Kraft kann man nur da tanken, wo man sich wohlfühlt
18.07.2023 Kraft kann man nur da tanken, wo man sich wohlfühlt So. Schön. Erfolgreich. In dieser Rubrik berichten ehemalige Azubis aus der Unternehmensgruppe in unseren Homepage-Stories über ihren beruflichen Werdegang im Anschluss an die Ausbildungszeit. Heute: Rieke Witt, die als angehende Gesundheits- und Krankenschwester am Marienstift startete und dort seit April als Hauptamtliche Praxisanleiterin im Krankenhaus arbeitet. Für Rieke Witt fühlte es sich im April dieses Jahrs ein bisschen an „wie nach Hause kommen“, sagt die 38-Jährige. Nach Hause ans Marienstift, wo sie ihre Ausbildung vor 20 Jahren begann, und wo sie auch danach zunächst beruflich Fuß fasste. „Als Fachkraft wollte ich trotz des stressigen Krankenhausalltags immer auf die Bedürfnisse der Patient:innen eingehen und für sie da sein“, sagt Witt. Es folgten Jahre, in denen sie genau das tat. Bis sie 2014, nach der Geburt ihres zweiten Kindes, zunächst den Pflegejob gegen eine Verwaltungstätigkeit eintauschte. „Aber mir war immer klar, dass ich wieder in die Pflege möchte, sobald das mit den Kindern gut vereinbar ist.“ Und so kam Rieke Witt im April 2023 zurück und ist nun als Praxisanleiterin im Einsatz. Sie plant die Einsätze junger Auszubildender auf den Stationen, leitet sie gezielt an und zeigt ihnen manche Handgriffe auch im gerade im Aufbau befindlichen Simulations-Labor am Marienstift. „So eine Praxiskoordination gab es in meiner Ausbildungszeit nicht. Umso mehr freue ich mich, dass ich nun ein solches Bindeglied zwischen Schule und Krankenhaus sein kann.“ Dafür braucht es eine große Portion Empathie, sagt Rieke Witt und eine Gelassenheit. „Auch wenn es innerlich manchmal anders aussieht bei mir, versuche ich Ruhe auszustrahlen. Das hilft dem gesamten Umfeld.“ Was Rieke Witt in ihrer Funktion aber besonders wichtig ist? „Ich möchte den Schüler:innen eine Haltung vermitteln. Denn damals wie heute stehen für sie die Patient:innen im Mittelpunkt. Wir finden: So. Schön. Erfolgreich. Aber lesen Sie selbst... Steckbrief Name :Rieke Witt Alter : 38 Jahre Profession : Gesundheits- und Krankenschwester Aktuelle Position: Hauptamtliche Praxisanleiterin in Weiterbildung Arbeitsschwerpunkte: Anleiten von Schüler:innen, Koordination der Einsätze im Krankenhaus Kurz getickert: Der berufliche Werdegang +++ 2003-2006 Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenschwester +++ anschließend bis 2010 auf der Station M2 gearbeitet. Dann 1. Kind bekommen, +++ 2013 – 2014 auf der Station M1. Dann 2. Kind bekommen +++ 2016 in der BSG-Verwaltungstätigkeit in der Palliativen Fort- und Weiterbildung für Ärzte und Pflege übernommen +++ Seit 2022 zurück im Krankenhaus Marienstift +++ Weg in die esn Wie bist du auf die Ausbildung gekommen? Das kam durch eine private Verbindung: Eine frühere Bekannte, die in der Vergangenheit die Position der OP-Leitung hatte, hat mir von der Ausbildung erzählt. Auch andere Bekannte, die bereits am Marienstift tätig waren bzw. noch sind, haben von ihren Erfahrungen mit Begeisterung berichtet. Besonders wurde das angenehme Arbeitsumfeld und das familiäre Miteinander betont, was mir sehr wichtig ist. Das war mein Highlight in der Ausbildung: Ganz klar: die vielfältigen Erfahrungen, die ich gemacht habe. Eine herausragende Komponente war unsere großartige Klassengemeinschaft, in der wir nicht nur gemeinsam gelernt, sondern auch gerne gefeiert haben. Besonders in Erinnerung bleibt mir die intensive Vorbereitungszeit auf das Examen, in der wir eine fantastische Lerngruppe bildeten und uns gegenseitig unterstützten. Und unsere Abschlussfahrt nach Hamburg war ein unvergessliches Erlebnis. Wie hast du die Ausbildung in Erinnerung? Es war eine wunderbare Zeit, in der ich nicht nur viel gelernt habe, sondern auch viele neue Freundschaften geschlossen habe. Einige dieser Freundschaften sind bis heute bestehen geblieben und haben sich zu meinen engsten Freundschaften entwickelt. Es war schön zu sehen, wie wir als Ausbildungsklasse zusammengewachsen sind und uns gegenseitig unterstützt haben. Insgesamt war die Ausbildung eine Zeit des persönlichen Wachstums, an die ich noch gerne zurückdenke. Darum bin ich in der esn geblieben: Der starke Zusammenhalt im Team war ein entscheidender Faktor. Die Kolleg: innen unterstützten sich gegenseitig, tauschten ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus und standen gemeinsam vor Herausforderungen. Es entstand eine Gemeinschaft, in der man sich aufeinander verlassen konnte und in der Teamarbeit großgeschrieben wurde. Der Zusammenhalt gab mir das Gefühl, Teil einer engagierten und professionellen Gemeinschaft zu sein, was meine Identifikation mit der Einrichtung und meinen Wunsch, dort zu bleiben, stärkte. Meine erste Zeit als “frische” Fachkraft war ... ... eine aufregende und herausfordernde Phase. Nachdem ich meine Ausbildung abgeschlossen hatte, stand ich plötzlich vor der Aufgabe, selbstständig zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen. Es war eine große Umstellung, von der Rolle als Schülerin zur eigenständigen Organisation des Arbeitsalltags und zur Anleitung von Schüler:innen zu wechseln. Insgesamt war meine erste Zeit als frische Fachkraft eine Zeit des Wachstums und der Entwicklung. Trotz anfänglicher Unsicherheiten bin ich an meinen Aufgaben gewachsen und habe mich in meiner neuen Rolle etabliert. Die tollen Erlebnisse und Erfolge haben mich darin bestärkt, meinen Beruf mit Leidenschaft und Engagement auszuüben. Hier und heute Wie überrascht bist du selber über deinen beruflichen Werdegang? Sehr. Nachdem ich Kinder bekommen hatte, konnte ich mir zunächst kaum vorstellen, wie ich die Organisation von Arbeit und Beruf unter einen Hut bringen würde. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf schien eine große Herausforderung zu sein. Es hat mir gezeigt, dass manchmal unerwartete Möglichkeiten und Lösungen auftreten, wenn man offen dafür ist und den Mut hat, neue Wege zu gehen. Was macht dir besonders viel Spaß an deiner Arbeit? Ich freue mich sehr, Schüler:innen in ihrer neuen Ausbildung auf Station begleiten zu können. Es ist faszinierend zu beobachten, wie sie sich entwickeln, ihr Wissen und ihre Fähigkeiten erweitern und zunehmend selbstständiger werden. Beschreibe einen typischen Arbeitstag . Insgesamt ist ein typischer Arbeitstag als Praxisanleiterin geprägt von einer ausgewogenen Mischung aus direkter Anleitung und Begleitung auf Station sowie organisatorischen Aufgaben im Büro. Die Arbeit erfordert ein hohes Maß an Flexibilität, Kommunikationsfähigkeit und pädagogischem Geschick, um die individuellen Bedürfnisse der Schüler:innen zu berücksichtigen und einen erfolgreichen Ausbildungsverlauf zu gewährleisten. Was sind besondere Momente in deinem Arbeitsalltag? Immer dann, wenn ich spüre, dass die Schüler:innen mit Freude und Zufriedenheit aus ihrem Stationsdienst gehen und mir rückmelden, dass sie viel gelernt haben. Oder wenn ich sehe, wie sich das Vertrauensverhältnis zwischen den Schüler:innen und mir als Praxisanleiter entwickelt. Eine offene Kommunikation, gegenseitiges Verständnis und Wertschätzung sind wichtige Grundlagen für eine erfolgreiche Ausbildung. Wenn die Schüler:innen sich mir gegenüber öffnen, Fragen stellen und um Rat bitten, zeigt es mir, dass sie das Vertrauen haben, dass ich sie unterstütze und ihnen dabei helfe, ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Chancen zur Weiterentwicklung in der esn? Definitiv. Aktuell befinde ich mich in der Weiterbildung zur Praxisanleiterin, was mir die Möglichkeit bietet, meine Kompetenzen weiter auszubauen und eine neue Rolle einzunehmen. Meine Branche gefällt mir weil,... …ich gerne Schüler:innen bei ihrem beruflichen Werdegang unterstütze. Es ist eine bereichernde Erfahrung, ihnen dabei zu helfen, ihr Potenzial zu entfalten und ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln. Wenn ich über Nacht etwas verändern könnte in meiner Branche, was wäre das? Das wäre die Ausrichtung unseres Gesundheitssystems. Ich würde dafür sorgen, dass der Fokus nicht mehr primär auf Profit und wirtschaftlichen Interessen liegt, sondern auf der bestmöglichen Versorgung der Patient:innen. Außerdem würde ich angemessene Gehälter ermöglichen, um die Arbeit der Fachkräfte angemessen zu honorieren und ihnen eine finanzielle Sicherheit zu bieten. Des Weiteren würde ich mehr Personal zur Verfügung stellen, um die Arbeitsbelastung zu reduzieren und die Qualität der Versorgung zu verbessern. Durch eine angemessene Personalausstattung könnten wir uns mehr Zeit für jeden einzelnen Patienten nehmen und eine individuelle und umfassende Betreuung gewährleisten. Klischee zu meinem Job/ Branche, die einfach nicht stimmen: Krankenschwestern trinken viel Kaffee :) Außenstehend ist oft nicht klar, dass... ... der Job im Gesundheitssystem vielfältige Anforderungen und Aufgaben mit sich bringt. Neben der direkten Patientenversorgung sind auch administrative Aufgaben und die Zusammenarbeit im interdisziplinären Team Teil des Jobs. Zudem ist der Umgang mit Konflikten und die Suche nach einer guten Work-Life-Balance herausfordernd. Es erfordert Fachwissen, Einfühlungsvermögen und Selbstfürsorge, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein. Siehst du darin, dass die esn ein großes Netzwerk mit vielen Gesellschaften an unterschiedlichen Standorten ist, einen Vorteil in deiner täglichen Arbeit? Ja, der Austausch bietet einen klaren Vorteil in meiner täglichen Arbeit. Es ermöglicht mir, neue Perspektiven zu gewinnen und von Fachwissen anderer zu profitieren. Der Kontakt zu anderen Mitarbeiter:innen fördert die Vernetzung und den Wissenstransfer, was meine Arbeit bereichert und weiterentwickelt. Wofür bist du dankbar? Ich bin dankbar, dass es das Marienstift in Braunschweig noch gibt und ich wieder ein Teil davon sein kann. Was möchtest du unbedingt noch loswerden? Kraft kann man nur da tanken, wo man sich wohl fühlt. Kurz geknipst „Wie würdest du die das Marienstift in einer Geste darstellen?“. Diese Frage stellen wir ganz zum Schluss unseres Interviews. "Es ist wichtig Hand in Hand zu arbeiten", sagt Rieke Witt. Dann Knips - und das Foto ist im Kasten. Azubi werden Du interessierst dich für eine Ausbildung in der esn? Dann schau gern auf unseren Ausbildungseiten vorbei. Azubi-Infos
Zu der SeiteDer HEP-Künstler
20.07.2023 Der HEP-Künstler Keno Hannemann wollte eigentlich freier Künstler werden, doch nun findet er in der Heilerziehungspflege seine Erfüllung. Oft läuft im Leben alles anders als geplant. Und manchmal ist das auch verdammt gut so. Diese Erfahrung hat Keno Hannemann gemacht, der mittlerweile im zweiten Jahr seiner Ausbildung an der Fachschule Heilerziehungspflege (HEP) in Neuerkerode ist – und das, obwohl er eigentlich ganz andere Pläne hatte. „Es ist richtig gut, dass alles so gekommen ist, wie es jetzt ist“, sagt der 28-Jährige. „Ich bin mit meiner Ausbildung wirklich zufrieden. Sie erfüllt mich.“ Start als Hilfskraft Eigentlich hatte Keno einen ganz anderen Weg eingeschlagen: Er studierte zunächst in Braunschweig Freie Kunst. Doch irgendetwas fehlte ihm. Nur was? Mit 24 wird ihm klar, dass er bald nicht mehr familienversichert ist. Er beschließt, sich einen Job zu suchen – und bewirbt sich bei der Evangelischen Stiftung Neuerkerode als Hilfskraft in einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. Doch auch hier läuft es erstmal nicht wie geplant. Es ist 2020, gerade ist die Corona-Pandemie auch in Deutschland angekommen. Keno sitzt an der Bushaltestelle, ist auf dem Weg nach Neuerkerode. Das Vorstellungsgespräch steht an. Dann klingelt sein Handy: Der Termin wird abgesagt. Eine Schutzmaßnahme zur Eindämmung der Pandemie. Drei Monate später ist es dann doch soweit: Keno beginnt als Hilfskraft in einer Wohngruppe am Lindenplatz. „Das war eine intensive Erfahrung, da ich die Arbeit mit erwachsenen Menschen mit Behinderung so vorher nicht gemacht habe“, erzählt Keno. Ganz unerfahren ist er jedoch nicht, da er bereits ein FJS in der Behindertenhilfe gemacht hat. Die Arbeit macht ihm Spaß – und er empfindet sie als erfüllend. „Während meines Kunststudiums habe ich mich manchmal gefragt, wofür ich das eigentlich mache“, erinnert Keno sich. „Das ist jetzt anders. Ich weiß nach der Arbeit, was ich gemacht habe – und auch, dass es etwas Sinnvolles war.“ Doch noch einmal Schule? Er ist gut, in dem was er tut. Mit seiner offenen, zugewandten Art fällt es ihm leicht, Menschen für sich einzunehmen. Manchmal könnte er vielleicht etwas strenger sein, bekommt er hin und wieder gesagt. Aber das möchte er nicht. Die Bereichsleitung ermutigt ihn, eine Ausbildung an der Schule für Heilerziehungspflege zu machen. Keno sagt: „Eigentlich hatte ich genug von Schule und Studium und dachte mir: Nicht noch einmal drei Jahre.“ Doch die Bereichsleitung lässt nicht locker, macht für Keno einen Termin in der Schule – und schließlich beginnt er seine Ausbildung, berufsbegleitend. Seine Praxisstelle für das erste Ausbildungsjahr bleibt die Wohngruppe am Lindenplatz. Vorteil: Ausbildung direkt im inklusiven Dorf Die Beziehung zu den Bewohner:innen dort ändert sich durch seinen neuen Status nicht. Doch es gibt Veränderungen: Zwei seiner Kolleginnen teilen sich die Mentorinnen-Arbeit und werden ihm an die Seite gestellt, gemeinsam reflektieren sie Kenos Arbeit. „Außerdem bin ich selbstbewusster geworden, meinen eigenen Standpunkt zu verteidigen“, sagt der HEP-Schüler. Dafür gibt ihm nun die Ausbildung das nötige Fachwissen, um seine Ansichten argumentativ zu untermauern. Und wenn es doch mal Konflikte gibt, kann er diese in der Schule niedrigschwellig ansprechen. „Dadurch, dass die Schule direkt in Neuerkerode liegt, kennen meine Lehrkräfte und Mitschüler:innen das Dorf und die Menschen, die dort leben“, so Keno. „Den fachlichen Input kann man dann direkt wieder in die Arbeit einbringen. Das halte ich für eine große Stärke dieser Schule.“ Und selbst das Lernen fällt ihm leichter. Der 28-Jährige sagt: „Das schulische System mit seinen festen Strukturen tut mir gut. Das hätte ich zuvor nicht gedacht.“ Mit der Ukulele in die Wohngruppe Nach einem Jahr als Hilfskraft und dem ersten Jahr ist es für Keno Zeit, Abschied von seiner Wohngruppe zu nehmen. Während der Ausbildung durchläuft er verschiedene Stationen. Und auf das, was nach der Arbeit in der Wohngruppe auf ihn zukommt, freut er sich sehr: Er wird ein Jahr in der Musikpädagogik arbeiten. Nachdem Sommer: Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Die Zeit in der Musikpädagogik neigt sich gerade dem Ende. Kenos Praxisstelle für das dritte Ausbildungsjahr ist noch offen, als er nach der Schule einen Kollegen trifft. „Der wusste von einer freien Stelle beim Familien entlastenden Dienst (FED) in Braunschweig. „Bevor ich darüber nachdenken konnte, hatte er schon die Nummer gewählt“, erzählt er. Drei Tage später stellt er sich in Braunschweig vor. Er bekommt die Stelle. „Die ist mir ganz unverhofft zugeflogen“, freut sich Keno. Beim FED geht es unter anderem um die Freizeitgestaltung für Kinder und Jugendliche. „Einen kleinen Einblick habe ich bereits bekommen, aber da gleicht kein Tag dem anderen“, sagt der HEP-Schüler. „Es bleibt also spannend. Und das finde ich gut so.“ Mehr Infos zur HEP-Ausbildung
Zu der SeiteDHH sichert Pflege- und Arbeitsplätze in Vienenburg und Langelsheim
10.07.2023 DHH sichert Pflege- und Arbeitsplätze in Vienenburg und Langelsheim Diakoniestationen Harz-Heide führen Tagespflegen der insolventen DRK Goslar Pflege und Senioren GmbH weiter. Die Diakoniestationen Harz-Heide gGmbH (DHH), eine Tochtergesellschaft der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn), haben sich dafür eingesetzt, dass die Zukunft der Tagespflegen der DRK Goslar Pflege und Senioren GmbH in Vienenburg und Langelsheim gesichert sind. Beide werden Teil der Diakoniestation Nordharz. Auch die ambulante Pflege bleibt bestehen. Die Mitarbeitenden und Klienten werden auf die bestehenden Filialen aufgeteilt. Dadurch wird nicht nur die Pflege der zu betreuenden Menschen weiter gewährleistet, sondern auch die Arbeitsplätze der insgesamt 68 Mitarbeitenden gerettet. Schon ab Juli 2023 ist Volker Wagner, Geschäftsführer der DHH, operativer Geschäftsführer der beiden Tagespflegen und des ambulanten Dienstes. Ab dem 1. August 2023 gehören sie dann auch rechtlich vollständig zur Diakoniestation Nordharz. In der Region Nordharz ist die DHH mit ambulanten Pflegediensten in Goslar, Kissenbrück und Othfresen/Liebenburg präsent. Eine Tagespflege gibt es bereits in Goslar. Die Standorte Vienenburg und Langesheim können optimal in das bestehende Hilfenetzwerk integriert werden. „Die Tagespflegen und der ambulante Dienst liegen genau in unserem Versorgungsgebiet. Unsere Hauptmotivation war jedoch vor allem, dass die Gäste und Klienten weiterversorgt werden und die Mitarbeitenden ihre Arbeitsplätze behalten können“, sagte Volker Wagner, der bei einem Pressetermin gemeinsam mit Nicole Lübbecke (Regionalkoordinatorin Nordharz), Birgit Gartner (Pflegedienstleitung der Tagespflege Vienenburg), ihrer Stellvertreterin Brigitte Böntgen, Sandra Mochmann (Pflegedienstleitung der Tagespflege Langelsheim), sowie Simone Gumm (Pflegedienstleitung ambulant) über die Angebote, die vor Ort gemacht werde, sowie über die aktuelle Situation informierten. „Wir waren alle sehr erleichtert, als wir erfahren haben, dass es für uns mit einem freigemein-nützigen Träger weiter geht“, betonte Gartner. Während des Insolvenzverfahrens habe man keinen der Mitarbeitenden verloren. Die Tagespflege in Langelsheim gibt es seit neun, die in Vienenburg seit zwölf Jahren, den ambulanten Dienst in Langelsheim seit 37 und den in Vienenburg sogar seit 42 Jahren. Schon mehrere Generationen an Senioren aus den Familien aus der Umgebung habe man als Gäste und Klienten betreut, gepflegt und versorgt, so Gumm. „Das Vertrauen, das sie und ihre Angehörigen in uns setzen, ist unglaublich groß“, sagte Böntgen. „Deshalb ist es toll, dass wir unsere Arbeit weitermachen können.“
Zu der SeiteDie Pflege von queeren Menschen lernen
14.07.2023 Die Pflege von queeren Menschen lernen Das Seminar Queer Care sensibilisiert für die Bedürfnisse von Senior:innen, deren geschlechtliche Identität und/oder sexuelle Orientierung nicht der zweigeschlechtlichen, cis-geschlechtlichen und/oder heterosexuellen Norm entspricht. Auch wenn die Gesellschaft toleranter wird, leben queere Menschen - also Menschen, deren geschlechtliche Identität nicht der zweigeschlechtlichen und/oder deren sexuelle Orientierung nicht der heterosexuellen Norm entspricht - auch heute nicht frei von Diskriminierung. Im vergangenen Jahrhundert war die Situation jedoch ungleich schlimmer: Noch bis 1994 stand §175 im Strafgesetzbuch. Dieser stellte sexuelle Handlungen zwischen Männern unter Strafe und ermöglichte somit die Verfolgung homosexueller Männer. Die queeren Menschen, die heute alt sind, und gegebenenfalls auf Pflege angewiesen sind, haben oftmals Verfolgung, Ausgrenzung und Diskriminierung in ihrem Leben erfahren. Um für deren Bedürfnisse zu sensibilisieren, wurde das Seminar „Queer Care“ von den Referent:innen Josephine Aster und Marcel Schumann bei der Evangelischen Stiftung Neuerkerode angeboten. Viele der Schulungsteilnehmer:innen haben selbst schon queere Menschen gepflegt. Von dem schwulen Mann in der Tagespflege, der offen mit seiner Sexualität umgeht, bis hin zu dem lesbischen Paar, das ambulant versorgt wird, und das seine Sexualität aufgrund von Diskriminierungserfahrungen versteckt, sind die persönlichen Schicksale vielseitig. Die beiden Referent:innen von der Evangelischen Hochschule Nürnberg gehen auf die Erlebnisse ein und geben Impulse für die Arbeit der Pflegenden. Gestartet wird mit den Grundlagen. Was ist LGBTIQ*+ überhaupt? Wie ist die Geschichte der queeren Bewegung von der Verfolgung bis hin zur Befreiung. Und wie geht Nächstenliebe, queer sein und Christ sein miteinander Hand in Hand? Anhand von Fallbeispielen wird in kleinen Gruppen durchgesprochen, wie man in bestimmten Situationen reagieren könnte – und danach in der großen Runde weiterdiskutiert. Es zeigt sich: Jeder Mensch ist anders, eine pauschale Herangehensweise gibt es nicht. Umso wichtiger ist es, für queere Themen sensibilisiert zu sein. „Dieses Seminar ist extrem wichtig. Queere Senior:innen wurden in ihrem Leben oft verfolgt und mussten sich verstecken“, resümiert eine Teilnehmer:in. „Da sollten wir ihnen zumindest jetzt an ihrem Lebensabend zeigen: Ihr habt nichts falsch gemacht, und seid genau so richtig, wie ihr seid.“
Zu der SeiteZwei neue Hochbeete erfreuen die Gäste der Tagespflege Groß Schwülper
06.07.2023 Zwei neue Hochbeete erfreuen die Gäste der Tagespflege Groß Schwülper Gebaut wurden die beiden Hochbeete von der Jugendwerkstatt Gifhorn. Bepflanzt wurden sie gemeinsam mit den Senior:innen. Ob verschiedene Beeren oder Kräuter – ab jetzt gibt es sie in der Tagespflege der Diakoniestation Gifhorn in Groß Schwülper frisch aus dem Garten. „Wir haben zwei neue Hochbeete“, freut sich Pflegedienstleitung Meike Jahn. Eigens an den Garten und die Wünsche der Senior:innen und Mitarbeitenden angepasst und gebaut wurden sie in der Tischlerei der Jugendwerkstatt Gifhorn, die Teil des Ev.-luth. Kirchenkreises Gifhorn ist. Teilnehmende der Jugendwerkstatt haben sie unter Aufsicht von Helge Gries, Praxisanleiter der Jugendwerkstatt, innerhalb von drei Tagen aufgestellt, befüllt und mit einer Mähkante versehen. Bepflanzt wurden die Beete gemeinsam mit den Gästen der Tagespflege – begleitet von einem regen Austausch über so manche Pflanze aus dem eigenen Garten. Zur Stärkung gab es am Pflanztag Kartoffelsalat und Würstchen als Mittagessen, das von den Gästen und Jugendlichen mit Freude verspeist wurde. Die Hochbeete sind bunt bestückt: Während im ersten Hochbeet Naschobst wie Erdbeeren, Heidelbeeren und Johannisbeeren wachsen, ist das Zweite mit Küchenkräutern wie Schnittlauch, Petersilie, Bohnenkraut, Zitronenmelisse sowie Salat und Tomaten ausgestattet. Gefördert wurde die Maßnahme aus Zuschüssen durch Kollektenmittel, der Bewilligungsbescheid kam vom Diakonischen Werk Evangelischer Kirchen in Niedersachsen. Meike Jahn sagt: „Dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns darauf, bald etwas ernten zu können.“
Zu der SeiteFührerschein verloren?
05.07.2023 Führerschein verloren? Ab September macht das Lukas-Werk in Peine ein Gruppenangebot zur Vorbereitung auf die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU). Die Fachambulanz Peine der Lukas-Werk Gesundheitsdienste GmbH bietet ab September ein Gruppenangebot zur Vorbereitung auf die sogenannte medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) zur Wiedererlangung des Führerscheins an. „Das Angebot richtet sich an Menschen, deren Fahrerlaubnis aufgrund ihres Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenkonsums eingezogen wurde“, erläutert Sozialtherapeutin für Sucht (VT) Daniela Carl, die die Gruppe gemeinsam mit ihrer Kollegin Leonie Schnellecke (Sozialarbeiterin BA) leiten wird. „Bausteine der Beratung werden passgenaue Vorbereitungsmaßnahmen mit zehn Gruppengesprächen sein. Außerdem unterstützen wir bei der Erlangung eines anerkannten Abstinenznachweises in Kooperation mit einem Labor, das für die MPU zugelassen ist“, so Daniela Carl. Das Gruppenangebot startet am 14. September 2023 in den Räumlichkeiten der Fachambulanz Peine in der Bahnhofstraße 8 (immer donnerstags zwischen 16.30 Uhr und 18 Uhr). Die Teilnahme ist kostenpflichtig und umfasst zehn Termine. Weitere Infos und Kontakt Interessierte können eine unverbindliche und kostenlose Erstberatung in Anspruch nehmen. Weitere Informationen unter Tel.: 05171. 508 120
Zu der SeiteStrahlende Gesichter beim Sommerfest im St. Vinzenz in Braunschweig
04.07.2023 Strahlende Gesichter beim Sommerfest im St. Vinzenz in Braunschweig Das Senioren- und Pflegezentrum St. Vinzenz sowie die Tagespflege St. Vinzenz der Diakoniestationen Harz-Heide feierte Sommerfest und Tag der offenen Tür. Es war ein ganz besonderes Sommerfest im Senioren- und Pflegezentrum Haus St. Vinzenz in Braunschweig. Da es während der Corona-Pandemie eröffnet wurde, blieb eine große Eröffnung aus. Doch diese konnte nun nachgeholt werden: Zum Sommerfest wurde zeitgleich ein Tag der offenen Tür geplant, bei dem alle Interessierten nicht nur zum gemeinsamen Feiern eingeladen wurden, sondern auch über die Angebote des Haus St. Vinzenz sowie der Tagespflege St. Vinzenz informiert wurden. Im Hof des Seniorenzentrums waren die langen Tafeln mit bunten Blumen und gebastelten Erdbeeren geschmückt. Gestartet wurde mit der Musik von DJ Ralle, Kaffee und Kuchen und Erdbeerbowle. Außerdem konnte man vom Hof aus eine Tour mit einer der Rikschas starten. Kinder wurden auf der Terrasse „Prinzenpark“ gut unterhalten: Hier gab es ein vielseitiges Bastel- und Spieleangebot. Direkt vom Hof ging es über eine bunt geschmückte Treppe zur Tagespflege St. Vinzenz. Auf der tollen Terrasse mit Okerblick konnten die Besucher:innen an einem Glücksrad drehen und so Preise gewinnen. In den Räumlichkeiten der Tagespflege selbst gab es frische Waffeln. Auch die große Terrasse des Wohnbereiches „Schloss“ hatte einiges zu bieten. Hier war ebenfalls ein Buffet aufgebaut, es gab Musik und Getränke. Und ab 16 Uhr trat Zauberer Jan Jokim hier auf und begeisterte mit seinen Tricks. Ausklingen lassen konnte man das gelungene Fest mit Bratwurst – natürlich frisch vom Grill. Doch die Menschen kamen nicht nur auf das Fest, um Spaß zu haben. Interessierte konnten sich von Mitarbeitenden des Hauses die Einrichtung zeigen lassen, Informationen erhalten und Fragen stellen. Das Angebot wurde gut genutzt – schon kurz vor offiziellem Start des Festes machten sich die ersten beiden Touren auf den Weg. Selbst das Wetter war nach morgendlichen Schauern während des Festes zumindest stabil – und teilweise zeigte sich sogar der ein oder andere Sonnenstrahl. Dafür strahlten die Bewohner:innen des St. Vinzenz, seine Mitarbeitenden und Besuchenden umso mehr.
Zu der SeiteÜber Liebe und Partnerschaft sprechen
04.07.2023 Nach dem Liebesfilm wird munter diskutiert Zu jedem Treffen steht eine besondere Aktion an. Dieses Mal stand ein Film im Mittelpunkt, in dem zwei junge Menschen mit Down-Syndrom sich auf einem inklusiven Bauernhof ineinander verlieben und heimlich gemeinsam nach Italien fahren. Im Anschluss teilen die 15 Bürger:innen ihre Gedanken und Eindrücke, bevor zu einem Kernthema diskutiert wird. Zusammen gehen sie auf Themen des Films ein, um sie zu besprechen, zu diskutieren und persönliche Erfahrungen zu teilen. „Wir haben zuerst über verschiedene Familienformen, die Ablösung aus dem eigenen Elternhaus, die eigene erste Beziehung und die Reaktionen darauf, den Wunsch nach Möglichkeiten der Übernachtung zu zweit, wohin man gerne mal als Abenteuer gehen würde, um dem Alltag zu entkommen und vieles mehr gesprochen“, berichtet Brauns. Daraus entwickelte sich eine sehr vielfältige Diskussionsrunde, bei der sie vieles bewegt und berührt: Eberhard: „Meine große Liebe wohnt hier in Neuerkerode. Vor einigen Jahren habe ich Christian kennen gelernt und seitdem sind wir zusammen. Ich gehe dann zu seiner Wohngruppe oder wir gehen spazieren, wenn wir uns sehen möchten.“ Uwe sagt als Reaktion auf Eberhards Beziehung: „Früher war das verboten, da mussten Männer und Frauen hinter dem Zaun bleiben. Und Männer küssen war ihhh – verboten. Ist nicht mehr so! Ist besser geworden!“ Rainer pflichtet ihm bei: „Na Gott sei Dank! Aber früher hat man auch manchmal seine Freundin zum Küssen getroffen, auch als der Zaun da war. Ganz heimlich war das… (winkt kichernd ab). Heute bin ich mit meiner Lonie schon 22 Jahre zusammen und alle dürfen das wissen.“ Niko: „Als ich meinen ersten Freund hatte, fanden meine Eltern das auch komisch. Aber dann haben sie sich doch gefreut. Ich bin ja erwachsen, da darf man das.“ Erik: „Felix und Anna, die erinnern mich an meine erste große Liebe, Die hieß Ann-Kathrin und wir waren 7 Jahre alt. Das war aufregend, Mensch, weil ich ja auch nicht wusste, ob sie mich genauso mag. Aber dann habe ich sie gefragt und wir waren kurz ein Paar.“ Jenny: „Die streiten da jetzt. Streiten kann ich gar nicht leiden. Da muss man sich entschuldigen und auch wieder vertragen. Wenn die Entschuldigung nicht angenommen wird, kann ich das nicht ab. Wenn man sich dann wieder mag, fühlt man sich aber richtig super“ (sprach sie und nahm die Gefühlskarte mit dem Superhelden in die Hand, um sie der Gruppe zu zeigen). Svenja, nach einer Szene in der sich die Eltern der Hauptfigur Felix gestritten haben: „Die Eltern von Felix streiten sich, die sind ja auch ein Liebespaar oder sowas. Obwohl die schon alt sind. Man darf sich ehrlich was sagen – aber nicht hauen und nicht treten, sonst hat man sich gar nicht mehr lieb. Das ist dann traurig und man soll ja so sein.“ (Dabei hält sie die Gefühlskarte mit dem Herzchen hoch). Alle stimmen ihr zu, viele sagen aber das Streiten zu einer Beziehung gehört und in Ordnung ist. Zum Abschluss des Abends sind sich alle einig, dass sie in den nächsten Wochen unbedingt die Fortsetzung des Films sehen möchten.
Zu der SeiteErfolgreiche Ausstellung
03.07.2023 Ein wichtiger Austausch Angenehmes und Nützliches miteinander verbinden – unter diesem Motto haben sich Mitglieder des Lions Club Braunschweig Eulenspiegel und der Galerie Jaeschke mit Künstlern und Mitarbeitenden der Villa Luise in Neuerkerode getroffen. Dabei brachten die Lions Club-Mitglieder einen Spendenscheck in Höhe von 3.700 Euro mit. Dies ist der Erlös der letztjährigen Ausstellung „Endlich wieder Villa“, die mit einer Auktion zur Vernissage startete. Den Übergabetermin nutzten Lions Club, Galerie Jaeschke und Villa Luise zum freundschaftlichen Austausch und zur Organisation der kommenden Ausstellung am 9. November 2023. Seit mehreren Jahren verbindet sie eine freundschaftliche Kooperation, die als besondere Ausstellung in der Galerie Jaeschke in Braunschweigs Innenstadt mündet. Stimmen zur Spendenübergabe: Marion Steinmeier, Lions Club Braunschweig Eulenspiegel : „Wir freuen uns sehr über die erfolgreiche Ausstellung und danken der Galerie Jaeschke und der Villa Luise für die freundschaftliche Zusammenarbeit. Es war wieder sehr bewegend, diese besondere Kunst in der schönen Galerie zu zeigen und mit dem Erlös weitere innovative Projekte der Kunstwerkstatt zu fördern. Mit großer Freude blicken wir nun der neuen Ausstellung im November entgegen.“ Jana Jaeschke, Galerie Jaeschke: „Es ist uns jedes Jahr eine große Freude, die Kunstwerke in unserer Galerie auszustellen und den Künstlerinnen und Künstlern in ungezwungener Atmosphäre eine Möglichkeit zur Präsentation ihrer Kunst zu geben. Wir freuen uns auf weitere Jahre der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit dem Lions Club und der Villa Luise.“ Claudia Deichmann, Leitung Tagesförderung in der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH: „Wir sind einfach dankbar und schätzen den Austausch über und mit der Galerie sowie dem Lions Club sehr, da die Künstler so ganz klar, selbstverständlich und nach eigenem Ermessen den öffentlichen Raum betreten. Das Echo zeigt, dass hier auf jeden Fall ein Interesse besteht. Hier bleiben wir gerne dran.“
Zu der SeiteEine musikalische Bereicherung
30.06.2023 Eine willkommene Erweiterung des musikalischen Angebots Es ist ein Eyecatcher mit besonderer Anziehungskraft, aber vor allem eine musikalische Bereicherung: Beim Betreten des Dorfgemeinschaftshauses „Biermanski’s“ steuert Bürger Maik Utesch wie automatisch in Richtung neu aufgestelltes Klavier. Wie ein gestandener Pianist setzt er sich auf den Stuhl, und mit großer Leidenschaft fängt er an die ersten Tasten zu bewegen. Sandra Wukovich und Verena Badura stehen daneben und genießen es. Wukovich hat der Evangelischen Stiftung Neuerkerode ihr heißgeliebtes Klavier gespendet, um den Bürger:innen etwas Gutes zu tun und sie für die Musik zu begeistern. Dieser Plan ist in Person von Maik Utesch bereits voll aufgegangen. Auf die Idee kam die Wolfsburgerin, nachdem sie einen Auftritt der inklusiven Neuerkeröder Band „Underrock“ in der Dornse in Braunschweig gehört hatte und sich davon überzeugen konnte, mit wie viel Enthusiasmus und Freude die Menschen mit Behinderung rockten. Nahezu Gleiches im Sinn hat Verena Badura, die Teamleiterin der Musikpädagogik im inklusiven Dorf Neuerkerode. Sie ist überglücklich, mit dem Klavier das musikalische Angebot erweitern zu können, etwa mit Klaviernachmittagen, die ab sofort fest zum Terminplan gehören. „Lieben Dank für Ihre Spende. Wir haben mit dem Dorfgemeinschaftshaus einen guten Standort gefunden, an dem alle Bürger:innen von dem Klavier und dem Klavierspiel profitieren können“, so Badura. „Es freut mich sehr, dass das Klavier einen so zentralen Platz in Neuerkerode einnimmt, es genutzt wird und für viele tolle Klänge und Konzerte sorgen wird“, sagt Wukovich. Und wie findet es Maik Utesch? Der junge Neuerkeröder, der bereits Klavierstunden bei Badura nimmt, ist ins Klavierspiel versunken und übt die ersten Stücke ein. Er lässt einfach die Töne sprechen. Auch eine wundervolle Antwort, die in den Ohren weiterklingt…
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