbereich 12 +++ 2020-02.2023 Studium des Sozialmanagements M.A. +++ seit 2022 Gesamtleitung Pflege der WuB +++ Weg in die esn Wie bist du auf die Ausbildung gekommen? Nun ja, durch mein Praktikum bei der Lebenshilfe war mir schnell klar, dass ich mit Menschen arbeiten möchte. Das Praktikum hat mir sehr geholfen, meine beruflichen Vorstellungen auszubauen und zu wissen, wo meine Interessen und Stärken liegen. Somit habe ich nach einem Ausbildungsplatz geschaut, mit dem man Potenziale zur Weiterentwicklung nutzen kann. Das Marienstift ist für seine erstklassige Ausbildung sowie auch für die Möglichkeit, ausbildungsbegleitend zu studieren bekannt. Da fiel mir die Entscheidung leicht, die Bewerbung abzuschicken! Und wieso bei uns? Wieso nicht?! Ein Versorgungsnetzwerk mit umfassenden Gestaltungsspielräumen, differenzierten Arbeitsplätzen sowie Raum für Ideen und Kritik muss man erst einmal finden. Besonders für jüngere Generationen gibt es neben den sehr guten Rahmenbedingungen besondere Vorzüge: Talent-Management, Freizeitmöglichkeiten, tolle Angebote für Mitarbeitende und eine nette Gesprächskultur mit den Vorgesetzen. Das hat mich überzeugt, diesen Weg einzuschlagen. Das war mein Highlight in der Ausbildung: Mein persönliches Highlight in der Ausbildung war der Praxiseinsatz auf der Palliativstation. Hier habe ich schnell festgestellt wie umfassend und intensiv die Tätigkeit als Pflegefachkraft ist, und was für mich diesen Beruf ausmacht. Durch gute Einarbeitung und professionelle Anleitung konnte ich Kernkompetenzen entwickeln, die ich in meinem heutigen Berufsleben immer wieder abrufe und mich an die Zeit zurückerinnere. Wie kommuniziert man in schwierigen Situationen? Wie behält man trotz vielfältigen Herausforderungen im Stationsalltags den Gesamtüberblick und kann gleichzeitig Prioritäten setzen und verantworten? Das alles war sehr prägend und hat meine Persönlichkeit geformt. Ein Versorgungsnetzwerk mit umfassenden Gestaltungsspielräumen, differenzierten Arbeitsplätzen sowie Raum für Ideen und Kritik muss man erst einmal finden. Wie hast du die Ausbildung in Erinnerung? Abwechslungsreich & Fordernd & Humorvoll & Augenringe & qualitativ hochwertig & nette gemeinsame Zeit! Wie war die Begleitung durch Fachkräfte/Lehrkräfte während der Ausbildung? 1a! Darum bin ich in der esn geblieben: Ich habe früh erkannt, dass das breite Versorgungsnetzwerk viele verschiedene Einsatzmöglichkeiten bietet. Mir haben ebenfalls die Ansprache und die gute Orientierung gefallen. Man hat mich zu Beginn als frische Fachkraft eng begleitet und mir unterschiedlichste Möglichkeiten der Weiterbildung aufgezeigt. Das bestärkt mich noch heute! Meine erste Zeit als "frische" Fachkraft war... ... spannend! Ich habe bekanntes Fahrwasser direkt nach der Ausbildung verlassen und bin in der Wohnen und Betreuen GmbH gestartet. Die Eingliederungshilfe funktioniert ganz anders – aber dennoch irgendwie gleich. Ich hatte das Glück, dass ich direkt nach meiner Ausbildung ins Talentmanagement aufgenommen wurde. Mein Ziel war es, der Eingliederungshilfe den pflegerischen Kontext näher zu bringen und die pflegerischen Expertenstandards zu implementieren. Das hat mir großen Spaß gemacht, ich konnte Wissen einfließen lassen, Schulungen geben und in unterschiedlichsten Einsatzbereichen die Eingliederungshilfe kennenlernen. Hier und heute Wie überrascht bist du selber über deinen beruflichen Werdegang? Eine faszinierende Reise: Trotz begrenzter Lebenserfahrung durfte ich überraschenderweise anspruchsvolle Positionen übernehmen. Dies hat meine Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme weiter gestärkt. Besonders begeistert mich das Thema Personalführung und Organisationsentwicklung. Der Weg von einer Idee zur praktikablen Umsetzung erfordert eine strukturierte Herangehensweise unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte. Ich habe trotz meines jungen Alters sehr viel Zeit in und Wert auf meine persönliche Qualifizierung gelegt, was mich dazu ermutigt zu sagen, dass ich einen wesentlichen Teil meines beruflichen Werdeganges selbst gestaltet und geformt habe. Somit überrascht mich mein beruflicher Werdegang nicht. Was macht dir besonders viel Spaß an deiner Arbeit? Mir macht besonders viel Spaß, unser Netzwerk zu nutzen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und bei schwierigen Fragestellungen und Herausforderungen die richtigen Lösungen zu finden. Ich schaue viel nach rechts und links, denn die Pflege in der Eingliederungshilfe steht vor umfassenden Herausforderungen, welche selbst in der Fachliteratur nur mangelhaft Beachtung finden. Somit schaue ich häufig in andere Arbeitsbereiche, um Synergien zu nutzen und bestehende Ideen an den Kontext der Eingliederungshilfe anzupassen. Das hat bisher durch unsere Struktur der Unternehmensgruppe esn sehr gut geklappt. Beschreibe einen typischen Arbeitstag. Habe ich überhaupt einen typischen Arbeitsalltag? Häufig beginnt der Tag mit einem kollegialen Austausch. Hierbei ergeben sich oft Fragestellungen, die aus pflegerischer oder medizinischer Perspektive geklärt werden müssen. Ich gehe mit meinem Team der Pflegeberatungen in Wohnbereiche, beantworte offene Fragestellungen, erstelle Arbeitsanweisungen oder Handouts. Außerdem beantworte ich zahlreiche Anfragen von Betreuer:innen oder gesetzlichen Vertreter:innen zu fachpflegerischen Themenstellungen und entwickle Konzepte die unsere pflegerische Versorgung der WuB weiterentwickeln – häufig eben auch mit anderen Gesellschaften der Unternehmensgruppe. Zudem verhandele ich mit Kostenträgern und Krankenkassen oder suche Sparringspartner in regionalen Krankenhäusern, wenn eine Versorgung nicht nach unseren Vorstellungen abgelaufen ist. Das beschreibt neben vielen anderen Aspekten meinen Arbeitsalltag ganz gut. Was sind besondere Momente in meinem Arbeitsalltag? Häufig werde ich angesprochen, wenn die Luft dünner oder ein Vermittler benötigt wird. Das schätze ich an meinem Arbeitsalltag sehr und es bestätigt mich in meinem Tun. Chancen zur Weiterentwicklung in der esn? Die sind riesig! Man blicke nur auf meinen Lebenslauf. Meine Branche gefällt mir weil: Es wird zukünftig zu umfassenden Möglichkeiten der Veränderung kommen. Wie gehen wir mit dem Bundesteilhabegesetz um und welche Veränderungen und Gestaltungsspielräume kommen auf uns zu? Können wir die Eingliederungshilfe neu denken? Da ist vieles sehr spannend! Wenn ich über Nacht etwas verändern könnte in meiner Branche, was wäre das? Außenstehenden ist oft nicht klar, dass die Eingliederungshilfe so vielschichtig und gleichzeitig komplex ist. Es wäre schön, wenn das den Menschen bewusster wäre. Die esn ist ein großes Netzwerk, hast du viele Anknüpfungspunkte zu anderen Gesellschaften und Standorten? Extrem viele – und das aus und zu unterschiedlichsten Ecken der esn. Häufig bin ich neugierig und will etwas wissen. Oft werde ich angerufen und zu fachlichen Fragestellungen gefragt oder um Einschätzung gebeten. Siehst du darin einen Vorteil in deiner täglichen Arbeit? Meine persönliche Meinung: Ohne diese Netzwerkstruktur und den Gedanken an sie wird es immer schwieriger, auf umfassende gesellschaftliche und politische Veränderungen reagieren zu können. Wir müssen uns noch mehr vernetzen und unsere Synergien nutzen, um am Ende das beste Betreuungsergebnis zu erreichen. Egal in welchem Handlungs- und Arbeitsfeld. Ohne diese Netzwerkstruktur und den Gedanken an sie, wird es immer schwieriger, auf umfassende gesellschaftliche und politische Veränderungen reagieren zu können. Wofür bist du dankbar? Ich bin dankbar dafür, dass man mir den Handlungsspielraum gibt, den ich benötige, um meine Ideen in die Praxis zu integrieren. Genauso sehr schätze ich, dass man mir durch gute Kommunikation mögliche Wege der Weiterentwicklung aufgezeigt hat. Das möchte ich unbedingt noch loswerden? Liebe Grüße an alle Kolleg:innen aus der Unternehmensgruppe! Ich freue mich auf unsere nächste Begegnung! Kurz geknipst Und zum Schluss: Wie würdest du die esn ohne Worte darstellen? Die esn ist wie ein Zauberwürfel: Bunt und mit vielen Herausforderungen, bei denen es Spaß macht, Lösungen zu finden. Azubi werden Du interessierst dich für eine Ausbildung in der esn? Dann schau gern auf unseren Ausbildungseiten vorbei. Azubi-Infos
Zu der SeiteGedenktag für verstorbene Dogengebrauchende 2023
24.07.2023 Internationaler Gedenktag für verstorbene Dogengebrauchende Am 21. Juli erinnern Einrichtungen der Aids-und Drogenhilfe, Eltern und Angehörige, Partner:innen, Freund:innen an Menschen, die infolge ihres Substanzkonsums verstorben sind. Zugleich nutzen sie unterschiedliche Aktionen, um Ideen und Maßnahmen für eine wirksamere Drogenpolitik vorzustellen. Der Gedenktag wird in den Kommunen durch eine Vielzahl von Akteur:innen getragen, deren drogen- und gesundheitspolitische Ansichten und Ziele durchaus unterschiedlich sind. Trotz dieser Tatsache sind sie sich einig in dem Ziel, das Überleben von Drogengebrauchenden zu sichern und eine menschliche Drogenpolitik zu erreichen. Der Gedenktag jährt sich dieses Jahr zum 26. Mal. Im Garten der Fachambulanz Peine gab es eine kleine Gedenkfeier mit anschließendem Grillfest. Der Gedenktag wurde gemeinsam mit der JES (Junkies, Ehemalige und Substituierte) Selbsthilfe begangen. Er gab eine Fotoaktion für den Drogenkurier (Zeitschrift von JES), um an sämtlicher verstorbenen Drogengebrauchenden zu erinnern. Die Lebenserwartung von Drogengebrauchenden hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich erhöht. "Die Aufnahme von Drogengebrauchenden in geeigneten Pflegeeinrichtungen wird daher zu einem immer dringender werden Thema. Aktuell nehmen jedoch stationäre Pflegeeinrichtungen keine Drogengebraucher:innen auf und stationäre Einrichtungen schließen die Pflege ihrer Einwohner:innen aus. Ein Dilemma", so David Röker, Sozialarbeiter im Lukas-Werk in Peine. Benötigen Sie selber Hilfe oder kennen jemanden, der/die aufgrund des Konsums von Drogen Hilfe benötigt? Das Lukas-Werk steht Ihnen gerne für eine vertrauliche Beratung zur Verfügung. Kontakt
Zu der SeiteUnterwegs mit...Eberhard Grunwald und Jonas Boos
23.08.2023 Hoch zur See nach Helgoland Im Herbst 2022 hatte Eberhard Grunwald Geburtstag. Als ich ihn fragte, was er sich wünsche, antwortete er mit leiser Stimme „Hubschrauber“. Ich fragte, ob er Lust auf einen Hubschrauber-Rundflug habe, was er bejahte. Also schaute ich im Internet nach passenden Angeboten und präsentierte ihm kurz darauf erste Ergebnisse. Unter anderem war dort das Bild eines Flugzeuges abgebildet, auf das er zeigte. Okay, dann also einen Rundflug mit einem Flugzeug? Ich startete eine neue Suche: „Rundflug Flugzeug Braunschweig“. Schnell wurde mir dann ein Flug von Braunschweig nach Helgoland mit einer Cessna (Kleinflugzeug) vorgeschlagen. Ein Reisebericht von Jonas Boos und Eberhard Grunwald Eberhard – ein Rentner, der eher zurückgezogen lebt, den die Anwesenheit vieler Personen verunsichert, weshalb er Gruppenaktivitäten lieber meidet und folglich nur selten in den Genuss von Ausflügen kommt – ist einer derjenigen, die vor ein paar Jahren eine Entschädigungszahlung von der Stiftung Anerkennung und Hilfe bekommen haben. Diese Zahlung soll das erfahrene Leid, das in den Nachkriegsjahren (in der BRD bis 1975 bzw. in der DDR bis 1990) in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe sowie in psychiatrischen Einrichtungen an den betroffenen Personen entstanden ist, zumindest in Teilen wiedergutmachen. Und so kam es, dass sich viele ältere Menschen mit Behinderung in ganz Deutschland auf einmal Dinge leisten konnten, die ihnen ihr Leben lang verwehrt blieben. Träume konnten plötzlich wahr werden. Ein Traum wird wahr... Also nahm ich Kontakt zum Piloten, mit Namen Marcus, auf, vereinbarte einen Termin und wir übergaben Eberhard sein Geschenk. Eigentlich wollten wir kurz nach dem Geburtstag gen Helgoland aufbrechen, leider machte uns das Wetter aber einen Strich durch die Rechnung. Wie an diesem Tag erging es uns in den kommenden Wochen und Monaten immer wieder. Mal war das Wetter bescheiden, mal gab es private oder dienstliche Hindernisse oder irgendjemand war krank. Insgesamt mussten wir die Flüge zehnmal verschieben. Aber nun, am ersten Juni, war es dann so weit. Das Wetter sah in den Tagen zuvor gut aus, niemand war krank. Dann kann es ja losgehen! Wir verabredeten uns für den kommenden Morgen um 10 Uhr in Salzgitter-Drütte auf einem Flugplatz unweit der Salzgitter-AG. Nach etlichen Telefonaten und WhatsApp-Konversationen, trafen wir Marcus am nächsten Morgen nun das erste Mal im realen Leben. Gleich zu Beginn machte er deutlich, dass die Wetterbedingungen sich wieder eher verschlechtert als verbessert hätten. Wider Erwarten sank die Wolkenuntergrenze weiter, anstatt zu steigen. So konnten wir nicht starten. Was also tun? Wieder einen neuen Termin suchen und nach Hause fahren? Abwarten? Wir entschieden uns für letzteres. Vielleicht würde der Wettergott es ja gut mit uns meinen. Aber das Wetter wurde nicht besser. Erst gegen 14 Uhr ließen die Wolken einen Flug zu, wenn auch in der minimal möglichen Flughöhe. Wir diskutierten, ob wir starten wollen oder ob wir es doch lassen sollten. Wir entschieden uns dafür. Allerdings könne er nicht mit Sicherheit sagen, ob wir dann auch wieder in Helgoland starten können. Wenn es blöd läuft, müssten wir uns ein Hotelzimmer nehmen. Dann ist das eben so. No risk, no fun. Lass uns fliegen! Helgoland in Sicht Nachdem die Maschine vollgetankt und gründlich durchgecheckt war, ging alles recht schnell. Wir luden die Sachen aus dem Auto ins Flugzeug, zogen die Schwimmwesten an (wir flogen schließlich über das offene Meer), setzten die schallisolierenden Headsets auf, schnallten uns an und schließlich machte Marcus gegen 14.30 Uhr den Motor an. Eberhard stand die Aufregung förmlich ins Gesicht geschrieben, versicherte aber mehrmals, dass es ihm gut gehe und dass er bereit sei für den Flug. Wir rollten auf die Startbahn zu, machten noch ein paar letzte Checks und dann ging es endlich los! Nach wenigen Sekunden hoben wir vom Boden ab. Atemberaubender Anblick Zunächst am beeindruckenden Stahlwerk der Salzgitter AG vorbei, flogen wir nun auf direktem Weg Richtung Nordsee. Für Eberhard war dieses Erlebnis eine völlig neue Erfahrung. Das Ruckeln, der Lärm und die ungewohnte Sicht aus der Vogelperspektive waren für ihn gänzlich neue Eindrücke, die erst einmal verarbeitet werden mussten. So war er die erste Dreiviertelstunde sichtlich angespannt – die Tüte, für den Fall der Fälle, kam glücklicherweise nicht zum Einsatz. Im Gegenteil: Als wir langsam die Küste erreichten, schien alle Aufregung von ihm abzufallen. Mit bestem Blick auf Bremerhaven verließen wir allmählich das Festland und flogen auf das wunderschöne Wattenmeer zu. Aus der Luft waren die unendlich wirkenden Weiten des ostfriesischen Watts mit seinen vielen kleinen und großen Sandbänken, Inseln und Strömungskanälen ein atemberaubender Anblick. Die geballte Kraft der Natur war hier zum Greifen nahe. Allein hierfür hätte sich der Flug schon gelohnt. Aber es sollte noch weitergehen. Helgoland, wir sind da Als wir das Wattenmeer hinter uns gelassen hatten, flogen wir aufs offene Meer zu. Nach einigen Minuten war am Horizont eine kleine Insel zu erahnen. Helgoland. Endlich war sie da. Eine kleine grüne Insel irgendwo mitten in der Nordsee. Ein halbes Jahr, nachdem wir den ersten Versuch unternommen hatten, die einzige deutsche Hochseeinsel zu bereisen, haben wir nun endlich unser Ziel erreicht. Marcus steuerte die Landebahn an. Die frische Brise der Nordsee ließ das Flugzeug im Landeanflug ordentlich schaukeln, aber Marcus landete die Maschine souverän auf der von den Helgoländern genannten „Düne“ – einer vorgelagerten Insel, auf der sich der Flugplatz befindet. Gegen 16 Uhr betraten wir dann endlich Helgoländer Boden. Und Eberhard strahlte, wie ich es bis dato nur selten erlebt hatte. Wir gingen am Strand entlang Richtung Fähranleger. Eberhard nahm einen tiefen Zug der unverkennbaren Nordseeluft und sagte: „Schön!“ Mit der nächsten Fähre fuhren wir auf die Hauptinsel. Sofort machten wir uns auf den Weg zu den berühmten, roten Felsen, die übersäht sind mit etlichen brütenden Vogelarten. Auf der Insel gestrandet So richtig abschalten konnten wir jedoch nicht: Spätestens um 18.30 Uhr hätten wir wieder abfliegen müssen, da der Flugplatz dann schließt. Marcus rief mich an, um mit mir über die Option einer Hotelübernachtung zu sprechen. Er könne Zimmer für uns buchen. Das Wetter war mittlerweile zwar besser, ein Rückflug also ohne weiteres möglich, aber die Zeit saß uns im Nacken. Also führte ich mehrere Telefonate: Die Wohngruppe und meine Frau sollten darüber Bescheid wissen, ehe ich das entscheide. Passt. Ich rief ihn zurück: „Okay, ist zwar etwas verrückt, aber mach mal!“ Wir hatten zwar keine Wechselklamotten, geschweige denn Zahnbürsten oder andere Hygieneartikel dabei, dafür konnten wir uns nun doch Zeit lassen, in aller Ruhe die Insel zu erkunden. Nachdem wir die wunderschöne Landschaft hinter uns gelassen haben, gingen wir zurück ins Oberland, den oberen Teil der Siedlung auf Helgoland. Für die Nacht einrichten Wir kauften Zahnbürsten, kleinere Snacks und ein Willkommensbier für Marcus, der bis hierhin immer noch auf der „Düne“ verweilte und mit der kleinen Fähre kurze Zeit später eintrudeln wollte. Am Fähranleger nahmen wir ihn in Empfang, suchten die Hotelzimmer auf, legten die wenigen Sachen ab, die wir dabeihatten und suchten ein schönes Restaurant, wo wir den Tag Revue passieren und langsam entspannen konnten. Leider gab es gegen 20.30 Uhr nur noch in einem kleinen Imbiss warme Kost. Nun gut, dann eben Burger. Wir aßen die Burger und zogen weiter in eine nahegelegene Bar, wo wir den Abend langsam ausklingen lassen wollten. Ein paar Kaltgetränke später machten wir uns dann auf in die unterschiedlichen Hotels – unser Hotel war in Ober-, das von Marcus in Unterland. Kurz darauf erhielt ich einen Anruf. Wieder Marcus: „Du sag mal, Jonas, hatte ich meine Tasche vorhin dabei?“ „Ich glaube, ja!“ „Mist! Flugbuch, Tablet (wichtig für die Navigation) und viele andere Wertgegenstände sind darin.“ Offensichtlich hat er sie irgendwo liegen lassen. In der Bar lag sie jedenfalls nicht. „Marcus, die wird sicher nicht geklaut worden sein. Morgen finden wir die!“ Erschöpft von dem Tag und dennoch aufgewühlt von der Tatsache, dass wir am nächsten Tag vielleicht gravierende Probleme bekommen würden, zurückzufliegen, sollte die Tasche nicht wiederauftauchen, versuchten Eberhard und ich in unserem Doppelbett die Augen zu schließen und einzuschlafen. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass diese Reise für uns ein richtiges Abenteuer war, von dem wir noch lange erzählen werden. Jonas Boos, Wohngruppe Mühlenhof, Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH Am nächsten Morgen dann war der ganze Stress passé. Der Blick auf die strahlend blaue Nordsee, ließ jegliche Sorgen verschwinden. Herrlich. Wir machten uns fertig und schritten zum reichhaltigen Frühstück, um uns für den Tag zu stärken. In der Zwischenzeit gab Marcus Entwarnung: Die Tasche war wieder da. Der Imbissbetreiber hatte sie für ihn aufgehoben. Zum Glück: Denn wie sich herausstellte, war außerdem auch der Flugzeugschlüssel in der Tasche. Nachdem wir das Hotel verlassen hatten, trafen wir uns wieder mit Marcus und machten uns gemeinsam auf den Weg zur Fähre, um zurück zur „Düne“ zu fahren. Dort angekommen, machten Eberhard und ich bei bestem Wetter noch einen ausgiebigen Strandspaziergang. Wir staunten nicht schlecht, als uns auf einmal mehrere tief-dunkle Augen anschauten, die zwischen den Wellen herausblickten. Seehunde. An den Menschen gewohnt, drehten sie vor dem Strand ihre Kreise. Welch krönender Abschluss! Im Flugplatz-Restaurant aßen wir noch ein sehr leckeres Mittagessen, ehe wir uns gegen 14 Uhr wieder in die Maschine setzten und gen Heimat aufbrachen. Diesmal war Eberhard deutlich entspannter – er wusste schließlich was auf ihn zukam.
Zu der SeiteHeiße Chilischoten, groovige Gorillas und lässige Lokalmatadore
16.08.2023 Inklusives Festival „Rock an der Wabe“ am 26. August 2023 in Neuerkerode Headliner sind nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr erneut die lokale Band „GoGorillas“. Ebenfalls dabei ist die inklusive Band „The Mumes“ aus Dänemark. Auf ihr Heimspiel freut sich die Neuerkeröder Band „Underrock“. Weiterhin treten die Red Hot Chili Peppers Coverband „Living Peppers“ sowie „Park Avenue“ auf. Neben den inklusiven Bands steht insgesamt das Thema Inklusion im Vordergrund: So moderiert Ramona Bleck, eine Bürgerin aus Neuerkerode, die Veranstaltung zum zweiten Mal gemeinsam mit Verena Badura aus der Musikpädagogik. DJ Christian Könnemann wohnt ebenfalls im inklusiven Dorf und legt in den Umbauphasen auf. Horst Waßmann, Leiter der Freizeitpädagogik, kümmert sich wie in den vergangenen Jahren mit seinen acht ehrenamtlichen Helfern aus Neuerkerode um den Auf- und Abbau sowie um viele weitere organisatorische Dinge. Programm Rock an der Wabe | Dorfplatz Neuerkerode | Eintritt frei 16 Uhr Begrüßung mit Scheckübergaben der Braunschweigischen Landessparkasse und der Braunschweigischen Sparkassenstiftung 16.10 Uhr Park Avenue 17.10 Uhr Underrock | Musikpädagogik 18.30 Uhr The Mumes | Inklusive Band aus Dänemark 19.45 Uhr Living Peppers 21 Uhr GoGorillas 23 Uhr Ende Veranstaltung
Zu der SeiteRotary Club Braunschweig spendet 10.000 Euro für Projekt Herzenswünsche
20.07.2023 Große und kleine Wünsche der betreuten Menschen werden erfüllt Der Rotary Club Braunschweig hat der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn) für das dauerhaft und nachhaltig angelegte Spendenprojekt „Herzenswünsche“, das im Dezember 2021 gestartet ist, 10.000 Euro gespendet. Von dem Geld, das aus der Weihnachtsspende des Clubs stammt, wird unter anderem der Familienentlastende Dienst der esn unterstützt, der spezielle Angebote für Familien mit Kindern mit Behinderungen bietet und diese seit gut einem Jahr auch für Kinder aus der Ukraine zugängig gemacht hat. Weiterhin werden die kleinen und die etwas größeren Wünsche der durch die esn betreuten Menschen mit Behinderung, der Senioren aus der Altenhilfe sowie der Patienten und Klienten, die in der Suchthilfe oder der Psychosomatik behandelt werden, erfüllt. „Dank unserer Spender und Sponsoren und durch diese wirklich großzügige Summe des Rotary Clubs Braunschweig haben wir seit Beginn des Projekts über 30.000 Euro einnehmen und über 250 Herzenswünsche durch Geld-, Sach- und Zeitspenden realisieren können. Dafür möchten wir ganz herzlichen Dank sagen! Wir freuen uns auf die Erfüllung weiterer Wünsche“, so Tobias Henkel, Vorstandsvorsitzender der esn. „Der Rotary Club Braunschweig unterstützt über das Jahr hinweg finanziell immer mehrere karitative Projekte und setzt mit der Weihnachtsspende dabei einen Schwerpunkt, den der Präsident persönlich auswählt“, erläutert Daniel Bresser vom Rotary Club Braunschweig. „Wir finden die Herzenswünsche und im Speziellen das Ukraine-Engagement deshalb so unterstützenswert, weil die Hilfe genau dort ansetzt, wo sie benötigt wird.“ Die Herzenswünsche sind so vielfältig wie die Menschen selbst: Einer 95-jährigen Bewohnerin aus Neuerkerode konnte ein Kurzurlaub in Bad Bevensen ermöglicht, eine Tierarztrechnung für eine notwendige Operation der Hauskatze aus einer Wohngruppe beglichen werden. Musikinstrumente für die pädagogische Arbeit mit Menschen mit Sehbehinderungen, Demenz oder Autismus haben großen Anklang gefunden. Für Klienten vom Lukas-Werk war der gewünschte Ausflug zum Brocken ein großes Erlebnis, ebenso hat eine Reha-Gruppe der Fachambulanz Braunschweig im Heidepark einen tollen Tag verbracht. Bewohner aus dem Senioren- und Pflegezentrum Sankt Vinzenz konnten gemeinsam ein Cellokonzert genießen. Für große Freude sorgen immer auch die Hundebesuche in unseren Häusern der Altenpflege. Eine Jugend-Wohngruppe richtet sich eine Medienecke ein, zu der zwei Laptops beigesteuert werden konnten. Für die Fahrradwerkstatt in der Fachklinik Erlengrund wurde ein Dreirad für mobilitätseingeschränkte Patienten gekauft und auch Besuche von Fußballspielen der Eintracht stehen nach wie vor hoch im Kurs. Des Weiteren wurden Bücher- und Blumenwünsche sowie Museums-, Zoo-, Café- oder Restaurantbesuche erfüllt. Alle wichtigen Informationen zu den Herzenswünschen gibt es immer aktuell unter folgendem Link: https://www.netzwerk-esn.de/spenden/herzenswuensche
Zu der SeiteUnterwegs mit... Christoph Gödecke
17.07.2023 Wenn die Arbeit zur Erfüllung wird Eigentlich ist Christoph Gödecke gelernter Anlagenmechaniker. Doch Sinn findet er, seit er im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien in Braunschweig arbeitet. In unserem Leben verbringen wir viel Zeit damit, zu arbeiten. Umso wichtiger ist es, dass uns unser Beruf Spaß macht, wir Erfüllung in ihm finden. Gelungen ist dies Christoph Gödecke, der als Pflegehelfer im Braunschweiger Senioren- und Pflegezentrum Bethanien arbeitet. Eigentlich ist der Querumer gelernter Anlagenmechaniker, arbeitete danach in einem Lager. „Jeder Tag sah gleich aus. Ich wusste immer genau, was mich erwartet“, sagt er. „Das war einfach nichts für mich.“ Ob er wirklich in der Altenhilfe arbeiten will, wusste Gödecke damals auch nicht. Doch nach einem Probetag ist ihm klar: Das ist es! „Hier ist kein Tag wie der andere. Immer ist etwas los“, beschreibt der 30-Jährige seine Arbeit. Seit Oktober 2019 ist er im Senioren- und Pflegezentrum Bethanien. Die Bezahlung sei in Ordnung, die Arbeit zwar viel, aber nicht so schlecht, wie es nach außen oft dargestellt werde. Nach einem Arbeitstag sei er zwar ganz schön fertig – aber zufrieden. Gödecke betont: „Die Arbeit hier ist einfach sinnstiftend.“ „Die Arbeit hier ist einfach sinnstiftend.“ Christoph Gödecke Auch mit der Familie – der Pflegehelfer hat Frau und zwei Kinder – lasse sich die Arbeit vereinbaren. „Ich habe hier die Möglichkeit bekommen, nur Spätdienste zu machen. Das hilft meiner Familie und mir sehr“, berichtet Gödecke. Der Arbeitstag beginnt für ihn meist damit, Kaffee zu machen. Dann hilft er Bewohner:innen, die es alleine nicht schaffen, aus dem Bett aufzustehen, serviert Kaffee und Kuchen, führt Gespräche. Jeder Tag ist anders, nicht nur, da man mit Menschen arbeitet, sondern auch, weil den Bewohner:innen ein abwechslungsreiches Programm geboten wird. Ob Krimidinner, einem Streichelzoo, der zu Besuch kommt, oder Konzerten – langweilig wird es in Bethanien nie. Selbst für einen Podcast der Braunschweiger Zeitung wurde Gödecke schon bei seiner Arbeit begleitet. Dabei gebe es natürlich auch immer wieder schwierige Situationen. „Wenn man eine gute Beziehung zu Bewohner:innen aufgebaut hat und sie gerade ihre letzten Tage haben, muss man das erst einmal selbst verarbeiten. Gerade, wenn man das als Quereinsteiger:in nicht gewohnt ist“, erzählt der Querumer. „Aber man lernt mit der Zeit, damit umzugehen. Und wir versuchen, diese letzten Tage zu schön wie möglich zu machen.“ Nach dem Abendessen geht er noch einmal durch die einzelnen Zimmer – auch dort, wo keine Hilfe mehr benötigt wird, schaut er kurz rein, um eine gute Nacht zu wünschen. Daraufhin füllt er, wenn nötig noch ein paar Protokolle aus, macht die Küche fertig und läutet dann den Feierabend ein. Im kommenden Jahr möchte Gödecke gerne berufsbegleitend die Ausbildung zur Fachkraft beginnen. Er sagt: „Etwas anderes kann ich mir nicht mehr vorstellen. Ich bin wirklich glücklich hier.“
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11.07.2023 Fachklinik Erlengrund im Ranking ganz weit oben Die Reha-Fachklinik Erlengrund in Salzgitter-Ringelheim hat es beim aktuellen Ranking der Deutschen Rentenversicherung (DRV) im Bereich der stationären Kliniken für Abhängigkeitserkrankungen bundesweit an die Spitze der Tabelle auf den ersten Platz geschafft.(Stand Oktober 2023) Alle Ergebnisse sind auf der Homepage der DRV einsehbar „Über dieses Ergebnis freuen wir uns außerordentlich. Es zeigt, dass wir mit unserem individuellen Behandlungskonzept und den vorhandenen Strukturen auf einem sehr guten Weg sind“, sagt Dr. Jürgen Seifert, Ärztlicher Direktor der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH und Leiter der Fachklinik Erlengrund. Darüber hinaus sei es ein Lob an das interdisziplinäre Team der Fachklinik. „Fachärzte, Psychologen, Psychotherapeuten, Sozialtherapeuten, examinierte Krankenschwestern und -pfleger, Ergo-, Kunst- und Sporttherapeuten sowie Mitarbeitende aus Verwaltung, Küche, Raum- und Gebäudetechnik, Reinigung und ein Seelsorger verfolgen hier gemeinsam das Ziel, die persönliche Lebenssituation der Patienten im Rahmen der Therapie nachhaltig zu verbessern.“ Die Reha-Fachklinik Erlengrund belegte den ersten Platz bei dem DRV-Ranking gemeinsam nur einer weiteren stationären Reha-Klinik, der Bernhard-Salzmann-Klinik aus Gütersloh. Für die Bewertung wurden unter anderem Rehabilitanden nach ihrer Zufriedenheit und dem subjektiven Behandlungserfolg befragt. (Stand Oktober 2023) Daneben spielen weitere Aspekte eine wesentliche Rolle. „Hohe Ansprüche stellt die DRV beispielsweise an die Therapiestandards, die zum Einsatz kommen und ob deren Wirksamkeit wissenschaftlich bewiesen ist“, erläutert Dr. Jürgen Seifert. In diesem Bereich erzielte die Reha-Fachklinik Erlengrund insgesamt 97 Punkte (von 100). Zusätzlich beleuchtet die DRV die therapeutische Versorgung mit der Frage, wie viele und welche Angebote gemacht werden – etwa in den Bereichen Sport- und Bewegungstherapie oder Ernährungsberatung. Hier erzielte die Fachklinik Erlengrund 99 Punkte. In einem weiteren Bereich werden konkrete Rehabilitationsfälle anhand von anonymisierten Entlassungsberichten von der DRV untersucht und den Fachabteilungen Rückmeldungen darüber gegeben, ob Rehabilitanden aus Expertensicht optimal behandelt wurden. „Erfreulicherweise haben wir in allen begutachteten Bereichen überdurchschnittlich gut abgeschnitten“, sagt Dr. Jürgen Seifert. Die DRV veröffentlicht das Ranking dieses Jahr das erste Mal. Über die Reha-Fachklinik Die Fachklinik Erlengrund verfügt über insgesamt 66 Behandlungsplätze, wovon 50 Einzel- und sechs Doppelzimmer sind. Zusätzlich stehen vier Einzel-Apartments inkl. zwei rollstuhlfahrergerechter Apartments zur Verfügung. Die gesamte Klinik ist barrierefrei. Mit der Deutschen Rentenversicherung hat die Fachklinik Erlengrund eine Vereinbarung zur „Beruflichen Orientierung in der medizinischen Rehabilitation Abhängigkeitserkrankter“ (BORA) getroffen. Damit steht neben der allgemeinen Rückkehr in ein suchtfreies Leben im Fokus, dass die Erwerbsfähigkeit der Patienten erhalten oder zurückerlangt werden kann und sie ihren Alltag wieder sinnvoll gestalten können. Zur Fachklinik
Zu der SeiteZum Social Day ging es in den Essehof
11.07.2023 Erlebnisreiche Stunden im Tierpark Bereits in den vergangenen Jahren organisierte die Firma Consors Finanz aus Braunschweig ihren gemeinnützigen Social Day zusammen mit der Tagesförderung Sonnenschein der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen (WuB). In diesem Jahr spendete die Firma 500 Euro, verbunden mit einem gemeinsamen Ausflug. Neun Bank- und vier WuB-Mitarbeiter:innen begleiten zehn Beschäftigte zum Tierpark Essehof. Mit der Geldspende und dem personellen Einsatz war es möglich, Menschen mit sehr hohem Hilfebedarf und/oder Menschen im Rollstuhl miteinander ein paar erlebnisreiche Stunden im Tierpark zu ermöglichen. „Wir sind so dankbar. Für den Tag. Für euren Einsatz. Für eure Zeit. Für das Miteinander“, resümierte TGF-Koordinatorin Martina Naber.
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