"Mehr Sicherheit beim Erkennen und Abwehren von sexualisierten Grenzverletzungen"

Mehrwerk gGmbH und die Frauen- und Mädchenberatung bei sexueller Gewalt e.V. starten Präventionsprojekt für Mädchen und Frauen mit Behinderung im Bereich sexualisierter Grenzverletzungen im Alltag und bei der Nutzung digitaler Medien.

Sexualisierte Gewalt und Grenzverletzungen finden häufig im sozialen Nahfeld von Familie, Arbeit sowie Pflege oder Betreuung statt. In Zeiten der Corona-Pandemie bewegen sich die Täter auch zunehmend im digitalen Raum. Dabei sind Mädchen und Frauen mit Behinderung bis zu dreimal häufiger betroffen. „Mit dem Projekt wollen wir mehr Sicherheit beim Erkennen und Abwehren von sexualisierten Grenzverletzungen im Alltag und bei der Nutzung digitaler Medien vermitteln sowie präventiv tätig sein“, erklären Kathrin Boos, Projektbeauftragte der Mehrwerk gGmbH und Ann-Kristin Hartz von der Frauen- und Mädchenberatung.

Dafür wollen sie verstärkt mit Förderschulen und Werkstätten für Menschen mit Behinderung der Region zusammenarbeiten, auch Fachpersonal soll in speziellen Workshops für die Themen sexualisierte und digitale Gewalt sensibilisiert werden. Im Vorfeld haben Teilnehmerinnen aus der Abteilung Bildung und Arbeit der Mehrwerk gGmbH einen Pocket-Guide in leichter Sprache entwickelt, der Tipps und Hilfestellungen für Betroffene bietet.

„Viele Frauen werden aus heiterem Himmel mit so einer Situation konfrontiert und wissen dann erst einmal nicht, wie sie reagieren sollen. Das Projekt hilft dabei, das Bewusstsein für die Grenzsituationen zu schaffen und die Handlungskompetenzen zu erhöhen”, erklärt Marion Lenz, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig.

Der offizielle Startschuss fällt im Rahmen einer digitalen Kick-Off-Veranstaltung am 27. Mai um 16.30 Uhr. Interessierte können sich unter sicherimnetz@neuerkerode.de anmelden. Die Zugangsdaten sowie eine Anleitung werden im Vorfeld per E-Mail zugesandt. Die Teilnahme ist kostenlos. Weitere Informationen zum Projekt sowie zu Terminen und Aktionen gibt es unter www.neuerkerode.de/arbeit-qualifizierung/abteilung-werkstaetten-wfbm/projekt-sicher-im-netz .

Gefördert wird das Projekt von Aktion Mensch und der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.