100 Tage im Amt

Im Gespräch mit der Geschäftsführerin des Lukas-Werkes Simone Wieczorek.

 

Haben Sie sich schon an Ihre neue Position im Lukas-Werk gewöhnt?
Ja. Die Kolleginnen in der Geschäftsstelle und auch die Führungskräfte im Lukas-Werk haben mir den Einstieg leichtgemacht. Ich erfahre viel Akzeptanz und auch Unterstützung. Ich kenne das Unternehmen sehr gut, so dass ich mich in den meisten Abläufen gut zurechtfinde. Natürlich gibt es in der Position der Geschäftsführerin sehr viel Neues für mich zu lernen und das erfordert schon meine ganze Aufmerksamkeit und kostet an einigen Stellen auch zusätzliche Energie, die ich aber sehr gerne investiere.

Simone Wieczorek

Sie waren von 1994 bis 2018 in verschiedenen Funktionen und Einrichtungen des Lukas-Werkes beschäftigt, wechselten dann in die Wohnen und Betreuen (WuB), die ebenfalls zur Unternehmensgruppe esn gehört und sind nun zum Lukas-Werk zurückgekehrt. Was hat sich verändert?
In der Kultur des Lukas-Werkes hat sich nichts Entscheidendes verändert, obwohl sich doch die Führungsriege, bis auf einen Einrichtungsleiter, komplett erneuert hat. Dennoch blieb die offene Kommunikationskultur, die seit Jahren entwickelt wurde, erhalten. Es macht sehr viel Freude, mit den Leitungskräften zusammen zu arbeiten. Verändert hat sich der Standort Braunschweig, der nun im inklusiven Quartier St. Leonhard ansässig ist und um die psychosomatische Tagesklinik erweitert wurde. Durch die Zeit in der WuB habe ich einen weiteren Blick auf das Lukas-Werk und seine Prozesse bekommen. Ich denke, beide Gesellschaften können viel voneinander lernen. Ich bin sehr dankbar für die Erfahrungen, die ich in der WuB machen durfte.

Was hat Sie überrascht/beeindruckt?
Über diese Frage musste ich am meisten nachdenken, denn tatsächlich hat mich bisher nichts überrascht. Ich wusste schon ziemlich genau, was auf mich zukommt, da die Einrichtungsleitungen im Lukas-Werk immer sehr eng mit der Geschäftsführung zusammengearbeitet haben. Beeindruckt haben mich die Kolleginnen der Geschäftsstelle, von denen man als Einrichtungsleitung nicht so viel mitbekommt. Sie sind die stillen Dienstleister im Hintergrund. Ich finde es bemerkenswert, wie selbstständig und unaufgeregt diese Kolleginnen Berge von Arbeit bewältigen und damit die Leitungen und auch mich extrem entlasten.

Beeindruckt haben mich die Kolleginnen der Geschäftsstelle, von denen man als Einrichtungsleitung nicht so viel mitbekommt. Sie sind die stillen Dienstleister im Hintergrund. Ich finde es bemerkenswert, wie selbstständig und unaufgeregt diese Kolleginnen Berge von Arbeit bewältigen und damit die Leitungen und auch mich extrem entlasten.

Wo sehen Sie (abseits von Corona) die größten Herausforderungen in den Arbeitsfeldern des Lukas-Werks?
Die größten Herausforderungen bleiben, die Finanzierung der Suchthilfe zu sichern sowie Fachkräfte für die verschiedenen Arbeitsfelder zu gewinnen und zu halten. Die psychosomatische Tagesklinik muss erst noch bekannter werden und sich etablieren, auch dies ist eine Herausforderung.

Welche konkreten Themen und Projekte möchten Sie in nächster Zukunft angehen?
Ganz allgemein möchte ich einige Prozesse verschlanken und bestimmte Abläufe digitalisieren, z.B. das Rechnungswesen, das ist in der WuB längst Standard und ich fand es sehr viel einfacher für alle Beteiligten.
Konkret möchte ich den Bereich der Psychosomatik ausbauen. Hier stecken wir noch in den Kinderschuhen. Ich sehe in dem Bereich sehr viel Potenzial. Psychosomatische Störungsbilder werden auch durch Corona weiter zunehmen.

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