Siehe, ich mache alles neu!

„Alles neu“ zeigt sich nicht im großen Umbruch, sondern in den vielen kleinen Momenten, in denen Menschen einander begegnen, Verantwortung übernehmen und Vertrauen wachsen lassen. Diese Ausgabe lädt dazu ein, solche Perspektiven aus unserem Verbund mitzunehmen – als Inspiration, Ermutigung und Anstoß, Veränderung gemeinsam zu gestalten.

Titel-Bild der neuen Ausgabe der NEB 122: Zeichnung von Jesus mit einer Sprechblase: "Siehe, ich mache alles neu" auf dunkel blauem Hintergrund.

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, 
„Siehe, ich mache alles neu!“ – die Jahreslosung 2026 trägt eine Hoffnung in sich, die gerade in unserer täglichen Arbeit spürbar ist: Veränderung beginnt oft im Kleinen, wächst langsam und zeigt sich dort, wo Menschen einander begegnen, unterstützen und neugierig bleiben. 

In unserer Stiftung erleben wir dieses „Neuwerden“ jeden Tag – dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, wo Fürsorge und Professionalität zusammenfinden und wo Geduld und Mut Räume öffnen: für Entwicklung, Teilhabe, Würde und Selbstbestimmung. Neues zeigt sich in Gesprächen, in gemeinsam gelösten Herausforderungen, in Momenten des Vertrauens und der Zusammenarbeit. Es entsteht im Miteinander, nicht im Alleingang. 

In dieser Ausgabe erfahren Sie unter anderem, wie komplex und gleichzeitig menschlich die OP-Versorgung in unserem Krankenhaus Marienstift ist – und wie medizinische Qualität mit Fürsorge verbunden wird, sodass aus Professionalität Vertrauen wächst. Sie erfahren auch, wie und warum eine Mitarbeiterin einen neuen beruflichen Weg eingeschlagen hat und seitdem Menschen am Lebensende in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung begleitet. Wir laden Sie ein, diese Perspektiven mitzunehmen: als Inspiration, als Ermutigung und vielleicht auch als Anstoß, gemeinsam mit uns weiter Neues zu gestalten. Denn Veränderung braucht uns alle. 

Darüber hinaus lesen Sie von 50 Jahren Fachschule Heilerziehungspflege und Kita in Neuerkerode – und wie sich diese Einrichtungen im Laufe der Zeit verändert und weiterentwickelt haben. Mit Einblicken wie diesen in unseren Unternehmensverbund möchten wir deutlich machen: „Alles neu“ ist kein fertiger Zustand. Es ist ein Weg – ein Prozess, der in kleinen Schritten beginnt. 

Dieser Geist verbindet auch uns mit Ihnen – mit den Menschen, die unsere Arbeit begleiten, unterstützen, kritisch mitdenken, ermöglichen und stärken. Spender:innen, Kooperationspartner:innen, Freund:innen unseres Verbundes: Ihre Zuwendung macht Mut. Sie schafft Handlungsspielräume, eröffnet Chancen und prägt Lebensqualität. Dass Sie diesen Weg mit uns gehen, ist nicht selbstverständlich – und wir sind dankbar dafür. 

"Alles neu“ meint keinen großen Umbruch. Es beschreibt vielmehr eine Haltung, die jeden Tag beginnt: in einem offenen Blick, in einer helfenden Hand, in der Bereitschaft, Menschen in ihrer Individualität zu sehen und zu begleiten. Dieses Magazin möchte Ihnen einen Einblick geben in diese Haltung, die unseren Alltag trägt – und in das, was durch gemeinsames Handeln möglich wird.

Herzlichst 
Tobias Henkel | Vorstandsvorsitzender

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50 Jahre Fachschule für Heilerziehungspflege in Neuerkerode

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Außen Ansicht der Neubaus in Neuerkerode. Weißes Putz, dunkle Fenster, Holz-Elemente.

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Spendenprojekt

Blick ins Gewölbe der Kapelle

Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

„Erstens kommt es anders und zweitens, als man denkt.“ – Genau so ergeht es leider unserem Herzensprojekt, dem Zentrum Würde. Nach einem vielversprechenden Start mussten die Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Friedenskapelle vorerst pausieren: Unerwartete Schäden am Dach machen zusätzliche Arbeiten notwendig. Doch wir lassen uns nicht entmutigen. Dieses Projekt liegt uns sehr am Herzen, denn es steht für Dinge, die uns alle verbinden: Würde, Mitmenschlichkeit und Begegnung. 

Ein Ort mit Geschichte 

Vor über 150 Jahren begann die Geschichte des Marienstifts im Zentrum Braunschweigs. Direkt vor dem heutigen Haupteingang des Krankenhauses steht die 1903 eröffnete Friedenskapelle – ein Ort, der schon damals aus Spendengeldern erbaut wurde. Hier pflegten Diakonissen einst mit Hingabe und Nächstenliebe Menschen in schweren Zeiten. Bis heute steht dieser Ort für helfende Nähe und einen würdevollen Umgang – bis in den Tod. Nach vielen Jahren des Leerstands möchten wir diese besondere Kapelle wieder mit Leben füllen. Mit dem „Zentrum Würde“ entsteht ein Raum, in dem Menschen in allen Phasen ihres Lebens zusammenkommen, sich austauschen, innehalten und Trost finden können – unabhängig von Herkunft, Alter oder Glauben. 

Ein Blick in die Gegenwart 

Schon heute finden Seminare und Workshops zu Themen wie Tod, Trauer und Nächstenliebe statt – allerdings noch in Ausweichräumen. Das Amt für Denkmalschutz hat unseren Sanierungsplänen bereits zugestimmt, doch bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen konnten, zeigte sich das ganze Ausmaß der Schäden: marode Dachbalken und eindringende Feuchtigkeit. Damit die historischen Vertäfelungen und einzigartigen Wandmalereien erhalten bleiben, wird im ersten Bauabschnitt das Dach über dem ehemaligen Sezierraum erneuert. Dieser Raum soll künftig als erster Teil des neuen Zentrums Würde genutzt werden – als Ort des Austauschs, des Erinnerns und der Begegnung. 

Unsere Vision – Ihre Unterstützung 

Damit in Zukunft auch Konzerte, Lesungen und Ausstellungen in der Friedenskapelle stattfinden können, wird im nächsten Bauabschnitt das restliche Dach saniert. Die dafür notwendige denkmalrechtliche Genehmigung liegt bereits vor, sodass noch im Jahr 2025 mit dem ersten Teil begonnen werden kann. Erst danach können die Arbeiten im Innenraum weitergehen und das Zentrum Würde kann Schritt für Schritt Gestalt annehmen. Dafür brauchen wir Ihre Hilfe. 

Jede Spende – ob groß oder klein – trägt dazu bei, diesen Ort der Menschlichkeit und Hoffnung zu bewahren und neu entstehen zu lassen. Gemeinsam schaffen wir einen Raum, in dem Leben, Trauer, Kultur und Glaube ein Zuhause finden.

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Erfolgsgeschichten Ihrer Unterstützung: Spenden-News

Text: Michael Tietz // Fotos: Bernhard Janitschke

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