Symbolbild

Unter guten Sternen

Horizonte erweitern, Perspektiven entwickeln und in fremde Welten eintauchen – das ist nicht nur Sinn und Aufgabe eines Theaters, sondern trifft gewissermaßen auch auf ein Planetarium zu. Unter diesen Voraussetzungen haben das Theater Endlich der esn-Tochter Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH und das Planetarium Wolfsburg im Rahmen einer Kooperation zusammengefunden. Herausgekommen ist das multimediale Theaterstück „Die Gesellschaft der Unverzichtbaren“.

 

Fotos: esn, faktotum/Oli Schirmer

Bunt, vielfältig und grenzenlos – in der unendlichen Weite des Universums ist die „Gesellschaft der Unverzichtbaren“ zu Hause. Gespielt von den neun Schauspieler:innen des Theater Endlich nahmen sie die Zuschauer mit auf eine Reise durch die Einzigartigkeit des Weltalls. Visuell unterstützt mit projizierten Bildern in der Kuppel des Planetariums zeigte das Ensemble, dass es in den Galaxien keine Barrieren und Schranken gibt.

Diese Erkenntnis, dieses Ideal – das die die Gesellschaft der Unverzichtbaren im Jahr 2126 bereits erlangt und erlebt –, wünscht sie sich auch für das Jetzt auf der Erde. Doch zeigt sich, dass es auf der Erde – fernab des großen Ganzen –  noch einiges zu bewerkstelligen gibt: Fehlende Teilhabe und Fachkräfte, kein Mindestlohn und viele Barrieren schränken die Menschen im Leben, Alltag und der Arbeit ein. All das beschäftigt das Ensemble, das diesen Zustand der mit Fantasie und Herz überwindet: Auf ihren ganz eigenen Planeten – zu sehen und hören in  wunderbaren Zeichnungen an der Kuppel und in Geschichten der Schauspieler:innen, die im Off zu hören sind, zeigt sich, dass  Schwierigkeiten, Angst, Konflikte und Barrieren mit Mut und Zuversicht, Kreativität und Liebe überwunden werden und Sorgen und Nöte frei und schwerelos machen.

Das Kooperationsprojekt zwischen Planetarium Wolfsburg, Spielraum Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) e.V. und Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH steht exemplarisch für die Haltung, kulturelle Teilhabe aktiv zu gestalten. Spielraum TPZ-Geschäftsführerin Sarit Streicher sagt dazu: „Theater bedeutet für uns nicht nur Bühne, sondern auch Mitgestaltung, Teilhabe und die Möglichkeit, gemeinsam neue gesellschaftliche Bilder zu entwerfen.“ 

„Dieses Stück zeigt eindrucksvoll, wie Kultur Räume öffnen kann – für Begegnung, Perspektivwechsel und die Frage, wie eine wirklich inklusive Gesellschaft aussehen kann. Es lädt nicht nur zum Zuschauen ein, sondern auch zum Nachdenken darüber, wie wir Zusammenleben gestalten wollen – und wen wir dabei vielleicht noch immer übersehen“, so Marcus Eckhoff, Geschäftsführer der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH.

Gefördert wurde das Stück von der Heidehof Stiftung, der Richard Borek Stiftung, der Dr. Kurt und Ruth Gahnz Stiftung sowie der Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH.

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