Wechsel in der Geschäftsführung des Lukas-Werks

Nach mehr als 36 Jahren im Dienst der Lukas-Werk Gesundheitsdienste begibt sich Geschäftsführerin Petra Sarstedt-Hülsmann zum 1. Juli 2021 in den Ruhestand. Ihre Nachfolge übernimmt Simone Wieczorek. Das hat der Verwaltungsrat der Evangelischen Stiftung Neuerkerode (esn), zu der das Lukas-Werk gehört, beschlossen. „Ich bin überzeugt, dass wir einen sehr guten Übergang gestalten werden und mit Simone Wieczorek eine überaus erfahrene und hoch qualifizierte Geschäftsführerin gewonnen haben“, sagt Prof. Dr. jur. Wilhelm-Albrecht Achilles als Vorsitzender des Verwaltungsrates, dessen Aufgabe unter anderem die Bestellung von Geschäftsführungen in der Unternehmensgruppe esn ist.

Simone Wieczorek (links) und Petra Sarstedt-Hülsmann (rechts)

Simone Wieczorek war bereits von 1994 bis 2018 in verschiedenen Funktionen und Einrichtungen des Lukas-Werkes beschäftigt. Von 2012 bis 2018 hatte sie dort die Einrichtungsleitung der Fachambulanz Wolfenbüttel inne, wechselte dann in die Neuerkeröder Wohnen und Betreuen GmbH, wo die 52-jährige Dipl.-Sozialpädagogin und Sozialtherapeutin zuletzt den Bereich „Wohnverbund Erwachsene Region Braunschweig“ leitete. „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben als Geschäftsführerin." 

Mein Ziel ist es, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen.

Simone Wieczorek lebt in Braunschweig, ist verheiratet und hat einen 23 Jahre alten Sohn. Petra Sarstedt-Hülsmann übernahm zum 1. Januar 2002 mit dem Auftrag der Sanierung die Verantwortung als Geschäftsführerin für die Lukas-Werk Suchthilfe. „Diesen Job habe ich immer gerne und mit viel Herzblut gemacht, auch wenn die Herausforderungen zu jeder Zeit groß waren“, sagt Petra Sarstedt-Hülsmann. „Da ich bereits seit 1984 als Sozialpädagogin und Sozialtherapeutin in allen Arbeitsfelder der Suchthilfe tätig war, konnte ich die inhaltlich konzeptionellen und wirtschaftlichen Anforderungen immer gut verbinden. Zu den drängendsten Problemen gehört bis heute sicherlich eine gesicherte und ausreichende Finanzierungsgrundlage für die ambulanten Suchtberatungsstellen im Rahmen der ambulanten Grundversorgung.“ Mit Blick auf die Covid-19-Pandemie seien die Auswirkungen in allen Hilfefeldern der Lukas-Werk Gesundheitsdienste erheblich und hätten zu veränderten Leistungsangeboten und Arbeitsweisen geführt. Auch im Lukas-Werk gab es digitale Lerneffekte. So werden verschiedene Angebote, etwa die auf alle Fachambulanzen ausgeweitete Online-Beratung, über die Pandemie hinaus Bestandteil im Unternehmen bleiben.  „Es ist erfreulich, dass aufgrund der sinkenden Inzidenzen die realistische Chance besteht, in den Einrichtungen wieder alle Hilfeangebote in Präsenz anbieten zu können.“

Petra Sarstedt-Hülsmann hat sich darüber hinaus im Rahmen ihrer langjährigen Vorstandstätigkeit im Bundesverband für stationäre Suchtkrankenhilfe e.V. und in der Ev. Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtfragen für verbesserte Rahmenbedingungen in der Suchthilfe eingesetzt. Ehrenamtlich engagierte sie sich in der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung Braunschweig-Hannover, als ehrenamtliche Richterin am Arbeitsgericht Braunschweig und als stellvertretendes Mitglied im Verwaltungsrat der AOK Niedersachsen.

Rüdiger Becker, Direktor der esn, dankte Petra Sarstedt-Hülsmann für ihren Einsatz als Geschäftsführerin mit einer hohen Kompetenz in allen Fragen von Leadership. „Man kann sagen, dass Petra Sarstedt-Hülsmann das Lukas-Werk als hochqualifizierten und verlässlichen Anbieter im Bereich Suchthilfe in der Region Südostniedersachsen etabliert hat. “ Unter ihrer Führung erweiterte das Lukas-Werk sein Leistungsangebot um die Reha-Tageskliniken Abhängigkeitserkrankungen in Braunschweig (2004) und Northeim (2008) sowie um die Gesundheitsdienste für Menschen mit Behinderungen im Integrierten Gesundheitsdienst Neuerkerode (2013) und dem Medizinischen Zentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB) am Marienstift in Braunschweig (2017). Mit Eröffnung der Reha-Tagesklinik für Psychosomatik im integrativen Quartier St. Leonhard in Braunschweig in 2020 wurde eine weitere Versorgungslücke geschlossen. „Im Namen des Vorstandes danke ich ihr und wünsche Petra Sarstedt-Hülsmann alles Gute und Glück und Segen für den neuen Lebensabschnitt.“

 

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